EMV-Lexikon

Rund 3000 Akronyme und Schlüsselbegriffe aus der Welt der Elektromagnetischen Verträglichkeit.
 
 
Das Konzept des Lexikons besteht in der konventionell üblichen, gebündelten Glossierung aktueller Begriffe und fachspezifischer Sachverhalte sowie der zeiteffektiven Erschließung ergänzender, tiefer greifender, online verfügbarer Informationen. Über 3 300 Links verweisen auf weiterführende Websites und Fachbeiträge. Alle Titel sind in Deutsch und Englisch gelistet.

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A

ABB Ausschuss für Blitzschutz und Blitz­for­schung (im VDE. Ist in der nationalen und internationalen Blitzschutznormung engagiert, unterstützt die Blitzschutzforschung, gibt Empfehlungen für den Blitzschutzbau an interessierte Firmen und Behöden heraus und informiert die Öffentlichkeit über Blitzeinwirkungen und Blitzschutzmaßnahmen)
 
Abblockkondensator ► Blocking Capacitor / Bypass-capacitor (Schnell getaktete digitale Schaltkreise ziehen periodisch impulsweise sehr hohe Ströme. Dies führt jeweils zu kurzen Versorgungsspannungseinbrüchen, die sich auf andere Schaltungsteile störend auswirken können. Um dies zu verhindern, werden niederinduktive  Kondensatoren, sogenannte Abblockkondensatoren möglichst dicht am Stromversorgungspin des Schaltkreises gegen Masse geschaltet, um die Versorgungsspannung zu stabilisieren. Seine Standardgröße beläuft sich auf 100 nF)
 
Abdeckhauben (Synonym für Abschirmhauben)
 
Abgeleitete Grenzwerte ► Derived Limits / Reference Levels (Die Messung der Größen mittels derer die Einhaltung der Basisgrenzwerte beurteilt werden kann, beispielsweise der SAR-Werte, die innerhalb eines lebenden Körpers gelten, ist praktisch nicht möglich. Für die Expositionsbeurteilung werden daher sogenannte „Abgeleitete Grenzwerte“ verwendet, die auf außerhalb des menschlichen Körpers leichter bestimmbaren Größen beruhen. Diese Größen sind:
  • die elektrische Feldstärke [E],
  • die magnetische Feldstärke [H],
  • die magnetische Flussdichte [B] und
  • die Leistungsflussdichte [S].
Diesbezüglich empfohlene und und gesetzlich geforderte Werte siehe  BImschV, BGV B11, Richtlinie 2013/35/EU und folgende Website
 
Abhörschutz ► Eavesdropping Protection / Interception Protection / Listening Protection / Bugging Protection(betrifft alle Maßnahmen, die dazu dienen, Räume gegen das illegale Abhören darin geführter Gespräche zu sichern. Wirksamer Abhörschutz wird durch die Kombination mehrerer Schutzmaßnahmen erreicht. Diese betreffen die Zugangskontrolle zu den betreffenden Räumlichkeiten, desweiteren bauliche Schutzmaßnahmen, wie hohe akustische Schalldämmung und wenig Angriffspunkte für die versteckte Installation von Abhöranlagen und den Einsatz geeigneter Raumschirmungssysteme, um den Empfang kompromittierender elektromagnetischer Abstrahlungen von PCs ausserhalb des Raumes zu unterbinden sowie Schutzmaßnahmen an der Telekommunikationsanlage gegen deren Missbrauch zum Abhören von Raum- oder Telefongesprächen. Die langzeitstabile Aufrechterhaltung des Schutzzustandes einer bestimmten Räumlichkeit ist durch regelmäßige Lauschabwehr-Überprüfungen sicherzustellen. Entsprechende Dienstleistungen werden von Privatunternehmen erbracht. Abhörschutz ist zwar kein EMV-Anliegen, jedoch unterstützen EMV-Maßnahmen den Abhörschutz)
 
ABl Amtsblatt der Europäischen Union ►Official Journal of the European Union(Online-Version siehe folgende
Website)
 
ABl.EG ► Amtsblatt der Europäischen Gemein­schaften (seit Februar 2003 „Amtsblatt der Europäischen Union“)
 
Ableiter ► Arrester (siehe Überspannungsableiter)
 
Ableitstrom ► Leakage Current [wörtlich: Leckstrom] (Nach IEV 151-15-49: elektrischer Strom in einem Strompfad, der kein Kurzschlussstrompfad ist bzw. nach DIN VDE 0100 Strom, der in einem fehlerfreien Stromkreis [über den Isolationswiderstand und parasitäre Koppelkapazitäten über die Schutzerdung] zur Erde oder zu einem fremden leitfähigen Teil abfließt. Bei Verwendung von Filterkondensatoren, die Funkstörungen verringern sollen, kann er eine kapazitive Komponente haben und beim Fehlen oder bei Unterbrechung des Schutzleiters bei Berührung z.B. eines Gerätegehäuses für den Menschen unzulässig hohe Werte annehmen. In diesem Fall sind zusätzliche Schutzmaßnahmen, z.B. in Form eines Fehlerschutzschalters erforderlich. Abhängig vom Gerätetyp sind Ableitströme zwischen 0.5 und 3,5 mA zulässig, DIN EN 60601-1-1 bzw. DIN EN 60950)
www.schaffner.com/de/downloads.html > Ableitströme in Netzentstörfiltern
 
Ableitungsbelag ► Shunt Conductance per Unit length (Synonym für den Leitwertsbelag von Leitungen. Gebräuchliche Bezeichnung im Bereich elektroenergetischer Systeme)
 
Abschirmbänder ► Shielding Tapes(auf imprägniertem Paper, Gewebe oder Vlies aufgebrachte, bandförmige, selbstklebende Kupfer- oder Alu-Folien für die dauernde oder zeitweilige elektromagnetische Abschirmung von kleineren Elektronikbauteilen, von Kabeln und Leitungen sowie für die Abdichtung von Leckstellen bei Gehäusen,
www.mercateo.com > Suche: Abschirmbänder
 
Abschirmbecher ► Screening Cans / Screening Cups / Shielding Cans / Covering Cores (becherförmige Schirmgebilde aus Aluminium, Kupfer oder Nickel-Eisen-Legierung [MuMetall] in zylindrischer, konischer, quaderförmiger oder anderweitig kundenspezifischer Form zur Abschirmung von elektromagnetischen Störquellen und Störsenken in elektronischen Baugruppen)
 
Abschirmfaktor ► Shielding Factor (Synonym für Schirmfaktor)
 
Abschirmfarben ► Shielding Paints (auf allen gängigen Untergründen auftragbarer und auch überstreichbarer, Kupfer/Silber- oder kohlenstoffhaltiger Schutzanstrich gegen die Einstrahlung oder Abstrahlung hoch- und niederfrequenter elektromagnetischer Felder. Anwendungen: elektrischer und elektronischer Gerätebau, Kfz- und Flugzeugbau und viele andere Bereiche zur Sicherstellung der EMV aber auch zur Unterdrückung kompromitierender Abstrahlung, d.h. zur Unterstützung des Abhörschutzes)
 
Abschirmfenster ► Shielding Windows (siehe Geschirmte Fenster)
 
Abschirmfolien ► Shielding Foils / Conductive Electro Tapes (dünne Folien [0,025 bis 0,1mm] unterschiedlicher Breite aus weichmagnetischen Materialien mit hoher Permeabilität für die Abschirmung magnetischer Felder, aus Kupfer oder Aluminium, aus feinsilber- oder kupferbeschichteten Spezialfolien oder aus Faservliesstoffen, einseitig selbstklebend oder einseitig isolierend und anderseitig elektrisch leitend für die HF-Abdichtung von von Fenstern, die Verbesserung der HF-Abschirmeigenschaften von Gehäusen sowie für die dauernde oder z.B. im Rahmen von Erprobungsarbeiten zeitweilige Abschirmung kleinerer Baugruppen, Kabel oder vermuteter feldundichter Stellen)
www.mercateo.com > Suche: Abschirmfolien
                                                          
Abschirmgehäuse ► Shielding Enclosures / Shielding Housings / Shield Case (aus verzinntem Stahlblech, Weißblech, Aluminium oder intrinsisch leitfähigen bzw. metallisch beschichteten Kunststoffmaterialien dienen bei kleineren elektronischen Funktionseinheiten wie Filter, Koppler, Weichen, Adapter, ICs auf Leiterplatten u.ä. Equipment zum Schutz gegen die Ein- oder Abstrahlung elektrischer, magnetischer oder elektromagnetischer Felder. Durch aufschnappbare bzw.auflötbare Deckel können die Gehäuse hermetisch felddicht verschlossen werden. Durch Einschiebeplatten ist das Innere der Gehäuse ggfs. in unterschiedliche Sektionen aufteilbar)
 
Abschirmgewebe ► Shielding Fabrics, Shielding Textiles (beschichtete, metallisierte oder mit versilberten Kupferfäden durchwirkte Baumwoll- oder Glasseidengewebe oder auch Gewebe aus Carbonfasern. Sie werden zur Herstellung von HF-Schutzkleidung verwendet  aber auch in Form von Decken, Gardinen, Baldachinen, Wohntextilien, Raumteiler, Vorhänge, Boden-, Decken- und Wandbeläge sowie als Körperbekleidung und Körperwäsche zum Schutz gegen Elektrosmog geschäftstüchtig vermarktet. Im Bauwesen werden entsprechende Gewebe zur Gebäudeschirmung unter Putz in Gebäudefassaden eingearbeitet)  
 
Abschirmhauben / Abdeckhauben ► Shielding Caps / Chip Caps / Board Level Shields / PC Board Screening Cans (sind Schirmelemente für die Leiterplattenschirmung. Sie bestehen aus einige zehntel Millimeter starkem verzinntem Stahlblech, Neusilber, Messing oder anderen Schirmwerkstoffen und werden über einzelne ICs oder Schaltungsteile gestülpt, um das Eindringen oder die Abstrahlung elektromagnetischer Felder zu verhindern. Sie sind abnehmbar gestaltet, so dass ein gelegentlicher Zugriff auf die darunter liegenden Komponenten problemlos, d.h. ohne Entlötvorgang möglich ist) 
 
Abschirm-KlebebandEMI Shielding Tape (einseitig oder doppelseitig selbstklebendes flexibles Metallband, in der Regel bestehend aus mehreren Schichten [z.B. Metallfolie, leitfähiger Kleber, silikonisierte Papierschicht] oder aus elektrisch leitfähigem Gewebe. Erhältliche Metalle: Kupfer, verzinntes Kupfer, Aluminium, rostfreier Stahl, Blei, Messing, Amucor, Muferro und Nickel)
 
AbschirmlackeEMI Shielding Coatings (elektrisch leitfähige Lacke auf Nickel- oder Kupferbasis für den Auftrag auf Kunststoffgehäuse, um Schirmwirkung gegenüber elektromagnetischen Felder zu erzielen)
1www.mercateo.com > Suche: Abschirmlacke
 
Abschirmlaminate ► Shielding Laminates (mehrlagige elektromagnetisch schirmwirksame Werkstoffe, die durch Verpressen und Verkleben mindestens zweier Schichten gleicher oder unterschiedlicher Materialien entstehen. Durch Zuschneiden und Falzen sind vielfältige Abschirmungen, auch die einzelner ICs auf Leiterplatten möglich)  
www.infratron.de > Suche: Abschirmlaminate
 
Abschirmmaterialien ► Shielding Materials (siehe Schirmwerkstoffe)
 
Abschirmplatten ► Screening Panels / Shielding Plates / Protective Plates / Shielding Panels (sind Verbundplatten aus einer elektrisch leitenden Schicht [Aluminium] und einer magnetisch leitenden Schicht [Nickel-Eisen-Legierung]. Liefergröße der Platten 1 bis 2 m2, Wandstärke etwa 0,5 bis 12 mm. Sie bieten Schutz vor statischen Magnetfeldern, niederfrequenten magnetischen Feldern aber auch gegen hochfrequente elektromagnetische Felder. Einfallende niederfrequente Magnetfelder  können damit auf etwa 1/20 bis 1/30 ihres Wertes gedämpft werden. Das entspricht etwa der Schirmwirkung einer Aluminiumplatte von 30 bis 40 mm Wandstärke oder einer Stahlplatte von 20 bis 30 mm Stärke)
 
Abschirmschaum ► Shielding Foam / Conductive Foam (elektrisch leitfähiger Polyurethanschaum, der in Mattenform bis zu mehreren Millimetern Stärke hergestellt wird. Er wird in dieser Form zur Flächenabdichtung von Schirmkammern, Elektronikschränken und -geräten eingesetzt. Auch dient er als Grundlage für die Herstellung von Stanzteilen der verschiedenartigsten Form, die insbesondere in Kleingeräten zu Abschirmzwecken zum Einsatz kommen. Darüber hinaus dient leitfähiger Polyurethenschaum dem ESD-Schutz von Schaltkreisen beim Transport und ihrer Langzeitlagerung)  
 
Abschirmschläuche ► Shielding Tubes / Screening Tubes (flexible Schläuche aus hochpermeablen Nickel-Eisen-Legierungen insbesondere zum Schutz von Signalkabeln gegen niederfrequente Magnetfeldbeeinflussungen).
 
Abschirmtapeten ► Shielding Wallpaper (auch als EMV-Tapeten bezeichnet, bestehen aus zwei oder mehreren Schichten mit eingearbeiteten metallischen oder nichtmetallischen Komponenten, die gegenüber elektromagnetischen Feldern abschirmend wirken. Sie sind wie herkömmliche Tapeten verarbeitbar, auch überstreichbar und für den Einsatz in feldsensiblen Räumen in Krankenhäusern, medizinischen Praxen, Wohn-, Gewerbe und Industriegebäuden sowie zur Unterstützung des Abhörschutzes von Computer- und Kommunikationszentren sowie Konferenzräumlichkeiten geeignet)
 
Abschirmung ► Shielding / Screening (Entstörmaßnahme, um die Ausbreitung störwirksamer elektrischer, magnetischer oder elektromagnetischer Felder von Störquellen zu begrenzen bzw. deren Eindringen in Störsenken zu unterbinden. Grundlage hierfür sind u.a. entsprechende Kabelschirme, geschirmte Kabelkanäle, Leiterplattenschirmungen, Geräteabschirmungen und Raumabschirmungen unter Verwendung jeweils geeigneter Abschirmmaterialien. Als Maß für die Wirksamkeit von Schirmungsanordnungen dient die Schirmdämpfung, speziell bei Leitungsschirmen die Transferimpedanz)
 
Abschirmungen aus MuMetall ► MuMetall Shieldings (MuMetall-Abschirmungen gibt es in großer Ausführungsvielfalt von kleinsten Formteilen bis hin zu Flächen- und Raumabschirmungen für Messlabore sowie für Leistungstransformatoren, Niederspannungsverteilungen und Computertomographen)
 
Abschirmvlies ► Shielding fleece (elektrisch leitfähiges textiles Flächengebilde aus einzelnen Fasern auf Graphit- oder Kupfer/Polyesterbasis zur großflächigen Abschirmung nieder- und hochfrequenter elektrischer Felder und zur Ableitung elektrostatischer Ladungen.
 
Absorber ► Absorbers (Absorber zur Auskleidung von EMV-Messräumen [FAC, FAR, SAC] bestehen aus verlustbehafteten Dielektrika bzw. Ferromagnetika, in denen einfallende elektromagnetische Energie absorbiert, d.h. in Wärme umgewandelt wird, und zwar können im Frequenzbereich bis 2 GHz Ferritabsorberfliesen eingesetzt werden [Ferrite Absorbers], während im Bereich von 30 MHz bis 40 GHz und darüber pyramidenförmige Schaumstoffabsorber [Pyramid Absorbers] oder auch Kombinationen aus beiden [Hybrid Absorbers] zur Anwendung kommen)  
 
Absorberhalle /Absorberraum ► Anechoic Chamber (Feldechofreier, voll oder teilweise mit Absorbern bzw. mit Absorbermaterial ausgekleideter, geschirmter EMV-Messraum. Siehe auch FAC, FAR, SAC. Sie bilden den Freiraum ohne reflektierende Ebene nach und schirmen den Messraum gegen äußere elektromagnetische Störquellen und Umgebungseinflüsse ab. In Absorberhallen können sowohl Emissionsmessungen wie auch  Störfestigkeitsprüfungen durchgeführt werden)
Google-Suche Absorberhallen > Bilder
 
Absorbermaterial ► Absorbermaterial / Anechoic Material (Reflexionsarmes Material, das z.B. für die Auskleidung feldechofreier Messräume [Anechoic Chambers] und in Elektronikgehäusen sowie überall dort angewendet angewendet wird, wo Feldreflexionen zu unterdrücken sind. Es reduziert die Reflexion einfallender elektromagnetischer Feldenergie durch Absorption oder andere Effekte)
 
Absorberzange ► Absorbing Clamp (Synomym für Absorptions-Messwandlerzange [IEV 161-04-30])
 
Absorptionsdämpfung  ► Absorption Attenuation(Sie beschreibt nach dem Impedanzkonzept [Schelkunoffsches Schirmdämpfungsmodell] als Teil der Gesamtschirmdämpfung die Schwächung eines Feldes beim Passieren einer Schirmwand durch Umwandlung elektromagnetischer Energie in Wärme durch Stromwärmeverluste. Da sie sich nur auf das Feld innerhalb der Schirmwand bezieht, ist sie von der Art der Feldquelle unabhängig. Rechnerisch ergibt sie sich zu A/dB = 8,7(d/δ) wobei d die Schirmwandstärke und δ die Eindringtiefe bezeichnen. Das heisst, bei einer Schirmwandstärke und einer Eindringtiefe von je 1 mm beträgt sie A = 8,7 dB.)
 
Absorption ► Absorption (Abschwächung, Minderung, Verringerung, Dämpfung der Energieintensität einer Teilchen- oder Wellenstrahlung beim Durchtritt durch Materie. Die absorbierte Energie einer nichtionisierenden Strahlung wird dabei ausschließlich in Wärme umgesetzt während mit der Absorption ionisierender Strahlung auch Änderungen in der atomaren und molekularen Struktur des absorbierenden Mediums einhergehen können)
 
Absorptions-Messwandlerzange ► EMI Absorbing Clamp / EM Clamp (Absorptions-Messwandlerzangen [MDS-Zangen] werden in Verbindung mit Störmessempfängern nach CISPR 14-1 für die Messung der Funkstörleistung auf Leitungen eingesetzt. Dadurch lässt sich bei kleineren Geräten [Elektrowerkzeuge, elektrische Konsumgüter] bei denen im VHF/UHF-Bereich die Störabstrahlung im wesentlichen über angeschlossene Kabel wie Netzkabel erfolgt, im Rahmen von Störemissionsmessungen der hohe Aufwand für eine Feldstärkemessung umgehen. Darüber hinaus können mit Absorptionswandler-Messzangen in Verbindung mit Vierpolmesseinrichtungen Schirmdämpfungsmessungen an Kabelschirmen durchgeführt werden)
www.teseq.de > Suche: Absorberzangen
[nbsAp]
Abstrahlarme RäumeTEMPEST Shielded Rooms (Räume, die mit einem Raumabschirmungssystem ausgestattet sind, welches im Sinne des Abhörschutzes das Austreten informationstragender Leckstrahlung [bloßstellende Abstrahlung] von im Raum befindlicher Computer- u.a. IT-Gerätetechnik weitestgehend unterbindet)
 
AbstrahlsicherheitTEMPEST (Schutz gegen bloßstellende Abstrahlung)
www.bsi.bund.de > Suche: Abstrahlsicherheit
 
Abstrahlung ► Emission (Aussendung von Energie von einer Quelle in Form von Wellen oder Teilchen)
 
Abtrennvorrichtung ► Disconnecting Device / Cut-off Device (Integrierte Vorrichtung [z.B. Thermo-Dynamik-Control], die einen Ableiter im Falle des Versagens vom Netz trennt und dies durch eine Rotmarkierung in einem Sichtfenster anzeigt [Defektanzeige] oder über einen Fernmeldekontakt an die Leitwarte meldet)
 
Abzweiger ► Tap / Cable Tap (Bauelement zur Abzweigung bzw. Auskopplung von Signalen aus Stammleitungen)
 
AC Alternating Current ► Wechselstrom
 
ACEA Advisory Committee on Environmental Aspects ► Beratender Ausschuss für Umweltaspekte [in der IEC] (zu allen Aspekten des Schutzes der natürlichen Umwelt vor schädlichen Auswirkungen elektrotechnischer und elektronischer Produkte, einer Gruppe von Produkten oder eines Systems. Berät den Standardization Management Board [SMB] zu Fragen des Umweltschutzes, koordiniert die diesbezügliche IEC-Arbeit, um Widersprüchlichkeiten und Doppelungen in den IEC-Normen zu vermeiden und um die Berücksichtigung von Umweltaspekten bei der Entwicklung von Produktnormen zu sichern)
 
ACEC Advisory Committee on Electroma­gne­tic Compatibility ► Beratender Ausschuss zu Fra­gen der elektromagnetischen Verträg­lich­keit (in der IEC. Berät den Standardization Management Board [SMB] zu Fragen der EMV, koordiniert die EMV-Arbeit zwischen den IEC-Komitees und mit anderen Organisationen wie ITU, ISO, überprüft von Produktkomitees erarbeitete EMV-Normen, verhindert Doppelarbeit und die Enstehung einander widersprechender EMV-Normen, identifiziert Markterfordernisse auf dem Gebiet der EMV und organisiert EMV-Workshops)
 
ACES Applied Computational Electromagnetics Society ► Gesellschaft für angewandte numerische Feldberechnungen (das heisst, der Modellierung der Wechselwirkungen elektromagnetischer Felder mit physikalischen Objekten und der Umwelt)
 
ACF Antenna Calibration Factor ► Antennen-Kalibrierfaktor
 
ACIL American Council Independent Laboratories ► Amerikanischer Rat unabhängiger Laboratorien
 
ACMA Australian Communications and Media Authority ► Australische Telekommunikationsbehörde
 
ACOS Advisory Committee on Safety ► Beratender Ausschuss zu Fragen der Sicherheit (in der IEC, für die nicht ein einzelnes technisches Komitee zuständig ist und zu Sicherheitsfragen, die mehrere technische Komitees betreffen. Seine Aufgabe ist es die Konsistenz der IEC-Sicherheitsnormen zu gewährleisten)
 
ACR Attenuation to Crosstalk Ratio ► Dämpfung-Übersprech-Verhältnis(Verhältnis zwischen Dämpfung und Übersprechen bzw. Abstand zwischen Nutz- und Störsignal (kombinierte Größe aus NEXT und Kabeldämpfung)
 
ACTC Automotive Component Testing Chamber ► Speziell für die EMV-Testung von elektronischen Fahrzeugkomponenten konzipierte, reflexionsfreie, d.h. mit Absorbern ausgestattete, kompakte Prüfkammer (geeignet für Emissionsmessungen nach EN 55025 / CISPR 25 und Störfestigkeitstests entsprechend DIN ISO 11452-2 im Frequenzbereich zwischen 30 MHz bis 18 GHz und darüber. Messabstand 1 m)
 
ADC Analog-to-Digital Converter ► Analog-Digital-Umsetzer (Funktionseinheit, die ein analoges Signal in ein digitales Signal umsetzt)
 
ADCO Administrative Cooperation Group ► Administrative Kooperationsgruppe (Unabhängige Arbeitsgruppe, getragen von den Mitgliedstaaten der EU. Offizielles europäisches Gremium für die Kooperation und den Informationsaustausch zwischen den nationalen Marktaufsichtsbehörden zur einheitlichen Durchsetzung der einzelnen EU-Richtlinien)
 
ADCO EMCADCO EMV
 
ADF Aktiver Dynamischer Filter ► Active Dynamic Filter (Aktive Dynamische Filter beseitigen verlusterzeugende Einflüsse wie Oberschwingungen, Flicker, Spannungsschwankungen und Blindleistungen mit einem hochdynamischen, stufenlosen und digital geregelten Kompensations- und Filteransatz und damit die Wiederherstellung des sinusförmigen Stromverlaufs in Echtzeit)
www.pq-professionals.de/tl_files/Bilder/content/Comsys_ADF_P200_EN_PQP.pdf
www.nosswitz.de/tl_files/img/de/dokumente/Comsys_ADF_Family_DE_PQ.pdf
www.powerq.de/active-harmonic-filter.htm
 
ADSL Asymmetric Digital Subscriber Line ► Asymmetrischer digitaler Teilnehmeranschluss (Digitales Datenübertragungsverfahren mit asymmetrisch verteilter Bandbreite vom bzw. zum Teilnehmer. sehr schnelle Netzzugangstechnik, bei der Daten über vorhandene Kupfertelefonleitungen zwischen einem Informationsanbieter und einem Teilnehmer [downstream] mit  einer Übertragungsgeschwindigkeit bis zu 12 Mbit/s und in Gegenrichtung [upstream] mit einer geringeren Datenrate bis zu 1,2 Mbit/s übertragen werden können. ADSL wandelt die Daten in analoge, nicht hörbare Frequenzen um. Dadurch kann zusätzlich zur Datenübertragung im hörbaren Bereich telefoniert werden. Die Entfernung zur Vermittlungsstelle ist allerdings auf maximal 6 km beschränkt)
 
AE Auxiliary Equipment / Associated Equipment ► Hilfs-/Zusatzeinrichtungen (in Verbindung mit EMV-Messungen und Prüfungen: Einrichtungen/Geräte, die selbst nicht geprüft werden, die aber notwendig sind, um z.B. während einer Prüfung, die ordnungsgemäße Funktion des Prüflings sicherzustellen und zu beobachten)
 
AE Antenna Efficiency ► Antenneneffektivität / Antenneneffizienz (Verhältnis von abgestrahlter Pradiated zu der der Antenne zugeführten Leistung Pinput . Das heißt R = Pradiated /Pinput)
 
AEC Active Energy Control ► Aktiv kontrollierte Energiesteuerung (zwischen Blitzstrom- und Überstromableiter, d.h. zwischen 1. und 2. Schutzstufe. Neue Blitzschutztechnologie der Firma Phoenix Contact auf der Basis getriggerter Blitzstromableiter. Dazu ist der Blitzstromableiter mit einer Zündelektronik zur Triggerung der Ansprechspannung ausgestattet. Blitzstrom- und Überspannungsableiter können nach dem AEC-Prinzip direkt parallel geschaltet werden. Diese Applikation benötigt keine Entkopplungsinduktivität. Dadurch werden die aufwändige Verdrahtung und der erheblich größere Platzbedarf für die Entkopplungsspulen eingespart)
 
AEMCLAP Automotive EMC Laboratory Accreditation Plan / Program (Vorgehensweise zur Beurteilung eines EMV-Labors inwieweit es den AEMCLRP-Anforderungen entspricht)
 
AEMCLRP Automotive EMC Laboratory Recognition Program (spezielles, von den drei Firmen Ford,  General Motors und Daimler Chrysler entwickeltes, 2003 vorgestelltes Anerkennungsverfahren für EMV-Labore das einen weitgehend gemeinsamen, übergreifend hohen Qualitätsstandards für EMV-Prüfung an KFZ-Komponenten und Subsystemen fordert. Voraussetzung für die Anerkennung ist der Nachweis der Kompetenz des Labors auf Basis der EN ISO / IEC 17025. Zulieferer der drei Firmen sind verpflichtet, EMV-Qualifikationen ihrer Produkte in Prüflabors durchzuführen, die über eine Akkreditierung gemäß AEMCLRP verfügen)
 
AF Antenna Factor ►Antennenfaktor
 
AFE-Umrichter Active-Front-End-UmrichterFrequenzumrichter mit geregeltem Netzgleichrichter (Solche Umrichter haben am Eingang aktive Leistungsschalter [IGCTs]. Dies erfordert zwar einen höheren Steueraufwand, bietet jedoch einige Vorteile wie Energierückspeisung ins Netz , wenn z.B. vom Motor angetriebene Massen abgebremst werden müssen, fast sinusförmige Stromaufnahme aus dem Netz, die deutlich weniger niederfrequente Oberschwingungen aufweist sowie schnelles Umschalten zwischen motorischem und und generatorischem Betrieb. Netzseitig durch die eingangsseitige Taktung u.U. mögliche Resonanzüberhöhungen lassen sich durch spezielle Filter ausreichend bedämpfen. Typische Anwendungen für AFE-Umrichter sind Be- und Verarbeitungsmaschinen, Pressen und Verpackungsmaschinen sowie Roboter und Handhabungsgeräte. Bezüglich der möglichen Funkstörwege bei Frequenzumrichtern siehe folgende Website)
 
AFH Adaptive Frequency Hopping Spread Spectrum ► Adaptives Frequenzwechsel-Spreizspektrum (Bietet besseren Schutz gegen Störungen, indem bereits genutzte oder gestörte Frequenzkanäle vorübergehend vermieden werden)
 
AFuG Amateurfunkgesetz (Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 41, vom 27.06.1997)
 
AHF Active Harmonic Filter ► Aktives harmonisches Filter (Gerät zur Verbesserung der Qualität  [Elektroenergiequalität] der einer Verbrauchseinheit [Maschine, Anlage] zugeführten Elektroenergie. Kompensiert in Echtzeit Spannungsschwankungen, Oberschwingungen und Blindleistung und verhindert dadurch mögliche Wirkungen wie z.B. die Störung elektronischer Komponenten, )
 
AHG Ad Hoc Group ► (spontan, aus einer augenblicklichen Notwendigkeit heraus, eigens für einen bestimmten Zweck gebildete Arbeitsgruppe)
 
AIC Active Infeed Converter (Synoym für AFE-Umrichter)
 
Air Discharge Method ► Methode der Luftentladung (ESD-Störfestigkeitstestmethode)
 
AIS Air-Insulated Switchgear ► Luftisolierte Schaltanlage
 
Akkreditierung ► Accreditation (Beglaubigung, Bestätigung, Legitimierung, Zulassung. Abgeleitet vom lateinischen `accredere´ = Glauben schenken, beschreibt der Begriff `Akkreditierung´ in den verschiedensten Bereichen den Sachverhalt, dass eine allgemein anerkannte Instanz einer anderen die Befähigung zur Erfüllung spezifizierter Eigenschaften bescheinigt. In technischen Bereichen beispielsweise ist Akkreditierung eine Aktion, in deren Rahmen eine autorisierte Stelle [Akkreditierungsstelle] anhand definierter Akkreditierungskriterien die Kompetenz eines Prüf- oder Kalibrierlaboratoriums oder einer Zertifizierungsstelle formell anerkennt. Das heißt, dass diese Einrichtung in der Lage ist, definierte Aufgaben anforderungsgerecht auszuführen. Grundlage der Akkreditierung ist die Normenreihe EN 45000)
 
Akkreditierungskriterien ► Accreditation Criteria (Bewertungsmerkmale für das Treffen von Entscheidungen / notwendige bzw. hinreichende Bedingungen für die Einhaltung bzw. die Erfüllung definierter Vorgaben. Für die Begutachtung eines Prüflabors im Rahmen einer Akkreditierung beispielsweise interessieren u.a. folgende Aspekte:
• Verfügt das Labor über alle erforderlichen Geräte, Einrichtungen und Messumgebungen, um definierte Messungen und Tests auszuführen?
• Ist das Personal angemessen ausgebildet und in der Lage mit diesen Geräten kompetent umzugehen und kennt es die einschlägigen Vorschriften und Normen?
• Werden Messungenauigkeiten bestimmt?
• Werden Prüfaufbauten, Testergebnisse und Abweichungen von Standards angemessen dokumentiert?
• Ist ein angemessenes Qualitätssicherungssystem etabliert?)
www.dakks.de/content/technische-akkreditierungskriterien-für-zerstörungssfreie-prüfungen
 
Akkreditierungsstelle ► Accreditation Authority (autorisierte Stelle, die Akkreditierungen durchführt)
www.dakks.de
 
Akkreditierungsstellengesetz ► Law on the Accreditation Body (Gesetz über die Akkreditierungsstelle. Mit diesem Gesetz wird einer europäischen Verordnung folgend, nach der die Mitgliedsstaaten bis zum 01.01.2010 über jeweils eine einzige nationale Akkreditierungsstelle verfügen müssen, die Errichtung einer solchen Akkreditierungsstelle geregelt. Diese zentrale deutsche Akkreditierungsstelle ist die DakkS)
 
AkkStelleG Akkreditierungsstellengesetz
 
Aktive Filter ► Active Filters(haben neben passiven Komponenten [Widerstände, Induktivitäten, Kondensatoren] auch noch aktive Komponenten [Operationsverstärker, Mikrocontroller, Signalprozessoren, Thyristoren]. Aktive Filter sind sowohl in der Informationstechnik wie auch in der Elektroenergietechnik weit verbreitet. Für die aktiven Komponenten ist eine eigene Stromversorgung notwendig)
 
Aktive Magnetfeldkompensation ► Active Magnetic Field Compensation (Dabei werden niederfrequente magnetische Störfelder im Frequenbereich von 0,001 Hz – 1kHz mittels Sensoren erfasst und durch Gegenfelder aktiv kompensiert. Entsprechende Kompensationssysteme [MACS] wurden speziell dafür entwickelt, Magnetfelder auf kleinstmögliche Werte zu reduzieren, um beispielsweise Elektronenmikroskope oder sehr störempfindliche medizinische Geräte [EEG/EKG] oder auch hochempfindliche physikalische Messgerätetechnik in störverseuchter Umgebung betreiben zukönnen)
 
Aktive Netzfilter ► Active Power Filters / Shunt Active Filters (Netzfilter auf informations- und leistungselektronischer Basis [Hauptbestandteil ist ein selbstgeführter Stromrichter], der die von einem nachgeschalteten Verbraucher aufgenommenen Oberschwingungen analysiert und dann gegenphasig das gleiche Oberschwingungsspektrum in die Installation injiziert. Die Oberschwingungsströme werden dadurch am Anschlusspunkt neutralisiert, d.h. sie können nicht mehr auf andere Verbraucher oder das Versorgungsnetz einwirken. Auf diese Weise gelingen Blindleistungskompensation und die Neutralisierung von Verbraucher-Netzrückwirkungen. Aktive Netzfilter sind für die Niederspannungsebene mit Kompensationsströmen von 30 bis 450 A verfügbar)
 
Aktive Teile ► Live Parts (in der Elektrotechnik sind dies Leiter und leitfähige Teile von Betriebsmitteln, die unter normalen Betriebsbedingungen gegen Erde unter Spannung stehen, einschließlich des Neutralleiters jedoch nicht der PEN-Leiter)
 
Aktiver Funktionsfehler (siehe Funktionsfehler)
 
Aktiver Leiter ► Live Conductor (Leiter, der betriebsmäßig unter Spannung steht)
 
Aktuelle EMV-Normen (Auswahl Elektromagnetische Verträglichkeit siehe folgende Websites)
www.autoemc.net > Standards
 
ALC Absorber Lined ChamberAbsorberhalle (mit Absorbern ausgestatteter geschirmter Raum für die
Durchführung von EMV-Störemissionsmessungen und EMV-Störfestigkeitsprüfungen)
Google-Suche Absorberhallen > Bilder
 
ALDIS Austrian Lightning Detection and Information System ► Österreichisches Blitzortungssystem
 
Alien XT Alien Crosstalk ► (Übersprechen, d.h. unerwünschte Störbeeinflussung eines Kabels durch andere gebündelt mit diesem Kabel parallel einher laufende Signal- und Datenkabel)
 
ALSE Absorber-Lined Shielded Enclosure / Environment ► mit Absorbern ausgestatteter geschirmter Raum (Synonym für Anechoic Chamber bzw. Absorberhalle. Gebräuchlich im Automotive Bereich)
 
ALSE-Methode (Methode zur Messung von Kfz-Elektronikkomponenten abgestrahlter Störgrößen, spezifiziert in der Norm CISPR-25)
 
Alternative Testmethode ► Alternative Test Method (Eine Alternative ist die Möglichkeit mit anderen als den üblichen Mitteln, Verfahren oder Vorgehensweisen ein angestrebtes Ziel zu erreichen, beispielsweise im Bereich der EMV ein Produkt bezüglich seiner Störaussendung nach einem anderen als dem etablierten Prüfverfahren zu testen. So ist z.B. die Messung der Störstrahlung in einem Vollabsorberraum [FAR] eine alternative Testnethode gegenüber der Messung auf einem 10-m-Freifeld-Testgelände [OATS] in einem Frequenzbereich von 30 bis 1000 MHz. Konkret heißt es dazu in CISPR/A/887/INF: alternative test method: test method with a limit, that has been accepted by CISPR publication, and that affords the same protection level for radio services as the established test method [see CISPR 16-4-5] over the stated frequency range. Where “same” is to understood as “equal within statistical uncertainty”)
 
AMN Artificial Mains NetworkNetznach­bil­dung (zur Gewährleistung einheitlicher Be­din­gungen für
Störspannungs­messungen. Synonym für LISN)
 
Ampéresches Gesetz ► Ampere´s Law (Siehe Durchflutungsgesetz)
 
AMR Automatic Meter reading ► Automatische Zählerfernauslesung / Automatisches Ablesen von Messgeräten
 
AMR-PLC  Automatic meter reading using PLC for data transmission ► Automatische Zählerablesung mit PLC-gestützter Datenübertragung
 
AMS Automatische Messstation ► Automatic Measurement Station (AMSs für die kontinuierliche Erfassung von lokalen EMF-Immissionen bestehen im Wesentlichen aus einer in drei Achsen umschaltbaren H-Feld-Antenne für den 9 kHz- bis 200 kHz-Bereich und einer Drei-Achsen- E-Feldantenne für Frequenzen bis 3 GHz sowie  einem nachgeschalteten Spektrum-Analysator. Die Messabläufe selbst werden durch einen integrierten Rechner gesteuert und die Messdaten über das Mobilfunknetz zur EMF-Datenbank übermittelt. Die Bundesnetzagentur betreibt zurzeit vierzehn solcher automatischer Messstationen für elektromagnetische Felder)   
 
AMTA Antenna Measurement Techniques Association ► gemeinnützige Organisation für Antennenmesstechnik
 
Amtsblatt der europäischen Union ► Official Journal of the European Union,OJEU (maßgebende Quelle für EU-Recht und das einzige Periodikum, das in den zurzeit 24 Amts- und Arbeitssprachen der Europäischen Union [EU] erscheint. Es besteht aus zwei zusammenhängenden Reihen, u. zwar der Reihe L "Rechtsvorschriften" und der Reihe C "Mitteilungen und  Bekanntmachungen", sowie einem Supplement „Amtsblatt Reihe S – Ausschreibungen“. Die folgende Website bietet den unmittelbaren kostenfreien Zugriff zu den Rechtsvorschriften der EU)
 
AN Artificial Network (Synonym für Netznachbildung bzw. LISN. Gebräuchlich im Automotivebereich)
 
Anechoic Chamber ► echofreier Raum (Begriff aus der Akustik. In der EMV-Mess- und Prüftechnik versteht man darunter einen feldreflexionsfreien, mit HF-Absorbern ausgestatten, geschirmten Raum. Siehe auch Absorberhalle, FAC, FAR, SAC)
 
Anechoic MaterialAbsorbermaterial, reflexionsarmes Material
 
Anforderungsanalyse ► Requirements Engineering
 
ANL Automatic Noise Limiter ► Automatischer Rauschbegrenzer
 
Anlage ► Installation / Fixed Installation (Der Begriff „Anlage“ bezeichnet aus technischer Sicht vorzugsweise eine ortsfeste, in der Regel aus vielen Komponenten und Geräten bestehende, auf Dauer an einem bestimmten Ort installierte und betriebene Einrichtung, die der Erfüllung eines bestimmten Zweckes dient, z.B. Telefonanlage, Industrieanlage, Kläranlage, Müllverbrennungsanlage, Kraftwerksanlage, Automatisierungsanlage, Blitzschutzanlage u.v.a.. Speziell im Sinne des „alten“ EMVG vom September 1998 war eine Anlage eine Zusammenschaltung von Apparaten, Systemen oder elektrischen bzw. elektronischen Bauteilen an einem gegebenen Ort derart, dass diese Bestandteile miteinander eine bestimmte Aufgabe erfüllten. Weiter hieß es: die Bestandteile müssen nicht als eine funktionelle oder kommerzielle Einheit in Verkehr gebracht werden und die Anlage selbst bedarf keiner CE-Kennzeichnung.
In der überarbeiteten Fassung der EMV-Richtlinie  [2004/108/EG] und in der Neufassung des daraus abgeleiteten EMVG sind besondere Bestimmungen für ortsfeste Anlagen vorgesehen. Einbezogen in diese Kategorie sind auch große Maschinen, Hochspannungsanlagen, Stromversorgungs- und Telekommunikationsnetze. Diese müssen entsprechend den anerkannten Regeln der Technik ausgeführt sein, bedürfen jedoch vor der Inbetriebnahme keiner Konformitätsbewertung. Im Übrigen müssen sie aber so betrieben und gewartet werden, dass sie den grundlegenden EMV-Schutzanforderungen auf Dauer, d.h. auch nach Rekonstruktions- oder Erweiterungsmaßnahmen bis hin zu ihrer Ausserbetriebnahme und Rückbau entsprechen. Verantwortlich dafür ist der Eigentümer bzw. der Betreiber. Sollte dennoch das Umfeld durch Störungen beeinträchtigt werden, verfügen die Behörden [Bundesnetzagentur] über geeignete rechtliche Mittel, deren Abstellung zu bewirken. Infolge ihrer strukturellen Beschaffenheit, insbesondere ihrer Großräumigkeit ist es in der Regel nicht möglich, Anlagen in Bezug auf ihre EMV-Eigenschaften als eine Einheit zu testen.
Bezüglich der EMVG-gerechten Dokumentation von ortsfesten Anlagen siehe folgende Website)
 
ANP Ausschuss Normenpraxis (im DIN. Wichtigstes Forum für den Erfahrungsaustausch alle an der Normung interessierten Kreise)
 
Anpassung ► Adaption / Adjustment / matching (bezeichnet aus allgemeiner Sicht, z.B. nach Schubert/Klein, eine aktive oder passive Leistung, die auf Übereinstimmung oder Anschlussfähigkeit mit vorgegebenen Größen, Formen, Normen, Strukturen oder Tatsachen zielt. Anpassungsprozesse können dabei individuell begründet sein oder auch sozialen, politischen oder wirtschaftlich-technischen Erfordernissen folgen. Speziell zu den Fragen der Anpassung elektrischer Größen wie Leitungsanpassung, Leistungsanpassung, Spannungsanpassung, Stromanpassung, Impedanzanpassung siehe folgende Website)
 
ANRS Automatic Noise Reduction System ► Automatisches Rauschunterdrückungssystem
 
ANSC American National Standards Committee (1918 gegründet, 1928 reorganisiert unter der Benennung  American Standards Association, seit 1969 bekannt unter der Bezeichnung ANSI)
 
ANSI American National Standards In­stitute ► Amerikanisches Normeninstitut (Non-profit-Organisation, 1918
gegründet, fördert und verwaltet US-amerikanische Industrienormen)
 
ANSYSAnalysis System (FEM-basiertes Softwarepaket für die numerische Lösung physikalischer Probleme aus den Bereichen, der Akustik, Thermodynamik, Elektromagnetik u.a.)
 
Antenne ► Antenna (Bezeichnung lateinischen Ursprungs für Rahe oder Segelstange oder auch Fühler. Elektrotechnisch gesehen ist eine Antenne ein Wandler, der leitungsgebundene, in der Regel höherfrequente elektrische Energie in feldgebundene Energie [Sendeantenne] und umgekehrt [Empfangsantenne] umsetzt. Siehe auch IEV 712-01-01. In Abhängigkeit von Frequenzbereich und Anwendungszweck gibt es viele spezifische Ausführungsformen. Ihre Eigenschaften werden durch das Antennendiagramm oder Strahlungsdiagramm, durch den Antennengewinn und noch andere Kenngrößen beschrieben.
Während jedoch in der Nachrichtentechnik Antennen notwendige, entsprechend gezüchtete Sende- und Empfangsgebilde darstellen, treten im Zusammenhang mit EMV-Problemen [Störabstrahlungen, Strahlungsbeeinflussungen] Antennenwirkungen in der Regel als unerwünschte Effekte in Erscheinung. Antennengebilde sind hier die auch geometrisch komplizierten Schaltungsanordnungen auf Chips und Leiterplatten, in Geräten, Schränken und Anlagen einschließlich ihrer leitungsmäßigen Verbindungen. Kabel und Leitungen, metallisierte Flächen auf Leiterplatten sowie Schlitze in Gehäusen sind dabei Strukturen, die nachrichtentechnischen Antennengebilden noch am nächsten kommen. Ihre Auslegung muss im Gegensatz zur Nachrichtentechnik hier so erfolgen, dass sie möglichst wenig Energie abstrahlen bzw. aufnehmen.
Speziell für EMV-Mess- und Prüfzwecke wiederum gibt es eine Vielzahl an dafür vorgesehenen Antennenausführungen zur Erfassung der von Geräten ausgehenden Störfeldemissionen sowie zur Beaufschlagung von Prüfobjekten mit definierten Feldern im Rahmen von Störfestigkeitsprüfungen)
www.fsant.de > data sheets
 
Antennendiagramm ► Antenna Pattern / Antenna Diagram (auch Strahlungs- oder Richtdiagramm ist die grafische Darstellung der Richtcharakteristik einer Antenne. Es stellt die Intensität der Energieabstrahlung oder den Betrag der elektrischen oder magnetischen Feldstärke in Abhängigkeit von Richtung und Abstand zur Antenne dar. Antennendiagramme dienen der Beurteilung der Leistungsfähigkeit von Antennen. Sie werden messtechnisch ermittelt oder simulationstechnisch am Computer generiert)
 
Antennendipol ► half Wave Antenna(einfachstes Resonanzgebilde in der Antennentechnik. Grundelement fast aller Antennenformen. Wird anstelle des isotropen Kugelstrahlers manchmal auch als Bezugsantenne verwendet)
 
Antennen-Diversität ► Antenna Diversity (Hierbei werden mehrere Antennen pro Sender oder Empfänger verwendet, um Störungen durch Interferenzeffekte zu reduzieren. Dies erfordert im Empfänger eine Zusatzfunktion, die erkennt, welche der Antennen gerade das beste Signal empfängt. Sinnvoll bei mobilen Funkanwendungen
 
Antennenfaktor ► Antenna Factor, AF (Er beschreibt den Zusammenhang zwischen der auf einer Messantenne am Ort der Antenne einfallenden elektrischen [E] bzw. magnetischen Feldstärke [H] und der am Eingang des daran angeschlossenen Messempfängers in Erscheinung tretenden äqiuvalenten Spannung U. Er berücksichtigt die Messkabeldämpfung und die Belastung der Antenne durch den 50-Ohm-Eingangswiderstand des Messempfängers. Beispielsweise gilt für E-Feld-Antennen AFE = |E| / |U| bzw. in logarithmische Darstellung AFE /dB = 20 lg |E/U|. Der Antennenfaktor ist ein antennenspezifischer, frequenzabhängiger Parameter, der vom Antennenhersteller messtechnisch ermittelt und den Messantennen in Form von Eichkurven beigegeben wird. Er hat gewöhnlich Werte zwischen 0 und 60 dB)
 
Antennengewinn ► Antenna Gain (durch besondere Gestaltgebung kann man die Fähigkeit von Antennen ausprägen, in einer bestimmten Raumrichtung stärker zu strahlen bzw. zu empfangen als in allen übrigen Raumrichtungen. Dies kommt bei einer Sendeantenne letztlich einer Erhöhung der effektiven Sendeleistung gleich, obwohl die betreffende Antenne eigentlich keine Verstärkung realisiert. Der Antennengewinn g wird vergleichsweise zu einer hypothetischen Antenne, die gleichmäßig in alle Raumrichtungen strahlt [Isotroper Kugelstrahler], in dB angegeben. Dabei beträgt der Antennengewinn des Rundstrahlers definitionsgemäß 0 dB. Übliche in der Mobilfunktechnik verwendete Sektorantennen haben  z.B. einen Antennengewinn von 17 bis 19 dB)
 
Antennengewinnfaktor ► Antenna Gain Factor (dimensionsloser Faktor G, der sich wie folgt, aus dem Antennengewinn  g ergibt: G = 10(g/10))
 
Antistatisches Material / Antistatika ► Antistatic Material (Material, das sich elektrostatisch nicht oder nur geringfügig auflädt wenn es gegen das gleiche oder andere ähnliche Materialien gerieben wird. Antistatisches Material wird eingesetzt, um die unerwünschten Auswirkungen elektrostatischer Entladungen zu vermeiden wie z.B. für Elektronik-Verpackungen zum Schutz gegen elektromagnetische Störungen)
www.itwissen.info/definition/lexikon/Antistatisches-Material-antistatic-material.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Antistatika
 
APD Amplitude Probability Distribution ► Amplitudenwahrscheinlichkeitsverteilung (Kumulierte Verteilung der zeitlichen Wahrscheinlichkeit, dass die Amplitude einer Störgröße einen festgelegten Pegel überschretet. Die internationale Basisnorm CISPR 16-1-1 für die Messung von Störaussendungen spezifiziert ein APD-basiertes Bewertungsverfahren, das die Auswirkung pulsförmiger Störaussendungen auf die heute überwiegend eingesetzten Funkdienste gegenüber herkömmlichen Methoden besser zu beurteilen gestattet)
 
APEC Asia-Pacific Economic Cooperation ►  (Forum zur Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit im pazifischen Raum)
 
Apertur ► Aperture (der Begriff „Apertur“, hergeleitet vom lateinischen apertus: auf, offen, geöffnet, dient in den verschiedensten Fachgebieten wie Optik, Akustik, Radartechnik, Antennentechnik und auch in der Medizin zur Charakterisierung von Öffnungen und Öffnungsbereichen und damit verbundener Phänomene. Im Bereich der EMV bezeichnet Apertur die technisch reale Öffnung in einem elektromagnetischen Schirmgebilde, durch die elektromagnetische Felder hindurchdringen können. Solche Öffnungen sind z.B. bei Geräten Durchbrüche für Anzeige- und Bedienelemente, Durchführungen für Daten-, Signal-, Steuer- und Versorgungsleitungen, Lüftungsöffnungen aber auch Fugen bzw. Schlitze zwischen Gehäuseteilen sowie an Türen, Klappen, abnehmbaren Wänden u.ä. Sie können die Schirmwirkung eines metallischen Gehäuses drastisch verschlechtern.
Zur Verdeutlichung dieses Effekts sei eine Schirmwand mit einer spaltförmigen Öffnung der Länge a und der Breite b << a betrachtet. Mit der Wellenlänge λ des zu dämpfenden Feldes folgt nach H.W. Ott für die Schirmdämpfung SE /dB ≈  – 5,54 – 20 lg(a /λ). Die folgende Tabelle zeigt die danach berechneten Schirmdämpfungswerte SE für einige Werte von a. Danach darf die Spaltlänge a höchstens 1/10 bis 1/20 der Wellenlänge λ betragen, wenn eine minimale Schirmungsgüte von etwa 15 bis 20 dB noch gewährleistet sein soll. Beispielsweise ist für SE ≈ 20 dB bei f = 300 MHz eine Spaltlänge von höchstens 50 mm zulässig.
 

a

Maximal zulässige Spaltlänge in mm in Abhängigkeit von a und f

     f = 3 MHz           f = 30 MHz          f = 300 MHz        f = 3000 MHz

SE / dB

λ /10

10000

1000

100

10

14,46

λ /20

5000

500

50

5

20,46

λ /50

2000

200

20

2

28,46

λ /100

1000

100

10

1

34,46

 
Der Vermeidung bzw. Beherrschung entsprechender Lecks ist daher bei der Konstruktion von Schirmgebilden besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
 
Aperturkopplung ►Aperture Coupling (Befinden sich in einem Kabelschirm Öffnungen, was z.B. bei Geflechtschirmen der Fall ist, kann das von einem auf auf dem Kabelschirm fließenden Störstrom herrührende Magnetfeld in das Innere des Kabels durchgreifen und dort zwischen dem Kabelinnenleiter und der Innenseite des Kabelschirms eine Störspannung verursachen)
 
APFC Automatic Power Factor Correction ► Automatische Leistungsfaktorkorrektur
 
APLAC Asia Pacific Laboratory Accreditation Cooperation
 
APLC Active Power-line Conditioner ► Aktiver Netzfilter (Gerät zur adaptiven Korrektur der Rückwirkungen nichtlinearer Lasten auf das Netz. Siehe MARS und Aktive Netzfilter)
 
APLC Analogue Powerline CommunicationsPLC-Systeme auf analoger Basis (Ältere Systeme, langsam, nur für einfache und zeitunkritische Anwendungen)
 
Apparat ► Apparatus (technisch gesehen: eine aus mehreren Komponenten strukturierte mechanische, elektrische oder optische Vorrichtung [Gerät, Maschine, Werkzeug, Mechanismus] mit einer unmittelbar nutzbaren Funktion für einen Anwender. Speziell im Sinne des alten EMVG vom September 1998 galt als Apparat ein Endprodukt mit einer eigenständigen Funktion, einem eigenen Gehäuse und gegebenenfalls Schnittstellen und Anschlüssen für die funktionelle und versorgungsgerechte Einbindung in sein Einsatzumfeld)
 
AR Arrester ► Ableiter, Überspannungs­ableiter
 
ARIB Association of Radio Industries and Businesses ► Japanische Gesellschaft zur Förderung der Forschung und Entwicklung, der effektiven Spektrumsnutzung, der Umsetzung neuer Ideen, der Etablierung technischer Normen sowie der Koordination und Kooperation mit dem Ausland auf dem Gebiet der Telekommunikation und des Rundfunkwesens
 
Artificial Hand ► Künstliche Hand / Kunsthand / Handnachbildung
 
ASC Automatic Squelch Control ► automatische Rauschsperrenregelung
 
AS-Interface Aktuator-Sensor-Interface (Bussystem für die unterste Automatisierungsebene. Ermöglicht den einfachen Anschluss von Sensoren, Aktuatoren und integrierten Systemen an die erste Steuerungsebene. Master/Slave-Prinzip, bis zu 248 binäre Ein- und Ausgänge pro Netz, analoge E/As möglich, elektronische Einstellung der Adresse über den Busanschluss, ungeschirmte 2-Draht-Flachleitung, Information und Energie auf einer Leitung, verpolsichere Anschlusstechnik, 100 m Leitungslänge oder bis zu 300 m mit Repeater, freie Baumstruktur des Netzes, Schutzart bis IP 67, Zykluszeit < 5 ms, hohe Störfestigkeit und Fehlersicherheit unterstützt durch den Einsatz entsprechender Überwachungsgeräte wie EMV-Wächter, Erdschlusswächter und Überspannungswächter)
 
ASQ American Society for Quality ► Amerikanische Qualitätsfachorganisation
 
ASU Automatische Störunterdrückung ► Automatic Noise Suppression (Automatische elektronische Austastung von Störimpulsen aus analogen Nutzsignalen z. B. in Empfängerschaltungen der Kfz-Technik [Autoradios] oder in Messschaltungen)
 
Asymmetrische Spannung ► Asymmetrical Voltage, Common Mode Voltage (Gleichtaktspannung)
 
Asymmetrische Umwandlung ► Common Mode Conversion (Vorgang der Umwandlung einer Gleichtaktspannung in eine Gegentaktspannung [IEV 161-04-10])
 
ATE Automatic Test Equipment ► automatische Testausrüstung
 
Athermische Effekte ► Athermal Effects (bzw. nicht-thermische, d.h. nicht erwärmungsbezogene Effekte sind im Zusammenhang mit den biologischen Wirkungen elektromagnetischer Felder vermutete bzw. behauptete Effekte, die im Niedrigdosisbereich, d.h. bei Feldintensitäten z.T. weit unterhalb der geltenden Grenzwerte auftreten wie z.B. Veränderungen des Zellstoffwechsels und der Hirnströme oder Einflüsse auf Krebserkrankungen. Trotz umfangreicher Forschungsanstrengungen konnten solche Effekte bislang aber nicht schlüssig nachgewiesen oder einwandfrei widerlegt werden)
 
Atmosphärisches Rauschen ► Atmospheric Noise (äussert sich messbar in regellosen Feldstärkeschwankungen in den Grenzen von etwa 0,1 µV/m bis zu 10 mV/m). Ursache dafür ist insbesondere die globale Gewittertätigkeit [etwa 2000 Gewitter sind ständig in Aktion und ca. 100 Blitze erreichen je Sekunde die Erde]. Art und Intensität des atmosphärischen Rauschens unterliegen jahreszeitlichen Schwankungen und sind stark von der Wetterlage abhängig. Atmosphärisches Rauschen ist ein Problem der Nachrichtentechnik)
 
ATRT Ausschuss für Technische Regulierung in der Telekommunikation
 
AttenuationDämpfung (siehe auch Einfügungsdämpfung, Schirmdämpfung)
 
AttenuatorDämpfungsglied
 
Augendiagramm ► Eye Diagram / Eye Pattern (bekanntes Hilfsmittel, um die Qualität von Datenübertragungsstrecken auf dem Physical Layer zu prüfen und zu beurteilen.
 
AuS Arbeiten unter Spannung (bezieht sich auf Technologien und Werkzeuge zum Arbeiten an unter Spannung stehenden elektrischen Anlagen aller Spannungsebenen)
 
Ausbreitungsgeschwindigkeit elektromagnetischer Wellen(siehe Wellenausbreitungsgeschwindigkeit)
 
Ausbreitungswiderstand ► Spreading Resistance / Earth Resistance / Resistance to Soil (auch Erdausbreitungswiderstand. Elektrischer Widerstand des Erdreichs zwischen einem einzelnen Erder oder einer Erderanlage und der sich außerhalb ihres Einflussbereichs befindlichen Bezugserde [Referenzerde, ferne Erde]. Berechnung des Ausbreitungswiderstands für übliche Erderanordnungen siehe DIN VDE 0101 und Messung DIN VDE 0100-610)
 
Ausfall ► Failure (nach IEC 61508: Beendigung der Fähigkeit einer Funktionseinheit, eine geforderte Funktion auszuführen. In bezug auf sicherheitsgerichtete Systeme wird, je nach dem ein Ausfall das System in einen gefährlichen oder ungefährlichen Zustand versetzt, zwischen gefahrbringenden [dangerous] und ungefährlichen [safe] Ausfällen unterschieden. Die Ausfallursache kann dabei belastungs- oder alterungsbedingt rein zufälliger Natur sein, man spricht dann von einem zufälligen Ausfall, oder durch einen systemimmanenten Mangel bedingt sein. In diesem Fall liegt ein systematischer Ausfall vor. Ein solcher kann auch durch dem System innewohnende elektromagnetische Unverträglichkeiten, z.B. mangelnde Störfestigkeit gegenüber einwirkenden elektromagnetischen Störgrößen bedingt sein.)
 
Ausfallrate ► Failure Rate (Maß für das Ausfallverhalten von Betrachtungseinheiten, insbesondere von Bauelementen. Sie interessiert im Zusammenhang mit Zuverlässigkeitsbetrachtungen. Als Ausfallrate wird der Bruchteil von Ausfällen je Zeiteinheit, bezogen auf die Gesamtzahl einer betrachteten Menge, bezeichnet. Besitzt beispielsweise ein integrierter Schaltkreis eine Ausfallrate von 10-9 pro Stunde, so bedeutet dies, der Schaltkreis fällt in einer Stunde Betriebszeit mit einer Wahrscheinlichkeit von 10-9 aus, oder anders betrachtet: wären in einer Funktionseinheit 109 Schaltkreise beteiligt, wäre im Mittel jede Stunde mit einem Ausfall zu rechnen. Die Ausfallrate ist innerhalb der Elemente-Lebensdauer nicht gleichbleibend. In Abhängigkeit von der Zeit folgt sie der sogenannten „Badewannenkurve“. Das heisst, bei Einsatzbeginn eines Bauelements ist sie unter dem Einfluss der sogenannten Frühausfälle vergleichsweise hoch, dann bleibt sie während einer bestimmten Zeitspanne gleich, hier treten die sogenannten Zufallsausfälle in Erscheinung, und gegen Ende der Lebensdauer steigt sie unter dem Einfluss der  Verschleißausfälle wieder an.
Elektromagnetische Störgrößen können Bauelemente schädigen, zu vorzeitigen Ausfällen führen und damit die Zuverlässigkeit von Systemen nachteilig beeinflussen)
 
Ausgangsdrosseln ► Output Chokes (kommen am Ausgang von Umrichtern, die Motoren speisen zum Einsatz. Sie bilden zusammen mit den Parasitärkapazitäten [Leitungskapazität, Kapazität der Motorwicklung, Schirmkapazität etc.] am Umrichterausgang einen Tiefpassfilter, der die Rechteckimpulse der Umrichterausgangsspannung verrundet und damit den Störpegel auf der Ausgangsleitung vermindert. Als Ausgangsdrossel kommt meist ein Ferrit-Ringkern zur Anwendung, um den die Ausgangsleitungen gewickelt werden, wobei üblicherweise 3 bis 5 Windungen um einen Kern genügen)
 
Ausgangsfilter ► Output Filter (werden schaltungsmäßig am Ausgang von elektrischen Betriebmitteln angeordnet. Sie verhindern das Austreten und damit die Belastung nachgeschalteter Betriebsmittel mit elektromagnetischen, insbesondere HF-Störgrößen und deren Abstrahlung von den Ausgangsleitungen. So kann beispielsweise in frequenzgesteuerten Drehstromantriebssystemen beim Einsatz sogenannter Sinus-EMV-Ausgangsfilter [SineFormer] auf den Einsatz geschirmter Motorzuleitungen verzichtet werden. Darüber hinaus reduzieren sich Wirbelstromverluste und Lagerströme im Motor) 
 
Ausgangswiderstand ► Output Impedance (Synonym für Innenwiderstand bzw. Quellwiderstand)
 
Auslöseschwellen ► Action Levels (sind zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung aus den Expositionsgrenzwerten nach den Grundsätzen der ICNIRP abgeleitete, vor Ort direkt messbare Größen wie die elektrische Feldstärke E in V/m, die magnetische Feldstärke H in A/m, die magnetische Flussdichte B in µT sowie die Leistungsflussdichte S in W/m2. Tabellarische Darstellungen der Auslöseschwellen finden sich in der Richtlinie 2013/35/EU. Wird im Zuge einer Risikobeurteilung erkannt, dass die Auslöseschwellen überschritten werden, sind technische und/oder organisatorische Maßnahmen zu ergreifen, um eine Überschreitung zu verhindern)
http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2013:179:0001:0021:DE:PDF
 
Außenbandstörer (Bei Funkübertragungssystemen Störquellen, die außerhalb des benutzten Übertragungsfrequenzbandes arbeiten)
 
Aussendungsgrenzwert (einer Störquelle) ► Emission Limit (from a disturbing source) (festgelegter größter
Aussendungspegel einer elektromagnetischen Störgröße [IEV 161-03-12])
 
Aussendungspegel (einer Störquelle) ► Emission Level (of a disturbing source) (Pegel einer gegebenen
elektromagnetischen Störgröße, die von einem bestimmten Betriebsmittel, Gerät, System oder Anlage
ausgesendet wird [IEV 161-03-11])
 
Aussendungs-Verträglichkeits-Verhältnis ► Emission Margin (Verhältnis elektromagnetischer Verträglichkeitspegel zum Aussendungsgrenzwert einer Störquelle [IEV 161-03-13])
 
Außenerdung ► Outdoor Earthing (ist der überwiegend aus Erdern bestehende außerhalb von Bauwerken in das Erdreich eingebrachte Teil einer Erdungsanlage)
 
Außenleiter  ► Line Conductor / Live Wire / Outer Conductor (umgangssprachlich unpräzise oft als Phase bezeichnet, ist in elektrischen Versorgungssystemen ein Leiter, der im Normalbetrieb unter Spannung steht und zur Übertragung bzw. Verteilung elektrischer Energie dient. In einphasigen Versorgungssystemen ist er nur einmal vorhanden und wird mit L bezeichnet. In dreiphasigen Systemen dagegen gibt es drei Außenleiter, die mit L1, L2 und L3 gekennzeichnet werden.
In öffentlichen Netzen beträgt der Effektivwert der Spannung von Außenleitern in der Regel
  • 230 V gegen den Neutralleiter oder Schutzleiter in Einphasensystemen und
  • 400 V zwischen zwei Außenleitern in Drehstromsystemen.
Als Außenleiter wird aber auch der äußere Mantel von Koaxialkabeln bezeichnet )
 
Außenstellen der Bundesnetzagentur (die Bundesnetzagentur hält über zahlreiche Außenstellen den
Kontakt zur Industrie und den Verbrauchern. Liste der Außenstellen siehe folgende Website)
 
Äußere EMV (siehe Intersystem-EMC)
 
Äußere Störfestigkeit ► External immunity (siehe Störfestigkeit, äußere)
 
Äußerer Blitzschutz ► External Lightning Protection (Er umfasst alle Maßnahmen an der Oberfläche von Gebäuden, die darauf gerichtet sind, Blitzströme möglichst gefahrlos zur Erde abzuleiten. Dazu zählen Blitz-Auffangvorrichtungen und metallene Leitungen mit denen ein grobmaschiger Faradayscher Käfig um das zu schützende Bauwerk errichtet wird, eine Erdungsanlage, die den Blitzstrom in die Erde leitet und verteilt sowie die sorgfältige Vermeidung von Näherungen zwischen der äußeren Blitzschutzanlage und der gebäudeinternen Elektroinstallation)
 
AUT Antenna under Test ► Antenne unter Messbedingungen / zu vermessende Antenne
 
Automotive EMC the network for automotive electrical engineers and EMC professionals (Das Netzwerk für im Automobilsektor tätige Elektroingenieure und EMV-Spezialisten)
 
Avalanche Devices (sind Bauelemente wie Halbleiterdioden, Gasentladungsventile u.a., die Lawinendurchbruchsverhalten [Lawineneffekt / Avalanche-Effekt] zeigen, d.h. starken Stromanstieg bei einer bestimmten Sperrspannung. Sie werden unter Anderem als Überspannungsschutzbauelemente eingesetzt)
 
AVC Active Voltage Conditioner (Umrichterbasierte Einrichtung zum Schutz empfindlicher industrieller und
kommerzieller Verbraucher gegen in Versorgungsnetzen zu erwartende transiente und kontinuierliche
Spannungsstörungen)
 
AVR Automatic Voltage Regulator ► Automatischer Spannungsregler
 
AVTC Automotive Vehicle Testing Chamber ► (EMV)-Testkammer für Kraftfahrzeuge (für Emissionsmessungen im Frequenzbereich 20 MHz bis 18 GHz [optional 40 GHz] entsprechend CISPR 12 / CISPR 25 bzw. EN 55022 [CISPR 16-1-4] und für Störfestigkeitstests nach ISO 11451-2, ISO 11452-2 und IEC/EN 61000-4-3. Die Standardabmessungen der Kammer erlauben die Prüfung von Fahrzeugen bis zu einer Länge von 5,5 m auf einem Drehtisch bei einer Messdistanz von 3 m) 
 
AWG American Wire Gauge ► amerikanische Norm für Drahtquerschnitte [Kupferdrähte] (Sie leitet sich ab aus der Anzahl der Durchläufe durch die Drahtziehmaschine. Je höher die AWG-Nummer desto dünner ist demnach der Draht, siehe folgende Websites)
 
AXT Alien Crosstalk

B

B2B Business-to-Business ► Elektronischer Handel, auch Internethandel oder Online-Handel zwischen Unternehmen, (E-Commerce)

B2C Business-to-Consumer (Elektronischer Handel, auch Internethandel oder Online-Handel zwischen Unternehmen und Konsumenten, E-Commerce)

Backdoor Coupling ► `Hintertür´-Kopplung (Einkopplung der von einem System abgestrahlten elektromagnetischen Wellen über Schlitze, andere Öffnungen oder Durchführungen in den Schirmwandungen in ein anderes elektronisches System. Beispiele sind die Störenergieeinkopplung von PEDs in die Bordelektronik von Flugzeugen oder die Einkopplung der von einem elektromagnetischen Waffensystem ausgesandten elektromagnetischen Wellen [Hochleistungs-Mikrowellen] in ein Zielobjekt, um es zu stören bzw. zu zerstören)
http://dallasemc.org/2008-03.pdf
www.skif.biz/files/35ad0d.pdf

Backplane ► Rückwand / Rückplatte / Busplatine (1. Mehrlagenleiterplatte mit Daten-, Signal- und Versorgungsleitungen sowie Steckplätzen zur Aufnahme von Steckeinheiten an der Rückwand von elektronischen Geräten. 2. Hochgeschwindigkeitsbus für Switches in lokalen Computernetzwerken)
www.fantec.de/produkte/serverprodukte/backplane-systeme
http://de.wikipedia.org/wiki/Backplane

BACOM Bundesamt für Kommunikation ► Federal Office of Communication (Schweiz. Befasst sich mit Fragen der Telekommunikation und des Rundfunks [Radio und Fernsehen]. Auf diesen Gebieten nimmt das BAKOM sämtliche hoheitlichen und regulatorischen Aufgaben wahr, auch die der EMV)
www.bakom.admin.ch

BACS Building Automation and Control Systems ► Gebäudeautomation (und die dzu erforderlichen Steuerungs- und Regelungssysteme. Siehe DIN EN ISO 16484)
www.kmccontrols.com/products/Understanding_Building_Automation_and_Control_Systems.aspx
http://de.wikipedia.org/wiki/Gebäudeautomation

Badewannenkurve ► Bathtub Curve (Ingenieurs-Slang für den Zeitverlauf der Ausfallrate über der Gesamtlebenszeit einer Population von Produkten [Bauelemente, Komponenten, Geräte])
www.cloodt.de/Dateien/PDF/1lebensd.pdf

BAFU Bundesamt für Umwelt ► Federal Office for the Environment (Schweiz)
www.bafu.admin.ch

BALUN Balanced to Unbalanced (trans¬former) ► Symmetrierglied / Impedanzwandler (Passive elektrische Einrichtung zur Umwandlung unsymmetrischer Signale, wie sie z.B. Koaxialkabel mit geerdetem Außenmantel führen, in symmetrische Signale, wie sie auf zweiadrigen erdsymmetrischen Twisted-Pair-Leitungen in Erscheinung treten und umgekehrt [IEV 161-04-34]. Typisches Einsatzgebiet TV-Antennen)
www.dl4zao.de/_downloads/Balun_dl4zao.pdf
www.radioworks.com/cbaltop.html
www.radioworks.com/nbalun.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Balun
http://dg0sa.de/balun.htm

BAN Body Area Network ► Körpernahes Netzwerk (Definition nach IEEE 802.15: “A communication standard optimized for low power devices and operation on, in or around the human body [but not limited to humans] to serve a variety of applications including medical, consumer electronics / personal entertainment and other". Zurzeit bereits in der Realisierung befindliche Technik-Vision. Menschen werden ihr persönliches, körpernahes Kommunikationsnetzwerk tragen und darüber per Funk mit Diensteanbietern für medizinische, sportliche und kommerzielle Anwendungen sowie zur Unterhaltung verbunden sein)
www.cse.wustl.edu/~jain/cse574-08/ftp/ban/index.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Body_Area_Network

Bandbreite ► Bandwidth (Der Begriff hat je nach Kontext verschiedene Bedeutungen [siehe IEV 161-06-09, IEV 161-06-10 und 712-02-59], und zwar
Bandbreite allgemein: Differenz zwischen der größten und kleinsten Frequenz in einem durchgängigen Bereich.
Bandbreite eines Gerätes: Breite des Frequenzbandes, innerhalb dessen die gegebene Charakteristik eines Gerätes
oder Übertragungskanals, z.B. die Amplituden-Frequenz-Charakteristik oder bei Antennen die elektrischen Eigenschaften [Eingangsimpedanz, Form des Richtdiagramms, Polarisationsverhalten] nicht mehr als zulässig von gegebenen Referenzwerten abweichen.
Bandbreite eines Signals: Breite des Frequenzbandes ausserhalb dessen der Pegel jeder spektralen Komponente des Signals einen vereinbarten Referenzpegel nicht überschreitet.
Bandbreite als Maß für die Datenübertragungsrate: Im Zusammenhang mit der Übertragung digitaler Daten wird der Begriff Bandbreite auch als Maß für die Leistungsfähigkeit eines Systems in Bezug auf den möglichen Datendurchsatz verwendet. Bandbreite entspricht hier der Differenz zwischen maximal und minimal möglicher Datenrate, angegeben z.B. in Bits pro Sekunde)
www.at-mix.de/bandbreite.htm

Banderder ► Earthing Strip / Earthing Braid / Grounding Strip [US] (Erdungselektrode aus verzinktem Bandstahl [Querschnitt: 25mm x 4mm oder 30mm x 3,5 mm] oder verbleitem Kupferband, z.B. 25mm x 2mm. Wird im Fundament eines Bauwerks oder im Erdreich unterhalb der Frostgrenze verlegt als Ringleitung [Ringerder] oder gestreckt als Strahlenerder, um witterungsbedingte Einflüsse auf den Erdungswiderstand möglichst auszuschließen)
www.aflury.ch/GetAttachment.axd?attaName=ArthurFluryAG+Handbuch+Erdung+2012

Bandpassfilter (kurz: Bandpass) ► Band-pass Filter (Filter, der alle Frequenzen innerhalb eines bestimmten Frequenzbandes B = f2 – f1 passieren lässt. Dabei kennzeichnet f1 die untere und f2 die obere Grenzfrequenz [Cut-off Frequency]. Ein Bandpassfilter entsteht durch die Zusammenschaltung eines Hoch- und Tiefpassfilters, die unterschiedliche Grenzfrequenzen haben)
http://searchcio-midmarket.techtarget.com/definition/bandpass-filter
www.electronics-tutorials.ws/filter/filter_4.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Bandpass

Bandsperre / Bandsperrfilter (auch Saugkreis oder Kerbfilter) ► Band Stop Filter / Notch-Filter / Band Reject Filter (Filter, der im Gegensatz zum Bandpassfilter alle Frequenzen innerhalb eines bestimmten Frequenzbandes B = f2 – f1 nicht passieren lässt. Dabei kennzeichnet f1 die untere und f2 die obere Grenzfrequenz des Sperrbereichs. Eine Bandsperre mit sehr schmalem Frequenzband, steilen Flanken und hoher Dämpfung wird Kerbfilter genannt. Handelt es sich um einen Reihenschwingkreis, so spricht man von einem Saugkreis.)
http://elektroniktutor.de/analogtechnik/filter.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Bandsperre

BandwithBandbreite

BAPT Bundesamt für Post und Telekommunikation (Mainz, war bis Ende 1997 die zuständige Behörde für die Umsetzung des EMVG. Anfang 1998 abgelöst durch die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post Reg TP. Diese wiederum ging am 13. Juli 2005 in die Bundesnetzagentur auf)

Barriere ► Barrier (Schranke, Sperre, Hindernis durch deren Anwendung empfindliche Einrichtungen wie Schaltkreise, Komponenten oder Systeme sich gegenüber elektromagnetischen Störgrößen schützen lassen. Physikalisch gesehen sind dies Schirmungsanordnungen gegen Störfelder sowie Filteranordnungen und Überspannungsschutzeinrichtungen gegen leitungsgebundene Störgrößen. Auch durch eine zweckentsprechende beeinflussungsmindernde Anordnung von Störquellen und Störsenken lassen sich Barrierewirkungen erzielen)

Basic StandardsGrundnormen

Basisgrenzwerte ► Basic Restrictions / Basic Limits / EMF Limits (Aus Sicht des Gesundheits- und Arbeitsschutzes darf die Exposition des Menschen gegenüber schädlichen Umwelteinwirkungen wissenschaftlich begründete Expositionsgrenzwerte nicht überschreiten. Bezüglich der Belastung durch nichtionisierende elektromagnetische Felder sind dies die sogenannten Basisgrenzwerte. Sie beruhen auf gesicherten Schwellenwerten der unmittelbar im Gewebe wirksamen physikalischen Einflussgrößen unter Berücksichtigung von Sicherheitsfaktoren. Diese Einflussgrößen sind je nach der Frequenz f der einwirkenden Felder die Stromdichte J, gemessen in mA/m2, die spezifische Absoptionsrate SAR, gemessen in W/kg Biomasse und die Leistungsflussdichte S, gemessen in W/m2. Die nachfolgende Tabelle gibt hierzu einen Überblick über beruflich zulässige Expositionen. Die für die Allgemeinheit zulässigen Werte liegen bedingt durch die potentiell höhere Empfindlichkeit von Alten, Kranken, Säuglingen und Kleinkindern bei jeweils einem Fünftel der angegebenen Werte.

Basisgrenzwerte (Zulässige berufliche Exposition nach ICNIRP bzw. Richtlinie 2004/40/EG)

Frequenz

 

f

Stromdichte

(Kopf / Rumpf)

J in mA/m2

Ganzkörper

Mittlere

SAR in W/kg

Teilkörper

(Kopf / Rumpf)

SAR in W/kg

Teilkörper

(Gliedmaßen)

SAR in W/kg

Leistungs-

Flussdichte

S in W/m2

 

40  

-

-

-

-

1 – 4 Hz

40/(f in Hz)

-

-

-

-

4 -1.000 Hz

10

-

-

-

-

1 – 100 kHz

(f in Hz)/100

-

-

-

-

0,1 – 10 MHz

(f in Hz)/100

0,4

10

20

-

0,01 -10 GHz

-

0,4

10

20

-

10 – 300 GHz

-

-

-

-

50

 

 

Da die direkte Messung dieser Größen im Körperinneren schwer möglich ist, werden abgeleitete Grenzwerte bzw. Referenzwerte für die Beurteilung von Expositionssituationen herangezogen, deren Bestimmungsgrößen außerhalb des Körpers leicht messbar sind)
http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2013:179:0001:0021:DE:PDF
http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2004:184:0001:0009:DE:PDF
www.emf-portal.de/dox/?l=g&pageId=503

BAuA Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Unterstützt das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung in allen Fragen des Arbeitsschutzes.Befasst sich u.a. mit den biologischen Wirkungen nichtionisierender und ionisierender Strahlung)
www.baua.de

Baudrate ► Baud Rate (Maß für die Anzahl der pro Sekunde übertragenen Symbole. Auch als Symbolrate, Symbolgeschwindigkeit oder Schrittgeschwindigkeit bezeichnet. Sie wird in der Einheit Baud [nach Èmile Baudot, dem Erfinder des Baudot-Telegrafen] gemessen. Wird ein Symbol nur durch ein Bit [0 oder 1] repräsentiert, entspricht die Baudrate der Bitrate. Enthält ein Symbol mehrere Bits, ist die Bitrate größer als die Baudrate)

BBEMG Belgian BioElectromagnetic Group ► Belgische Bio-ElektroMagnetische Arbeitsgruppe
www.bbemg.ulg.ac.be

BCI Bulk Current Injection

BCI-Probe Bulk Current Injection Probe ► Stromeinkoppelzange / Stromeinspeisezange / BCI-Zange (Prüfmittelzubehör für das Prüfen der Störfestigkeit gegenüber leitungsgeführten Störgrößen, die durch äussere, hochfrequente elektromagnetische Felder induziert werden können. DIN EN 61000-4-6 )
www.ets-lindgren.com/manuals/95236-1.pdf
www.emcc.de/bci.htm

BCIT Bulk-Current Injection Test ► [HF-] Strominjectionstest (EMV-Störfestig¬keits¬testme¬tho¬de, bei der nach DIN EN 61000-4-6) die Störfestigkeit elektronischer Komponenten, Geräte und Systeme gegenüber Störfeldern von 10 bis 400 MHz geprüft wird, die auf Leitungsstränge bzw. Kabelbäume, an die die betreffenden Beriebsmittel angeschlossen sind, einstrahlen. Dazu werden mittels einer Stromeinspeisezange [BCI-Probe, CIP] äquivalente HF-Ströme in die Kabelbäume eingekoppelt [hochfrequente Einströmung])
http://d-nb.info/96206680X/34
www.emcc.de/bci.htm

BCT Broadcast and communications Technologies ► Rundfunk- und Kommunikationstechnik (für Rundfunk und Fernsehen)

BD Blitzductor

BD Blitzschutzdiode (Überspannungsfeinschutzelement)

BDBOS Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben ► The Federal Agency for Digital Radio of Security Authorities and Organisations (Aufgabe der BDBOS ist der Aufbau, der Betrieb und die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit eines digitalen Sprech- und Datenfunksystems für die Polizeien von Bund und Ländern, Feuerwehren und Rettungsdienste, Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, Zollbehörden und Nachrichtendienste)
www.bdbos.bund.de

BDM Basic Drive Modul ► Basisantriebsmodul (umfasst den Umrichterteil sowie die antriebsspezifische Steuerung und Regelung)

Bedrohung ► Threat (alarmierender, Besorgnis erregender, zu entsprechenden Gegenmaßnahmen motivierender Sachverhalt, der mit der Möglichkeit eines unerwünschten bzw. eines Schadensereignisses verbunden ist. Im Zusammenhang mit technischen Systemen ist zwischen folgenden Bedrohungsarten zu unterscheiden.
natürliche Bedrohungen aus der Umwelt [durch galaktisches und atmosphärisches Rauschen, Blitzschlag, Meteoriteneinschläge, Erdbeben, Erdrutsche, Vulkanausbrüche, Wirbelstürme, Hochwasser, Schlammlawinen Sturmfluten, Feuer u.ä. Naturkatastrophen, schlechthin höhere Gewalt];
unbeabsichtigte Bedrohungen insbesondere durch menschliches Unvermögen, Versagen oder Fehlverhalten [verursacht bzw. begünstigt durch organisatorische Mängel, Missmanagement, Wissenslücken, Fehleinschätzung von Gefahrensituationen, Konzentrationsschwächen, Bedienfehler, Wartungsfehler, fehlerhafte Informationsübermittlung, Missachtung oder Fehlinterpretation von Vorschriften oder Fehlermeldungen, mangelnde Kontrolltätigkeit, Nachlässigkeit, leichtsinniger Umgang mit gefährlichen Gütern oder gefährdeten Objekten] aber auch durch funktionelles Versagen technischer Betriebsmittel, ausgelöst durch Bauelemente-, Geräte-, Systemstörungen und -ausfälle infolge mangelnder Zuverlässigkeit oder nicht erkannter systemeigener systematischer Fehler in Form von Konstruktions-, Schaltungs-, Programmier- und Dimensionierungsfehlern oder mangelnder Immunität gegenüber vor Ort wirkenden Beanspruchungen, wozu auch mangende Störfestigkeit gegenüber elektromagnetischen Beeinflussungen zählt;
• absichtliche [böswillige] Bedrohungen, d.h. mögliche unberechtigte Aktivitäten durch frustrierte Mitarbeiter, konkurrierende Unternehmen, Verleumder, Hacker, Kriminelle, Geheimdienste, Terroristen oder andere übelwollende Angreifer und destruktive Kräfte auch durch elektromagnetische Waffen
Allen elektromagnetisch basierten Bedrohungen kann durch spezifizierte EMV-Maßnahmen entgegengewirkt werden)
www.demonium.de/th/home/sicherheit/grundlagen/bedrohungen.phtml

Beeinflussungsmatrix ► Interference Matrix / EMI-Matrix (Hilfsmittel für die systematische EMV-Analyse. In der Beeinflussungsmatrix werden zur zielgerichteten Erkennung und Aufdeckung von Beeinflussungsschwerpunkten alle wesentlichen Komponenten K1, K2, K3, K4,   , Kn eines Systems [Gerät, Schrank, Maschine, Anlage] z.B. in der Senkrechten als Störquellen und in der Waagrechten als Störsenken einander gegenübergestellt. Siehe nachfolgende Tabelle. In den Kreuzungspunkten der Spalten und Zeilen wird dann jeweils das Ausmaß der zwischen den einzelnen Komponenten zu erwartenden elektromagnetischen Beeinflussung mittels vereinbarter Zeichen charakterisiert. Zum Beispiel: + EMV gewährleistet, 0 EMV nicht gewährleistet, ? unklare Situation, die einer weiteren Untersuchung bedarf.
Weiterführende Analysen bezüglich der zwischen zwei Komponenten erkannten Beeinflussungen bezüglich der dabei wirkenden Kopplungsmechanismen können mittels der Kopplungsmatrix durchgeführt werden)


Systemkomponenten

Als Störsenken
K1 K2 K3 K4 . . . Kn

als
Störquellen

K1

nbsp 0 + + . . . 0
K2 0   0 ? . . . 0
K3 0 +   + . . . +
K4 + ? 0   . . . ?
. . . . .   .
Kn ? + + + . . .  

Beeinflussungsmatrix [praktische Beispiele siehe folgende Websites]

www.emc-test.de/d/pdf/EMV-Plan_fuer_Schienenfahrzeuge.pdf > Folie 8
www.bbs-ahaus.de/xt/downloads.php?id=10 > Seite 7

Beeinflussungsmodell ► Interference Model / Model for Predicting Electromagnetic Interference (der Mechanismus der Störbeeinflussung setzt mindestens eine Quelle [Source/Culprit] Q voraus, von der Störgrößen [Disturbances] ausgehen, und eine Senke [Sink/Victim] S, die durch diese Störgrößen beeinträchtigt werden kann. Beide sind durch einen Kopplungsmechanismus K wirkungsmäßig miteinander verbunden, über den auf der Grundlage elektromagnetischer Vorgänge Störenergie von der Quelle zur Senke übertragen wird. Damit ergibt sich das folgende elementare Beeinflussungsmodell: [Q => K => S]. Bezüglich K ist dabei zwischen insgesamt fünf elementaren Kopplungsarten zu unterscheiden. Die Kopplung zwischen Quelle und Senke kann in vielen Fällen, besonders im Rahmen qualitativer Betrachtungen und Beeinflussungsabschätzungen, als rückwirkungsfrei angesehen werden. Bei einer exakten Behandlung der Beeinflussungsproblematik ist diese vereinfachte Betrachtungsweise allerdings oft nicht zulässig und die Rückwirkung der Störsenke S auf die Störquelle Q in Rechnung zu stellen. Dies trifft insbesondere für energetische Systeme zu)
file:///C:/DokumenteundEinstellungen/Ernst/EigeneDateien/Downloads/emv_vortrag(6).pdf

Beeinflussungsspannung ► Interference Voltage (ist eine durch galvanische Kopplung, induktive Kopplung oder kapazitive Kopplung zwischen den Leitern eines Stromkreises, zwischen aktiven Teilen und Erde oder zwischen fremden leitfähigen Teilen und Erde verursachte Spannung, die personengefährdende oder funktionsstörende Wirkungen haben kann. Begriff aus der Elektroenergie- und Telekommunikationstechnik)
www.sfb-emv.de/data/TE-1.pdf

Begrenzungsfläche, elektromagnetische (topologisch geschlossene Oberfläche, die dafür gedacht ist, das Eintreten von feldgebundenen und leitungsgeführten elektromagnetischen Störgrößen in einen geschlossenen Raum zu begrenzen. Die Begrenzungsfläche umhüllt das zu schützende Volumen. Sie besteht aus einer geschirmten Oberfläche mit Schutzvorkehrungen [Filter, Überspannungsableiter, Wabenkamine, WBCs, geschirmte Fenster, geschirmte Türen] an den möglichen Eintrittspunkten elektromagnetischer Störgrößen)

BEM Boundary Element Method ► Randelemente Methode, REM (numerisches Berechnungsverfahren ähnlich wie MoM, Behandlung von unbegrenzten Gebieten möglich, häufig zur Leitungsparameterberechnung eingesetzt)
www.cvel.clemson.edu/modeling/tutorials/techniques/bem/boundary_element_method.html
www.olemiss.edu/sciencenet/benet

BEMFV Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder ► Order on the procedure for providing proof as regards limiting exposure to electromagnetic fields (Die Verordnung regelt das Nachweisverfahren zur Gewährleistung des Schutzes von Personen in den durch den Betrieb von ortsfesten Funkanlagen entstehenden elektromagnetischen Feldern. Sie wurde auf der Grundlage der §§ 12 und 16 des FTEG im Jahr 2002 in Kraft gesetzt. Auf ihrer Grundlage werden die Standortbescheinigungen von der Bundesnetzagentur erteilt)
www.gesetze-im-internet.de/bemfv
http://de.wikipedia.org/wiki/BEMFV

BEMS Bioelectromagnetics Society ► Bio-elektromagnetische Gesellschaft (gemeinnützige Gesellschaft von Biologen, Physikern, Ingenieuren und Ärzten, die sich mit den Wirkungen elektromagnetischer Felder auf biologische Systeme befasst. 1978 gegründet, weltweit über 400 Mitglieder von ca. 40 Ländern, Sitz USA)
www.bioelectromagnetics.org

Benannte Stelle ► Notified Body (Gemäß EMVG vom 26.02.2008, § 10 sind benannte Stellen von den EU-Mitgliedstaaten der Kommission gemeldete Stellen, die befugt sind, Konformitätsbewertungsverfahren nach Anhang III der neuen EMV-Richtlinie durchzuführen. Ihre Inanspruchnahme ist jedoch freiwillig. Sie hat lediglich die Aufgabe, im Zuge eines Konformitätsbewertungsverfahrens dem Hersteller oder seinem Bevollmächtigten bei der Überprüfung der technischen Dokumentation zu helfen. Eine aktuelle Liste der benannten Stellen findet man im Amtsblatt der Europäischen Union oder im Informationssystem NANDO)
http://ec.europa.eu/enterprise/newapproach/nando
www.buzer.de/gesetz/8099/a154061.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Benannte_Stelle

BER Bit Error Rate ► Bitfehlerhäufigkeit [BFH] bzw. Bitfehlerrate [BFR]

Berührungsspannung ► Touch Voltage / Touch Potential (Spannung zwischen leitfähigen Teilen, wenn diese Teile von einem Menschen oder von einem Nutztier gleichzeitig berührt werden [IEV 195-05-21]. Die Berührungsspannung ist somit die direkt am menschlichen oder tierischen Körper anliegende Spannung, die den Berührungsstrom [touch current] antreibt. Das Messen möglicher Berührungsspannungen erfolgt mit Spannungsmessgeräten, deren Innenwiderstand der Körperimpedanz des Menschen [ca. 1000 Ohm] bzw. von Nutztieren [ca. 500 Ohm] entspricht. Die dauernd zulässige Berührungsspannung beträgt für Menschen: 50 V AC und 120 V DC. Für Kinderspielzeuge, Kesselleuchten, im Tierbereich und landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Anwesen: 25 V AC bzw. 60 V DC)
www.elektro-wissen.de/Elektroinstallation/fehlerarten.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Berührungsspannung

Bestimmungsgemäßer Betrieb ► to operate as intended / Specified Normal Operation (ist die Verwendung eines Betriebsmittels entsprechend den Bestimmungen des Herstellers)

Betreiber ► User / Operator / Operating Company (Jemand der technische Betriebsmittel für Geschäftszwecke anwendet / einsetzt / nutzt. Zum Beispiel ein Unternehmen, das die tatsächliche Kontrolle über die Funktionen einer technischen Anlage ausübt und für alle sicherheitstechnischen Belange verantwortlich ist)

Betriebserdung ► Operational Earthing / Operational Grounding [US] (Erdung eines Punktes des Betriebsstromkreises, die nicht aus schutztechnischen Gründen sondern für den störungsfreien Betrieb von Geräten oder Anlagen erforderlich ist. Zielstellung ist die Gewährleistung einer Potentialruhe in der Schaltung, die Verhinderung des Eindringens von Störungen von fremden Geräten oder Anlagenteilen sowie die Einhaltung der Funkstörgrenzwerte durch das geerdete Gerät. Betriebserdungen sind beispielsweise Anschlüsse von Überspannungsableitern oder Transformatorsternpunkten an die Erdungsanlage)
www.erdungsmessung.com/html/arten_der_erdung.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Betriebserdung

Betriebsfunk ►Privat or Professional Mobile Radio (In Deutschland Teil des Nichtöffentlichen Mobilen Landfunks NÖML, der vor allem von geschlossenen Benutzergruppen wie Handels-, Handwerks- und Gewerbebetriebe, Behörden, Institutionen des öfentlichen Rechts und Dienstleistungsunternehmen genutzt wird. Ein Betriebsfunknetz besteht in der Regel aus einer ortsfesten Funkanlage mit einer bestimmten Anzahl dazugehöriger mobiler Empfangs-und Sendegeräte mit einem Funkersorgungsbereich von etwa 10 bis 20 km. Genehmigung für ein Betriebsfunknetz erteilt die zuständige Außenstelle der Bundesnetzagentur. In der Genehmigung werden die Betriebsfrequenz, der Standort der ortsfesten Funkanlage, die Antennenhöhe, die Antennenart und die Sendeausgangsleistung festgelegt)
http://de.wikipedia.org/wiki/Betriebsfunk

Betriebsmittel ► Equipment / Manufacturing Equipment / Operating Equipment (Betriebsmittel sind alle Anlagen und Einrichtungen, die zur technischen Ausstattung eines Unternehmens gehören. Darüber hinaus verkörpert das Wort „Betriebsmittel“ in den verschiedenen technischen Disziplinen sehr unterschiedliche Begriffe. Aus Sicht der Elektrotechnik beispielsweise zählen dazu alle Teile, die der Erzeugung, Behandlung und Anwendung elektrischer Energie dienen, z.B. Leiter, Leitungen, Schalter, Motoren, Generatoren, Beleuchtungseinrichtungen usw.. Aus Sicht der EMV-Richtlinie bzw. des EMVG ist „Betriebsmittel“ der Oberbegriff für die von der EMV-Richtlinie bzw. dem EMV-Gesetz erfassten Objekte. Er gliedert sich in die beiden Unterbegriffe „Geräte“ und „ortsfeste Anlagen“, für die allgemeine, d.h. von allen Betriebsmitteln zu erfüllende und besondere, d.h. für die beiden Kategorien jeweils spezifische, EMV-Schutzanforderungen gelten)
www.wirtschaftslexikon24.com/d/betriebsmittel/betriebsmittel.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Betriebsmittel
www.ce-wissen.de/?p=2925

Bevollmächtigte ► Authorised Representatives (im Sinne des Leitfadens für die Umsetzung der nach dem neuen Konzept und dem Gesamtkonzept verfassten Richtlinien der EG ist ein Bevollmächtigter diejenige natürliche oder juristische Person, die ausdrücklich durch schriftlichen Auftrag vom Hersteller autorisiert ist, hinsichtlich bestimmter Verpflichtungen des Herstellers in dessen Namen zu handeln. Er muss im EWR niedergelassen sein)

Bewertung von EMV-Prüfumgebungen ► Validation of EMC Test sites (Details siehe folgende Website)
www.ptb.de/cms/index.php?id=bewertung-221

Bewertungskriterien ► Assessment Criteria (Satz von prüftechnisch bzw. gutachterlich erfassbaren Merkmalen, der in seiner Gesamtheit die Beurteilung eines Objekts oder Sachverhalts, hinsichtlich der Übereinstimmung mit vorgegebenen Anforderungen bzw. angestrebten Zielstellungen zulässt. Für die Bewertung des Verhaltens von Prüfobjekten unter und nach dem Einfluss von Prüfstörgrößen siehe z.B. Performance Criteria)

Bezugserde ► Reference Earth / Reference Ground [US] (auch als „Referenzerde“ oder „ferne Erde“ bezeichnet, Teil der Erde ausserhalb des Einflussbereichs von Erdern, in dem zwischen zwei beliebigen Punkten auf der Erdoberfläche keine messbaren Spannungen auftreten. Das elektrische Potenzial der Bezugserde ist vereinbarungsgemäß Null [IEV 195-01-01])

Bezugsleiter ► Reference Conductor / Signal Reference / Control Common / Circuit Common / Neutral / 0-V-Bus / Ground Conductor [US] (Elektrischer Leiter, auf den in einer Schaltung die Potenziale anderer Leitungen bezogen werden, wobei dem Bezugsleiter selbst in der Regel das Potential 0 Volt zugeordnet wird. Um die gegenseitige Beeinflussung von Stromkreisen, die einen gemeinsamen Bezugleiter haben, über galvanische Kopplung möglichst niedrig zu halten bzw. ganz auszuschließen, müssen Bezugsleiter möglicht niederimpedant ausgeführt sein [flacher Querschnitt, flächenförmig auf Leiterplatten]. Ferner ist das Bezugsleitersystem sternförmig aufzubauen und isoliert von Gehäuseteilen zu verlegen und darf nur in einem Punkt geerdet werden. Über die Bezugsleitererdung dürfen keine Betriebsströme zu Erde abfließen)
www.erdungsmessung.de/html/begriffe.html

Bezugsmasseplatte ► Reference Ground Plane, RGP (Elektrisch leitfähiges Flächengebilde [Blechtafel, Folie oder großflächige Platte], auf dessen Potenzial in Prüfsystemen die Prüfpotenziale bezogen werden [IEV 161-01-20]. Ihre Anordnung und Größe, beispielsweise wie weit sie einen Prüfling überragen muss, sind in den einzelnen Prüfnormen festgelegt)

Bezugspotenzial ► Reference Potential (bei allen intormationstechnischen und elektroenergetischen Einrichtungen spielen elektrische Potenziale aus funktionellen und sicherheitstechnischen Gründen eine wichtige Rolle. Unterschiedliche Potenziale zwischen verschiedenen Raumpunkten, beispielsweise Teilen eines Stromkreises sind die Ursache für elektrische Spannungen [Signalspannungen, Versorgungsspannungen oder Störspannungen] zwischen diesen. Um bezüglich dieser Spannungen definitive vergleichbare Aussagen machen zu können, wird ein Bezugspotenzial definiert, auf das alle anderen Potenziale bezogen werden und dem der Potenzialwert Null Volt zugewiesen wird. Das ist zum Beispiel in analogen und digitalen Schaltungen der Bezugsleiter und in Versorgungsstromkreisen der Schutzerdungspunkt)
www.erdungsmessung.de/html/begriffe.html

BfD Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit ► The Federal Commissioner for Data Protection and Freedom of Information
www.bfd.bund.de

BFH Bitfehlerhäufigkeit ► Bit Error Rate (Anzahl der Bitfehler pro Zeiteinheit. Maß für die Übertragungsqualität auf digitalen Übertragungsstrecken. Sie kann durch elektromagnetische Unverträglichkeiten beeinträchtigt werden)
http://de.wikipedia.org/wiki/Bitfehlerhäufigkeit

BFR Bitfehlerrate (Synonym für BFH)

BFR Breakdown Failure Rate ► Ausfallrate / Versagensrate (Messgröße bei Störfestigkeitsuntersuchungen gegenüber pulsförmigen Prüfstörgrößen. Sie ist definiert als die Anzahl der Ausfälle bzw. des Versagens eines Prüfobjekts bezogen auf die Anzahl gleichartiger Impulse, mit denen das Prüfobjekt im Zuge der Prüfung beaufschlagt wird. Ausfall bzw. Versagen bedeutet in diesem Zusammenhang den Verlust der Funktionsfähigkeit, ohne dass eine bleibende Schädigung eintritt. Der Verlauf der BFR in Abhängigkeit von der Prüpulsamplitude charakterisiert das Störverhalten eines Prüfobjekts und wird als Störverhaltensfunktion bezeichnet)
www.ursi.org/proceedings/procGA11/ursi/E03-10.pdf
www.adv-radio-sci.net/4/7/2006/ars-4-7-2006.pdf

BfS Bundesamt für Strahlenschutz (Behörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt. Neben dem Tätigkeitsschwerpunkt ionisierende Strahlung gehört auch die Betreuung des Bereichs nichtionisierende Strahlung zum Aufgabenumfang)
www.bfs.de

BG ETEM Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (Berufsgenossenschaft, am 01.01.2010 hervorgegangen aus der BGFE, TBBG und BG ETF. Als Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung ist sie zuständig für rund 3,75 Mio. Versicherte in 237.000 Unternehmen als Ansprechpartner für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. Mitgliedschaft [Unternehmer] und Versicherungsschutz [für Arbeitnehmer] sind gesetzlich geregelt)
www.bgetem.de

BGBl Bundesgesetzblatt (Online-Version siehe folgende Website)
http://frei.bundesgesetzblatt.de

BGI 844 Berufsgenossenschaftliche Information 844 (Einsatz von Schutzkleidung gegen Einwirkung durch hochfrequente Felder im Frequenzbetreich 80 MHz – 1 GHz)
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/bgi844.pdf

BGV B11 Berufsgenossenschaftliche Vorschrift B11 (Unfallverhütungsvorschrift Elektromagnetische Felder)
http://ew.bgetem.de/informationen/bgv/bgv_b11.pdf

BImschV Bundes-Immissionsschutz-Verordnung ► German Federal Ordinance on the Implementation of the Federal Immission Control Act (Von Bedeutung ist hier die Verordnung über elektromagnetische Felder - 26. BImschV -, Bundesgesetzblatt, Jg. 1996, Teil I, Nr. 66, S. 1966-1968 vom 20. Dez. 1996. Sie gilt für die Errichtung von Hochfrequenzanlagen [10MHz bis 300GHz] und Niederfrequenzanlagen [16 2/3Hz bzw. 50Hz], die gewerb¬lichen Zwecken dienen oder im Rahmen wirtschaftlicher Unternehmungen Verwendung finden und nicht einer Genehmigung nach § 4 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes bedürfen. Die Verordnung enthält Anforderungen, d.h. zulässige Grenzwerte [Immissionsgrenzwerte] für die elektrische und magnetische Feldstärke zur Vorsorge und zum Schutz der Allgemeinheit gegen schädliche Umwelteinwirkungen durch elektromagnetische Felder. Bezüglich des Nachweises der Einhaltung der Grenzwerte wird auf DIN VDE 0848 Teil 1 verwiesen. Wirkungen elektromagnetischer Felder auf elektrisch oder elektronisch betriebene Implantate werden mit dieser Verordnung nicht erfasst) Volltext siehe:
http://bundesrecht.juris.de/bimschv_26

Binäre Vielfache ► Binary Multiples (Kurzbezeichnungen von binären Vielfachen [Prefixes for Binary multiples] und Teilen von Einheiten zur Basis 2 wie Kibi, Mebi, Gibi u.a. siehe SI-Vorsätze)

Binnenmarkt ► Internal Market (abgegrenztes Wirtschaftsgebiet ohne interne Zollgrenzen, d.h. ein Raum, in dem der freie Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital gewährleistet ist. Der zurzeit weltgrößte Binnenmarkt ist der Europäische Binnenmarkt, dem die Wirtschaftsgebiete der EU-Mitgliedstaaten und einige andere Länder, mit denen Zoll- bzw. Freihandelsabkommen bestehen, angehören.
Voraussetzungen für den freien Warenverkehr sind die Angleichung der nationalen Rechtsvorschriften durch technische Harmonisierungsrichtlinien, deren Umsetzung in nationales Recht der Mitgliedstaaten, die Harmonisierung der nationalen Normenwerke mit den Europa-Normen [EN] und der Aufbau eines europäischen Akkreditierungs-, Prüf- und Zertifizierungssystems, durch das technische Prüfungen in den verschiedenen Mitgliedstaaten vergleichbar werden und damit die Voraussetzung für die gegenseitige Anerkennung von Prüfberichten und Zertifikaten gegeben ist)
http://europa.eu/legislation_summaries/internal_market/index_de.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Binnenmarkt

BioInitiative Working Group (Gruppe von Wissenschaftlern aus Europa, den USA und China, die den derzeitig geltenden EMF-Grenzwerten kritisch gegenüberstehen und aufgrund einer ausführlichen Studie eine Senkung der Grenzwerte fordern)
www.bioinitiative.org

Bio-Installation (biologische Elektroinstallation (Elektroinstallation - Hausinstallation - mit auf Kundenwunsch besonders ausgewählten, z.B. abgeschirmten oder entsprechend installierten Geräten und Systemen. Dadurch soll der Einfluss der von elektrischen Anlagen und Geräten ausgehenden elektrischen und elektromagnetischen Felder auf den Menschen minimiert oder ganz ausgeschaltet werden. Als zurzeit unbedenklich deklariert sind elektromagnetische Felder, wenn die in der 26. BImschV angegebenen Grenzwerte eingehalten werden)

Biologische Wirkungen elektromagnetischer Felder ► Biological Effects of Electromagnetic Fields
Bislang dazu vorliegende wissenschaftliche Untersuchungen lassen folgende Aussagen zu.
• Die Wechselwirkung elektromagnetischer Felder mit biologischer Materie unterscheidet sich durch Nichts von
der Wechselwirkung mit anderer Materie;
Elektromagnetische Felder interagieren mit Ladungsträgern im Körper (Ionen, Elektronen, Raumladungen in Molekülen etc.), also auf molekularer Ebene. Sie können absorbiert werden und die absorbierte Energie kann den Körper erwärmen.
Elektrostatische Felder erzeugen durch Influenz eine Ladungstrennung.
Magnetostatische Felder üben Kraftwirkungen aus [betrifft metallische Implantate im menschlichen Körper].
Elektrische Wechselfelder erzeugen einen Wechselstrom von Influenzladungen.
Magnetische Wechselfelder induzieren einen Stromfluss [Nervensystem kann beeinflusst werden].
• Ob diese Effekte biologische, das Wohlbefinden beeinträchtigende oder gar gesundheitsschädliche Wirkungen zeigen, hängt von der Dosierung ab [Paracelsus: Die Dosis macht das Gift]. Wissenschftlich begründete, gesetzlich vorgeschriebene Expositionsgrenzwerte dürfen daher und entsprechende Vorsorgewerte sollten daher nicht überschritten werden.
Im Übrigen wurde und wird auf diesem Gebiet weltweit intensiv geforscht. Bezüglich der Wertigkeit der dabei gefundenen wissenschaftlichen Ergebnisse ist nach einer Definition des Bundesamtes für Strahlenschutz zwischen Hinweis, Verdacht und Nachweis, wie folgt zu unterscheiden.
Wissenschaftlicher Hinweis (Ein solcher liegt vor, wenn einzelne Ergebnisse, die auf einen Zusammenhang zwischen einer gesundheitlichen Beeinträchtigung und elektromagnetischen Feldern hinweisen nicht durch voneinander unabhängige Untersuchungen bestätigt sind und durch das wissenschaftliche Gesamtbild nicht gestützt werden)
Wissenschaftlich begründeter Verdacht ► Scientifically Justified/Founded Suspicion (Ein solcher liegt vor, wenn die Ergebnisse bestätigter wissenschaftlicher Untersuchungen einen Zusammenhang zeigen, aber die Gesamtheit der wissenschaftlichen Untersuchungen das Vorliegen eines kausalen Zusammenhangs nicht ausreichend stützt. Die Stichhaltigkeit des wissenschaftlichen Verdachts richtet sich dabei nach der Anzahl und der Konsistenz der vorliegenden wissenschaftlichen Arbeiten)
Wissenschaftlicher Nachweis ► Scientific Evidence (Ein solcher liegt vor, wenn wissenschaftliche Studien von mehreren voneinander unabhängigen Forschungsgruppen, einen reproduzierbaren Zusammenhang zeigen und das wissenschaftliche Gesamtbild das Vorliegen eines kausalen Zusammenhangs stützt)
www.ev-akademie-meissen.de/uploads/media/BAStrahlenschutz_Weiss.pdf
www.umts.de/1555-kann-lte-strahlung-gesundheitsschaedlich-sein
www.who.int/peh-emf/about/en/whatareemfgerman.pdf
www.emf-risiko.de/leitfaden-emf/index.html
www.bfs.de/de/elektro/hff/wirkungen

BIPM Bureau International des Poids et Mesures ► Internationales Büro für Maß und Gewicht (Gegründet: 1875, Sitz: Paris, Hauptauftrag: Sicherung und Pflege eines weltweit einheitlichen und eindeutigen Maß- und Einheitensystems auf Basis des Internationalen Einheitensystems SI)
www.bipm.org

BITE Built in Test equipment ► Eingebaute Prüfeinrichtungen (realisieren Überwachungs- und Warnfunktionen in sicherheitskritischen Systemen zur rechtzeitigen Erkennung und Abwendung von Gefahrensituationen)
http://de.wikipedia.org/wiki/BITE

Bitrate ► Bit Rate / Bitrate (Anzahl der Bits, die pro Zeiteinheit übertragen werden. Maß für die Übertragungsgeschwindigkeit von Binärdaten. Einheit: Bit/s bzw. bps oder Vielfache davon)

BK-Kabelnetze Breitbandkommunikations-Kabelnetze ► Broadband Cable Networks (Zwar gibt es keine exakt definierte Schwelle aber in der Regel werden Kommunikationswege, die Übertragnungsgeschwindigkeiten größer 1 Mbps zulassen, als Breitbandverbindungen bezeichnet)

BLDN Benelux Lightning Detection Network ► (Blitzdatenerfassungssystem der Niederlande, Belgien und Luxemburg. Vernetz mit EUCLID)
www.euclid.org/bldn.html

BLIDS Blitz-Informationsdienst von SIEMENS (Bereitstellung von Online-Daten zum Gewittergeschehen in Deutschland, der Schweiz, Großbritannien, Polen, Benelux, Tschechien, Slowakei und Ungarn basierend auf rund 150 vernetzten Messstationen in Deutschland, der Schweiz, Frankreich und den angrenzenden Ländern. Auf Basis dieses zentraleuropäischen Netzwerkverbunds [EUCLID] erfolgen Überwachung, Erfassung und Weiterverarbeitung aller Gewitteraktivitäten zum Zwecke der Schadensverhütung. Lokalisieren des Blitzgeschehens auf 50 bis 200 m genau, On-line-Visualisierung der Blitztätigkeit, Bereitstellung historischer Blitzdaten, Alarmierung und Information von Kunden über bevorstehende Gewitter, präventive Aus- oder Umschaltung gefähr¬deter Anlagen)
www.blids.de

Blindleistung ► Reactive Power / Wattless Power (Eine Blindleistung, Formelzeichen Q, Einheit var [Volt-Ampère-Réactif, 1var = 1V• 1A] entsteht in einem Wechselstromkreis als Folge eines Blindstroms, der phasenverschoben zur elektrischen Spannung oszilliert. Sie pendelt zwischen Stromquelle und -senke hin und her. Das heißt im zeitlichen Mittel wird durch sie keine Energie übertragen)
www.elektroniktutor.de/grundlagen/p_blind.html#blind
www.energie-lexikon.info/blindleistung.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Blindleistung

Blindleistungskompensation ► Reactive Power Compensation / Power Factor Correction (Maßnahme zur Verringerung des Blindleistungstransports über elektrische Netze durch Erzeugung zumindest eines Teiles der von Verbrauchern benötigten Blindleistung vor Ort [Verbesserung des Leistungsfaktors]. Als Kompensationsmittel kommen für die meistens induktiven Verbraucher oder Verbrauchergruppen Kondensatoren in fester oder regelbarer Zuschaltung zur Anwendung. Im Bereich sehr hoher Blindleistungen auch leer laufende Synchronmaschinen, deren Erregung in geeigneter Weise gesteuert wird)
www.eskap.de > Downloads > Grundlagen Blindstromkompensation
www.energie-lexikon.info/blindleistungskompensation.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Blindleistungskompensation
www.janitza.de/dynamische-pfc.html

Blitz- und Überspannungsschutz ► Lightning and Surge Protection (Lernprogramm)
www.dehn.de/de1/dehn-academy/blitzschutz_1_de/index.html

Blitzableiter ► Lightning Rod / Lightning Conductor (Vorrichtung zum Schutz von Gebäuden gegen Blitzschäden. Er besteht aus Fangspitzen, Fangleitungen, Gebäudeleitungen und einer Erdungsanlage
www.vdb.blitzschutz.com/infos/abc_blitzableiter.htm

Blitzdichte ► Lightning Density (Durchschnittliche Anzahl der Blitzereignisse pro Quadratkilometer und Jahr an einem bestimmten Ort. Kennzahl für die quantitative Bewertung der Blitzgefährdung eines bestimmten Gebietes bzw. Objektes. Berechnung der zu erwartenden Direkteinschläge je Jahr in eine bauliche Anlage siehe 4. Website)
www.spiegel.de/fotostrecke/neue-karte-zeigt-haeufigkeit-von-blitzen-in-deutschland-fotostrecke-80150.html
www.industry.siemens.com/services/global/de/blids/service/statistik/seiten/default.aspx
www.vde.com/de/Ausschuesse/Blitzschutz/Blitzdatenabfrage/Seiten/default.aspx
www.aldis.at/blitzschutz/gebaeudeblitzschutz/einschlagswahrscheinlichkeit

Blitzductor (Überspannungsableiter zum Schutz von Anlagen der Informationstechnik, Installationstechnik und kathodischer Korrosionsschutz-Anlagen. Produkt der Firma Dehn)
www.dehn.de/de > Suche: Blitzductor

Blitzentladungen ► Lightning Discharges (Blitzentladungen finden innerhalb von Wolken, zwischen Wolken und zum kleineren Teil zwischen Wolken und Erde statt. Bevor es zur Blitzentladung kommt, können zwischen Gewitterwolken und der Erde Spannungen von einigen 100 Millionen Volt auftreten. Im Blitz selbst fließen dann während des Entladungsvorgangs in Sekundenbruchteilen pulsförmige Ströme [Anstiegszeit 1 bis 2 µs, Impulslänge ca. 50 µs], deren Scheitelwerte im Extremfall bis zu einigen 100 kA erreichen können. Die in einem Blitz enthaltene Energiemenge [etwa 105 Joule pro Meter] wird entlang des Blitzkanals in akustische [Donner], thermische, Licht- und elektromagnetische Wirkungen umgesetzt. Dabei werden die für direkte Blitzeinschläge charakteristischen Schäden [Zerstörungen und Brände] verursacht. Während jedoch die Zahl solcher Schadensfälle durch die zunehmende Realisierung entsprechender Blitzschutzmaßnahmen im Rückgang begriffen ist, hat sich seit Einführung elektronischer Betriebsmittel in die Bereiche der industriellen Produktion und der Bürotechnik die Zahl der Schäden durch indirekte Blitzeinwirkungen, d.h. durch Blitzüberspannungen, dadurch bedingte Produktionsmittelausfälle und damit verbundene Folgeschäden drastisch erhöht.
Weltweit sind ungefähr 2000 Gewitter ständig in Gang, die im Mittel etwa 100 Blitzentladungen je Sekunde verursachen. Die von dieser globalen Gewittertätigkeit ausgehenden atmosphärischen Störungen beeinträchtigen den Funkverkehr und sind ein EMV-Problem der Nachrichtentechnik.Bedeutsam für elektroenergetische und informationstechnische Strukturen in Gebäuden und Industrieanlagen ist dagegen die lokale Gewittertätigkeit. Diesbezüglich kann im mitteleuropäischen Raum mit etwa 15 bis 35 Gewittertagen [thunderstorm-days] im Jahr und mit rund 5 bis 7 Blitzeinschlägen [ground flashes] je Quadratkilometer und Jahr gerechnet werden, wobei die niedrigeren Werte für die nördlichen und die höheren Werte für die südlicheren Regionen gelten. Ein Gewittertag ist dabei aus Sicht der Meteorologie definiert als ein Tag, an dem auf einer Beobachtungsstation mindestens ein Donnergeräusch wahrgenommen wird. Die Blitzhäufigkeit in Deutschland beträgt ca. 2 Mio. Blitze pro Jahr. Einblicke in das aktuelle Gewittergeschehen vermitteln national und regional organisierte Blitz-Informationsdienste.
In Bezug auf die Intensität einer Blitzeinwirkung ist grundsätzlich zwischen Direkt- bzw. Naheinschlägen und Ferneinschlägen zu unterscheiden. Beim Direkteinschlag trifft der Blitz die Blitzschutzanlage des geschützten Gebäudes, apparative Anlagenteile, bzw. Niederspannungs- oder MSR-Kabel, die in das geschützte Gebäude führen. Aus Sicht der EMV ist von Interesse, dass bei einem Direkteinschlag die Erdungsanlage des betroffenen Objekts gegenüber der fernen Erdumgebung auf ein Potenzial von bis zu 1 Million Volt angehoben werden kann, und dass in Signalleitungsschleifen bzw. Installationsschleifen, wie sie z.B. durch Versorgungs- und Datenleitungen gebildet werden, je nach den Abmessungen der Schleife und ihren Abstand vom Blitzkanal, durch die blitzbegleitenden Felder Spannungen von einigen 10 V bis zu mehreren 100 kV induziert werden können. Bei Ferneinschlägen trifft der Blitz die Mittelspannungsfreileitung, oder durch Wolke-zu-Wolke-Entladungen werden auf der Leitung Spiegelladungen freigesetzt. In beiden Fällen breiten sich längst der Freileitung Überspannungswanderwellen mit hoher Geschwindigkeit aus. Beim Erreichen von Umspannstationen, die in das Niederspannungsnetz einspeisen, werden sie durch Überschläge an den Isolatoren oder durch Überspannungsableiter auf einige 10 kV begrenzt. Sind in dem betroffenen Objekt keine weiteren Überspannungsschutzeinrichtungen vorhanden, kommt es zu unkontrollierten Über- oder Durchschlägen an Isolationsschwachpunkten oder in harmloseren Fällen auf dem Weg über die Stromversorgung zu Funktionsstörungen in den elektrischen Betriebsmitteln.
Grundsätzlich ist jede Blitzentladung und jeder durch einen Leiter fließende Blitzteilstrom von transienten elektromagnetischen Feldern [LEMP] begleitet, die im Umkreis bis zu 2 Kilometern in Leiterschleifen Spannungen von störender oder zerstörender Wirkung einkoppeln können)
www.dehn.de/de/haeufig-gestellte-fragen

Blitzhäufigkeit ► Lightning frequency / Frequency of Lightning / Ground Flash density (Weltweit sind ungefähr 2000 Gewitter ständig in Gang, die im Mittel etwa 100 Blitzentladungen je Sekunde verursachen. Die von dieser globalen Gewittertätigkeit ausgehenden atmosphärischen Störungen beeinträchtigen den Funkverkehr und sind ein EMV-Problem der Nachrichtentechnik. Bedeutsam für elektroenergetische und informationstechnische Strukturen in Gebäuden und Industrieanlagen ist dagegen die lokale Gewittertätigkeit. Diesbezüglich kann im mitteleuropäischen Raum mit etwa 15 bis 35 Gewittertagen im Jahr und mit rund 5 bis 7 Blitzeinschlägen je Quadratkilometer und Jahr gerechnet werden, wobei die niedrigeren Werte für die nördlichen und die höheren Werte für die südlicheren Regionen gelten. Ein Gewittertag ist dabei aus Sicht der Meteorologie definiert als ein Tag, an dem auf einer Beobachtungsstation mindestens ein Donnergeräusch wahrgenommen wird. Die Blitzhäufigkeit in Deutschland beläuft sich auf ca. 2 Mio. Blitze pro Jahr. Einblicke in das aktuelle Gewittergeschehen vermitteln national und regional organisierte Blitz-Informationsdienste)
de.wikipedia.org/wiki/Blitz#Häufigkeit_von_Blitzen

Blitz-Informationsdienste ► Lightning Detecting Networks (Dienste, die Blitzdaten erfassen, auswerten, archivieren und für Interessenten auf kommerzieller Basis zur Verfügung stellen, sind national oder regional organisiert, wie z.B. ALDIS, BLDN, BLIDS, CELDN u.a. und in EUCLID europaweit vernetzt)

Blitzkugelverfahren ► Rolling Sphere Method (Seit Jahrzehnten erprobtes, blitzphysikalisch korrektes Verfahren zur Festlegung der Anordnung und Lage der Blitzfangeinrichtungen von Blitzschutzsystemen. Besonders geeignet für komplexe Gebäudestrukturen. Voraussetzung dafür ist ein Gebäudemodell und eine entsprechend maßstäbliche Kugel, deren Radius sich nach der gewünschten Blitzschutzklasse richtet [DIN EN 62305-3 bzw.VDE 0185 Teil 3].

Blitzschutzklasse:        I          II           III          IV
Kugelradius;             20 m      30 m    45 m   60 m

Die Kugel wird um das Gebäudemodell gerollt. Dabei werden die jeweiligen Berührungspunkte mit dem Modell markiert. Sie entsprechen den möglichen Einschlagstellen des Blitzes und sind mit Fangeinrichtungen zu versehen)
www.dehn.pl/docs/publikacje/odgromowa/ds123_iso_combi_de.pdf
http://ott-blitzschutz.com/index.php?page=blitzkugel
www.vdb.blitzschutz.com/infos/abc_blitzkugel.htm
www.ijme.us/cd_06/PDF/IT%20P501-124.pdf

Blitzschäden ► lightning-caused damage (Jährlich entstehen durch Blitzentladungen immense Schäden. Infolge von Direkteinschlägen kommt weltweit eine größere Anzahl Menschen und Nutztiere zu Tode und durch Brandauslösung werden Waldkulturen großflächig vernichtet und viele Gebäude und Produktionsanlagen beschädigt oder zerstört. Mit der Einführung elektronischer Betriebsmittel in die Bereiche der Bürotechnik und der industriellen Produktion sowie ihrer fortschreitenden Vernetzung haben sich darüber hinaus die Schadensfälle durch indirekte Blitzeinwirkungen, d.h. durch blitzbedingte Überspannungen, die von Ferneinschlägen herrühren oder von den Blitzpulsfeldern in elektrischen und elektronischen Installationen induziert werden, drastisch erhöht. Zur Abwendung von Blitzschäden siehe u.a. Blitzschutz und Blitzschutznormen)
www.vde.com/de/suche/Seiten/Results.aspx?k=blitzschäden

Blitzschutz ► Lightning Protection / LP (den im Zusammenhang mit Blitzentladungen auftretenden Gefahren für bauliche Anlagen wird herkömmlich in einem Zweistufenkonzept durch die Realisierung sogenannter äusserer und innerer Blitzschutzmaßnahmen begegnet.
Der äussere Blitzschutz umfasst dabei alle Maßnahmen an der Oberfläche der Gebäude, die darauf gerichtet sind, Blitzströme möglichst gefahrlos zur Erde abzuleiten. Dazu zählen Blitz-Auffangvorrichtungen und metallene Leitungen mit denen ein grobmaschiger Faradayscher Käfig um das zu schützende Bauwerk errichtet wird sowie eine Erdungsanlage, die den Blitzstrom in die Erde leitet und verteilt.
Der innere Blitzschutz dagegen ist darauf gerichtet, die im Innenraum der geschützten Objekte noch verbleibenden Beanspruchungen auf ein für die Elektrik und Elektronik verträgliches Maß zu reduzieren. Dazu gehört auch der Blitzschutz-Potenzialausgleich.
Moderne Büro-, Verwaltungs- und Produktionsgebäude mit umfangreichen elektronischen Datenverarbeitungs-, Kommunikations-, Überwachungs- und Automatisierungsausrüstungen werden nach einem EMV-orientierten Blitz-Schutzzonen-Konzept errichtet, durch dessen Umsetzung die elektromagnetische Verträglichkeit der starkstromtechnischen Einrichtungen sowie der informationselektronischen Anlagen und Systeme sichergestellt ist. Folgende Schutzmaßnahmen kommen dabei zur Anwendung
• Elektromagnetische Schirmung von Gebäuden, Räumen, Geräten und störempfindlicher Leitungen.
• Errichtung eines komplexen Potenzialausgleich-Netzwerks im Inneren des Gebäudes zur Vermeidung gefährlicher Potenzialdifferenzen zwischen den informationstechnischen Geräten.
• Realisierung eines stufenförmig koordinierten Überspannungsschutzkonzeptes für die Starkstromanlage und die informationstechnischen Systeme zur gezielten Reduzierung der Blitzüberspannungen auf gefahrlose Werte.
• Kontrollierte Leitungsführung der Versorgungs-, Steuer-, Signal- und Datenleitungen.
Das heißt moderner Blitzschutz besteht immer aus einem Blitzschutzsystem LPS, das den äußeren und inneren Blitzschutz umfasst sowie Überspannungs-Schutzmaßnahmen SPM an den elektrischen und elektronischen Systemen innerhalb baulicher Anlagen. Die Normenreihe DIN EN 62305, vgl. Blitzschutznormen, erklärt und definiert ausführlich in vier Teilen die diebezüglichen Zusammenhänge)
www.vde.com/de/ausschuesse/blitzschutz/publ/fkr/archiv/documents/blitzschutzpraxis4.pdf
www.vde.com/de/Ausschuesse/Blitzschutz/Seiten/default.aspx
www.vdb.blitzschutz.com/infos/abc_normen.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Blitzschutz
www.vdb.blitzschutz.com
www.brieselang.net
www.blitzschutz.de

Blitzschutz isolierter (Siehe folgende Website)
www.vdb.blitzschutz.com/infos/abc_isolierter_blitzschutz.htm

Blitzschutzanlage ► Lightning Protection System / Lightning Protection Installation (Gesamtheit der an und in einem Objekt vorgesehenen, zweckorientiert miteinander verbundenen technischen Komponenten, Geräte und Einrichtungen, die den Blitzschutz sicherstellen)

Blitzschutzerder ► Lightning Earthing Electrode (häufig Ringerder mit einem Meter Abstand vom zu schützenden Gebäude ins Erdreich verlegt)

Blitzschutzerdung ► Lightning Protective Earthing (Erdung der Blitzschutzanlage eines Bauwerks zum Ableiten von Blitzströmen. Erdungspunkte sind hier nicht zum Betriebsstromkreis gehörende Anlagenteile, wie z.B. leitfähige Gebäudeteile wie Fassadenverkleidungen u.ä.)
www.dehn.de/de/produkte/blitzschutz-erdung
http://de.wikipedia.org/wiki/Blitzschutzerdung

Blitzschutzklasse ► Lightning Protection Level, LPL / Lightning Protection Class (Nach DIN EN 61024-1 werden vier Blitzschutzklassen I bis IV unterschieden. Siehe nachfolgende Tabelle.

Blitzschutzklasse Bltzstromscheitelwert, Minimum Blitzstromscheitelwert, Maximum Blitzeinfangwahrscheinlichkeit
I 2,9 kA 200 kA 99 %
II 5,4 kA 150 kA 97 %
III 10.1 kA 100 kA 91 %
IV 15,7 kA 100 kA 84 %

Sie dienen der Risikoabschätzung bei der Planung eines Blitzschutzsystems. Das heißt, das zu schützende Objekt muss in eine der vier Blitzschutzklassen eingeordnet werden. Dabei ist die Wirksamkeit der Klasse I mit einer Blitzeinfangwahrscheinlichkeit von 99% am höchsten und in der Klasse IV mit 84% am niedrigsten. Die Bestimmung der erforderlichen Blitzschutzklasse erfolgt durch Abschätzen des Schadensrisikos entweder nach DIN VDE 0185-305-2 oder nach der VDS-Richtlinie 2010:2005-07)
www.blitzschutz-schmidt.de/glossar/blitzschutzklasse__4.htm
www.vdb.blitzschutz.com/infos/abc_bklassen.htm
http://buefas.com/blitzschutzklassen.html

Blitzschutznormen ► Lightning Protection Standards (Seit Oktober 2011 ist die DIN EN 62305 (VDE 0185-305) mit den Teilen 1 bis 4 gültig.
Teil 1 enthält allgemeine Grundsätze, Parameter und Erklärungen zum Blitzschutz.
Teil 2 betrifft die Abschätzung des Schadensrisikos für bauliche Anlagen sowie die technisch und wirtschaftlich           optimale Auswahl der erforderlichen Schutzmaßnahmen gegen die Gefährdung von Leben und Sachwerten.
Teil 3 befasst sich mit dem äußeren und inneren Blitzschutz, d.h. er behandelt den Schutz baulicher Anlagen vor       Zerstörung und der Gefährdung von Menschenleben infolge direkter Blitzeinschläge und
Teil 4 schließlich behandelt den Schutz von Systemen mit elektrischen und elektronischen Komponenten in baulichen Anlagen gegen die Wirkungen elektromagnetischer Blitzimpulse [LEMP])
www.vdb.blitzschutz.com/infos/abc_normen.htm
www.vdb.blitzschutz.com/infos/normen.htm

Blitzschutz-Potenzialausgleich ► Ligthning Protection Equipotential Bonding / Lightning Protection Potential Equali¬za¬tion [US] (Er gewährleistet, dass im Falle eines Blitzeinschlags innerhalb einer zu schützenden baulichen Anlage keine für Personen, Geräte oder Installationen gefährliche Potenzialdifferenzen auftreten. Im Blitzschutz-Potenzialausgleich sind gemäß DIN VDE 0185-305-3 alle metallenen Teile eines Gebäudes wie Gas-, Wasser- und Heizungsleitungen sowie großflächige metallische Strukturen einschließlich der in das Gebäude ein- und austretenden Rohre und Leitungen einzubeziehen, d.h. elektrisch leitend miteinander zu verbinden. Dazu gehören auch die aktiven, also spannungsführenden Adern von Elektro- und Fernmeldezuleitungen, Antennen- oder Breitbandkabeln und auch datentechnische Leitungen. Sie werden unmittelbar am Gebäudeeintritt mit Blitzstromableitern beschaltet und in den Potenzialausgleich mit integriert. Der Blitzschutz-Potenzialausgleich ist ein wichtiger Bestandteil des sogenannten inneren Blitzschutzes)
www.vdb.blitzschutz.com/infos/abc_bpotentialausgleich.htm
www.mauermann-blitzschutz.de/blitzinfos/info0802.pdf

Blitz-Schutzzone ► Lightning Protection Zone (Bereich mit definiertem, blitzbedingtem elektromagnetischem Umfeld. Siehe Blitz-Schutzzonen-Konzept)

Blitz-Schutzzonen-Konzept ► Lightning Protection Zones Concept (Planungskonzept insbesondere für komplexe Anlagen mit umfangreicher Informations-, Kommunikations- und Datentechnik zur Festlegung geeigneter EMV- und Blitzschutzmaßnahmen, um den sicheren Betrieb der Anlage auch bei Blitz-Direkt- oder Naheinschlägen zu gewährleisten. Es geht weit über die klassische Betrachtungsweise des Äusseren und Inneren Blitzschutzes hinaus. Das EMV-orientierte Blitz-Schutzzonen-Konzept nach DIN EN 62305-4 [DIN VDE 0185-305-4] unterteilt das zu schützende Volumen, z.B. einen Industrie-Gebäudekomplex, in Schutzzonen, d.h. in Räume mit definierten Bedrohungen durch blitzbedingte leitungs- und feldgebundene Störungen, in denen das Blitzstörpotenzial durch Schirmen der Gebäude, der Räume und Geräte unter Ausnutzung vorhandener metallener Strukturen, wie Metallfassaden, Armierungen und Metallgehäuse, durch Errichtung eines komplexen Potenzialausgleich-Netzwerks im Inneren der Gebäude zur Vermeidung gefährlicher Potenzialdifferenzen zwischen den informationstechnischen Geräten, durch Realisierung eines stufenförmig koordinierten Überspannungsschutzkonzeptes für die Starkstromanlage und die informationstechnischen Systeme zur gezielten Reduzierung der Blitzüberspannungen auf gefahrlose Werte sowie durch kontrollierte Leitungsführung der Versorgungs-, Steuer-, Signal- und Datenleitungen systematisch von außen nach innen vermindert wird. Im Einzelnen werden die folgenden Blitz-Schutzzonen, BSZs bzw. Lightning Protection Zones, LPZs unterschieden.
BSZ 0A: Direkteinschläge möglich, ungedämpfte elektromagnetische Blitzpulsfelder
BSZ 0B: keine direkten Blitzeinschläge möglich jedoch ungedämpfte Blitzpulsfelder
BSZ 1:  geschützte Elektroinstallation, abgeschwächte elektromagnetische Blitzpulsfelder
           [Leitungen zwischen BSZ 0A und BSZ 1 haben an den Übergangsstellen Blitzstromableiter]
           [Leitungen zwischen BSZ 0B und BSZ 1 haben an den Übergangsstellen Überspannungs-Ableiter]
BSZ 2: geschützte Endgeräte, stark gedämpfte elektromagnetische Felder, Blitzschutz-Potenzialausgleich
           [Überspannungsableiter bei Leitungsübergängen von BSZ 1 auf BSZ 2 und höheren BSZs]
BSZ 3: geschützter Bereich innerhalb eines Endgerätes, örtlicher Potenzialausgleich)
www.hdfroese.de/aktuell/Magnettafeln-Flichart.pdf
www.dehn.de/de/blitz-schutzzonenkonzept
http://alt.dehn.de/de/produkte/bsz.shtml

BLK Blindleistungskompensation

Bloßstellende Abstrahlung ► Compromising Emission (auch `kompromittierende Abstrahlung´ oder
`kompromittierende Emissionen´ oder `Informationstragende Leckstrahlung´ sind die durch Informationsverarbeitende, oder -darstellende Elektronikgeräte und deren Verkabelung unbeabsichtigt emittierten, informationshaltigen feld- oder leitungsgebundenen elektromagnetischen Aussendungen. Hierzu gehören z.B. Videoüberwachungs- und EDV-Monitore, Peripheriegeräte [Tastaturen, Drucker, Modems usw.], Grafikkarten, Faxgeräte, Chip- und Magnetkartenleser sowie Geldautomaten. Die Fortpflanzung der Emissionen findet sowohl im freien Raum, als auch entlang von metallischen Kabeln und Leitern statt. Der Informationsgehalt dieser Leckstrahlung lässt sich aus unterschiedlicher Entfernung [bei Monitoren bis zu mehreren hundert Metern] mit relativ geringem Aufwand reproduzieren. Die Vertraulichkeit der Daten ist damit in Frage gestellt. Polizei, Bundeswehr, Sicherheitsdienste sowie Dienststellen und Unternehmen, die mit Verschlusssachen arbeiten, bei denen es auf absolute Vertraulichkeit ankommt, arbeiten daher mit abstrahlgesicherter Gerätetechnik. Im Übrigen bestehen zur Verhinderung des Missbrauchs bloßstellender Abstrahlungen folgende Möglichkeiten [in Reihenfolge des erforderlichen Aufwands]:
• Überlagerung der kompromittierenden Emissionen
• Anwendung des Zonenmodells
• Einsatz TEMPEST-gehärteter Hardware
• HF-Schirmung der zu schützenden Gerätschaften bzw. Räumlichkeiten, in denen sie untergebracht sind )
http://de.cyclopaedia.net/wiki/Blossstellende-Abstrahlung
www.fink-consulting.de/download/broschuere_fink.pdf
http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/181420

BLS Board Level shielding

Blue Guide ► Blauer Leitfaden (für die Umsetzung der nach dem neuen Konzept und dem Gesamtkonzept verfassten Richtlinien)
http://ec.europa.eu/enterprise/policies/single-market-goods/files/blue-guide/guidepublic_en.pdf
http://ec.europa.eu/enterprise/newsroom/cf/itemdetail.cfm?item_id=7326
www.ce-richtlinien.eu/ce-richtlinien

BluetoothTM (Funktechnologie nach IEEE 802.15.1, die die drahtlose Kommunikation [Sprache, Daten] innerhalb begrenzter Reichweiten ohne Sichtkontakt zwischen den beteiligten mobilen oder stationären Geräten wie PCs, PC-Peripheriegeräten, Laptops, Organizern, Modems, Mobiltelefonen, digitalen Kameras, Headsets, Maus, PCMCIA-Adaptern, USB-Adaptern u.a. je nach Version mit Datenraten bis 3 Mbit/s ermöglicht. Typische Reichweite: ca. 10m bei 1mW Sendeleistung, ca. 30m bei 2 mW und bis 150m bei 100 mW Sendeleistung, Arbeitsfrequenz bei 2,4 GHz im nicht reglementierten ISM-Band, Übertragungsverfahren adaptives FHSS mit 1600 Frequenzsprüngen pro Sekunde auf maximal 79 Kanälen mit einer Bandbreite von 1 MHz, Störanfälligkeit gering, hohe Datensicherheit durch 128-Bit-Datenverschlüsselung und Teilnehmer-Authentifizierung. Hohe lokale Systemdichte, d.h. störungsfreier Parallelbetrieb vieler Bluetooth-Systeme ist möglich und die Koexistenzfähigkeit zu WLAN 802.11-Netzwerken gegeben. In der Automatisierungstechnik insbesondere für die Integration mobiler, bewegter oder zeitweilig installierter Geräte und Anlagenteile prädestiniert.
Die Bluetooth-Technologie geht zurück auf einen Entwurf der Firma Ericsson aus dem Jahr 1994. Die Bezeichnung Bluetooth ist vom Namen des Dänenkönigs Blatand [Blauzahn, Bluetooth] abgeleitet, der 960 die skandinavischen Länder erstmals vereinigte. Dieser Namensgebung lag die visionäre technisch-romantische Vorstellung zugrunde, dass die Bluetooth-Technologie eines Tages die Welt der mobilen Geräte kommunikativ vereint)
http://files.messe.de/cmsdb/001/3301.pdf
http://de.wikipedia.org/wiki/Bluetooth
www.bluetooth.com

Bluetooth LE Bluetooth Low Energy

Bluetooth Low Energy (Neue besonders energiesparende drahtlose Funktechnologie, die seit 2009 den Industriestandard Bluetooth ergänzt. Funkreichweite maximal 10 m, Sendefrequenz im 2,4 GHz-Bereich, Datenrate maximal 1 Mbit/s)
http://de.wikipedia.org/wiki/Bluetooth_low_energy

BMBF Bundesministerium für Bildung und Forschung
www.bmbf.de

BMU Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
www.bmu.de

BMWi Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
www.bmwi.de

BN Bonding NetworkPotenzialausgleichsanlage
http://home.arcor.de/v.kopecky/pdf/emv11.pdf

BNC Britisch Naval Connector, Bayonet Nut Connector, Bayonet Navy Connector oder auch nach den Erfindern
Bayonet Neill Concelman ► Stecker für Koaxialkabel mit Bajonettverriegelung (Im Gegensatz zu vielen anderen Steckverbindungen werden BNC-Stecker nicht nur in die Buchse gesteckt, sondern müssen durch eine Drehbewegung um 90 Grad im Uhrzeigersinn arretiert werden. Die Verbindung ist daher besonders stabil und kann sich nicht durch Zugbelastung lösen. Bis in den Giga-Hertz-Bereich einsetzbar. Häufig verwendet in LANs.)
 en.wikipedia.org/wiki/BNC_connector

BnetzA Bundesnetzagentur

BNN Bordnetznachbildung / Kfz-Bordnetznachbildung ► Artificial Network / Vehicle Electrics Simulator
www.schwarzbeck.de/de/netznachbildungen-lisn-amn/v-lisn-de/bordnetznachbildungen-cispr-25-iso-7637.html

Board Level Shields ► Abschirmteile für Leiterplattenkomponenten (siehe Leiterplattenschirmung)

BOD Brown out Detect (Spannungsüberwachungsschaltung, die bei Prozessoren bei zu geringer Versorgungsspannung innerhalb einer vorgegebenen Zeit einen Reset auslöst, der den Prozessor zurücksetzt. Steigt die Versorgungsspannung wieder auf ihren normalen Wert, wird die überwachte Schaltung wieder freigegeben)
www.itwissen.info/definition/lexikon/Brown-out-detect-BOD.html

BOS Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (in Deutschland alle öffentlichen Organisationen wie Feuerwehr, Polizei, Zoll, Technisches Hilfswerk und Rettungsdienste, die Aufgaben der inneren Gefahrenabwehr und auch des Katastrophenschutzes wahrnehmen)
www.bos-portal.de

BOS-Funk (nichtöffentlicher mobiler UKW-Funkdienst in Deutschland, der von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben [BOS] verwendet wird. Er ist durch die BOS-Funkrichtlinie reglementiert)
http://de.wikipedia.org/wiki/BOS-Funk

BOS-Funkrichtlinie (regelt den nichtöffentlichen BOS-Funk)
www.rettungsdienst.net/fodown/Download/Gesetze/bos-rl.pdf
www.stmi.bayern.de/sus/feuerwehr/iuk/index.php

BPA Blitzschutz-Potenzialausgleich

BPF Band-pass FilterBandpassfilter

BPL Broadband over Power Line (Synonym für PLC [Power Line Communications], USA)

BRC Bonding Ring ConductorPotenzialausgleichsringleiter

Breitbanddrosseln ► Wide Band Chokes (dienen der Dämpfung hochfrequebter Störgrößen auf Leitungen, die Signale niedriger Frequenz oder Gleichspaannungen führen)
www.uni-kl.de/elektronik-lager/475031

Breitbandemission ► Broadband Emission (Emission, deren Bandbreite größer ist als eine damit im Zusammenhang in Betracht gezogene Mess- bzw. Empfangsgerätetechnik. Siehe auch Breitbandstörgrößen)

Breitbandstörgrößen ► Broadband Disturbances (Elektromagnetische Störgrößen, deren Bandbreite größer ist als die der Geräte, in deren Zusammenhang sie interessiert [IEV 161-06-11]. In der Regel handelt es sich um transiente Erscheinungen wie sie durch Schalthandlungen oder an Kollektoren von Motoren oder in leistungselektronischen Einrichtungen zustande kommen)

Broadband EmissionBreitbandemission

Broadband ImmunityStörfestigkeit gegen Breitbandstörgrößen

Broadcasting (Gleichzeitiges Senden an viele Teilnehmer. Der Sender arbeitet dabei ohne Empfangsbestätigung der Teilnehmer. Begriff aus der Rundfunktechnik)

Brownout ► Netzunterspannung (Länger anhaltende [Minuten, Stunden, Tage] jedoch vorübergehende Absenkung der Versorgungsspannung in Bereiche unterhalb der zugelassenen Toleranzgrenzen, ohne jedoch den Wert Null zu erreichen, z.B. bei Überlastung des Netzes. In den USA verwendeter Term als Synonym für Voltage Dip)

Brummschleife ► Hum Loop (bezeichnet eine zu einer Schleife geschlossene Masseverbindung einer elektrischen Verkabelung, in die z.B. durch ein netzfrequentes Magnetfeld induktiv eine Störspannung eingekoppelt werden kann, die sich in der Tontechnik als Brummton bemerkbar macht. Ursachen und Gegenmaßnahmen siehe folgende Websites)
http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/203410
www.cicable.de/pdf/brumm.pdf

BSA Blitzschutzanlage

BSF Band Stop FilterBandsperre / Bandsperrfilter

BSI British Standards Institution ► Britische Normungsorganisation
www.ihs.com/products/industry-standards/organizations/bsi/index.aspx

BSI Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ► Federal Office for Information Security
www.bsi.bund.de

BSK Blitzschutzklasse

BSZ Blitz-Schutzzone ► Lightning Protection Zone (siehe Blitz-Schutzzonen-Konzept)

BSZK Blitz-Schutzzonen-Konzept ► Lightning Protection Zones Concept

BTS Base Tranceiver Station ► Basisstation (Empfangs- und Sendeeinheit für die Funksignale zwischen
Mobiltelefonen und dem Mobilfunknetz, die eine Funkzelle, d.h. einen elementaren Flächenbereich innerhalb eines Netze versorgt)

BTWG Bureau Technique Working Group ► vom Technischen Büro [der CENELEC] eingesetzter Arbeitskreis

Bulk Current Injection ► Stromeinspeisung (EMV-Störfestigkeitstestmethode nach DIN EN 61000-4-6. Störfestigkeit gegen leitungsgeführten Störgrößen, die durch hochfrequente Felder [150 kHz bis 400 MHz und darüber] mittels einer Stromeinspeisezange [BCI-Probe] in den Kabelbaum oder einzelne Leitungen eines Prüflings eingeprägt werden [hochfrequente Einströmung])
http://d-nb.info/96206680X/34

Bündelfunk ► Trunked Radio System (Funksystem für geschlossene Benutzergruppen [Flughäfen,
Rettungsdienste, Taxiunternehmen u.a.]. Erlaubt die Übertragung von Sprache und Daten. Sendefrequenzbereich
in Deutschland 410 bis 430 MHz)
http://netzikon.net/lexikon/b/buendelfunk.html

Bundesgesetzblatt (BGBl, erscheint seit Mai 1949 in unregelmäßiger Folge immer dann, wenn der Bundesgesetzgeber neue oder geänderte Gesetze, Verordnungen bzw. andere Akte gemäß verschiedener Vorschriften bekannt zu machen hat. Online-Version siehe folgende Website)
www.bgbl.de

Bundesnetzagentur [BNetzA] für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen ► Federal Network Agency for Electricity, Gas, Telecommunications, Post and Railway (selbständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit mit Sitz in Bonn. Am 13. Juli 2005 ging sie durch Umbenennung aus der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post [RegTP] hervor. Sie hat die zentrale Aufgabe, für die Einhaltung des Telekommunikationsgesetzes (TKG), Postgesetzes (PostG) und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) und ihrer Verordnungen zu sorgen. Damit gewährleistet sie die Liberalisierung und Deregulierung der Märkte Telekommunikation, Post und Energie durch einen diskriminierungsfreien
Netzzugang und effiziente Netznutzungsentgelte. Sie ist unter anderem die Zuständige Behörde für die Umsetzung des EMVG. Die Beauftragten der Bundesnetzagentur haben in diesem Zusammenhang das Recht, Betriebsgrundstücke ebenso wie die Betriebs- und Geschäftsräume, als auch Fahrzeuge, auf denen oder in denen Geräte hergestellt oder zum Zwecke des Inverkehrbringens gelagert werden, ausgestellt sind oder betrieben werden, während der Geschäfts- und Betriebszeiten zu betreten. Sie dürfen diese Geräte besichtigen und prüfen sowie auch zu Prüfzwecken betreiben lassen. Darüber hinaus sind sie befugt, Geräte zu Prüf- und Kontrollzwecken vorübergehend zu entnehmen. Wird bei der Prüfung festgestellt, dass ein Gerät/Betriebsmittel nicht den CE-Kennzeichnungsbestimmungen entspricht, so trifft die BNetzA alle erforderlichen Maßnahmen, um das Inverkehrbringen oder Betreiben dieses Gerätes zu verhindern oder zu beschränken. Über zahlreiche Außenstellen unterhält die Bundesnetzagentur Kontakt zur Industrie und den Verbrauchern. Für die Funkstörungsannahme gibt es die bundeseinheitliche Rufnummer: 04821 89 55 55. Auch können Funkstörungen unter der E-Mail-Adresse funkstoerung@bnetza.de gemeldet werden. Genaueres siehe Gesetzestext zum EMVG und folgende Website)
www.bundesnetzagentur.de > Suche: Funkstörungen

Burst ► Impulspaket / Impulsbündel (Folge einer begrenzten Anzahl einzelner Impulse oder ein Schwingungspaket von begrenzter Dauer. In der EMV: Schnelle transiente Störgröße [IEV 161-02-07]. Entsteht beim Abschalten induktiver Lasten und beim Prellen von Kontakten; TDMA: Signalblock beim Zeitmultiplex-Vielfachzugriff [IEV 725-14-15])

Burstdetektoren ► Burst Detectors (Burstdetektoren werden handgeführt oder an ein Kabel- oder Leitungsbündeln fest angehängt und überwachen die Zuleitungen eines elektronischen Gerätes oder eines Steuerschrankes. Sie erfassen selektiv leitungsgebundene puls- und burstförmige Störgrößen, die das zu überwachende Gerät beeinflussen würden und geben bei Störschwellenüberschreitung ein Relaissignal oder ein Lichtsignal über Lichtwellenleiter ab, das einer Signalauswertung [Warnung oder Abschaltung] zugeführt wird)
www.hlg.homepage.t-online.de/cms//index.php?option=com_content&task=view&id=98
www.langer-emv.de/produkt/e/burstdetektoren

Burst-Generatoren ► Burst Generators (Prüfstörgrößengeneratoren zur Simulation schneller Störimpulspaketfolgen, wie sie in der Norm IEC/EN 61000-4-4 definiert sind)
www.schloeder-emv.de/emv-produkte/emv-pruef-und-messtechnik.html
www.emtest.de/de/products/productGroups/Burst_generators.php
www.teseq.de/produktkategorien/burst-generatoren.php
www.langer-emv.de > Suche: Burst-Generatoren
www.youtube.com/watch?v=OV18DkNhd7E

Bus Bar / Busbar ► Sammelschiene (Anordnung von flachen oder rohrförmigen Leitern aus Kupfer oder Aluminium, an die als zentraler Verteiler von elektrischer Energie die ankommenden und abgehenden Leitungen angeschlossen sind. Aus Sicht der EMV, d.h. um Störbeeinflussungen zu vermeiden, werden störempfindliche Geräte wie Computer und andere weniger empfindliche, eher als Störquellen anzusehende Elektrogeräte an getrennten Sammelschienen betrieben)
http://de.wikipedia.org/wiki/Sammelschiene
http://en.wikipedia.org/wiki/Busbar

BWE Bauwerkserde ► Building Earth / Structure Earth (Sie konfiguriert sich aus dem elektrisch leitend miteinander verbundenen Fundamenterder oder den Bewehrungen des Stahlbetonfundaments eines Bauwerks mit den metallenen Bauteilen des Bauwerks)
www.erdungsmessung.com/html/begriffe.html

BWS Bounded Wave Simulator (Testgenerator zur Überprüfung der Störfestigkeit insbesondere militärischen Geräts gegen nukleare EMP-Beanspruchungen)
www.public.navy.mil/spawar/Pacific/CIS/Documents/Bounded%20Wave%20Simulator.pdf

 

C

C/N Carrier to Noise Ratio ►Träger-Rausch-Verhältnis (auch mit CNR bezeichnet gewöhnlich in dB angegeben)

CAB Conformity Assessment Board ► (Konformitätsbewertungsausschuss. Aufsichtsgremium, dem das Gesamt-Management aller IEC- Konformitäts-Bewertungs-Aktivitäten obliegt)
www.iec.ch/dyn/www/f?p=103:47:0::::FSP_ORG_ID,FSP_LANG_ID:3250,25

CAB Conformity Assessment BodyKonformitätsbewertungsstelle (für Aufgaben die in MRAs definiert sind

Cable Discharge Event ► Entladungsvorgang bei der Entladung eines aufgeladenen Kabels beim Einstecken in ein System (Die Entladepulse von Kabelentladungen sind von der Kabellänge abhängig und können mit TLP simuliert werden)
www.esdforum.de/index.php/faqs

Cable Port ► Punkt (Anschluss), an dem eine Leitung oder ein Kabel an ein Gerät bzw. Betriebsmittel angeschlossen wird. Beispiele sind Daten-, Signal-, Steuer- und Versorgungsanschlüsse.

Calculable Antenna ► Berechenbare Antenne (Messantenne, deren Parameter rechnerisch exakt bestimmt werden können)

CALTS Calibration Test Site ► Antennen-Kalibrier-Messplatz (OATS mit einer metallischen Grundplatte 10m mal 20m, definiert in CISPR 16-1-5)

Carrier-to-Noise Ratio ► Träger-Rausch-Verhältnis, CNR (Maß für die Empfangsqualität in Kommunikationskanälen. Es wird in Dezibel [dB] angegeben und berechnet sich auf der Grundlage von Leistungswerten wie folgt: CNR/dB = 10 log [Nutzsignalleistung /Rauschsignalleistung]. Der CNR-Wert wird insbesondere in Satelliten-Kommunikationssystemen bei der Ausrichtung der Empfangsantenne [Schüssel] benützt. Sie wird so ausgerichtet, dass der CNR-Wert ein Maximum annimmt)
http://en.wikipedia.org/wiki/Carrier-to-noise_ratio

CASCO ISO Committee on Conformity AssessmentISO-Ausschuss für Konformitätsbewertung
http://gsi.nist.gov/global/docs/training/2013/casco_do_2012.pdf

CAT Computer Aided Testing ► rechnergestütztes Prüfen (rechnerautomatisierte Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von Prüfprozessen einschließlich der Dokumentation der Prüfergebnisse)

CATL CTIA Authorized Test LabCTIA-akkreditiertes Testlabor (Darf z.B. Handysysteme und –zubehör testen sowie zertifizieren)

CATS Computer Aided Thunderstorm Surveillance System ► Rechnergestütztes Gewitter-Überwachungssystem

CB Certification Body ► Zertifizierungsstelle

CBCI Common Mode BCI ► Gleichtakt-Strominjektion (EMV-Störfestigkeits-Testmethode)
www.fordemc.com/docs/download/EMC_CS_2009rev1.pdf

CBM Charged Board Model

CBN Common Bonding Network auch Common Equipotential Bonding SystemKombinierte Potenzialausgleichsanlage / Gemeinsame Potenzialausgleichsanlage (Potenzialausgleichsanlage, die sowohl Schutzpotenzialausgleich als auch Funktionspotenzialausgleich herstellt [IEV 195-02-25])

CBR Circuit-Breaker with integral Residual Current Protection ► Leistungsschalter mit Fehlerstromschutz (Leistungsschalter mit einem magnetischen und thermischen Überstromauslöser sowie einem netzspannungsunabhängigen, pulsstromsensitiven Fehlerstromauslöser nach IEC 60947)
www.doepke.de/t3/produkte/leistungsschalter-mit-fehlerstromschutz

CB-Radio Citizen Band Radio ► Jedermannfunk (Sammelbegriff für Funkanwendungen, die Jeder kostenfrei ohne besondere Vorkenntnisse, Lizenzen, Bedarfs- oder Befähigungsnachweis nutzen kann. In Europa stehen dafür 80 Kanäle im Bereich von 27 MHz zur Verfügung. Die zulässige Sendeleistung beträgt je nach Modulationsart [Amplituden- oder Frequenzmodulation] 1 bis 4 Watt)
www.heinz-kratz.homepage.t-online.de

CBS Circuit Board Shielding ► Leiterplattenschirmung (dieser Begriff impliziert auflötbare oder aufsteckbare einteilige oder Mehrkammer-Abschirmhauben zur Schirmung einzelner Schaltkreise oder Schaltungsteile auf Leiterplatten)
www.megatech.at/pc-leiterplattenschirmungen-30522.html
www.tech-etch.com/shield/boardlevelshield.html

CCA CENELEC Certification AgreementCENELEC Zertifizierungsabkommen (Das CCA ist eines der ältesten und erfolgreichsten Abkommen in Europa. Es berechtigt für europäische, elektrotechnische Produkte ein nationales Prüfzeichen zu erlangen, das basierend auf Testresultaten ausgestellt ist, die ein entsprechendes akkreditiertes Institut in einem der teilnehmenden Länder erarbeitet hat. Dieses Abkommen ist gültig für Produkte, deren Norm Teil des Abkommens ist, was jedoch für die meisten Europanormen zutrifft)
www.dekra-certification.com/en/cca
www.eepca.org/page.php?p=3

CCA-EMC Mark CENELEC Certification Agreement-Electromagnetic Compatibility Mark ► CCA-EMV-Zeichen (gemeinsam vereinbartes europäisches Konformitätszeichen für Produkte, die harmonisierten EMV-Normen entsprechen. Die am CCA-EMC-Mark-Abkommen beteiligten Zertifizierungsstellen müssen Geräte, die berechtigterweise das von einer anderen Stelle zuerkannte CCA-EMV Zeichen tragen, so behandeln als hätten sie das Zeichen selbst erteilt)
www.nemko.de/sons/CCA-EMC-MARK.pdf
www.eepca.eu/page.php?p=195

CCC Capacitive Coupling ClampKapazitive Koppelzange

CCC China Compulsory Certification Online Service Centre
www.china-certification.com

CCCB Commands, Controls, and Communications in Buildings ► Regelung, Steuerung und Kommunikation in Gebäuden (im Rahmen der Gebäudeautomation)
www.itwissen.info/definition/lexikon/CCCB-commands-controls-and-communications-in-buildings.html

CCF Chamber Calibration Factor ► Kammer-Kalibrierfaktor (Bislang benutzte Kenngröße bei Modenverwirbelungskammern. Nach IEC 61000-4-21 Ed.2. Ersetzt durch CVF Chamber Validation Factor)

CCI Common Channel InterferenceGleichkanalstörung

CCIR Comité Consultatif International des Radiocommunications ► Internationaler Beratender Ausschuss für Funkwesen (seine Aufgaben werden seit 1991 durch die ITU-R wahrgenommen)
www.itu.int/ITU-R

CCMC CEN-CENELEC Management Centre (Als Folge der engen Kooperation zwischen CEN und CENELEC wurde zu Beginn 2010 das CCMC gegründet. Es ersetzt das frühere CENELEC Central Secretariat und das CEN Management Centre)
www.cencenelec.eu/aboutus/MgtCentre/Pages/default.aspx
ftp://ftp.cencenelec.eu/EN/AboutUs/CCMC/OrgChart.pdf

CD Committee Draft (for Comment) ► Komitee-Entwurf (von einem Technischen Komitee der IEC erarbeiteter Norm-Entwurf, der zur Begutachtung, zur Einholung von Kommentaren, zirkuliert)

CD Coupling Device ► Koppelnetzwerk / Kopplungsnetzwerk (z.B. für die Einkopplung von Prüfstörgrößen in EUTs)
www.emtest.com/de/products/productGroups/EMC_Coupling_networks.php
www.teseq.de/produktkategorien/koppelnetzwerke.php
www.schwarzbeck.de/artikel.php?lang=0&kat=CDN

CDC Compact Diagnostic Chamber ► Kompakte Diagnose-Prüfkammer
www.isotest.es/web/Soporte/catalogos/ALBATROSS/ALBATROSS%20M-CDC.pdf

CDE Cable discharge Event

CDF Cumulative Distribution Function ► Kumulative Verteilungsfunktion / Summenhäufigkeitsfunktion

CDG CDMA Development GroupCDMA-Entwicklungsgruppe
www.cdg.org

CDM Charged Device Model

CDM Complete Drive Modul ► Kompletter Antriebsmodul (Er besteht aus dem Basic Drive Modul [BDM] und weiterem antriebsspezifischem Zubehör)

CDMA Code Division Multiple Access (Codemultiplexverfahren. Zugriffsart, bei der mehrere Sender und Empfänger zur Kommunikation dasselbe Frequenzspektrum nutzen. Den verschiedenen Kommunikationskanälen sind dabei unterschiedliche Kodes zugeordnet. Angewandt bei UMTS)
www.cdg.org/technology/cdmatechnology.asp
http://de.wikipedia.org/wiki/CDMA

CDN Coupling/Decoupling Network ► Kopplungs-/Entkopplungs-Netzwerk (elektrische Schaltung, die die Funktion eines Kopplungsnetzwerks und eines Entkopplungsnetzwerks erfüllt)
 www.ramayes.com/EMC_Conducted.htm

CDND Coupling/Decoupling Network for Differential Mode Coupling ► Kopplungs-/Entkopplungs-Netzwerk für Gegentaktkopplung (Aufbau und Wirkungsweise siehe IEC 61000-4-31)
www.teseq.de/produkte/CDND-series.php

CDT Conducted Disturbance TestStörfestigkeitsprüfung [eines EUTs] gegenüber leitungsgeführten Störgrößen

CDV Committee Draft for Voting (Begutachteter, durch Verbesserungen und Ergänzungen modifizierter IEC-Norm-Entwurf, der der Abstimmung über eine entsprechende Norm zugrunde gelegt wird)

CE Communautés Européennes ► Europäische Gemeinschaften (EG)

CE Compromising EmanationKompromittierende Abstrahlung / Bloßstellende Abstrahlung

CE Conformité Européenne ► Europäische Konformität (französisch für „European Conformity“. Die Kennzeichnung eines Produkts mit dem CE-Logo ist der Beleg dafür, dass dieses Produkt die grundlegenden Schutz- und Sicherheitsanforderungen gemäß EU-Recht erfüllt, und dass die dafür vorgeschriebenen Konformitätsbewertungsverfahren durchgeführt worden sind. Hierzu siehe CE-Kennzeichnung)
www.etikettenstar.de/cesigns.php?cat=262
www.ce-zeichen.de

CE Conducted Emission ► Leitungsgebundene Emission / leitungsgeführte Störaussendung (von Störströmen bzw. Stör¬span¬nungen, die innerhalb eines Geräts erzeugt werden über Stromversorgungs-, Steuer- oder Daten-Ein/Ausgangsleitungen)

CEA Consumer Electronics Association ► Verband der Gebrauchselektronikhersteller (USA)
www.ce.org

CEBS Common Equipotential Bonding Systemkombinierte Potenzialausgleichsanlage (dient der Herstellung sowohl des Funktions- als auch des Schutzpotenzialausgleichs)

CEESIM Combat Electromagnetic Environment simulator ► System zur Simulation elektromagnetischer Gefechtsfeldbedingungen (für die Testung von elektronischem Kriegsgerät)
www.northropgrumman.com/Capabilities/CEESIM/Pages/default.aspx

CEI Conducted Electromagnetic Interference ► Leitungsgebundene Elektromagnetische Beeinflussung

CE-Kennzeichnung [eines Produkts] ► CE Marking (Die CE-Kennzeichnung ist der Nachweis dafür, dass ein Produkt die grundlegenden Schutz- und Sicherheitsanforderungen gemäß EU-Recht erfüllt, und dass die dafür vorgeschriebenen Konformitätsbewertungsverfahren durchgeführt worden sind. Sie ist eine darauf beruhende, auf europäischer Ebene regulierte Produkt-Kennzeichnung, die den Marktzugang der EU-Mitgliedsstaaten zum innereuropäischen Markt anhand der europäischen Richtlinien und den korrespondierenden nationalen Regelwerken regelt. Sie basiert hauptsächlich auf einer durch den Hersteller selbst gegebenen Konformitätserklärung und ist obligatorisch für alle Waren, die in den Geltungsbereich der derzeit geltenden EU-Richtlinien nach dem so genannten neuen Konzept fallen und die im Binnenmarkt der EU oder im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) in den Verkehr gebracht werden. Sie besteht aus den Buchstaben CE und weist auf die Übereinstimmung mit allen EU-Richtlinien hin, von denen das gekennzeichnete Produkt betroffen ist. Sie besagt, dass die natürliche oder juristische Person, die die Anbringung durchgeführt oder veranlasst hat, sich vergewissert hat, dass das Erzeugnis alle Gemeinschaftsrichtlinien zur vollständigen Harmonisierung erfüllt und allen vorschriftsmäßigen Konformitäts¬bewertungverfahren unterzogen worden ist. Das CE-Zeichen muss mindestens 5 mm hoch sein. Es wird gewöhnlich auf dem Gerät oder seinem Typenschild angebracht. Sofern dies auf Grund der Beschaffenheit des Gerätes nicht möglich oder sinnvoll ist, wird es, sofern vorhanden, auf der Verpackung oder auf den Begleitunterlagen untergebracht.
Das CE-Zeichen ist kein Qualitätszeichen oder Sicherheitszeichen sondern für die Vollzugsbehörden eines jeden EU-Mitgliedsstaates der Hinweis darauf, dass das Inverkehrbringen oder die Einfuhr eines damit gekennzeichneten Produkts nicht behindert oder unterbunden werden darf, es sei denn, dass konkrete Beweise für eine missbräuchliche Verwendung der CE-Kennzeichnung vorliegen)
http://de.wikipedia.org/wiki/CE-Kennzeichnung
www.ce-marking.org
www.ce-zeichen.de
www.cecoach.de

CELDN Central European Lightning Detection Network ► Zentraleuropäisches Blitzortungsnetzwerk (Blitzdatenerfassungssystem der Länder Tschechien, Polen, der Slowakei und Ungarn. Kooperationspartner von EUCLID)
www.euclid.org/celdn.html

CEM Compatibilité Electromagnétique (frz.)Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)

CEM Computational Electromagnetic Modelling ► computergestützte Simulation / Modellierung elektromagnetischer Erscheinungen (z.B. im Zusammenhang mit EMV-Feldanalysen)
http://en.wikipedia.org/wiki/Computational_electromagnetics
www.feko.info/product-detail/numerical_methods

CEN Comité Européen de Normalisation [European Committee for Standardization] ► Europäisches Komitee
Für Normung (Fördert die technische Harmonisierung in Europa in Zusammenarbeit mit weltweit agierenden Körperschaften und europäischen Partnern wie CENELEC und ETSI. Non-profit Organisation mit Sitz in Brüssel, zuständig speziell für den Bereich der nichtelektrotechnischen Normen)
www.cen.eu

CENELEC Comité Européen de Normalisation Electrotechnique [European Committee for Electrotechnical Standardization] ► Europäisches Ko¬mitee für Elektrotechnische Normung (Sitz: Brüs¬sel; zuständig für die Harmonisierung der elektrotechnischen Normen im Rahmen der Europäi¬schen Union und des gesamten europäischen Wirtschaftsraumes EWR. Die von CENELEC ratifizierten Normen werden von allen Mitgliedsländern als die einzig gültigen nationalen Normen übernommen)
www.cenelec.eu/dyn/www/f?p=104:30:3794539875318534::::FSP_ORG_ID,FSP_LANG_ID:814,25
www.cenelec.eu/aboutcenelec/whatwedo/technologysectors/electromagneticcompatibility.html
www.cenelec.eu/membersandexperts/referencematerial/cenelecguides.html
www.cenelec.eu

CEPT Conference Européene des Administrations des Postes et des Télécommunications [European Conference of Postal and Telecommunications Administrations] ► Europäische Konferenz der Verwaltungen für Post und Telekommunikation
www.cept.org

CEU Commission of the European Union ► Kommission der Europäischen Union
http://europa.eu

CFAC Compact Full Anechoic Chamber ► Kompakte Vollabsorberkammer
www.comtest.eu/products/anechoic-chambers/3m-full-anechoic-chamber.html
www.etesters.com/see/Anechoic_Chambers
www.panashield.co.uk/an_compact.html
www.comtestnl.com/pdfs/1710r03.pdf

CFL Compakt Fluorescent Lamp ► Kompaktleuchtstofflampe (Energiesparendes Leuchtmittel. Die Leuchtstoffröhre ist gegenüber anderen Leuchtstofflampen kleiner und gewendelt oder mehrfach gefaltet und hat häufig ein integriertes Vorschaltgerät. Solche Lampen emittieren hochfrequente leitungsgebundene und feldgebundene elektromagnetische Störgrößen, die andere, in der Nähe befindliche, empfindliche elektronische Geräte in ihrer Funktionsausübung beeinträchtigen können)
http://de.wikipedia.org/wiki/Kompaktleuchtstofflampe

Charged Board Model (Modell, das im Zusammenhang mit der ESD-Empfindlichkeitstestung von Schaltkreisen die Entladung einer feldinduziert elektrostatisch aufgeladenen Leiterplatte nachbildet wenn diese abrupt ein anderes metallisches Objekt berührt)
www.eue24.net/media/faszination-elektronik/eue-2012-10-kompendium/eue-2012-10-kIV/index.html > Seite 292
http://virtual.vtt.fi/virtual/staha/stahayhdistys/esityksia/2ndnordicesd_paasi.pdf
http://meptec.org/Resources/MedtronicHamlin.pdf

Charged Device Model (Modell, das im Zusammenhang mit der ESD-Empfindlichkeitstestung von Schaltkreisen die Entladung eines elektrostatisch aufgeladenen Bauelements über einen oder mehrere Anschlüsse gegen Masse nachbildet)
www.chemie.de/lexikon/ESD-Simulationsmodelle.html
www.esda.org/documents/ANSI-ESDS5.3.1-2009.pdf
www.esda.org/documents/FundamentalsPart5.pdf

CHC Compact Hybrid Chamber ► Kompakte hybride Testkabine (Sie ist teilweise mit Ferrit Absorbers und Hybrid Absorbers ausgestattet und eine optimale Lösung für Störfestigkeitstests entsprechend EN/IEC 61000-4-3 im Bereich von 30 MHz bis 18 GHz bei einer Messdistanz von 3 Metern. Produkt der Frankonia GmbH)
www.frankoniagroup.com/downloads/Anechoic_Chambers/CHC.pdf

ChirpZirpen Zwitschern (in der Signalverarbeitung ein Signal, dessen Frequenz sich mit der Zeit ändert)
http://de.wikipedia.org/wiki/Chirp

Chirp-Frequenzspreizung ►Chirp Spread Spectrum (von Nanotron Technologies, Berlin entwickeltes Modulationsverfahren [Wireless-Standard 802.15.4a], das auf der Nutzung von Chirp-Impulsen beruht. Es ermöglicht große Reichweiten bei hoher Störsicherheit und geringstem Stromverbrauch. Es arbeitet im 2,4 GHz-Band mit einer Datenübertragungsrate von 2 MBit/s und einer Reichweite von 900 m im Freien sowie mit einer Datenübertragungsrate von 1 MBit/s und einer Reichweite von 60 m in Gebäuden. Siehe auch nanoNET)
http://de.vionto.com/show/me/Chirp+Spread+Spectrum
www.emf-portal.de/gl_detail.php?l=g&id=3671

ChokesDrosseln (Bauelemente zur Unterdrückung von HF-Störgrößen)

Chrest-FaktorScheitelfaktor (Quotient aus Spitzenwert und und Effektivwert einer zeitlich periodisch verlaufenden Größe [c = Spitzenwert / Effektivwert]. Bei sinusförmigen Größen ist bekanntermaßen c = √2 = 1,414. Bei stark von der Sinusform abweichenden Verläufen kann er größere Werte annehmen. Der Chrest-Faktor interessiert u.a. bei der Auswahl von USV-Anlagen)
http://de.wikipedia.org/wiki/Scheitelfaktor

CI Conducted Immunity ► Störfestigkeit [eines Geräts / Systems] gegenüber leitungsgebundenen Störgrößen (hin und wieder, sprachlich nicht korrekt, der wörtlichen Übersetzung folgend auch als „geleitete Störfestigkeit“ bezeichnet)

CI Conducted Interference ► Leitungsgebundene Störungen (Korrekt: leitungsgebundene Störgrößen)

CIGRE Conference Internationale des Grands Réseaux Electriques A haute tension [International Council on Large High Voltage Electric Systems ► Inter¬natio¬nales Forum auf dem Gebiet der elektrischen Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung (Vereinigt weltweit Fachleute, die sich mit Planung, Bau, Betrieb, Service, Entwicklung und Konstruktion von Geräten und Systemen für Kraftwerke und elektrische Energieübertragungs- und Verteilungsnetze befassen)
www.cigre.org

CIP Critical Infrastructure Protection ► Schutz kritischer Infrastrukturen (siehe KRITIS)

CIP Current Injection Probe ► Strominjektionssonde (siehe BCIT)
www.atecorp.com/equipment/solar/9142_1n.asp
www.emcc.de/bci.htm

CIR Signal-to-Noise Ratio ► Signal-Stör-Verhältnis / Signal-Rauschabstand / Störabstand (Maß für die technische Qualität eines Nutzsignals)
www.searchnetworking.de/definition/Signal-Rausch-Abstand-S-N-oder-SNR
www.fairaudio.de/hifi-lexikon-begriffe/signal-rausch-abstand-snr.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Signal-Rausch-Verhältnis

CISPR Comité International Spécial des Perturbations Radioélectriques [International Special Committee on Radio Interference] ► Inter¬nationa¬les Son¬derkomitee für Funkstörungen (CISPR ist ein EMV-Komitee, das sich innerhalb der IEC speziell mit der Entwicklung und Pflege von Normen im Hochfrequenzbereich [ f > 9kHz] befasst. Das primäre Anliegen des Kommittees ist der Schutz von Funkdiensten im Frequenzbereich von 9 kHz bis 400 GHz auf Basis internationaler Vereinbarungen. In diesem Zusammenhang ist CISPR verantwortlich für die Empfehlung und Festlegung von Emissionsgrenzwerten [Grenzwerte für die zulässige Intensität elektromagnetischer Störgrößen wie Felder, Spannungen und Ströme, die von elektrischen/elektronischen Geräten ausgesendet werden dürfen, ohne dass andere Funk- und Kommunikationsdienste gestört werden]. CISPR ist mit Experten aus anderen Regulierungsbehörden, Testhäusern, Herstellern, und anderen IEC-Kommittees wie CIGRE, ETSI, IARU, ITU und anderen interessierten Organisationen besetzt und hat die folgenden Unterkomitees [Subcommittees].
Subcommittee A [SC CISPR/A]: covers radio-interference measurements and statistical methods;
Subcommittee B [SC CISPR/B]: handles interference relating to industrial, scientific and medical RF apparatus;
Subcommittee D [SC CISPR/D]: deals with EM disturbances related to electric and electronic equipment on vehicles and devices powered by internal-combustion engines;
Subcommittee F [SC CISPR/F]: covers interference relating to household appliances, tools, lighting and similar equipment;
Subcommittee H [SC CISPR/H]: sets limits for the protection of radio services;
Subcommittee I [SC CISPR/I]: recently formed from the former SCs E and G, deals with EMC of information           technology equipment [ITE], multimedia equipment and receivers)
www.iec.ch/emc/iec_emc/iec_emc_players_cispr.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/CISPR
www.cclab.com/cispr.htm
http://cispra.iec.ch

CIT Current Injection Test ► Strominjektionstest (Testmethode, bei der zu Prüfzwecken Strom in das Testobjekt eingespeist wird, um z.B. Ansprech-, Stör- oder Zerstörschwellen zu ermitteln. Sie wird angewendet:
Erstens, zur Überprüfung der Ansprechschwellen bei Schutzrelais, Leistungsschaltern u.ä. Einrichtungen. Hier wird mit Strömen bis zu mehreren Kilo-Ampere gearbeitet.
Zweitens, zur Prüfung der Störfestigkeit elektronischer Komponenten, Geräte und Systeme gegenüber Störfeldern von 10 bis 400 MHz, die auf Leitungsstränge bzw. Kabelbäume, an die die betreffenden Beriebsmittel angeschlossen sind, einstrahlen. Dazu werden mittels einer Stromeinspeisezange [BCI-Probe, CIP] äquivalente HF-Ströme in die Kabelbäume eingekoppelt. Dieses Prüfverfahren ist unter der Bezeichnung „Bulk Current Injection Test, BCIT bekannt)
http://powerpoint-engineering.com/product_category/primary-injection-testing
www.emcc.de/bci.htm

CL Compatibility LevelVerträglichkeitspegel

Clamping DevicesÜberspannungsschutzbauelemente (beispielsweise TVS-Dioden oder Metalloxid-Varistoren, die eine Spannung beim Auftreten von Überspannungen auf einen relativ festen Wert begrenzen. Siehe auch: Clamping Level und Clamping Voltage)
http://de.scribd.com/doc/32476233/Gegenuberstellung-Uberspannungsschutz
www.onsemi.com/pub_link/Collateral/AND8229-D.PDF

Clamping Level ► Ansprechpegel (einer Überspannungsschutzeinrichtung)

Clamping voltage ► Klemmspannung /Ansprechspannung / Begrenzungsspannung (Spanungswert, bei dem Überspannungsschutzeinrichtungen, z.B. TVS-Dioden ansprechen, d.h. ihre Schutzwirkung einsetzt. Begriff vorzugsweise in Verbindung mit Verorgungsstromkreisen in Elektroniksystemen gebraucht)

Class A Equipment (Siehe Geräteklassen)

Class B Equipment (Siehe Geräteklassen)

CLC CENELEC

CLC/TC 210 Electromagnetic Compatibility (Komitee im CENELEC, das die gesamte EMV-Normungsarbeit für den ganzen europäischen Wirtschaftsraum zur praktischen Umsetzung der EMV-Richtlinie u.a. Richtlinien mit Bezug zur EMV leistet. Dabei wird im Sinne der von der WTO angestrebten Zielstellung weitestgehend auf bestehende Normen der IEC und CISPR zurückgegriffen. Die so im CENELEC entstehenden Europanormen zur EMV werden von allen Mitgliedsländern als die einzig gültigen nationalen Normen übernommen)
http://ec.europa.eu/digital-agenda/sites/digital-agenda/files/tc210_sec0657_inf.pdf
www.cenelec.eu/dyn/www/f?p=104:7:0::::FSP_ORG_ID:814

CLD Centralized Load Dump (Protection) ► Zentraler Schutz gegen Load Dump Impulse (direkt an der Lichtmaschine von Kraftfahrzeugen. Aufbau und Arbeitsweise siehe folgende Website)
www.st.com/st-web-ui/static/active/cn/resource/technical/document/application_note/CD00022863.pdf
http://en.wikipedia.org/wiki/Load_dump

CLD Clamping Devices

CLF Chamber Loading Factor ► Dielektrischer Beladungsfaktor (Kenngröße bei Modenverwirbelungskammern, MSC, bzw. MVK)
www.rohde-schwarz.de/file_2489/n191_emc32-s_d.pdf

CM Common Mode ► Gleichtakt-

CM Chokes Common Mode ChokesStromkompensierte Drosseln / Gleichtaktdrosseln (zur Unterdrückung von Gleichtaktströmen)

CM Current Common Mode CurrentGleichtaktstrom

CM Voltage Common Mode VoltageGleichtaktspannung

CMAD Common Mode Absorbing Devices ► Gleichtaktstörungen absorbierende Entstörmittel (Messmittelzubehör für Störemissionsmessungen nach IEC CISPR 22, Amendment 1: 2000-08. Bekannt auch unter der Bezeichnung Mantelstromsperren oder Absorptions-Mantelstrom-Sperrzangen. Sie bestehen aus einer Vielzahl von halbierten Ferritringen, die sich in einem aufklappbaren Kunststoffgehäuse befinden. Auf diese Weise können sie leicht um Koaxialkabel oder Kabelstränge gelegt werden, um darin unerwünschte Mantel- bzw. Gleichtaktströme zu unterdrücken, die häufig Ursache für schlecht reproduzierbare Störemissionsmessungen sind)
www.schwarzbeck.de/Datenblatt/k40x15e.pdf

CMC Common Mode ChokesStromkompensierte Drosseln (Drosseln zur Gleichtaktstörunterdrückung)

CMC Common Mode Coupling ► Gleichtakteinkopplung (Einkopplung von Gleichtaktstörspannungen)

CMI Common Mode InterferenceGleichtaktstörung

CMR Common Mode Rejection ► Gleichtaktstörunterdrückung (wichtige Spezifi¬kation von Verstärkern; CMR/dB = 20 log CMRR)

CMRR Common Mode Rejection Ratio ► Gleich¬taktstörunterdrückungsfaktor [bei Ver¬stär¬kern] CMRR/dB = 20 log (AD/AC) wobei AD Differenzsignalverstärkung, AC Gleichtaktver¬stärkung)

CMSD Common Mode Signal Detector ► Gleichtaktsignaldetektor
www.google.com/patents/EP0157799B1?cl=de

CMTI Common Mode Transient Immunity ► Transienten-Gleichtaktunterdrückungs-Immunität
www.analog.com/static/imported-files/newsletters/digital_isolation/Inside_iCoupler_Technology-Measuring_CMTI.pdf
www.vishay.com/docs/83702/appnot83.pdf

CMV Common Mode VoltageGleichtaktspannung

CNC Common Mode to Normal Mode Conversion ► Umwandlung einer Gleichtakt- in eine Gegentaktstörgröße

CNR Carrier-to-Noise Ratio ►Träger-Rausch-Verhältnis (auch mit C/N bezeichnet)

Coated Elastomers ► Dichtungen mit elektrisch leitender Aussenhaut (Silikon-Schaum, Silikon-Schlauch oder Silikon-Vollmaterial mit Ag/Cu beschichtet)
www.feuerherdt.de/sites/default/files/feuerherdt_katalog_2011.pdf > Seite 36

Coax Koaxialkabel

CoB Chip-on-Board (platzsparende Montagetechnologie für die Baugruppenfertigung. Dabei wird ein ungehäuster Halbleiterchip direkt auf eine Leiterplatte geklebt. Danach werden die Chip-Anschlussflächen durch Drahtbonden mit den Bondpads des Substrates kontaktiert)

Common Mode ► Gleichtakt- (Gleichtakt-Phänomene [Gleichtaktspannung, Gleichtaktstrom] in elektronischen Schaltungen sowie in Signal- und Datenleitungssystemen sind stets unerwünschte Störphänomene, die viele EMV-Probleme verursachen können und deshalb im Zuge einer EMV-gerechten Systemgestaltung unterdrückt werden müssen)

Common Mode CurrentGleichtaktstrom

Common mode Impedance ► Verhältnis Gleichtaktspannung / Gleichtaktstrom an einem bestimmten Anschlusspunkt (Siehe CISPR 16-2-1)

Common Mode InterferenceGleichtaktstörung

Common Mode VoltageGleichtaktspannung

Community ► Gemeinde / Gemeinschaft (spezielle Interessengemeinschaft mit gemeinsamen Interessen, Bedürfnissen, Auffassungen und Zielen zu bestimmten Sachverhalten und Tätigkeitsfeldern; beispielsweise Personengruppen, die sich an verschiedenen Orten in unterschiedlichen Institutionen mit gleichen Arbeitsinhalten befassen [Beispiel: EMV-Community]. Gruppen, die im Internet zu gemeinsamen Interessen kommunizieren, publizieren und Websites betreiben, werden auch als `Virtuelle Communities´ bezeichnet)

Compatibility MarginElektromagnetischer Verträglichkeitsbereich

Competent BodyZuständige Stelle

Compliance Engineering (alle ingenieurmäßigen Aktivitäten, die darauf gerichtet sind, die Übereinstimmung eines Produkts mit allen dafür geltenden Gesetzen, Vorschriften und Normen z.B. in Bezug auf Sicherheit, EMV und Umweltverträglichkeit zu gewährleisten. Richtig angelegtes Compliance Engineering beginnt im Zuge des Requirements Engineering mit der Fixierung entsprechender Anforderungen im Pflichtenheft und begleitet den gesamten Entwurfsprozess bis hin zum fertigen Produkt)

Compliance-Test ► Nachweisprüfung / Conformitätsprüfung (Kontrolle inwieweit ein System mit dafür geltenden Anforderungen und Normen überein stimmt. Im Zusammenhang mit EMV-Nachweisen ist dabei zu unterscheiden zwischen Full-Compliance-Test und Pre-Compliance-Test)

COMPUSEC Computer Security (Begriff aus der Informationssicherheit)

COMTS Compliance Test Site ► Messplatz / Messgelände für Konformitätsmessungen (d.h. für den Nachweis, dass Produkte vorgegebenen Emissionsgrenzwerten entsprechen. Definiert in CISPR 16-1-5)

CONCEPT Code for the Numerical Computation of Electromagnetic Processes for Thin-Wire and Thin-Shell Structures (an der TU Hamburg-Harburg entwickeltes Programmpaket für die numerische Berechnung elektromagnetischer Größen in leitenden Strukturen sowie abschnittsweise homogenen Medien. Es basiert auf den Feldintegralgleichungen EFIE und MFIE, die im Frequenzbereich ausgewertet werden. Zur numerischen Lösung der gesuchten Oberflächenstromverteilung wird dieMomentenmethode MoM herangezogen)
www.tet.tuhh.de/downloads/events/apemc-11-workshop.pdf
www.tet.tuhh.de/concept

Condition Monitoring ► Zustandsüberwachung (genauso wie beispielsweise eine regelmäßige medizinische Vorsorgeuntersuchung dazu dient, den Gesundheitszustand eines Menschen zu überwachen und zu beurteilen, sich anbahnende Erkrankungen anhand dafür relevanter Symptome zu erkennen und ein rechtzeitiges Einschreiten dagegen zu veranlassen, basiert das Condition Monitoring auf einer zeit- oder ereignisabhängig gesteuerten automatischen Erfassung des Zustandes technischer Objekte [Komponenten, Geräte, Maschinen, Anlagen] durch Messung von Größen, die eine aussagefähige Bewertung des Objektzustandes in Bezug auf Funktionsfähigkeit, Sicherheit und Wartungsnotwendigkeit zulassen, um ungewollte Stillstände und damit verbundene Produktionsausfälle zu vermeiden. Damit kann das Condition Monitoring einerseits der Prozessüberwachung und andererseits der Verfügbarkeiterhöhung von Produktionsmitteln dienen. Echtzeitfähige Condition-Monitoring-Systeme können darüber hinaus im Zusammenspiel mit schnell reagierenden Sicherheitssystemen die Notabschaltung von Anlagen veranlassen und auf Grund der erfassen Daten zur Störfallaufklärung beitragen.
Im Bereich der EMV wird die Zustandsüberwachung bei Überspannungsschutzgeräten angewandt, um den Überspannungsschutz sicher zu stellen. Dabei werden im Rahmen automatisch wiederkehrender Prüfungen Vorschädigungen an Überspannungsschutzgeräten erkannt, signalisiert und damit ihr vorzeitiger Austausch veranlasst. Darüber hinaus siehe EMV-Wächter und PLIP)
www.vdb.blitzschutz.com/mhb/MHB_2012-10//11%20Ueberspannungsschutz/11-2%20Condition-Monitoring%20von%20Ueberspannungsschutzgeraeten.pdf

Conducted ► Geführt (In Verbindung mit Störgrößen: Leitungsgeführt bzw. Leitungsgebunden)

Conducted Disturbances ► Leitungsgeführte bzw. Leitungsgebundene Störgrößen (Störströme oder Störspannungen, die sich auf Versorgungs-, Signal-, oder Datenleitungen ausbreitend)

Conducted Emissions ► Leitungsgeführte bzw. Leitungsgebundene Störaussendungen (von einem Betriebsmittel ausgehende Störströme oder Störspannungen, die sich auf Versorgungs-, Daten- oder Signalleitungen ausbreiten)

Conducted immunity ► Störfestigkeit eines Prüfobjekts gegenüber leitungsgeführt bzw. Leitungsgebunden über Versorgungs-, Signal, oder Datenleitungen herangeführte Störgrößen)

Contact Discharge Method ► Methode der Kontaktentladung (ESD-Störfestigkeitsprüfung)

Continuous Waves ► stationäre elektromagnetische Wellen (deren Frequenz im eingeschwungenen Zustand konstant ist und die zum Zwecke der Signalübertragung nach verschiedenen Verfahren moduliert werden können)

COST European Cooperation in the Field of Science and Technology ► Europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der wissenschaftlichen und technischen Forschung
www.cost.dlr.de

COTS Commercial Off-The-Shelf [Products] ► Kommerzielle Produkte aus dem Regal (COTS-Produkte sind Standardprodukte, d.h. Hardware- oder Softwareprodukte wie z.B. periphere Computerkomponenten, Betriebssysteme, Textverarbeitungssysteme u.v.a., die frei verfügbar als Massenartikel angeboten werden. Sie werden so wie sie sind ohne Veränderung ihrer internen Funktion in andere existierende Systeme integriert)

CouplingKopplung

Coupling ClampKoppelzange

Coupling NetworkKopplungsnetzwerk

Coupling PlaneKoppelplatte

CP Clock PulseTaktsignal

CPC Compact Pyramid Chamber (kompakte, mit speziellen Pyramidenabsorbern ausgestattete, feldreflexionsfreie Testkammer für die Durchführung von Emissionsmessungen nach EN 55022B und Störfestigkeitstests nach EN/IEC 61000-4-3 bei einer Messdistanz von 3 Metern. Produkt der Frankonia GmbH)
www.gigatest.net/frankonia/srac_brochure.pdf

CPCS Compulsory Product Certification System ► einheitliches [chinesisches] Produktzertifizierungssystem
www.sinoptic.ch/scccgeneva/download/info/ccc/20030820_CCC_Custom.Certificate.InterChina.pdf

CPE Customer Premise Equipment ► Kundenendgeräte (Geräte am Kundenstandort)

CPF Cumulative Probability Function ► Summenhäufigkeitsfunktion

CPS Contactless Power System / Contactless Power Supply ► kontaktloses Energieübertragungssystem (berührungslos und daher weitgehend geräusch-, verschleiß- und wartungsarm auf transformatorischer Basis arbeitende Einrichtung zur Elektroenergieübertragung auf bewegte Systemelemente, z.B. in Hebezeugen sowie in Förder- und Transportsystemen wie Kräne, Aufzüge, Elektrohängebahnen, Elektro-Palettenbahn- und Plattformsysteme und in anderen vergleichbaren Anwendungen. Dem Prinzip nach wird ein vor Ort verfügbarer Dreiphasen-Netzwechselstrom über einen Frequenzumrichter in einen höherfrequenten Einphasenwechselstrom [10 bis 25 kHz] umgewandelt, dieser in eine längs eines Verfahrwegs verlegte lange Schleife eingespeist, die die Primärwicklung des sogenannten CPS-Transformators bildet. Die Sekundärwicklung dieses Transformators ist auf einem Eisenkern frei beweglich zu dieser Primärwicklung auf der mobilen Systemkomonente angeordnet. Die darin induzierte Spannung wird je nach Bedarf, wiederum über einen leistungselektronischen Umrichter in eine Einphasen-, Dreiphasen- oder auch in eine Gleichspannung umgewandelt)
www.vahle.de > Produkte > CPS
www.vahleinc.com/sys_cp.html

CPS Control and Protective Switching Devices ►Steuer- und Schutzschaltgeräte(Mehrfunktionsschaltgeräte)

CPT Conductive Power Transfer ► Leitungsgebundene Energiezuführung (zu beweglichen Objekten, z.B. über Oberleitungssysteme)

Crawford Cell ► Crawfordzelle (Synonym für die double port TEM-Zelle; nach Myron Mike Crawford)
www.elektronikpraxis.vogel.de/themen/hardwareentwicklung/messtechnik/articles/69256
www.schwarzbeck.de/Datenblatt/k5233.pdf

CRC Cyclic Redundancy Check ► Zyklische Redundanzprüfung / Zyklische Blocksicherung (Verfahren zur Fehlererkennung bei der Übertragung oder Speicherung von Daten. Dabei werden die zu übertragenden Datenworte durch ein Polynom dividiert und der Rest der Division jeweils als Prüfzeichen mit übertragen. Empfängerseitig wird bei den empfangenen Datenworten die gleiche Division durchgeführt und kontrolliert, ob das Ergebnis mit dem Prüfzeichen übereinstimmt)
www.inf.fh-flensburg.de/lang/algorithmen/code/crc/crc.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Zyklische_Redundanzprüfung

CRD Current Regulative Diode ► Strombegrenzungsdiode

CrestfaktorScheitelfaktor

Crosstalk ► Übersprechen, Nebensprechen (Unerwünschte Energieübertragung von einem Kommunikationskreis zu einem anderen über parasitäre induktive, kapazitive oder galvanische Kopplungen)
http://de.wikipedia.org/wiki/Übersprechen

Crowbar Devices ► sind Überspannungsschutzeinrichtungen (wie z.B. Luftfunkenstrecken, Gasentladungsableiter TVS-Thyristoren oder TSPDs, die den Eingang des geschützten Objektes kurzschließen, sobald eine diesbezügliche Triggerspannung überschritten wird. Sobald die Überspannung verschwindet, wird sie entriegelt und herrscht wieder Normalbetrieb)
http://de.scribd.com/doc/32476233/Gegenuberstellung-Uberspannungsschutz
www.onsemi.com/pub_link/Collateral/AND8229-D.PDF

RS Customer Requirements SpecificationPflichtenheft

CS Conducted Susceptibility ► Empfind¬lichkeit eines Betriebsmittels [Gerät/System] gegenüber leitungsgebunden über Stromversorgungs- oder Signal-Ein/Ausgänge her¬angeführten Störgrößen

CSA Canadian Standards Association
www.csagroup.org

CSA Classical/Conventional Site Attenuation ► Klassische Messplatzdämpfung (siehe auch NSA)

CSP Current Sensing Probe ► Strommesszange / Stromsensor (zur Erfassung von HF-Strömen [10 kHz bis 200 MHz] anhand deren Magnetfelder in Stromschienen, Kabeln oder Kabelbündeln, die den darin fließenden Strömen überlagert sind. Der Sensor wird darum herumgeklappt und die HF-Ströme mittels eines daran angeschlossenen Oszilloskops, Spektrumanalysators oder EMI-Messempfängers gemessen)
www.teseq.de > Suche CSP

CSS Chirp Spread SpectrumChirp-Frequenzspreizung

CTE Connected Telecommunications Equipment ► Teilnehmer-Endgerät (Kundeneigenes Telefon, Faxgerät, Modem o.ä)

CTIA Cellular Telecommunications Industry Association (International Association for the Wireless Telecommunications Industry, Dedicated to Expanding the Wireless Frontier)
www.ctia.org

CulpritStörquelle

Current ClampStromeinspeisezange

Current Injection ► Strominjektion (Verfahren, bei dem zu Prüfzwecken in die zu- und abführenden Leitungen eines Prüfobjekts mittels einer Stromeinspeisezange ein HF-Strom eingespeist wird. Siehe BCIT, DBCI und CBIC)

CUT Cable Under Test ► Kabel oder Kabelbaum in der realen Mess- bzw. Prüfumgebung (als Prüfobjekt)

CUT Circuit Under Test ► Schaltkreis unter Prüf¬bedingungen (Testobjekt/Prüfobjekt)

CUT Component Under TestKomponente unter Prüfbedingungen

Cut-off FrequencyGrenzfrequenz, Eckfrequenz, Übergangsfrequenz

CVF Chamber Validation Factor ► Kammerbewertungsfaktor (Kenngröße bei Modenverwirbelungskammern)

CVP Capacitive Voltage Probe ► Kapazitive Spannungssonde / Kapazitiver Spannungssensor / Kapazitive Koppelzange (Sonde für die Messung unsymmetrischer Störspannungen [Gleichtaktstörspannungen] an Leitungsbündeln gegen einen Bezugsleiter. Er besteht aus einem kurzen, hochohmig an die Bezugsebene angeschlossenen Metallzylinder, der das auszumessende Leitungsbündel umschließt. Die einzelnen Leitungen sind dadurch kapazitiv mit dem Zylinder verkoppelt. Die Gesamtspannung zwischen dem Zylinder und der Bezugsebene wird über dem hochohmigen Widerstand gemessen. Messverfahren nach CISPR 22 zur Charakterisierung der Störaussendung von Leitungsbündeln bei Frequenzen bis zu 30 MHz)
www.schwarzbeck.de/Datenblatt/K9222.pdf

CW Continuous Waves

CWG Combination Wave GeneratorHybridgenerator

CX Coaxial ► koaxial

D

DAB Digital Audio Broadcasting ► digitales Hörfunksystem (mit gegenüber dem konventionellen UKW-FM-Hörfunksystem überlegener Empfangsqualität, neuartigen Datendiensten und einfacherer Handhabbarkeit)

DAC Digital to Analogue Converter ► Digital/Analog-Umsetzer

DAF Dual Antenna Factor Method (verbesserte Methode zur Bewertung von EMV-Messgeländen hinsichtlich der Eignung für die Durchführung normgerechter Störfeldstärkemessungen)
http://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/download?doi=10.1.1.202.2545&rep=rep1&type=pdf

DakkS Deutsche Akkreditierungsstelle ► German Accreditation Body (Gemäß Artikel 4 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 765/2008 mussten die Mitgliedstaaten ab 01.01.2010 eine einzige nationale Akkreditierungsstelle benennen. Dieser Anweisung folgend wurde in Deutschland die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) errichtet. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen dazu enthält das Akkreditierungsstellengesetz. Die DAkkS arbeitet nicht gewinnorientiert, unterliegt in Bezug auf ihre hoheitliche Tätigkeit dem deutschen Verwaltungsrecht und nimmt die Akkreditierungstätigkeiten gemäß Verordnung (EG) Nr. 765/2008 wie eine Behörde wahr)
www.dakks.de

Dämpfung ► Attenuation (Abschwächung, Verringerung, Verminderung der Intensität eines elektrischen oder magnetischen Feldes, einer Spannung oder eines Stromes im Verlauf einer Übertragungsstrecke [als Ergebnis von Absorption, Streuung oder Filterung], üblicherweise ausgedrückt in Dezibel [dB]. Siehe auch Einfügungsdämpfung, Schirmdämpfung, SE)

Dämpfungsglied ► Attenuator (Vorrichtung / passives Bauelement für die Dämpfung einer physikalischen Größe)

Dämpfungsperlen ► Suppression Beads (Kleine ring- oder rohrförmige Entstörbauteile aus Ferritmaterial. Sie werden über Signal- und Datenleitungen geschoben und dienen zur Unterdrückung parasitärer Schwingungen und Funkstörungen)
http://katalog.we-online.de/de/pbs/browse/EMC_Components/Ferrite_fuer_Kabelkonfektion
www.neosid.de/produktblaetter/neosid_Ferrite_Daempfungsperlen_D.pdf
www.amidon.de/katalog.pdf

DAR Deutscher Akkreditierungsrat (Zentralorgan, in dem alle staatlichen und privatwirtschaftlichen Aktivitäten bezüglich der Kompetenzfeststellung von Prüf- und Kalibrierlaboratorien, Inspektions- und Zertifizierungsstellen zusammengefasst sind)
www.dar.bam.de

DARC Deutscher Amateur Radio Club e.V.
www.darc.de

DAS Disturbance Analysis System ► Störgrößenanalysesystem

Datenleitungsdrosseln ► Data Line Chokes (Stromkompensierte Drosseln für die Unterdrückung eingekoppelter und ausgehender Störungen auf Signal- und Datenleitungen, wobei sie die Datensignale ungehindert passieren lassen)

Dauererdschluss ► Continuous Earth Fault (Erdschluss mit einer Dauer größer 10 Sekunden)

Dauerrauschen ► Continuous Noise (Kontinuierliches Rauschen, IEV 161-02-10)

dav date of availability ►Datum der Verfügbarkeit (eines von der CENELEC verabschiedeten
Dokuments)

dB Dezibel

DBCI Differential Mode BCI ► Gegentakt-Strominjektion (EMV-Störfestigkeits-Testmethode)
www.fordemc.com/docs/download/EMC_CS_2009rev1.pdf

DC Direct Current ► Gleichstrom

DC Document for Comment ► Schriftstück zur Kommentierung (das von der IEC im Zuge der Erarbeitung von Normen an Beteiligte und Betroffene terminisiert in Umlauf gegeben wird)

DCDM Direct Charged Device Model (dient der Nachbildung von Metall-zu-Metall-ESD-Entladungen im Rahmen von ESD-Empfindlichkeitsprüfungen)
www.us-isi.com/Publications/4A.1.pdf
www.us-isi.com/Publications/4a.2.pdf

DCE Data Communication Equipment ► Datenübertragungseinrichtungen

DCF Data Communication Facility ► Datenkommunikationsanlage

DCI Direct Current Injection ► Direkte Stromeinspeisung (EMV-Störfestigkeitsprüfmethode. Siehe BCIT)

DCM Direct Current Noise Margin ► Gleichspannungsstörabstand

DCR Direct Current Resistance ► Gleichstromwiderstand

DCS Digitally Coded Squelch ► digital kodierte Rauschsperre

DCS Digital Communications System (Mobilfunk, Oberbegriff für digitale zellulare Mobilfunknetze)

DCS 1800 Digital Cellular System 1800 ►Digitales zellulares System (zellulares mobiles Telekommunikationssystem; technische Grundlage für das E-Netz; Arbeitet nach denselben Verfahren und Normen wie das GSM jedoch mit höheren Frequenzen; weltweit im Einsatz. Frequenzbereich: 1,71 bis 1,88 GHz; mit 100 Hz gepulst, höchste ERP: Feststationen: 2,5 bis 20 W, mobile Einheiten: 0.25 W, 1 W, 4 W. Zugriffsverfahren: TDMA)
http://einstein.informatik.uni-oldenburg.de/rechnernetze/gsm.htm

DDL DECT-Data Link ► (Datenfunkmodem der Firma Welotec für den kabelfreien mobilen Datenaustausch zwischen zwei Teilnehmern in gewerblichen und industriellen Bereichen auf DECT-Basis)
www.welotec.de

DECT Digital Enhanced Cordless Telecommunication ► Digitale verbesserte schnurlose Kommunikation (vom ETSI definierter und daher europaweit gültiger Mobilfunkstandard für eine zulassungsfreie Technik zur Telekommunikation oder Funkdatenübertragung. Er ist so konzipiert, dass er auf engem Raum hohe Teilnehmerzahlen zulässt; theoretisch bis zu 10.000/km2. Frequenzbereich: 1,88 – 1,96 GHz. ERP: Basisstationen und mobile Einheiten max. 250 mW. Reichweite: ca. 50 m in Gebäuden, bis 1 km im freien Gelände. Zugriffsverfahren: TDMA /TDD. Zurzeit hauptsächlich für Schnurlostelefone im Privatbereich in Gebrauch. DECT wird jedoch zunehmend auch zur Funkübertragung von Daten in Büro- und Industriebereichen genutzt, siehe DDL)
www.differencebetween.net/technology/communication-technology/difference-between-tdd-and-tdma
http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Enhanced_Cordless_Telecommunications
www.dectweb.com
www.dect.org

Degradation (of performance) ► Funktionsminderung (unerwünschte vorübergehende oder andauernde Abweichung des funktionellen Verhaltens einer Einrichtung vom gewünschten Verhalten im Sinne einer Verschlechterung [IEV 161-01-19])

DEKITZ Deutsche Koordinierungstelle für IT-Normenkonformitätsprüfung und -zertifizierung (im Mai 2000 mit DATech fusioniert)

Delta-Netznachbildung ► Delta Network / Delta-LISN (Netznachbildung, die in einem Einphasenstromkreis die getrennte Messung der Gleichtaktspannung und Gegentaktspannungen erlaubt [IEV 161-04-06])
http://schwarzbeck.com/Datenblatt/m8160.pdf

DEMP Dispersed EMP ► (Teil des HA-NEMP, der nicht auf die Erde auftrifft)

DEMVT Deutsche Gesellschaft für EMV-Technologie ► German Association for EMC-Technology
www.demvt.de

DEP Double Exponential Pulse ► Doppelexponentialimpuls

DEW Direct Energy Weapons ► Strahlenwaffen (Siehe IEC/SC 77C PT 61000-4-36)
www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/strahlenwaffe-us-militaer-stellt-mikrowellen-kanone-vor-a-462187.html
http://en.wikipedia.org/wiki/Directed-energy_weapon

Dezibel ► Decibel, dB (Einheit, benannt nach Alexander Graham Bell. Gebräuchlich für logarithmier¬te Verhältnisgrößen wie Pegel [Spannungspegel, Strompegel, Feldstärkepegel, u.a.] und Maße [Übertragungsmaß, Verstärkungsmaß, Dämpfungs¬maß]. Sie bringt im Sinne eines Hinweises zum Ausdruck, dass der Logarithmierung der dekadische Logarith¬mus zugrunde liegt. 1 dB = 0,115 Np)
www.learnemc.com/tutorials/DB_Notes/DB_Notes.html
www.siart.de/lehre/dezibel.pdf

Dezimale Vielfache ► Decimal Multiples (Kurzbezeichnungen von dezimalen Vielfachen und Teilen von Einheiten zur Basis 10 wie kilo, Mega, Giga u.a. siehe SI-Vorsätze)

DF Decoupling Filter ► Entkopplungsfilter

DFS Dynamic Frequency Selection ► Dynamische Frequenzzuweisung (Gemäß ETSI-Vorschriften notwendige
Voraussetzung für den Betrieb bestimmter Funkübertragungssysteme im 5 GHz-Band)

DFT Discrete Fourier-Transform ► Diskrete Fourier-Transformation (Fouriertransformation eines zeitdiskreten periodichen Signals)
http://de.wikipedia.org/wiki/Diskrete_Fourier-Transformation

DGND Digital Ground ► Digitale Masse (Bezugspotenzial für digitale Schaltungsteile)

DGQ Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (gemeinnützige Gesellschaft, Sitz: Frankfurt, 1952 gegründet, über 7000 Mitglieder, erfahrenster Bildungsanbieter im Qualitätsmanagement im deutschsprachigen Raum. Zielstellung: das Know-how und die wirtschaftlichen Methoden auf dem Gebiet des Qualitätsmanagements weiterzuentwickeln, über die neuesten Erkenntnisse zu informieren und deren praktische Umsetzung zu fördern)
www.dgq.de

dibkom Deutsches Institut für Breitbandkommunikation
www.kleiske.de/fit/dibkom-Praes-hamburg.pdf
www.dibkom.org

Dielektrikum ► Dielectric (Jedes elektrisch nichtleitende Volumen [Vakuum oder ausgefüllt mit Isolierstoffen], in dem ein elektrisches Feld besteht. Im engeren Sinn werden als Dielektrika die Isolierstoffe zwischen Kondensatorplatten oder in Koaxialkabeln bezeichnet. Wesentliche Kenngrößen eines Dielektrikums sind die Spannungsfestigkeit und Permittivität)
www.elektroniktutor.de/bauteilkunde/kondens.html#dielektrikum
http://de.wikipedia.org/wiki/Dielektrikum

Dielektrizitätskonstante (Begriff veraltet. Siehe Permittivität)

Dielektrizitätszahl (siehe Permittivität)

Differential Mode ► Gegentakt- (Gegentakt-Phänomene [Gegentaktspannung, Gegentaktstrom] auf Versorgungs-, Signal- und Datenleitungen sind die in elektrischen Systemen im Normalbetrieb auftretenden, betriebsbedingt erforderlichen elektrischen Erscheinungen)

Differential Mode CurrentGegentaktstrom

Differential Mode VoltageGegentaktspannung

Differential SignallingSymmetrische Signalübertragung

Differentielle Signalübertragung ► Differential Signalling (Synomym für symmetrische Signalübertragung)

DIN Deutsches Institut für Normung ► The German Institute for Standardization (Privatwirtschaftlich organisierter Dienstleister für Normung in Deutschland. Als einzige nationale Normungsorganisation zur Vertretung deutscher Interessen in der internationalen Normung anerkannt [Grundlage: Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem DIN vom 5. Juni 1975]. Sitz: Berlin. Die gesamte fachliche Arbeit wird von ehrenamtlichen Mitgliedern in Arbeitsausschüssen geleistet)
www.din.de

DIN EN (Europäische Norm EN, deren deutsche Fassung den Status einer deutschen Norm hat)

DIN EN ISO (ISO-Norm, die unverändert zur Europäischen Norm erklärt und ins deutsche Normenwerk übernommen wurde)

DIN IEC (IEC-Norm, die unverändert ins deutsche Normenwerk übernommen wurde)

DIN-Messbus ► DIN Measurement Bus (Bussystem, konzipiert für die sichere und preiswerte Kommunikation von Geräten zur Messung, Überwachung und Erfassung von Prozess- und Betriebsdaten. Bus- und Stichleitungslängen praktisch beliebig, Übertragungsraten 110 bps bis 1Mbps, Vollduplex-Betrieb. Einsatzbereiche: Fertigungsmesstechnik, Qualitätssicherung [QS], statistische Prozesskontrolle [SPC], Betriebs- und Maschinendatenerfassung [BDE, MDE] und auch in Verbindung mit speicherprogrammierbaren Steuerungen [SPS])
www.measurement-bus.de

Dip ► Wörtlich: Abfall, Abnahme, Absenkung (Plötzlicher Versorgungsspannungseinbruch, der weniger als eine Sekunde anhält)

Dipol ► Dipole antenna / Half-wave Antenna (stabförmige üblicherweise in der Mitte gespeiste Antenne, die ihre maximale Abstrahlung in der Ebene senkrecht zur Richtung ihrer Hauptachse hat)
www.radartutorial.eu/06.antennas/Antennendipol.de.html
http://en.wikipedia.org/wiki/Dipole_antenna
www.schulphysik.de/dipol.html

Dirac Impuls ► Dirac Pulse (Grenzübergang eines Impulses der Fläche 1 für den die Wirkdauer gegen Null geht. Definition: δ(x) = 0 für x ≠ 0 und δ(x) = ∞ für x = 0. Benannt nach dem englischen Physiker Paul Adrien Maurice Dirac [1902-1984])
http://de.wikipedia.org/wiki/Dirac-Impuls

Direkte Entladung ► Direct Discharge (Entladungsform der Entladung statischer Elektrizität im Zuge einer ESD-Störfestigkeitstestung, bei der die Entladung vom Prüfstörgrößengenerator direkt auf das Prüfobjekt erfolgt. Siehe Kontaktentladung und Luftentladung)
www.ifr.ing.tu-bs.de/static/files/lehre/vorlesungen/emv/Folien_EMVF_Teil6.pdf

DIS Draft International Standard ► Entwurf einer internationalen Norm

Dispensertechnik ► Form In Place Technology (kostengünstiges Verfahren, mit dem HF-Dichtungen mittels elektrisch leitfähiger Dispens-Pasten vollautomatisch auf Gehäuseteile aufgebracht werden können. Auch die Herstellung von Dichtungen mit einem weichen, nicht leitfähigen Kern, der mit einer leitfähigen Außenhaut ummantelt wird, ist mit diesem Verfahren möglich)
www.neuhaus-elektronik.de

Dispens-Pasten ► Dispensation Pastes (für die Herstellung von HF-Dichtungen bestehen aus Silikon mit eingelagerten elektrisch hochleitfähigen silberbeschichteten Kupferpartikeln. Sie werden vollautomatisch auf abzudichtende Gehäuseflächen, Folien oder Leiterplatten aufgetragen, härten bei Raumtemperatur aus und bleiben danach elastisch.)
www.neuhaus-elektronik.de

Distortion ► Störung / Verzerrung / Verfälschung (einer gewünschten Wellenform durch Störbeeinflussungen)

Disturbance ► Störgröße (In Verbindung mit EMV siehe: Elektromagnetische Störgröße)

Disturbance Level ► Störgrößenpegel

DITR Deutsches Informationszentrum für Technische Regeln im DIN
www.din.de

DKD Deutscher Kalibrierdienst (Im DKD sind Kalibrierlaboratorien von Industrieunternehmen, Forschungsin
stituten, technischen Behörden, Überwachungs- und Prüfinstitutionen zusammengeschlossen. Sie führen Eichungen von Messgräten und Maßverkörperungen durch und werden durch die PTB akkreditiert und überwacht)
www.dkd.eu

DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE (Organ des Deutschen Instituts für Normung [DIN] sowie ihres Trägers, des Technisch-Wissenschaftlichen Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik [VDE]. Als nationale Organisation für die Erarbeitung von Normen in der Elektro- und Informationstechnik sichert die DKE wichtige Querschnittsanliegen wie Sicherheit, EMV, Bauteile und Performance von klassischen Stromnetzen über Mobilfunkkommunikation bis hin zu Software und Internet-Protokollen. Deutsches Mitglied in den entsprechenden europäischen und weltweiten Normungsorganisationen. Rund 4000 Experten bringen als ehrenamtliche Mitarbeiter ihr Wissen und Engagement in etwa 130 Komitees der DKE ein. Die Ergebnisse der Normungsarbeit in IEC, CENELEC und ETSI werden durch die DKE in nationale Normen umgesetzt und veröffentlicht)
www.dke.de

DLD Datenleitungsdrosseln

DM Differential Mode ► Gegentakt-

DM Chokes Differential Mode Chokes ► Gegentaktdrosseln (zur Unterdrückung von Gegentaktstörströmen)

DMC Differential-Mode-Coupling ► Gegentakteinkopplung (Einkopplung von Gegentaktstörspannungen)

DMF Deutsches Mobilfunk Forschungsprogramm ► German Mobile Telecommunication Research Program (vom BfS konzipiertes Forschungsprogramm zur Untersuchung der von hochfrequenten elektromagnetischen Feldquellen [Sendeanlagen, Funktürme, Mobilfunk-Basisstationen oder beim Gebrauch von mobilen Endgeräten] für die Bevölkerung bestehenden gesundheitlichen Risiken. Laufzeit 2002 bis 2008. Koordiniert durch das BfS wurden darin, anteilig finanziert vom BMU und von Mobilfunk-Netzbetreibern insgesamt 54 Projekte aus den Bereichen Biologie, Dosimetrie, Epidemiologie und Risikokommunikation bearbeitet. Wesentliche Ergebnisse:
• Befürchtungen über gesundheitliche Risiken konnten nicht bestätigt werden,
• Es ergaben sich keine neuen hinweise auf bisher noch nicht bedachte gesundheitliche Auswirkungen,
• Vermutete nicht-thermische Effekte konnten nicht bestätigt werden.
• Die Grenzwerte der 26. BImSchV sind damit nicht in Frage gestellt.
Weiterhin offene Fragen sind:
• Mobilfunk und dessen Auswirkung auf die Gesundheit von Kindern,
• Mögliche Langzeiteffekte > 10 Jahre.
Das Programm wurde vom „Runden Tisch zum Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramm“ [RTDMF] als unabhängiges Beratungs- und Diskussionsgremium begleitet. Die Aktivitäten dieses Runden Tisches werden nach Beendigung des DMF unter der Bezeichnung RT-EMF weitergeführt)
www.bfs.de/de/elektro/hff/wirkungen/weitere_moegliche_wirkungen.html
www.emf-forschungsprogramm.de/rtdmf/RTDMF_Protokoll_10.pdf
www.emf-forschungsprogramm.de

DMM Digital Multimeter ►digitales Mehrfachmessinstrument

DNL Dynamic Noise Limiter ► dynamisches Rauschunterdrückungssystem
http://de.wikipedia.org/wiki/Dynamic_Noise_Limiter

DNR Dynamic Noise Reduction ► dynami¬sche Rauschunterdrückung
http://en.wikipedia.org/wiki/Dynamic_Noise_Reduction

doa date of announcement ► Ankündigungsdatum, Datum der Bekanntmachung (spätester Zeitpunkt bis zu dem ein von CENELEC verabschiedetes Dokument [EN / ENV/ HD] innerhalb der EU auf nationaler Ebene bekannt zu machen ist. In Deutschland geschieht dies im DIN-Anzeiger und in der Fachzeitschrift etz des VDE-Verlags)
www.din-mitteilungen.de

DoC Declaration of ConformityKonformitätserklärung

doc date of cessation ►Datum des Erlöschens (der Gültigkeit einer ersetzten Norm)

dop date of publication ► Publikationsdatum, Datum der Veröffentlichung einer EN als nationale Norm (spätester Zeitpunkt bis zu dem ein mit einer neuen EN identische nationale Norm publiziert sein muss)

dor date of ratification ► Ratifizierungsdatum (Datum der Annahme einer EN durch CENELEC, d.h. der Listung im Amtsblatt der Europäischen Union. Mit der Annahme einer EN werden folgende drei Termine festgelegt: doa, dop, dow)

Dosimeter ► Dosimeter (für nichtionisierende Strahlung: Messgerät zur Bestimmung der individuellen Belastung [Exposition] durch elektromagnetische Felder)

Dosimetrie ► Dosimetry (Im Bereich der nichtionisierenden Strahlung allgemein: Die quantitative Erfassung der Exposition durch elektromagnetische Felder. Nach ICNIRP: Messung oder Berechnung der internen elektrischen Feldstärke oder der induzierten Stromdichte, der spezifischen Energieabsorption oder der Verteilung der spezifischen Energieabsorptionsrate bei Menschen oder Tieren, die elektromagnetischen Feldern
ausgesetzt sind. Mit der Dosimetrie soll verhindert werden, dass Personen, die beruflich
strahlenbelastet sind, gesundheitliche Schäden davontragen)

dow date of withdrawel ► Zurückziehungsdatum (spätester Zeitpunkt bis zu dem eine mit einer existierenden EN in Widerspruch stehende nationale Norm zurückgezogen sein muss. Ab diesem Zeitpunkt wird die neue Norm bindend und die Vorläufernorm wird ungültig)

DOW Damped Oscillating Wave ► gedämpft schwingende Welle

DPA Distributed Power Architecture ► Verteilte Leistungsversorgungs-Architektur (dezentralisierte Stromversorgungsarchitektur in elektronischen Geräten und auf Leiterplatten, in der die verschiedenen benötigten Gleichspannungen nicht zentral erzeugt und verteilt sondern unmittelbar dort, wo sie benötigt werden, durch sog. POL-Wandler bereitgestellt werden)
www-ppd.fnal.gov/EEDOffice-w/Projects/CMS/Minerva/Elect/Power_Dist.pdf

DPI-Method Direct Power Injection Method ►direkte (Stör)leistungseinkopplung (Störfestigkeitstestmethode für integrierte Schaltungen [DIN IEC 62132-3]. Die DPI-Methode bildet die Störanteile nach, die durch Feldeinkopplung in den Kabelbaum bzw. antennenähnlichen Strukturen der Leiterplatte einer Baugruppe entstehen. Dazu wird eine dieser Einkopplung entsprechende Störleistung direkt in ein Pin bzw. eine Kombination von Pins des zu prüfenden Halbleiterbausteins eingespeist. Zur gleichspannungsseitigen Entkopplung zwischen Halbleiter und Leistungsverstärker dient lediglich ein dem zu analysierenden Frequenzbereich angepasster Kondensator in Reihenschaltung. Bei Verwendung eines zusätzlichen Reihenwiderstandes im Einkoppelpfad kann durch Wahl des Widerstandswertes eine Anpassung an spezielle Umgebungsbedingungen wie z.B. den Wellenwiderstand der Zuleitungen erfolgen und zwischen einer Strom-, Spannungs- oder Leistungskopplung gewählt werden)
www.fh-zwickau.de/fileadmin/ugroups/ftz/Publikationen/Prof_Sperling/2001_EMV.pdf
www.ultramtech.co.il/_Uploads/dbsAttachedFiles/2008.05.23.pdf

DPLC Digital Powerline CommunicationsPLC auf digitaler Basis (Synoym für BPL, Broadbad over Power Line)
www.pfa.nrw.de/PTI_Internet/pti-intern.dhpol.local/Funk/PLC-Textfassung.html

Drahtlose Energieübertragung ►Wireless Energy Transfer / Wireless Power Transmission (auch kabellose, berührungsfreie oder kontaklose Energieübertragung. In der Entwicklung befindliche und realisierte Technologien wie CPS®, IPT®, WIS, WISA, WREL, KONTENDA, PRIMOVE, WiTricity beruhen auf dem Transformatorprinzip, d.h. eine Primärwicklung bzw. -schleife sendet ein höherfrequentes Wechselfeld aus, dem mittels einer Sekundärspule die an einem bestimmten Ort erforderliche Energie entnommen wird. Die überbrückbaren Entfernungen liegen zurzeit im Millimeter- bis Dezimeterbereich und die übertragbaren Leistungen im Milliwatt- bis Megawattbereich. Aus Sicht der EMV ist das Wechselfeld der Primärschleife für benachbarte elektronische Betriebsmittel ein Störfeld)
http://www.j-lasslop.de/produkte/kontaktlose-energie-und-datenuebertragung.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Drahtlose_Energieübertragung

Dropout ► Wörtlich: Abfall, Ausfall, Aussetzer (Im Zusammenhang mit elektromagnetischen Störgrößen: Plötzliche, kurzzeitige Reduktion der Versorgungsspannung auf Null mit anschließender Rückkehr zum Originalpegel. Dauer: im Millisekundenbereich. Aber auch: kurzzeitiger Funktionsausfall einer Funktionseinheit infolge einwirkender elektromagnetischer Störgrößen)

Drosseln ► Chokes (Drosseln bzw. Drosselspulen sind passive induktive Bauelemente, die in elektrischen/elektronischen Schaltungen und Anlagen für die verschiedensten Zwecke [Entstörung, Energiespeicherung oder Strombegrenzung] zur Anwendung kommen. Grundsätzlich handelt es sich dabei um unterschiedlich geformte Spulen mit oder ohne ferromagnetischen bzw. ferritischen Materialien im magnetischen Kreis. Davon ausgehend ist im Wesentlichen zwischen Luftdrosseln, Stabkerndrosseln, Ringkerndrosseln, Schalenkerndrosseln, Ferritkerndrosseln und Pulverkerndrosseln zu unterscheiden. Darüber hinaus gibt es Drosseln mit zwei Wicklungen, die auf einem Kern so angeordnet sind, dass sich die Magnetfelder des in einem Stromkreis hin und rückfließenden Stroms kompensieren [Stromkompensierte Drosseln]. Abgeleitet von ihren Anwendungen im Bereich der EMV findet man darüber hinaus eine Fülle unterschiedlicher Bezeichnungen wie Ausgangsdrosseln, Breitbanddrosseln, Entstördrosseln, Funkentstördrosseln, Filterdrosseln, Datenleitungsdrosseln, Siebdrosseln, Glättungsdrosseln, Motordrosseln, Netzdrosseln, Saugkreisdrosseln, PFC-Drosseln, Speicherdrosseln, Erdleiterdrosseln, Schutzleiterdrosseln, HF-Drosseln u.v.a.)
www.tauscher-transformatoren.de/html/drosseln.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Drossel_(Elektrotechnik)
www.reo.de/index.php?id=132&no_cache=1
www.nkl-emv.de/downloads/seminar1.pdf
www.j-lasslop.de/produkte/drosseln.html

DSL Digital Subscriber Line ► Digitaler Teilnehmeranschluss (Oberbegriff für verschiedene Technologien zur digitalen Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung über die Kupferleitungen des konventionellen Telefonnetzes. Übertragungsraten bis zu 6 Mbps sind möglich. Die Telefonleitungen können dabei gleichzeitig für die Datenübertragung und für den normalen Telefonverkehr genutzt werden. Die DSL-Technik erlaubt sehr schnelle Internetzugänge oder die Übertragung von Multimediadaten in Echtzeit)
www.elektronik-kompendium.de/sites/kom/0305232.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Subscriber_Line

DSN Drahtlose Sensornetzwerke ► Wireless Sensor Networks (Zurzeit noch stark in der Forschung und Entwicklung befindliches Fachgebiet. Hauptanliegen ist die Funkvernetzung vieler kleiner räumlich verteilter intelligenter Sensorknoten zur Erfassung relevanter physikalischer Parameter im Rahmen der verschiedensten Überwachungs- und Lokalisierungsaufgaben in der Sicherheitstechnik, Logistik, Landwirtschaft, Umweltanalytik, im Patientenmonitoring, im Asset-Management und in vielen anderen Bereichen. Die Energieversorgung der einzelnen Knoten erfolgt zurzeit über Batterie oder eine spezielle Form des Energy Harvesting. Die in Europa dafür in Frage kommenden Funkfrequenzen liegen im 402-MHz-, 434-MHz-, 868/ 915 MHz-, 1,9- GHz-, 2,4 GHz und 5,8-GHz-Band)
www.tu-chemnitz.de/informatik/it-buendnis/ringvorlesung/ss08/folien/Anwendungen.pdf
www12.informatik.uni-erlangen.de/spprr/colloquium04/Hinkelmann.pdf

DSSS Direct Sequence Spread Spectrum ► (Frequenzspreizverfahren für die Datenübertragung per Funk. Dabei wird ein schmalbandiges Signal in ein breitbandiges umgewandelt. Dies gewährleistet höhere Abhörsicherheit und größere Robustheit gegenüber schmalbandigen Störungen. Genutzt bei GPS, WLAN, UMTS, ZigBee, und Wireless USB)
http://de.wikipedia.org/wiki/DSSS

DTEM Cell Dual TEM Cell ► Doppel-TEM-Zelle (Sie besteht aus zwei normalen TEM-Zellen mit rechteckförmigem Querschnitt, die über eine Apertur elektromagnetisch miteinander gekoppelt sind. Sie wird zur Ermittlung der Dämpfungseigenschaften von Schirmmaterialien gegenüber quasistatischen elektrischen und magnetischen Feldern benutzt)
www.teseo.net/lang1/files/ds075aa.pdf

DTO Digitally Tuned Oscillator ► Digital einstellbarer Oszillator

DTX Discontinuous Transmission ►diskontinuierliche Übertragung (Keine Übertragung von Sprechpausen. Wird bei mobilen Funktelefonen angewandt, um Energie zu sparen und um Störbeeinflussungen benachbarter system zu reduzieren, wenn keine Information übertragen wird)

Durchdringungspunkt ► Enclosure Port (physikalischer Ort auf einer elektromagnetischen Begrenzungsfläche [Hüllfläche], wo elektromagnetische Energie leitungs- oder feldgebunden in einen geschützten Raum ein- oder daraus austreten kann, sofern dort keine geeigneten Schutzeinrichtungen [Abschirmmaterialien, EMV-Dichtungen, Wabenkamine, geschirmte Türen, HF-dichte Fenster, Filter, Überspannungsableiter] vorhanden sind. Die Stelle, an der ein Kabel oder ein anderer elektrisch leitender Gegenstand, z.B. ein Metallstab, die elektromagnetische Begrenzungsfläche durchdringt, wird auch als leitender Durchdringungspunkt bezeichnet)

Durchflutung ► Ampere Turns (die [Strom-]Durchflutung Θ einer Fläche, gemessen in Ampere, ergibt sich rechnerisch aus dem Flächenintegral der Dichten des Leitungs-, Konvektions- und Verschiebungsstroms über die von einem Integrationsweg aufgespannte Fläche. Ohne Berücksichtigung des Konvektionsstroms gilt
Θ = ∫ (J + dD/dt)•dA,
wobei J die Leitungsstromdichte, D dieVerschiebungsstromdichte und dA das Flächenelement bezeichnen.
Im Falle stationärer bzw. quasistationärer Verhältnisse ist dD/dt gegenüber J zu vernachlässigen und damit
Θ = ∫ J•dA.
Fließt der Strom nur in Leitern, die die Integrationsfläche durchdringen, entspricht die Durchflutung der vorzeichenbehafteten Summe der Leiterströme i . In diesem Fall ist
Θ = ∑ i .
Für eine mit einem Strom i durchflossene Spule mit w Windungen erstreckt sich der Integrationsweg über die w hintereinander geschalteten Windungen. Damit gilt
Θ = w•i.
Davon ausgehend wurde früher, insbesondere im Elektromaschinen- und Elektrogerätebau die Durchflutung als `Amperewindungszahl´ bezeichnet)

Durchflutungsgesetz ► Ampere´s Law (beschreibt den Zusammenhang zwischen elektrischen und magnetischen Erscheinungen im elektromagnetischen Feld. Es besagt, dass das Linienintegral über die magnetische Feldstärke H entlang eines beliebigen geschlossenen Integrationsweges s gleich der Durchflutung Θ durch die vom Integrationsweg aufgespannte Fläche ist. Das heißt, unter stationären bzw. quasistationären Bedingungen gilt
∫ H•ds = Θ.
Das Durchflutungsgesetz ist eines der Grundgesetze der Maxwellschen Gleichungen)
http://f1.hs-hannover.de/fileadmin/media/doc/f1/tel/abschnitt_2.pdf
http://www.ate.uni-due.de/data/get12/GET1_Magnetostatik.pdf
http://de.wikipedia.org/wiki/Amperesches_Gesetz

Durchführungsfilter ► Feed-through Filters (geeignet zur breitbandigen Entstörung von AC/DC-Versorgungs-, Signal- und Steuerleitungen bis über den UKW-Bereich hinaus z.B. an den Kabeleintrittsstellen in Geräte, Schränke, Messkabinen, geschirmte Räume u.ä.)
www.tesch.de/deutsch/durchfuehrungsfilter/html

Durchlassspannung ► Let-through Voltage (ist diejenige Spannung, ab der bei einem in Durchlassrichtung geschalteten PN-Übergang eines Halbleiter-Bauelements der Stromfluss in nenenswertem Maße einsetzt)
www.mikrocontroller.net/articles/Durchlass-Spannung

DUT Device under test ► Bauteil [Baustein, Einrichtung] Betriebsmittel / Gerät unter Prüfbedingungen (Prüfling / Prüfobjekt)

DVR Dynamic Voltage Restorer

DWCI Don White Consultants Inc. ► bekannte US-Fir¬ma, die sich weltweit mit der Bera¬tung und Schu¬lung auf dem Gebiet der EMV befasste. 19 Fachbücher zu den verschiedensten EMV-Themen, größtenteils auch auf CD-ROM verfügbar, sind heute noch aktuell und im Angebot)
www.ieee-houston.org/Ads/DonWhite/DonWhite.htm

Dynamic Voltage Restorer [DVR] (Ein DVR ist dem Prinzip nach eine gesteuerte hochdynamische Spannungsquelle, die zwischen Versorgung und Last angeordnet ist. Ihre Hauptfunktion besteht darin, kurzzeitige Spannungseinbrüche und Spannungsüberhöhungen, die durch Störungen in den Versorgungsnetzen entstehen, zu kompensieren, um dadurch mögliche Funktionsstörungen bei Verbrauchern bzw. das Ansprechen von Schutzeinrichtungen mit nachfolgender Anlagenabschaltung zu vermeiden)
http://antriebstechnik.fh-stralsund.de/1024x768/Dokumentenframe/Kompendium/DVR/DVR.pdf
www.medwelljournals.com/fulltext/?doi=ijepe.2011.139.143
http://en.wikipedia.org/wiki/Dynamic_Voltage_Restoration
http://grouper.ieee.org/groups/1409/0002_woodley.pdf
www.icrepq.com/icrepq%2712/320-brito.pdf

Dynamischer Störabstand ► Dynamic Noise Margin (charakterisiert die eingangsseitige Störfestigkeit von Logikgattern gegenüber Störspannungsimpulsen, deren Pulsdauer kleiner als die Gatterverzögerungszeit ist. Für die verschiedenen Logikfamilien gelten entsprechende Störfestigkeitsgrenzkurven [NIC]. Da zur Auslösung einer Funktionsstörung die zugeführte Störenergie maßgebend ist, sind hier höhere Störspannungsamplituden zulässig, als bei Störspannungen, deren Einwirkdauer gleich oder größer als die Gatterverzögerungszeit ist. Hierzu siehe Statischer Störabstand)

E

E/E/PE Electrical/Electronic/Programmable Electronic ► Elektrik/Elektronik/Programmierbare Elektronik
 
E/E/PE-Device Electrical/Electronic/Programmable Electronic Device (nach IEC 61508 eine Einrichtung [Gerät, System], das auf elektrischer [E], und/oder elektronischer [E] und/oder Programmierbarer Elektronik [PE] Technologie beruht. Die Bezeichnung bezieht sich sowohl auf elektromechanische wie auch auf nichtprogrammierbare elektronische und auf auf Computertechnologie beruhende programmierbare Einrichtungen)
 
EA European Co-operation for Accreditation ► Europäische Vereinigung für Akkreditierung (Zusammenschluss nationaler Akkreditierungsstellen, die Zulassungen für folgende Konformitätsprüfungen anbieten: Kalibrierung / Prüfung / Inspektion / Zertifizierung von Managementsystemen / Produkt- und Personalzertifizierung)
 
Earth Port Erdanschlusspunkt (Schnittstelle Gerät/Erde, über die leitungsgebunden Störgrößen in ein Gerät eindringen bzw. austreten können)
 
Earthing Erdung
 
EAS Electronic Article Surveillance ► Elektronische Warenüberwachung (Diebstahlschutz in Kaufhäusern. Hierbei kommen Ein-Bit-Transponder auf Mikrochips zum Einsatz. Beim Verlassen des Warenhauses wird automatisch geprüft ob in mitgeführten Artikeln ein Transponder vorhanden ist, um nicht bezahlte Waren zu identifizieren)
 
EB Equipotential Bonding Potenzialausgleich
 
EBA Eisenbahn-Bundesamt Federal Railway Office
 
EBB Equipotential Bonding Bar ► Potenzialausgleichschiene (elektrisch leitfähige Schiene, die in Telekommunikationsanlagen auf vergleichbare Weise wie die Potenzialausgleichsschiene [PAS] in Starkstromanlagen, dem Potenzialausgleich dient. Metallbewehrungen von Gebäuden, neutrale elektrisch leitfähige Teile, Kabelschirme, die Schutzleiter des Stromversorgungssystems sowie die Überspannungsschutzeinrichtungen sind daran angeschlossen. Die EBB selbst ist mit dem Erdungssystem der Anlage verbunden, siehe auch DIN EN 61663-1)
 
EBEA European BioElectromagnetics Association ► Europäische Vereinigung BioElectromagnetics (befasst sich mit den biologischen Wirkungen elektromagnetischer Felder und mit der Aufklärung bzw. Vermeidung dadurch möglicher gesundheitlicher Risiken, und zwar im Zusammenhang mit umgebungsbedingten und therapeutischen Expositionen)
 
Ebene Welle ► Plane Wave (In der Elektrodynamik: Im Raum fortscheitende elektromagnetische Welle, bei der die Vektoren des elektrischen und magnetischen Feldes in einer senkrecht zur Wellenausbreitungsrichtung stehenden Ebene liegen)
 
EBG Electromagnetic Bandgap ► Elektromagnetischer Bandfilter
 
EBP Earth Bounding Point ► Erdungspunkt
 
EBS Equipotential Bonding SystemPotenzialausgleichsanlage (Gesamtheit der Verbindungen zwischen elektrisch leitfähigen Teilen zur Erzielung von Potenzialgleichheit. Je nachdem der Potenzialausgleich und damit die Potenzialausgleichsanlage allein aus Funktionsgründen oder allein aus Sicherheitsgründen, d.h. zum Schutz gegen elektrischen Schlag hergestellt worden ist, wird zwischen Funktionspotenzialausgleichsanlagen [Functional Equipotential Bonding Systems] und Schutzpotenzialausgleichsanlagen [Protective Equipotential Bonding Systems] unterschieden. Darüber hinaus gibt es kombinierte Potenzialausgleichsanlagen, die sowohl der Herstellung des Funktions- als auch des Schutzpotenzialausgleichs dienen)
 
EC European Commission ► Europäische Kommission
 
ECAC Electromagnetic Compatibility Analysis Center ► EMV-Analysezentrum (EMV-Prüfzentrum)
 
ECANB European Community Association of EMC Notified Bodies ► Europäischer Verband der Benannten Stellen (Organisation, die die Arbeit der Benannten Stellen unterstützt)
 
ECC Electronic Communications Committee ► Ausschuss für elektronische Kommunikation der CEPT (Innerhalb Europas für Funk- und Frequenzfragen zuständig. Die operative Arbeit wird von ständigen Arbeitsgruppen und temporären Projektteams wahrgenommen)
 
ECDoC EC Declaration of ConformityEG-Konformitätserklärung
 
ECE Economic Commission for Europe ► Wirtschaftskommission für Europa
 
ECE-Regelungen (Katalog von international vereinbarten, einheitlichen technischen Vorschriften für Fahrzeuge sowie Teile und Ausrüstungsgegenstände von Fahrzeugen auf Basis eines ECE-Abkommens)
 
Eckfrequenz (Synonym für Grenzfrequenz)
 
eCl@ss (hierarchisches Klassifikationssystem zur Gruppierung von Materialien, Produkten und Dienstleistungen nach einem logischen Schema in einer Detaillierung entsprechend der produktspezifischen Eigenarten, die sich mittels normenkonformer Merkmale beschreiben lassen, das dazu dient, eine erhöhte Markttransparenz zu gewährleisten und Beschaffungsprozesse zu optimieren)
 
ECM Electronic Countermeasures ► Elektronische Gegenmaßnahmen (im Rahmen der elektronischen Kriegführung, um den Gegner an der effektiven Nutzung des elektromagnetischen Spektrums zu behindern)
 
ECM Engine Control module (Synonym für ECU)
 
ECOLOG-Institut Institut für Sozial-Ökologische Forschung und Bildung (Gemeinnützige GmbH, die sich u.a. mit Erarbeitung von Empfehlungen und Konzepten zum Schutz der Bevölkerung vor elektromagnetischen Feldern befasst)
www.ecolog-institut.de              
 
E-Commerce Electronic Commerce ► elektronischer Geschäftsverkehr (Marketingbegriff, bezeichnet im weitesten Sinn den Handel mit Gütern aber auch die Abwicklung von Geldgeschäften unter Nutzung moderner Kommunikationsdienste. Als Teil des E-Business ist er speziell auf die Anbahnung, Vereinbarung und Abwicklung rechtsverbindlicher Geschäftstransaktionen ausgerichtet. Von der Verbreitung des E-Commerce werden durch den Wegfall herkömmlicher Zwischenstufen des Handels und der Rationalisierung des Verkaufsvorgangs durch elektronisch gestützte Selbstbedienung hohe Effizienzgewinne erwartet. Bezüglich der beteiligten Medien steht momentan vorallem das Internet im Zentrum des Interesses. Darüber hinaus werden Mobiltelefon und PDAs in Verbindung mit UMTS und GPRS als weitere erfolgversprechende Plattformen für den elektronischen Handel diskutiert [M-Commerce]. Vier verschiedene Ausprägungsformen des E-Commerce sind zu unterscheiden:
  • der handelspezifische Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen [business-to-business, kurz B2B],
  • der Handel zwischen Unternehmen und Konsumenten [business-to-consumer, kurz B2C],
  • der Handel zwischen Unternehmen und der öffentlichen Hand [business-to-government],
  • der Handel zwischen Privatpersonen [consumer-to-consumer].
Nach übereinstimmenden Expertenmeinungen wird in absehbarer Zeit das größte Volumen des elektronischen Handels auf den Handel zwischen Unternehmen entfallen) Websites zum Thema:
 
ECT Electronic Current Transformer ► Elektronischer Stromwandler
 
ECU Engine Control Unit ► Motorsteuereinheit (Computerbasiertes Steuergerät, das in Kraftfahrzeugen die automatische Steuerung, Regelung und Überwachung aller wichtigen Motorfunktionen realisiert. Wesentliche Voraussetzung für sicheres Funktionieren ist die EMV-gerechte Gestaltung)
 
EDGE Enhanced Datarates for GSM Evolution (Weiterentwicklung des GSM-Standards hin zu höheren Datenraten unter Beibehaltung von Symbolrate, Framestruktur und belegter Bandbreite. Zwischenschritt auf dem Weg zu UMTS)
 
EDM Electrical Discharge Machining ► funkenerosive Materialbearbeitung
 
EE Electronic Equipment ► Elektronische Ausrüstungsgegenstände / Elektronische Geräte
 
EEA European Economic AreaEuropäischer Wirtschaftsraum (EWR)
 
EED Electro-Explosive Devices ► elektrische Anzünd- und Zündmittel [für Sprengstoffe] (EMV von EED siehe VG 95378-11 und VG 95378-12)
 
EEE, E3 Electromagnetic Environmental Effects ► Elektromagnetische Umgebungseffekte (Begriff, der die Gesamtheit der Auswirkungen der von natürlichen und künstlichen Phenomänen geprägten elektromagnetischen Umgebung auf die Leistungsfähigkeit militärischer Einrichtungen und Systeme sowie die Gesamtheit der zu ihrer Beherrschung erforderlichen Engineeringaktivitäten charakterisiert)
 
EEMC Environmental Electromagnetic Compatibility ► Elektromagnetische Verträglichkeit zur Umwelt (EMVU)
 
EEN Environmental Electromagnetic Noise ► Elektromagnetisches Rauschen in der Umgebung (Elektromagnetisches Rauschen in einer bestimmten Umgebung, z.B. in der Nähe kom­plexer elektromagnetischer Störquellen wie Stadtzentren, Kraftwerke, Starkstromleitungen, Bahnlinien, Autobahnen u.ä. wo sich eine Vielzahl elektromagnetischer Störgrößen zufallsbedingt überlagern)
 
EEQ Elektroenergiequalität
 
EES Electromagnetic Environment Simulator ► Simulator für elektromagnetische Umgebungs­bedingungen (Stör­größensimulator speziell für Störfestigkeitsuntersuchun­gen an elektromagnetischem Kriegsgerät und Geräten der elektronischen Kriegführung [USA] jedoch auch für die Raumwettervorhersage [Japan])
 
Effective Output Impedance ► Effektive Ausgangsimpedanz (Bei Surge/Hybrid-Generatoren Verhältnis der Höchst-Leerlaufspannung zum Höchst-Kurzschlussstrom am gleichen Ausgang [IEC 61000-4-5])
 
EFIE Electric Field Integral Equation ► elektromagnetische Feldintegralgleichung (von R. F. Harrington modifizierte Form der Maxwellschen Gleichungen für die Berechnung elektromagnetischer Strahlungsfelder in Verbindung mit der Momentenmethode [MoM])
 
EFIS ECO Frequency Information System ►ECO Frequenzinformationssystem (Europäisches Frequenzinformationsportal)
 
EFR Europäische Funk-Rundsteuerung[GmbH] ► Radio Ripple Control (Systembetreiber für die Funk-Rundsteuerung in Deutschland und weiten Teilen der Nachbarländer auf Basis der Langwellenfunktechnik für die sekundenschnelle zentrale Steuerung von Lasten in Stromnetzen. Zusammen mit ihren Partnern AEG netcontrol, LIC® Langmatz und Landis + Gyr bietet die EFR ein umfangreiches und komplettes Dienstleistungspaket für Planung, Aufbau und Betrieb von Funk-Rundsteuersystemen an)
 
EFS Electrotechnology for Functional Safety ► Elektrotechnologie für Funktionale Sicherheit (Jede Einheit, die basierend auf elektrischen und/oder elektronischen Technologien eine oder mehrere Sicherheitsfunktionen realisiert)
 
EFT Electrical Fast Transient ► schneller elektrischer Übergangsvorgang (z.B. Burst, Entladung statischer Elektrizität. ESD u.ä. Vorgänge)
 
EFT/B Electrical Fast transient/Burst ► Schnelle transiente elektrische Störgröße/Burst (IEC 61000-4-4)
 
EFTA European Free Trade Association ► Europäische Freihandelsassoziation (1960 von Dänemark, Großbritannien, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden und der Schweiz als Gegenstück zur 1957 ins Leben gerufenen Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft gegründet. Hinzu kamen später Finnland und Liechtenstein. Das Ziel der EFTA war der stufenweise Abbau und schließlich die Beseitigung sämtlicher Einfuhr- und Ausfuhrzölle im Handel zwischen den Mitgliedsstaaten. Heute sind nur noch Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein Mitglieder der EFTA)
 
EG Europäische Gemeinschaften ► European Communities (zu den drei Europäischen Gemeinschaften, die die wichtigsten Säulen der EU bilden, gehören die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl [EGKS, Montanunion], die Europäische Gemeinschaft [EG, früher: Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, EWG] und die Europäische Atomgemeinschaft [EAG oder EURATOM]. Der Vertrag über die Gründung der EGKS trat bereits 1952 in Kraft. 1958 folgten die Verträge zur Gründung der EWG und EAG. Die drei Gemeinschaften sind durch gemeinsame Organe und durch das Gemeinschaftsrecht eng miteinander verflochten. Ziel der Europäischen Gemeinschaften ist es eine Integration Europas auf wirtschaftlichem und politischem Gebiet herbeizuführen. Die Gemeinschaftsverträge sollen die Grundlagen für einen immer engeren Zusammenschluss der europäischen Völker schaffen. Genaueres siehe folgende Websites)
 
EGB Elektrostatisch Gefährdete Bauteile ► Electrostatic Sensitive Devices (Bauteile, die durch Entladungen statischer Elektrizität geschädigt oder zerstört werden können. Betrifft nahezu alle elektronischen Bauelemente und Baugruppen)
 
EG-Baumusterbescheinigung (nach §2 des alten EMVG vom September 1998 das Dokument, in dem eine Benannte Stelle bei Sendefunkgeräten bescheinigte, dass der geprüfte Gerätetyp den auf das jeweilige Gerät anwendbaren Bestimmungen über die elektromagnetische Verträglichkeit entsprach. Eine Baumusterbescheinigung für das Inverkehrbringen von Rundfunksendern wird vom neuen EMVG nicht mehr gefordert. Die Feststellung der Einhaltung der grundlegenden EMV-Anforderungen erfolgt nunmehr im Rahmen der Konformitätsbewertungsverfahren nach §7 des FTEG)
 
EG-Konformitätserklärung ► EC Declaration of Conformity / ECDoC (EU-Konformitätserklärung. Frühere Bezeichnung)
 
EGV EG-Vertrag (Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft vom 25. März 1957)
 
EH Electroheat ► Elektrowärme (Umwandlung von Elektroenergie in thermische Energie)
 
EHF Extremely High Frequency ► extrem hohe Frequenz (im Frequenzband von 30...300 GHz, Wellenlänge: 10 bis 1mm, Millimeterwellen, Millimetric Waves. Anwendung: Radar, Richtfunk)
 
EHS Elektromagnetic Hypersensitivity ► Elektromagnetische Hypersensibilität (Elektrosensibilität)
 
EHV Extra High Voltage ► Höchstspannung (Übertragungsspannung in Elektroenergiesystemen im Bereich zwischen 300 kV und 750 kV)
 
EIA Electronic Industries Alliance ► War ein US-amerikanischer Verband der Elektronikindustrie, der einige wichtige Normen, wie z.B. die EIA-232, EIA-422 und EIA-485, hervorgebracht hat. Der Verband hat sich Ende 2010 aufgelöst)
 
EIA-232 (siehe RS-232)
 
EIA-422 (siehe RS-422)
 
EIA-485 (siehe RS-485)
 
EICTA European Information and Communication Technology Industries Association (Industrieverband von 41 nationalen Elektronikverbänden von 29 europäischen Ländern und 59 großen Unternehmen als Direktmitglieder. 2009 umbenannt in „Digital Europe“)
 
Eigensicherheit ► Intrinsic Safety (Schutzart explosionsgeschützter elektrischer Betriebsmittel. Sie wird im Zuge der Auslegung dieser Betriebsmittel durch Beschränkung der Energie in den eigensicheren Stromkreisen erreicht, d.h. durch Beschränkung der Strom- und Spanungswerte und durch Beschränkung der diesbezüglichen Speichermöglichkeiten, also der in den Stromkreisen wirksamen Induktivitäts- und Kapazitätswerte. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass auch bei Kurzschluss keine zündfähigen Funken entstehen. Da die Eigensicherheit durch elektromagnetische Beeinflussung, d.h. durch die unbeabsichtigte Einkopplung von elektrischer Störenergie beeinträchtigt werden kann, kommt der EMV-gerechten Gestaltung eigensicherer Stromkreise besondere Bedeutung zu. Dabei sind die Anforderungen an und normativen Festlegungen für eigensichere Stromkreise aus der Sicht des Explosionsschutzes einerseits und die der elektromagnetischen Verträglichkeit andererseits zu berücksichtigen)
www.explosionsschutz.ptb.de > Suche: Eigensicherheit
 
Einbaufilter ► Open Frame Filters (sind leiterplattenbasierte Ein- oder Mehrphasenfilter ohne Gehäuse, die nach kundenspezifischen Wünschen bezüglich Größe, Form, Bauweise, Anschlussart, Dämpfungseigenschaften, Leistungsklasse und Prüfanforderungen entwickelt und gefertigt werden)
 
Eindringtiefe ► Skin Depth / Penetration Depth / Depth of Penetration (In Bezug auf wechselstromdurchflossene Leiter ist die Eindringtiefe δ das Maß, bei welcher die Stromdichte S im Innern des Leiters auf Grund des Skineffekts gegenüber der Stromdichte S0 an der Leiteroberfläche auf den 1/e-ten Teil [37%] abgeklungen ist. Sie ist von der Frequenz f des Wechselstroms sowie von der Leitfähigkeit σ und der Permeabilität μ des Leitermaterials abhängig. Für homogene Leitermaterialien gilt: δ = 1/√π f σ μ)
 
Einfügungsdämpfung ► Insertion Loss (logarithmische Verhältnisgröße, die z.B. bei Filtern den damit erzielbaren Störspannungsdämpfungseffekt charakterisiert. Sie wird in dB, wie folgt angegeben: ae /dB = 20 lg (U20 /U2). Dabei sind U2 und U20 die Störspannungswerte am Eingang einer Störsenke mit und ohne vorgeschaltetem Filter)
 
Einführer ► Importer (Nach EMV-Richtlinie jede in der EU ansässige natürliche oder juristische Person, die ein Gerät aus einem Drittstaat auf den Unionsmarkt in Verkehr bringt)
 
Eingangsfilter ► Input Filters / IEC Inlet Filters (Filter, die am Eingang von Geräten oder Anlagen angeordnet sind wie z.B. Eingangsfilter für Frequenzumrichter oder IEC-Steckerfilter, um über Leitungen herangeführte Störgrößen zu eliminieren)
 
Eingangsimpedanz ► Input Impedance (Wechselstromwiderstand, den eine elektrische/elektronische Einrichtung dem Strom bei Anschluss an eine Spannungsquelle entgegensetzt, bzw. mit dem sie die Spannungsquelle belastet)
 
Eingangswiderstand ► Input Resistance (Widerstand einer elektrischen/elektronischen Einrichtung [Schaltkreis, Komponente, Gerät] mit dem sie bei Anschluss an eine Strom- bzw. Spannungsquelle diese belastet. Messtechnisch bestimmbar als Verhältnis zwischen Eingangsspannung und Eingangsstrom. In Gleichstromkreisen ist dies ein ohmscher Widerstand, in Wechselstromkreisen dagegen ein komplexer Widerstand. Hier ist daher die Bezeichnung Eingangsimpedanz üblich)
 
Einpunkterdung ► Single Point Earthing / Single Point Grounding (Auch als sternförmige Erdung bezeichnet, Erdungsmaßnahme, die die gegenseitige Beeinflussung von Stromkreisen durch galvanische Kopplung über einen gemeinsamen Erdungs- bzw. Bezugsleiter vermeidet)
 
Einzelrichtlinie (Synonym für Vertikale Richtlinie)
 
EIRP Equivalent Isotropical Radiated Power ► Äquivalente isotrope Strahlungsleistung (Sie gibt an, welche Sendeleistung man in eine in allen Raumrichtungen gleichmäßig [isotrop] strahlende Antenne [Isotroper Kugelstrahler] einspeisen müsste, um im Fernfeld dieselbe Leistungsflussdichte zu erreichen, wie mit einer Richtantenne in ihrer Hauptabstrahlrichtung. Sie ist eine fiktive Größe, die u.a. dazu dient, den abstandsabhängigen Feldstärkeverlauf bei einer Richtantenne zu bestimmen. Sie wird, wie folgt, berechnet: EIRP = PS G, wobei PS tatsächliche Sendeleistung, die in die Antenne eingespeist wird, G Antennengewinnfaktor. Die EIRP lässt sich einfach berechnen, indem man die ERP mit dem Faktor 1,64 multipliziert)
 
EIS Equivalent Isotropic Sensitivity ► Äquivalente Isotrope Empfängerempfindlichkeit
 
EIT Electronic Instrument Transformer ► Elektronischer Messumformer (LPTT mit aktiven elektronischen Komonenten)
 
e-Kennzeichnung ► e-Marking (EG-Genehmigungszeichen, das für eine EUB, die dieses Zeichen trägt, bescheinigt, dass sie die Anforderungen der Kfz-EMV-Richtlinie erfüllt. Die Anforderungen an eine e-Kennzeichnung sind in dieser Richtlinie geregelt. Die Kennzeichnung wurde mit dem 01.10.2002 für elektrisch/elektronische Geräte und Baugruppen, die an Bord von Kraftfahrzeugen während der Fahrt betrieben werden, zur Pflicht. Sie hat den Charakter einer Typgenehmigung und wird für EUBs vom Kraftfahrt-Bundesamt [KBA] bei Vorlage eines Prüfberichts von einem vom KBA akkreditierten Prüflabor oder einem vom KBA anerkannten Technischen Dienst sowie einem Nachweis, dass der Hersteller der EUB über ein zufriedenstellendes Qualitätssicherungssystem verfügt, erteilt. Untenstehendes Bild zeigt das Muster einer e-Kennzeichnung. Die 1 hinter dem e kennzeichnet den Prüfort [1=Deutschland], die nächsten beiden Ziffern 03 den Änderungsstand der Richtlinie, der der Prüfung zugrunde lag und die letzten vier Ziffern 0148 die Basisgenehmigungsnummer)
 
EL Emission Level
 
Elastomer-Dichtungen ► Elastomer Gaskets (EMV-Dichtungen auf Elastomerbasis. Sie bestehen aus einem elastomeren Binder [Silikon oder Fluor-Silikon] und einem Silberfüllstoff. Dieser ist je nach technischer Anforderung aus versilberten Kupfer- bzw. Aluminiumteilchen, versilberten Glaskügelchen oder reinen Silberteilchen. Auch werden als Füller Nickel, Nickel/Graphit und Carbon verwendet. Elastomer-Dichtungen haben sehr gute Abschirmeigenschaften, die je nach Produkt und Wellenlänge zwischen 50 und 120 dB liegen, ausserdem dichten sie gegen Staub und Wasser)
 
Electromagnetic Disturbance Elektromagnetische Störgröße
 
Electromagnetic Emission Elektromagnetische Emission
 
Electromagnetic Environment Elektromagnetische Umgebung
 
Electromagnetic Interference Elektromagnetische Funktionsstörung
 
Electromagnetic Intrusion ► Einbringen elektromagnetischer Energie (in Kommunikations- und informationstechnische Systeme mit der Absicht, diese im Rahmen militärischer, krimineller oder terroristischer Handlungen in ihrer Funktion zu stören, Verwirrung zu stiften oder zu zerstören)
 
Electromagnetic Pulse Elektromagnetischer Puls
 
Electromagnetic Susceptibility Elektromagnetische Störempfindlichkeit
 
Electrostatic Discharge Elektrostatische Entladung (Korrekt: Entladung statischer Elektrizität)
 
Elektrisch leitfähige Kunststoffe ► Electrically Conductive Plastics (solche Werkstoffe lassen sich durch Zusatz von leitenden Substanzen, wie z.B. Leitfähigkeitsruß, Graphit, Eisenoxid- oder Aluminiumteilchen, Silberpulver, Edelstahl- oder Kohlenstofffasern herstellen. Als Basismaterialien können alle handelsüblichen Kunststoffe dienen. Aus Sicht der EMV interessiert insbesondere ihre Anwendung zur elektromagnetischen Abschirmung von elektrischen Geräten, elektronischen Baugruppen und Systemen sowie für antielektrostatische Ausrüstungen)
 
Elektrische Feldkonstante ► Electric Constant / Permittivity of Free Space / Vacuum Permittivity (Permittivität des Vakuums. ε0 = 1/c02µ0 = 8,8541853∙10-12 As/Vm. Darin sind c0 die Vakuumlichtgeschwindigkeit und µ0 die magnetische Feldkonstante)
 
Elektrische Feldstärke ► Electric Field Strength (Vektorgröße. Maß für die Intensität und Richtung eines elektrischen Feldes. Formelzeichen: E, Maßeinheit: Volt pro Meter [V/m]. Für Letztere kommen im Bedarfsfall die bekannten SI-Vorsätze zur Anwendung. Siehe auch IEV 121-11-03)
 
Elektrische Gleichfelder ► Static Electric Fields (sind elektrostatische, d.h. in ihrer Intensität zeitlich konstante elektrische Felder, die von elektrischen Ladungen ausgehen. Sie bestehen zwischen elektrisch unterschiedlich aufgeladenen Körpern, beispielsweise zwischen durch Reibung aufgeladenen organischen oder synthetischen Materialien. In dieser Form bedrohen sie in Elektronikproduktionsstätten die dort produzierten elektronischen Bauelemente und Baugruppen. Infolge der zwischen der Jonosphäre und der Erdoberfläche bestehenden Potenzialdifferenz besteht auch hier ein elektrostatisches Gleichfeld, dessen Stärke über der Erdoberfläche im Sommer etwa 130 V/m, im Winter bis zu 270 V/m und bei Gewitter bis zu 20 kV/m beträgt. Ein elektrisches Gleichfeld besteht auch zwischen elektrischen Leitungen bzw. elektrisch leitfähigen Gebilde, an denen eine Gleichspannung anliegt)
 
Elektrische Ladung ► Electric Charge (Eigenschaft von Körpern, die darin besteht, dass eine Anziehungskraft zwischen den geladenen Körpern entsteht. Willkürlich unterscheidet man zwischen positiven und negativen elektrischen Ladungen. Ladungen mit gleichen Vorzeichen stoßen sich ab, solche mit ungleichen Vorzeichen ziehen sich an. Das Formelzeichen ist das Q, die Einheit das Coulomb C = 1 As [Ampere Sekunde]. Die kleinste frei existierende Ladung wird als Elementarladung bezeichnet. Sie hat die Größe e = 1,602 10-19 C. Bewegte elektrische Ladungen repräsentieren den elektrischen Strom)
 
Elektrische Sicherheit ► Elektrical Safety (Schutz vor Gefährdung durch Elektrizität. Elektrische und elektronische Baugruppen, Komponenten, Geräte, Apparate, Werkzeuge, Maschinen, Ausrüstungen und Anlagen müssen für den Betreiber, Nutzer bzw. Bediener einen gefahrlosen Betrieb entsprechend dafür geltenden Sicherheitsvorschriften und Normen gewährleisten. Bekannte Schutzmaßnahmen sind Schutzerdung, Schutztrennung, Schutzisolierung, die Anwendung von Schutzkleinspannungen, der Einsatz von Fehlerstromschutzeinrichtungen [FI-Schutzschalter] sowie der Schutz durch Abstand, Hindernisse und Barrieren, die ein direktes Berühren spannungsführender Teile ausschließen)
 
Elektrische Sicherheit und EMV ► Electrical Safety and EMC (Sicherheitszielstellungen und EMV-Zielstellungen sind z.B. im Zusammenhang mit Erdungsfragen oftmals widersprüchlich. In der praktischen Realisierung haben die Schutzmaßnahmen Vorrang vor den EMV-Maßnahmen; jedoch werden aus den möglichen Maßnahmen zum Personenschutz diejenigen ausgewählt, die nicht im Widerspruch zu den EMV-Maßnahmen stehen. Das betrifft beispielsweise die Dimensionierung von Schutzleitern und Erdverbindungen)
 
Elektrische Spannung ► Voltage (Als elektrische Spannung, bzw. schlechthin Spannung bezeichnet man die Differenz zweier elektrischer Potenziale φ1, φ2 bzw. das Linienintegral der elektrischen Feldstärke E zwischen den beiden zu diesen Potenzialen gehörenden Raumpunkten P1 und P2. Sie ist eine physikalische Größe, die angibt, wie viel Energie erforderlich ist, eine bestimmte elektrische Ladung entlang eines elektrischen Feldes zu bewegen. Formelzeichen: U, u. SI-Einheit: das Volt [V], im Bedarfsfall mit den entsprechenden SI-Vorsätzen)
 
Elektrische Wechselfelder ► Alternating Electrical Fields (sind quasistatische Felder. Sie bilden sich im Nahbereich von Leiter- bzw. Antennengebilden aus, an denen eine Wechselspannung U anliegt. Die elektrische Feldstärke E hat darin eine feste räumliche Verteilung, jedoch ändert sich ihre Intensität im Rhythmus der sie verursachenden Spannung U)
 
Elektrischer Strom ► Electric current (Kontinuierlicher, in sich geschlossener Fluss elektrischer Ladungsträger [Elektronen und Jonen] durch elektrisch leitfähiges Material. Formelzeichen: I, i. Die Einheit der Stromstärke, d.h. die Menge der Ladungsträger, die pro Zeiteinheit einen bestimmten Leiterquerschnitt passiert ist das Ampere [A] im Bedarfsfall mit den entsprechenden SI-Vorsätzen)
 
Elektrischer Widerstand ► Electrical Resistance (Maß dafür, welche elektrische Spannung erforderlich ist, um einen bestimmten elektrischen Strom durch einen elektrischen Leiter zu treiben. Formelzeichen: R, SI-Einheit ist das Ohm und sein Einheitenzeichen das Omega Ω)
 
Elektrisches Feld ► Electric Field (Kraftfeld, das sich zwischen elektrisch geladenen Körpern ausbildet. Entsprechend der Größe seiner elektrischen Ladung wird auf einen Körper im elektrischen Feld eine Kraftwirkung ausgeübt. Maß für die Stärke und Richtung dieser Kraftwirkung ist die elektrische Feldstärke E, die in Volt pro Meter (V/m) angegeben wird. Es gibt elektrische Gleich- und Wechselfelder)
 
Elektrochemische Spannungsreihe ► Electrochemical Series (Sie stellt die Anordnung der Metalle nach deren Standardpotenzialen (Normalpotenzialen) dar. Das Standardpotenzial eines Metalls wird als Potenzialdifferenz (gemessene Spannung) zwischen der Standard-Wasserstoffelektrode und einem Halbelement [das Metall / Lösung eines seiner Salze] definiert. Aus der Spannungsreihe der Metalle lassen sich Aussagen über ihr Reaktionsverhalten [Korrosionsverhalten] treffen. Dies ist z.B. im Bereich der EMV von Bedeutung bezüglich der Metallpaarung beim Einsatz von EMV-Dichtungen, bei denen der elektrische Übergangswiderstand zwischen Dichtung und Gehäuse langzeitstabil, d.h. u.a. auch korrosionsfrei aufrechterhalten werden muss. Zulässige, aus der Spannungsreihe sich ergebende Potenzialdifferenzen bei Metallpaarungen sind 0,5 Volt in nicht aggressiver Umgebung [Büroräume, Werkstattbereiche] und < 0,25 Volt in aggressiven Umgebungen [Außenräume, Chemieanlagen])
 
Elektroenergiequalität [EEQ] ► Power Quality / Electric Power Quality [oft auch als Netzqualität bezeichnet], Produkteigenschaft der Elektroenergie, die von Versorgungsunternehmen an vereinbarten Übergabestellen unter normalen Betriebsbedingungen an Abnehmer geliefert wird. Die EEQ wird durch Parameter charakterisiert, welche die Frequenz, die Amplitude, die Wellenform und in Dreiphasensystemen auch die Symmetrie der Versorgungsspannung betreffen. Diese Parameter hängen sowohl von den Eigenschaften des Versorgungssystems, ganz entscheidend aber auch von den bei Abnehmern vorhandenen Verbrauchern und der Art und Weise ihrer Installation ab.
www.mtm.at > Netzqualität
 
Elektroenergiequalität und EMV ► Power Quality and EMC (Bezüge der Elektroenergiequalität zur EMV sind dadurch gegeben, dass einerseits eine Reihe von EEQ-Parametern wie z.B. Spannungseinbrüche und Spannungsunterbrechungen oder transiente Überspannungen aus Sicht der EMV als Störgrößen wirken und andererseits EEQ-Parameter durch leitungsgebundene hochfrequente Störaussendungen von Geräten aber auch durch sogenannte Netzrückwirkungen von leistungselektronischen Einrichtungen, beeinträchtigt werden können. Um die Funktionssicherheit wichtiger, gegenüber EEQ-Schwankungen empfindlicher elektronischer Komponenten in industriellen Umgebungen zu gewährleisten, werden häufig sogenannte Power Line Conditioner oder Dynamic Voltage Restorer eingesetzt)
 
ElektroG Elektro- und Elektronikgerätegesetz (Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten. Bundesgesetzblatt Jg. 2005, Teil I Nr. 17 vom 23.03.2005. Regelt in Deutschland die Entsorgung und Verwertung von Elektro- und Elektronikgeräten.)
 
Elektromagnetische Aussendung ► electromagnetic emission (Phänomen der Aussendung elektromagnetischer Energie von einer Quelle [IEV 161-01-08])
 
Elektromagnetische Beeinflussung ► Electromagnetic Interference (Nach DIN VDE 0870: Einwirkung elektromagnetischer Größen auf Stromkreise, Geräte, Systeme oder Lebewesen. Eine solche Einwirkung kann bei den beeinflussten Objekten zu hinnehmbaren aber auch nicht hinnehmbaren Beeinträchtigungen, z.B. der Funktionalität von Geräten oder der Gefährdung von Personen, führen. In solchen Fällen müssen entsprechende Schutzvorkehrungen [EMV-Maßnahmen] getroffen werden, um die in konkrete Fällen möglichen Beeinflussungen auf ein zulässiges Maß zu reduzieren.
 
Elektromagnetische Begrenzungsfläche (topologisch geschlossene Oberfläche eines definierten Raums, um das Eindringen von elektromagnetischen Feldern und leitungsgeführten elektromagnetischen Störgrößen zu verhindern bzw. zu begrenzen. Die umhüllende Oberfläche besteht aus Abschirmmaterialien mit Entstörmitteln wie EMV-Dichtungen, Wabenkamine, geschirmte Türen, HF-dichte Fenster, an notwendigen Sicht-, Zutritts- und Lüftungsöffnungen und an den Leitungsdurchtrittspunkten sind besondere Schutzvorkehrungen durch Filter und
Überspannungsableiter getroffen).
 
Elektromagnetische Einheiten ► Electromagnetic Units (Siehe folgende Website)
 
Elektromagnetische Emission ► Electromagnetic Emission (Erscheinung, bei der elektromagnetische Energie leitungs- oder feldgebunden aus einer Quelle austritt [IEV 161-01-08])
 
Elektromagnetische Felder ► Electromagnetic Fields (das elektromagnetische Feld charakterisiert die elektrischen und magnetischen Phänomene im Vakuum und in materiellen Medien und lässt sich mittels fünf vektorieller Größen [elektrische Feldstärke E, magnetische Feldstärke H, Dichte des elektrischen Verschiebungsflusses D, Dichte der magnetischen Induktion B und Stromdichte J ] mathematisch beschreiben. Sie sind über die Maxwellschen Gleichungen miteinander verknüpft. Die Maxwellschen Gleichungen selbst beruhen auf empirischen Erkenntnissen. Sie bilden die Grundlage für die Behandlung von Feldproblemen im Bereich der EMV. Grobstufig, auch im Hinblick auf die Bewältigung von Schirmungsproblemen sowie der möglichen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt ist zwischen
  • ruhenden Feldern [elektrostatische Felder und magnetostatische Felder],
  • langsam veränderlichen Feldern [quasistatische elektrische und quasistatische magnetische Felder] und
  • schnell veränderlichen Feldern [elektromagnetische Felder bzw. Wellen] zu unterscheiden.
Die verschiedenen Feldarten haben sehr unterschiedliche Ursachen, Eigenschaften und Auswirkungen auf Mensch, Technik und Umwelt. Sehr häufig wird der Begriff „Elektromagnetische Felder“ auch als Sammelbegriff für die genannten Feldarten gebraucht)
 
Elektromagnetische Felder, Vorsorge ► Precautions with Regard to the Protection from electromagnetic Fields
 
Elektromagnetische Feldstärke ► Electromagnetic Field Strength (Maß für die Intensität und Richtung eines elektromagnetischen Feldes. Formelzeichen: E, Maßeinheit: Volt pro Meter [V/m] mit den bekannten SI-Vorsätzen im Bedarfsfall)
 
Elektromagnetische Funktionsstörung ► Electromagnetic Interference, EMI (Verminderung/Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit eines Gerätes, Übertragungskanals oder Systems, die durch eine elektromagnetische Störgröße verursacht wird [IEV 161-01-06]. Inwieweit eine solche Funktionsminderung toleriert werden kann, hängt von der Anwendungsspezifik des beeinflussten Systems und den damit im Zusammenhang stehenden Anforderungen an die Funktionsstabilität ab)
 
Elektromagnetische Induktion ► Electromagnetic Induction (Nach IEV 121-11-30: Phänomen der Erzeugung einer induzierten Spannung oder eines induzierten Stroms. Das heißt elektromagnetische Induktion bezeichnet den Vorgang des Entstehens einer elektrischen Spannung entlang einer Leiterschleife bzw.entlang der Windungen einer Spule oder auch innerhalb massiver elektrisch leitfähiger Materialien durch die zeitliche Änderung des sie durchsetzenden magnetischen Flusses. Im Bereich der EMV ist die elektromagnetische Induktion die physikalische Ursache für die induktive Kopplung)
 
Elektromagnetische Kopplung ► Electromagnetic Coupling (Synonym für Strahlungskopplung)
 
Elektromagnetische Schirme ► Electromagnetic Screens / Electromagnetic Shields [US] (Gebilde aus elektrisch leitfähigem Material, das dafür vorgesehen sind, das Eindringen eines zeitlich veränderlichen elektromagnetischen Feldes in einen bestimmten Bereich zu verhindern bzw. zu vermindern [modifiziert nach IEV 161-03-26]. Hierzu siehe auch die Begriffe Abschirmbänder bis Abschirmvlies, Kabelschirm, geschirmte Kabelkanäle, Leiterplattenschirmung, geschirmte Fenster, geschirmte Türen, Geräteabschirmungen, Schirmkabinen, Raumabschirmungen, Gebäudeschirmung)
 
Elektromagnetische Schirmung von Gebäuden ► Electromagnetic Shielding of Buildings (Siehe Gebäudeschirmung)
 
Elektromagnetische Sperre (Im Bereich der EMV: hermetisch geschlossene Umhüllung eines zu schützenden Volumens, um das Eindringen von elektromagnetischen Störgrößen [Felder und Ströme] zu verhindern. Die Umhüllung besteht aus Abschirmmaterialien mit Entstörmitteln [EMV-Dichtungen, Filter, Überspannungsableiter, Wabenkamine, geschirmte Türen, HF-dichte Fenster] an notwendigen Sicht-, Zutritts- und Lüftungsöffnungen sowie Kabeldurchführungen. Begriff aus der militärischen EMV-Technik. Synonym für Elektromagnetische Begrenzungsfläche)
 
Elektromagnetische Störempfindlichkeit ► Electromagnetic Susceptibility (Unfähigkeit einer Einrichtung bzw. eines Systems unter dem Einfluss einer elektromagnetischen Störgröße ohne Funktionsminderung zu arbeiten. Gleichzusetzen einem Mangel an Störfestigkeit [IEV 161-01-21])
 
Elektromagnetische Störfestigkeit (Siehe Störfestigkeit)
 
Elektromagnetische Störgröße ► Electromagnetic Disturbance (jede natürliche oder künstlich, unbeabsichtigt oder in böswilliger Absicht hervorgerufene elektromagnetische Erscheinung, welche die Güte einer Schaltung, eines Gerätes oder eines Systems herabsetzen oder lebende oder tote Materie auf unerwünschte Weise beeinflussen kann. Anmerkung: es kann sich dabei um ein elektromagnetisches Phänomen, um ein unerwünschtes Signal aber auch um eine Parameterveränderung im Übertragungsweg handeln [IEV 161-01-05]. Elektromagnetische Störgrößen treten im Frequenzbereich von 0 Hz bis 400 GHz als leitungs- oder feldgebundene Phänomene, als Entladungen statischer Elektrizität und als energieintensive elektromagnetische Strahlungsfelder [siehe HEMP und HPEM in Erscheinung)
www.schneider-electric.com > Suche: Control panel technical guide-EMC
 
Elektromagnetische Störung ► Electromagnetic Interference (Gemäß IEV 161-01-06 Funktionsbeeinträchtigung eines Geräts oder Systems, die durch eine elektromagnetische Störgröße verursacht wird. Abweichend hiervon wird jedoch der Begriff „Elektromagnetische Störung“ in vielen, auch verbindlichen Dokumenten sachlich nicht korrekt, jedenfalls nicht in Übereinstimmung mit dem IEV, als „Elektromagnetische Störgröße“ [Electromagnetic Disturbance] interpretiert. So auch im aktuellen EMVG und in der letzten Neufassung der EMV-Richtlinie vom 26. Februar 2014. Dort heißt es im § 3 Absatz 5: „elektromagnetische Störung“ jede elektromagnetische Erscheinung, die die Funktion eines Betriebsmittels beeinträchtigen kann; sie kann elektromagnetisches Rauschen, ein unerwünschtes Signal oder eine Veränderung des Ausbreitungsmediums selbst sein)
 
Elektromagnetische Strahlung ► Elektromagnetic Radiation (1. Phänomen des Energieaustritts aus einer Quelle in Form elektromagnetischer Wellen. 2. Vorgang des Energietransports durch den Raum mittels elektromagnetischer Wellen [IEV 161-01-10])
 
Elektromagnetische Umgebung ► Electromagnetic Environment (Gesamtheit der elektromagnetischen Phänomene, die an einem gegebenen Ort existieren [IEV 161-01-01]. Beschreibbar durch Auflistung und Charakterisierung der am Betrachtungsort wirkenden Störquellen und Störgrößen, der Installationsbesonderheiten, der realisierten bzw. nicht realisierten EMV-Maßnahmen sowie der EMV-relevanten nichtelektrischen Umgebungsbedingungen (Luftfeuchte, vor Ort befindliche triboelektrische Materialien u.ä.). Im Allgemeinen ist die Intensität der vor Ort wirkenden Phänomene zeitabhängig und mehr oder weniger zufälliger Natur. Im Übrigen ist die elektromagnetische Umgebung kein zeitlich konstantes Phänomen, sondern sie unterliegt ständig dem Einfluss verschiedenster Tendenzen, beispielsweise der Einführung neuer Technologien oder der zunehmenden Verbreitung und damit der Dichte von als Störquellen wirkenden Betriebsmitteln. Dies ist sehr offensichtlich im Fall der drahtlosen Kommunikationssysteme und der funkgestützten Technologien wie WLAN, Bluetooth u.a. In den Arbeiten zur zweiten Ausgabe der IEC 61000-2-5 wird zurzeit der Versuch unternommen, Elektromagnetische Umgebungsklassen aus praktischer Sicht zu definieren. Weitere Details siehe IEC 61000-2-1 bis 14. Eine sehr gute Darstellung der elektromagnetischen Umwelt im Kfz.-Bereich findet sich unter der folgenden Webadresse.
Die Besonderheiten von Umgebungen mit hoher elektromagnetischer Leistung [HPEM-Umgebungen] findet man in der DIN IEC 61000-2-13)
 
Elektromagnetische Umgebungsklassen ► Electromagnetic Environmental Classes (Klassifizierungsschema für elektromagnetische Umgebungen. Grundvorstellung ist dabei, typische Betrachtungsorte mit den dort vorherrschenden elektromagnetischen Phänomenen zu beschreiben und Verträglichkeitspegel dafür zu nominieren. In der IEC 61000-2-5 werden vorläufig acht Umgebungsklassen unterschieden.
  1. Residential-rural location [ländliche Wohngegend]
  2. Residential-urban location [Städtische Wohngegend
  3. Commercial location [Geschäftsviertel, dicht besiedelte öffentliche Gegend]
  4. Light indusrial location [Gewerbegebiet, Leichtindustrie]
  5. Heavy indutrial location [Industriegebiet, Schwerindustrie]
  6. Traffic area [Verkehrsraum]
  7. Telecommunication Centre [Telkommunikationszentren]
  8. Hospital [Krankenhäuser, medizinische Bereiche]
 
Elektromagnetische Verträglichkeit ► Electromagnetic Compatibility (EMV, Fähigkeit eines Betriebsmittels, in seiner elektromagnetischen Umgebung zufriedenstellend zu arbeiten, ohne dabei selbst elektromagnetische Störungen zu verursachen, die für andere in derselben Umgebung arbeitende Betriebsmittel unannehmbar wären [IEV 161-01-07 und EMVG].
Diese von elektrotechnischen Produkten geforderte nichtfunktionale Eigenschaft ist heute angesichts der Überfrachtung der industriellen, privaten und öffentlichen Bereiche mit funktionsintensiver, oft zuverlässigkeits- und sicherheitsrelevanter Elektronik sowie elektrischer und elektronischer Informations-, Kommunikations-, Unterhaltungs-, Rechen- und Energietechnik ein brisantes technisches aber auch wirtschaftspolitisches Problem und damit die EMV notwendigerweise ein gesetzlich geregeltes Schutzanliegen [siehe EMVG]. Rein technisch gesehen repräsentiert sie in der Menge der von einem elektrotechnischen Erzeugnis geforderten Produktmerkmale ein zwar sehr komplexes, aber doch einzelnes Attribut, das ebenso wie andere geforderte Produkteigenschaften im Zuge der Planung, Entwicklung und Herstellung von Betriebsmitteln zunächst vereinbart und danach zielgerichtet zu verwirklichen und am fertigen Erzeugnis nachzuweisen und zu pflegen ist. Für den Praktiker sind dabei die folgenden Fragen interessant.
  • Was ist der physikalische Hintergrund des Verträglichkeitsproblems?
  • Wie werden EMV-Produkteigenschaften quantitativ, d.h. mess- und prüfbar charakterisiert?
  • Welche Anforderungen werden mit welcher Schärfe und Verbindlichkeit an sie gestellt?
  • Wie werden EMV-Produkteigenschaften kosteneffektiv verwirklicht?
  • Wie werden EMV-Produkteigenschaften nachgewiesen?
  • Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Produkteigenschaft EMV und anderen relevanten Produktmerkmalen und Problemfeldern?)
Zu diesen Fragen existiert ein umfangreiches EMV-Literatur-Angebot. Darüber hinaus stehen zur Beantwortung von konkreten Fragen zur EMV das Fachreferat 411 der Bundesnetzagentur [www.bundesnetzagentur.de > Suche. Fachreferat 411 ] bzw. auch die Außenstellen der Bundesnetzagentur zur Verfügung.
Auf IEC-Ebene befasst sich das TC 77 mit seinen Subkomitees SC 77A, SC 77B und 77C mit den normungstechnischen Aspekten zur EMV [siehe: www.iec.ch/cgi-bin/getsbp.pl/77.pdf?file=77.pdf].
Anmerkung: Der Begriff „Elektromagnetische Verträglichkeit [EMV]“ ist nach EMVG [siehe oben] als Produkteigenschaft definiert, d.h. an einem Objekt festgemacht. Das Wort „Verträglichkeit“ ist aber kein Eigenschaftswort sondern charakterisiert als Substantiv begriffsinhaltlich eigentlich die Qualität eines Beziehungsgefüges zwischen mindestens zwei oder mehreren oder auch sehr vielen Partnern, Betrachtungsobjekten, Sachverhalten oder Phänomenen. Aus dieser Sicht wäre bei Beschränkung auf die zwischen elektrischen und elektronischen Objekten bestehenden elektromagnetischen Beziehungen die „Elektromagnetische Verträglichkeit“ eigentlich der Zustand des elektromagnetischen Beziehungsgefüges, bei dem alle beteiligten Einrichtungen/Systeme in beabsichtigter Weise funktionieren, ohne sich gegenseitig zu beeinträchtigen. In diesem Sinne wird der Begriff EMV unbeschadet der im EMVG gegebenen Definition ja auch tatsächlich oftmals interpretiert [siehe z.B. Intrasystem-EMC oder Intersystem-EMC]. Diesen Zustand unabhängig vom technischen Fortschritt zu konservieren, ist ja letztlich auch das Bestreben aller Bemühungen der EMV-Normung und der technischen EMV-Arbeit. Um diesen Zustand zu erreichen, müssen Produkte in gegebenen Umfeldern normungsbasierte Vorgaben für zulässige Störaussendungen und erforderliche Störfestigkeitswerte erfüllen. Das heisst, sie müssen, ebenso wie viele andere, im Zuge des Gestaltungsprozesses zu verwirklichende Eigenschaften auch bestimmte EMV-Eigenschaften haben. Treffender, auch aus philologischer Sicht, und weniger irreführend wäre es deshalb gewesen, den Begriff „EMV“ in diesem Sinne als Zustandsgröße und nicht als Produkteigenschaft zu definieren und die heute verbindliche EMV-Definition, siehe oben, als Anforderungscharakteristik für die verträglichkeitsgerechte Gestaltung von Produkten zu verwenden. Aber das ist ja wohl nicht mehr zu korrigieren. Siehe hierzu erste Website)
www.demvt.de > Download: EMV – eine Begriffsanalyse aus systemtheoretischer Sicht
 
Elektromagnetische Waffen ► Electromagnetic Weapons / EM-Weapons (sind elektromagnetische Kampfmittel wie z.B. EMP Bombs, HERF Guns u.a. Geräte zur Erzeugung von IEMEs, d.h. von energieintensiven elektromagnetischen Strahlungsfeldern, die in elektronischen Zielsystemen Ströme und Spannungen von zerstörerischer Wirkung verursachen. Die Pegel der erzeugten Störgrößen überschreiten dabei wesentlich die Pegel, die unter normalen elektromagnetischen Umgebungsbedingungen vorherrschen, z.B. Leistungsflussdichten mit Spitzenwerten > 600 W/m2, Feldintensitäten >500 Volt/m oder Störspannungen in Elektronikstromkreisen von >100 Volt und Impulse bis zu 1000 MW Spitzenleistung bei Impulsdauern im Nano- und Sub-Nano-Sekundenbereich. Der Schutz gefährdeter Systeme erfolgt durch die Anwendung entsprechend zugeschnittener EMV-Maßnahmen durch sogenanntes Härten bzw. Hardening)
 
Elektromagnetische Wellen ► Electromagnetic Waves (sind verkettete elektrische und magnetische Felder, die sich im Vakuum mit Lichtgeschwindigkeit [c0 = 299 792 458 ≈ 300000000 m/s] und in anderen Medien mit der Geschwindigkeit c = c0/r εr) ausbreiten. εr kennzeichnet dabei die Dielektrizitätszahl und µr die Permeabilitätszahl des betreffenden Mediums. Es sind Transversalwellen, d.h. sie schwingen senkrecht zu ihrer Ausbreitungsrichtung) 
 
Elektromagnetische Wellenfelder ► Electromagnetic Wave Fields (Im Abstand x >> c/f von einer Feldquelle [c = Lichtgeschwindigkeit, f = Frequenz der felderzeugenden Größen] liegen, unabhängig von der prinzipiellen Art des Antennengebildes [Stab- oder Rahmenantenne], sogenannte Fernfeldverhältnisse vor. Das heißt, dort herrscht ein nichtstationäres, wellenförmig fortschreitendes elektromagnetisches Feld vor, das sich in Form elektromagnetischer Wellen ausbreitet.
 
Elektromagnetische Zuverlässigkeit – EMZElectromagnetic Reliability – EMR (Neuere, parallel zur EMV kreierte Wortschöpfung aus der Mikrosystemtechnik und der Technik miniaturisierter Systeme. Wie folgt definiert: EMZ ist gegeben, wenn ein elektrisches System in seiner elektromagnetischen Umgebung zufriedenstellend funktioniert und keine unzulässigen Effekte auf seine Umgebung ausübt. Als Voraussetzung dazu werden insbesondere die Beherrschung der Signal- und Power-Integrität und der elektromagnetischen Interferenzprobleme im Zuge eines speziell darauf zugeschnittenen Entwurfsprozesses gesehen)
 
Elektromagnetischer Puls ► Electromagnetic Pulse, EMP (Kurzzeitiger, breitbandiger Feldpuls erzeugt durch nukleare Entladungen [NEMP] oder durch elektromagnetische Waffen oder von anderen Ursachen wie Schaltvorgänge [SEMP] oder Blitzentladungen [LEMP] herrührend, der in exponierten leitfähigen Gebilden [Schirmanordnungen, Gerätegehäuse, Elektronikschränke, Kabel und Leitungen] kurzzeitig sehr hohe Ströme und Spannungen induzieren kann, die sich, falls sie nicht ausreichend begrenzt werden, störend oder zerstörend auf involvierte Elektronikbauteile und -Systeme auswirken können)
 
Elektromagnetischer Verträglichkeitsbereich ► Electromagnetic Compatibility Margin (nach IEV 161-03-17 Bereich zwischen Immunity Limit und Emission Limit)
www.demvt.de > Download: EMV – eine Begriffsanalyse aus systemtheoretischer Sicht
 
Elektromagnetischer Verträglichkeitspegel ► Electromagnetic Compatibility Level (Spezifizierter Wert einer definierten Störgröße, bei dem das verträgliche Zusammenwirken aller Komponenten einer Anlage bzw. eines Systems in bezug auf diese Störgröße mit höchstmöglicher Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Er dient als Referenzwert zur Festlegung von Emissions- und Störfestigkeitsgrenzwerten der zum Einsatz kommenden Gerätetechnik.
Anmerkungen: Der Verträglichkeitspegel kann phänomen-, zeit- oder ortsabhängig sein. Gewöhnlich wird er so festgelegt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass er von tatsächlich auftretenden Störpegeln überschritten wird, sehr gering ist. Elektromagnetische Verträglichkeit wird nur erreicht, wenn die Emissions- und Immunitätspegel so eingestellt sind, dass an jedem Ort der von der Gesamtheit aller Emissionen herrührende Störpegel niedriger ist als der Störfestigkeitspegel jedes Geräts oder Systems am gleichen Ort [IEV 161-03-10]. Die für verschiedene elektromagnetische Umgebungsklassen spezifizierten Verträglichkeitspegel sind in der 2. Ausgabe der IEC 61000-2-5 näher erläutert)
 
Elektromagnetisches Rauschen ► Electromagnetic Noise (zeitlich veränderliches elektromagnetisches Phänomen, das einem erwünschten Signal überlagert oder mit ihm kombiniert ist, aber keine Information führt [IEV 161-01-02])
 
Elektromagnetisches Spektrum ► Electromagnetic Spectrum (Als Elektromagnetisches Spektrum bezeichnet man die Vielfalt der verschiedenen Arten elektromagnetischer Wellen geordnet nach Frequenzen [102 bis 1023 Hz] und Wellenlängen [107 bis 10-15 m]. Es reicht von den niederfrequenten Rundfunkwellen bis hin zu den Gammastrahlen. Die effektive Bewirtschaftung des elektromagnetischen Spektrums erfordert die internationale, nationale und regionale Koordination der immer stärker genutzten Frequenzbereiche, die Minimierung der erforderlichen Bandbreiten, Reichweiten und Signal-Störabstände der verschiednen Übertragungskanäle sowie die Mehrfachnutzung gleicher Kanäle durch territoriale Trennung. Details siehe folgende Website)
 
Elektromagnetisches Verträglichkeitsverhältnis ► Electromagnetic Compatibility Margin (Kenngröße, die für eine bestimmte elektromagnetische Störgröße in einem definierten Systemraum die Verträglichkeitsverhältnisse charakterisiert. Sie entspricht nach IEV 161-03-17 dem Verhältnis Störfestigkeitsgrenzwert / Aussendungsgrenzwert, d.h. in Bezug auf eine definierte Störgröße dem Verhältnis von minimaler Störfestigkeit, die ein im Applikationraum eingesetztes Betriebmitttel haben muss zum maximal zulässigen Störaussendungspegel, den ein dort eingesetztes Betriebsmittel haben darf. Rein rechnerisch entspricht das elektromagnetische Verträglichkeitsverhältnis dem Produkt [Aussendungs-Verträglichkeits-Verhältnis]•[Störfestigkeits-Verträglichkeits-Verhältnis])
 
Elektrosensibilität ► Electro-Sensitivity / Hypersensitivity to Electricity (vegetative Reaktion auf extrem niedrige Feldeinwirkungen. bzw.auf die Wahrnehmung von Objekten [Antennen, Mobilfunkmasten, Hochspannungsleitungen u.ä. Einrichtungen], die das Vorhandensein solcher Felder vermuten lassen. Im Zentrum stehen dafür hypersensitive Menschen, etwa 1 bis 2% der Gesamtbevölkerung, die sich unter dem Einfluss der im Lebensumfeld stets vorhandenen elektrischen und magnetischen Felder in ihrem Wohlbefinden gestört fühlen. Nach dem heutigen Wissenstand ist nicht klar, ob ein entsprechendes Krankheitsbild tatsächlich existiert oder ob es sich dabei lediglich um eine psychologische Angstreaktion ohne jeglichen körperlich fassbaren Befund handelt, wobei neuere Untersuchungen immer mehr den letzteren Sachverhalt zu bestätigen scheinen. Interessant ist dabei auch die auf dem WHO-Kongress zur Elektrosensibilität 2004 in Prag verlautbarte Meinung, dass es sich dabei offenbar um ein ansteckendes Phänomen handelt, das durch Weitererzählen und insbesondere durch Berichterstattung in den Massenmedien rapide verbreitet wird)
 
Elektrosmog (Alltagssprachliche Bezeichnung für die Gesamtheit aller technisch erzeugten elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Felder, die im Sinne einer Umweltverschmutzung Flora und Fauna belasten [Fachbegriffe hierfür: EMF und EMVU]. Der Begriff „Smog“ [Kunstwort, gebildet aus den englischen Wörtern „Smoke“ und „Fog“] ist dabei allerdings in verschiedener Hinsicht unzutreffend, denn Rauch und Nebel beispielsweise verschwinden bei aufkommendem Wind, während die hier gemeinten elektromagnetischen Felder davon völlig unberührt bleiben.
Einen Eindruck von den in der Bevölkerung durch Elektrosmog ausgelösten Ängsten, den daraus resultierenden emotionsgeladenen Diskussionen und den damit im Zusammenhang machbaren, teilweise dubiosen Geschäften vermitteln die folgenden Webseiten)
 
Elektrostatik ► Electrostatics (Die Elektrostatik befasst sich mit Effekten [Feldern, Spannungen, Kräften, Entladungserscheinungen, die in Verbindung mit elektrischen Ladungen und deren Verteilungen auftreten können. In der EMV spielen insbesondere die elektrostatischen Spannungen und die Entladungen statischer Elektrizität eine Rolle, da durch sie elektronische Bauelemente geschädigt bzw. zerstört und elektronische Geräte in ihrer Funktion beeinträchtigt werden können. Siehe auch Elektrostatische Aufladung und Elektrostatische Entladung)  
 
Elektrostatische Aufladung ► electrostatic charge (die häufigste Form der Entstehung elektrostatischer Aufladungen ist die Aufladung durch Reibung [Triboelectric Charging]. Sie kommt zustande, wenn zwei verschiedene, zunächst elektrisch neutrale Substanzen in Berührung gebracht, aneinander gerieben und wieder getrennt werden. Manche Substanzen geben dabei Elektronen ab und werden dadurch positiv aufgeladen, andere nehmen Elektronen auf und erhalten dadurch einen negativen Ladungsüberschuss. Eine orientierende Übersicht hierzu bietet die Triboelektrische Reihe. Polarität und Höhe der Aufladung werden einerseits durch die spezifischen Stoffeigenschaften der beteiligten Materialien wie Material- und Oberflächenstruktur, Dielektrizitätskonstante, elektrische Volumen- und Oberflächenleitfähigkeit und andererseits durch eine Reihe anderer Faktoren wie Größe der Kontaktfläche, Intensität der Reibung, Anpressdruck vor dem Trennen und Luftfeuchte bestimmt, wobei insbesondere die Luftfeuchtigkeit einen sehr wesentlichen Einfluss hat. Die beim Ladungsaufbau fließenden Ströme liegen in der Größenordnung von einigen 100 Pikoampere bis zu einigen Mikroampere und die im vorliegenden Betrachtungsfeld auftretenden Werte der elektrostatischen Ladungen können etwa 3 Nanocoulomb bis 5 Mikrocoulomb betragen.Die elektrostatische Potenzialdifferenz zwischen den Reibungspartnern wird durch die nach beendigter Aufladung auf ihnen befindlichen Ladung Q und der zwischen ihnen bestehenden Kapazität C gemäß der Beziehung U = Q/C bestimmt. Parasitäre Aufladungen durch Reibung entstehen in betrieblicher Umgebung durch den Kontakt von Personen mit ihrer Bekleidung, den Sitzgelegenheiten, den Fußböden, den Arbeitsmitteln und Arbeitsgegenständen, die sie handhaben sowie durch den Kontakt von Bauelementen, Leiterplatten und Geräten mit Fertigungseinrichtungen sowie Behältnissen zu ihrer Lagerung und ihrem Transport. Reibvorgänge werden dabei durch natürliche Körperbewegungen, normale Arbeitsverrichtungen, technologische Vorgänge wie Saugen, Blasen Spritzen, Sprühen, durch Verpackungs-, Entnahme- und Beschickungsoperationen sowie durch Erschütterungen und Vibrationen während des Transports verursacht. Die auftretenden Spannungen liegen im Bereich von 0,1 bis 20 kV und damit z.B. weit über den für elektronische Bauelemente zulässigen Werten)
 
Elektrostatische Entladung ► electrostatic discharge, ESD, (korrekte Bezeichnung: Entladung statischer Elek­trizität. Vorgang des Ladungsausgleichs zwischen festen, flüssigen oder gasförmigen Medien, die unterschiedlich elektrostatisch aufge­laden sind. Er ist meistens von einer Gleit-, Büschel-, Funken- oder auch blitzähnlichen Entladungserscheinung begleitet, kann aber auch ausschließlich leitungsgebunden über eine Kontaktstelle ablaufen, und zwar dann, wenn die Potenzialdifferenz vor der Berührung 330 Volt nicht überschreitet. Bei Funkenbildung können brennbare Gase und Dämpfe oder explosible Gemische gezündet und durch die mit einer Entladung einhergehenden Ströme und Felder elektronische elektronische Bauelemente geschädigt, zerstört oder elektronische Betriebsmittel in ihrer Funktion beeinträchtigt werden. Die erstgenannten Wirkungen fallen in den Zustänigkeitsbereich des Brand- und Explosionsschutzes bzw. der technischen Sicherheit, die letzteren dagegen in den Bereich der elektromagnetischen Verträglichkeit. Von besonderer Bedeutung beim Umgang mit elektronischer Gerätetechnik sind die von Personen auf Schaltkreise, Leiterplatten, Bedienelemente, und Gefäßoberflächen im Rahmen von Transport-, Montage-, Prüf-, Bedien-, Reparatur- und Servicehandlungen möglichen elektrostatischen Körperentladungen. Mit folgenden elektrischen Werten ist dabei zu rechnen: Energieinhalt 10 bis 30 mJ, elektrostatische Spannung 0,1 bis 20 kV, Entladungsstromstärke bis 30 A (Pulsamplitude, Stromänderungsgeschwindigkeit bis 100 A/ns, elektrische Feldstärke 1 bis 4 kV/m, magnetische Feldstärke bis 15 A/m in cm-Nähe der Entladung)
 
Elektrostatische Felder ► Electrostatic Fields (zeitlich ruhende elektrische Felder. Das heißt elektrische Felder, deren Intensität und Verteilung im Raum sich relativ zur Quelle zeitlich nicht ändert. Elektrostatische Felder finden sich im Umfeld von mit unterschiedlicher Polarität aufgeladenen Körpern sowie elektrisch leitfähigen Leitungen bzw. Gebilden an denen eine Gleichspannung anliegt)
Google-Suche „Elektrostatische Felder“ Bilder
 
Elementarmagnete ► Elementary Magnets (Als Elementarmagnete bezeichnet man die kleinsten magnetischen Einheiten in einem ferromagnetischen Material. Der typische Elementarmagnet ist das Atom im Metallgitterverband. Es erhält seine magnetischen Eigenschaften durch ein oder mehrere Elektronen-Orbitale, die mit einem Spin behaftet sind)
 
ELF Extremely Low Frequency ► extrem tiefe Frequenz (Niederfrequenz im Frequenzband von 3 ... 30Hz, Wellenlänge: 105 … 104 km. Früher angewandt in der U-Boot-Kommunikation)
 
ELFEXT Equal Level Far End Cross Talk ► Gleichpegeliges Fernnebensprechen (Verhältnis des übersprechenden Ausgangspegels zum eigentlichen Ausgangspegel. Kabelkenngröße)
 
 
ELSECOM European Electrotechnical Sectoral Committee for Testing and Certification ► Europäisches Komitee für Prüfung und Zertifizierung elektronischer Systeme (CENELEC)
 
ELV Extra Low Voltage ► Kleinspannung (Spannung, die die Grenzwerte der IEC 61201 von 50 V Wechselspannung bzw. 120 V Gleichspannung nicht überschreitet. Nach DIN VDE 0100-410 wird zwischen SELV, PELV und FELV unterschieden)
 
EM Clamp Electromagnetic Clamp ► EM-Koppelstrecke / Elektromagnetische Koppelzange (Einrichtung zur Einkopplung von Prüfstörgrößen [hochfrequente Einströmung] in die Zuleitungen von Prüfobjekten über kombinierte kapazitive und induktive Kopplung. Spezifiziert in IEC 61000-4-6)
www.teseq.de > Suche: EM Clamp
 
EMA Elektromagnetische Störaussendung ► Electromagnetic Disturbance Emissions
 
EMB Elektromagnetische Beeinflussung
 
Embedded Systems Systeme mit eingebetteten Computerfunktionen (Unter dem Begriff embedded chips, embedded microprocessors, embedded controller, auch embedded logic oder embedded devices fasst man die Vielzahl der Computerapplikationen zusammen, die nicht in die klassische Datenverarbeitung einschließlich der PC-Technik einzuordnen sind, wie man sie z.B. in Telekommunikationsanlagen, Zugangskontrollsystemen, in intelligenten Sensoren und Aktuatoren, Busbaugruppen sowie in vielen Geräte- und Maschinensteuerungen und anderen Anwendungen findet. In allen Fällen handelt es sich um eine meistens mikrocontrollerbasierte Steuerungshardware, die für die Lösung eines speziellen Problems, Beispiele siehe oben, vorgesehen ist. Sie verfügt über aufgabenspezifische Ein-/Ausgabeeinheiten und die Software, mit der sie arbeitet, ist als Firmware in einem Festwertspeicher hinterlegt. Die Rechenleistung liegt meistens weit unter der von PCs)
 
EMB-Matrix Elektromagnetische Beeinflussungsmatrix (Synonym für Beeinflussungsmatrix)
 
EMC Electromagnetic CompatibilityElektromagnetische Verträglichkeit (EMV)
 
EMC Control Components ► EMV-Produkte zur Realisierung der EMV-Schutzanforderungen bei Betriebsmitteln (Kondensatoren, Induktivitäten, Filter, Abschirmmaterialien und -Gehäuse, EMV-Dichtungen, Prüf- und Testzubehör und ähnliche Produkte)
 
EMC Design Flow Diagram ► EMV-gerechter Entwurf - Flussdiagramm
 
EMC matrix Electromagnetic Compatibility MatrixEMV-Beeinflussungsmatrix / EMV-Matrix
 
EMC Planning EMV-Planung
 
EMC Pre-Compliance Testing ► Entwicklungsbegleitende orientierende EMV-Messungen und Prüfungen (die sicherstellen sollen, dass das marktreife Produkt alle EMV-Anforderungen erfüllt. Da die Messungen nur orientierenden Charakter haben, können sie mit wesentlich billigerer Gerätetechnik durchgeführt werden als für die zum Konformitätsnachweis erforderlichen Full-Compliance-Messungen)
 
EMC Standardisation EMV-Normung
 
EMC-Tools ► EMV-Werkzeuge (EMV-spezifische, online-verfügbare Hilfsmittel für die Berechnung EMV-relevanter Parameter und Sachverhalte)
EMC Working Party EMV-Arbeitsgruppe Grundsatzfragen (der Europäischen Kommission)
 
EMC Zone (EMV-Bereich auf der IEC-Website. Eine frei zugängliche Online-Informationsquelle für Experten und Nichtexperten zu fachlichinhaltlichen, normungsbezogenen und organisatorischen Grundsatzfragen der EMV)
 
EMCAB Electromagnetic Compatibility Advisory Board ► Beratender Ausschuss/Gruppe/Gremium zu Fragen der elektromagnetischen Verträglichkeit (Er zeichnet verantwortlich für die effektive und termingerechte Umsetzung des definierten EMV-Programms bei militärischen und Raumfahrtprojekten. Sein personeller Besatz richtet sich nach Umfang und Komplexität des Projekts. Begriff aus den MIL-STDs.)
 
EMC-Contact Points ► EMV-Anlaufpunkte (Zentrale Kontaktstellen in den einzelnen EU-Mitgliedstaten zu Fragen der Umsetzung der EMV-Richtlinie und der Marktüberwachung)
 
EMCCP Electromagnetic Compatibility Control Plan EMV-Programmplan
 
EMCD Electromagnetic Compatibility Directive EMV-Richtlinie
 
EMCDAS Electromagnetic Compatibility Data Acquisition System ► Datenerfas­sungssystem für EMV-Parameter
 
EMCE Electromagnetic Compatibility with the Environment ► Elektomagnetische Verträglichkeit zur Umwelt (Siehe EMVU)
 
EMC Guideline ► EMV-Leitfaden (zur Umsetzung der EMC Directive 2004/108/EC)
 
EMCIA Electromagnetic Compatibility Industry Association ► (Verband zur Bündelung der Interessen von Firmen, die
sich auf dem Gebiet der EMV aktiv als Hersteller und Anbieter von Produkten bzw. als Dienstleister betätigen. Besteht
seit 2002)
 
EMCM ElectroMagnetic Compatibility Margin Elektromagnetischer Verträglichkeitsbereich
 
EMC-Mark EMV-Prüfzeichen
 
EMCPP Electromagnetic Compatibility Program Plan EMV-Programmplan
 
EMCPP Electromagnetic Compatibility Program Procedures ► EMV-Programm Verfahren (Vorgehensweise für die Bereitstellung aller notwendigen Daten, die erforderlich sind, um nachzuweisen, dass die EEE-bedingten Anforderungen an eine militärische Einrichtung [Gerät, System] erfüllt sind und ihnen während des gesamten Lebenszyklus des Betrachtungsobjekts entsprochen wird)
 
EMCS Electromagnetic Compatibility Society ► Gesellschaft für Elektromagnetische Verträglichkeit (im IEEE. Weltgrößte Organisation, die sich mit der Entwicklung und Verbreitung von Informationen, Werkzeugen und Techniken zur Reduzierung elektromagnetischer Störungen befasst)
 
EMCSA Electromagnetic Compatibility Society of Australia ► Gesellschaft für Elektromagnetische Verträglichkeit Australiens (eine Non-Profit-Gesellschaft innerhalb der australischen Institution of Engineers zur Förderung von Wissenschaft und Praxis der EMV in Australien und der Region. 1997 gegründet)
 
EMCTLA EMC Test Labs Association ► Verband der EMV-Testlaboratorien (UK)
 
EMC-Turntable EMV-Drehtisch
 
EMCWP EMC Working Party ► EMV-Arbeitsausschuss Grundsatzfragen (in der Europäischen Kommission)
 
EMD Electromagnetic DisturbanceElektromagnetische Störgröße
 
EME Electromagnetic Effects ► Elektromagnetische Wirkungen (im Sinne von Störeinwirkungen auf elektrische bzw. elektronische Betriebsmittel)
 
EME Electromagnetic Emissions ► elektromagnetische Emissionen (Aussendung elek­troma­gne­tischer Energie, Aussendung elektromagnetischer Stör­größen. Beabsichtigt oder unbeabsichtigt auf leitungsgebundenen oder feldgebundenen Übertragungswegen)
 
EME Electromagnetic Energy ► elektromagnetische Energie
 
EME Electromagnetic Environmentelektromagnetische Umgebung
 
EMEC Electromagnetic Environmental Compatibility ► Elektromagnetische Umweltverträglichkeit (EMVU)
 
EMF Elektrische, Magnetische und Elektromagnetische Felder (das Kürzel EMF wird im sachlichen technischen Sprachgebrauch anstelle der umgangssprachlichen Vokabel „Elektrosmog“ genutzt, wenn es um die Feldbelastungen von Mensch und Umwelt geht)
 
EMF Electromagnetic Fieldselektromagnetische Felder
 
EMF Electromotive Force ► Elektromotorische Kraft (Siehe EMK)
 
EMF Spektrum (Vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift, in der Experten unterschiedlicher Fachrichtungen Studien- und Tagungsergebnisse vorstellen, neue Studienergebnisse und Funktechnologien erläutern und aktuelle EMVU-Diskussionsthemen beleuchten. Herausgeber: WIK. Bestellbar über folgende Website)
 
EMF-Datenbank ► EMF Database (die EMF-Datenbank der Bundesnetzagentur beinhaltet die Ergebnisse der im Zuge des in regelmäßigen Zeitabständen nach einer eigens dafür geschaffenen Messvorschrift innerhalb der Bundesrepublik mittels automatischer Messstationen [AMS] durchgeführten EMF-Monitorings. Sie ermöglicht eine ortsbezogene Online-Recherche bezüglich der gemessenen Feldintensitäten und der jeweils vorliegenden Grenzwertausschöpfung. Darüber hinaus gibt sie eine Übersicht zu in Betrieb befindlichen Standorten von Funkanlagen für die die Bundesnetzagentur Standortgenehmigungen erteilt hat)
 
EMF-Datenbasis weltweit ► EMF worldwide Standards (siehe folgende Website)
 
EMF-Fachwissen Online ► EMF Know How Online (Grund- und Spezialwissen zu den Wirkungen elektromagnetischer Felder auf Mensch und Umwelt sowie damit im Zusammenhang stehender Probleme)
 
EMF-Handbuch ► EMF Handbook (Elektromagnetische Felder: Quellen, Risiken, Schutz)
 
EMF-Institutionen (Nationale und internationale Behörden, Organisationen, Institutionen, Verbände und Interessengemeinschaften mit Bezug zu den biologischen Wirkungen elektromagnetischer Felder, EMF/EMVU)
 
EMF-Messdienst ► EMF Measurement Service (Dienst der BG ETEM zur Messung und Bewertung arbeitsplatzbezogener elektromagnetischer Felder [EMF] einschließlich der Empfehlung entsprechender Schutzmaßnahmen sowie der diesbezüglichen Beratung der Betriebe)
 
EMF-Monitor (Fachinformationsdienst Elektromagnetische Felder, Umwelt und Gesundheit. Herausgegeben vom ECOLOG-Institut. Erscheint aller zwei Monate mit
  • Berichten und Kommentaren zu aktuellen Forschungsergebnissen,
  • Zusammenfassungen zum Stand der Forschung zu den Auswirkungen elektromagnetischer Felder auf Umwelt und Gesundheit,
  • Analysen zur Risikobewertung und zum Risikomanagement in Verbindung mit elektromagnetischen Feldern,
  • Informationen zu neuen technologischen Entwicklungen mit Folgen für die elektromagnetischen Expositionen der Bevölkerung und an Arbeitsplätzen,
  • Empfehlungen für Schutz und Vorsorgemaßnahmen)
 
EMF-Monitoring ► Überwachung elektromagnetischer Felder EMF (von der Bundesnetzagentur beispielsweise wird ein solches Monitoring im Hinblick auf die Beurteilung des Schutzes von Personen in elektromagnetischen Feldern in regelmäßigen Zeitabständen an vielen zusammen mit den Umweltbehörden ausgewählten Messorten durchgeführt. Die Ergebnisse sind in der EMF-Datenbank der Bundesnetzagentur hinterlegt und können dort online abgerufen werden)
 
EMF-NET (Koordinierungsaktion für die Ergebnisse von Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der biologischen Wirkungen elektromagnetischer Felder auf europäischer Ebene. Laufzeit: 2004 - 2008)
 
EMF-Portal (Internet-Informationsplattform zu den Wirkungen elektromagnetischer Felder auf Organismen und biologische Systeme für Wissenschaftler, Ärzte, Juristen. Politiker u. a. Interessierte. Zielstellung ist die Aufklärung sowie die Schließung von Wissenslücken, die in der Öffentlichkeit zu dieser Problematik bestehen)
 
EMI Electromagnetic Interference ► Elektromagnetische Störung / Elektromagnetische Funktionsstörung (Verminderung der Leistung bzw. Funktionsminderung einer elektrischen/elektronischen Einrichtung [Funktionsgruppe, Gerät, Übertragungskanal, System] verursacht durch die unbeabsichtigte oder beabsichtigte Einwirkung elektro­ma­gnetischer Störgrößen. [IEV 161-01-06]. Anmerkung: Im angloamerikanischen Sprachgebrauch wird der Begriff EMI häufig auch als Hochfrequenzstörgröße [Radio Frequency Interference, RFI] im Sinne eines unerwünschten Störsignals interpretiert)
 
EMIC Electromagnetic Interference Control ► (Bewußte Berücksichtigung der EMV-Aspek­te im Zuge einer Projektabwick­lung. Das heißt, die gezielte Vermeidung der Entstehung und Ausbreitung leitungsgebundener und feldgebundener elektromagnetischer Stögrößen in Systemen durch dafür geeignete EMV-Maßnahmen)
 
EMICP Electromagnetic Interference Control Procedures EMIC Verfahren (MIL-STD 461)
 
EMIE Electromagnetic Interference Effects ► (durch elektromagnetische Beeinflussungen bedingte Störeffekte)
 
EMISMS Electromagnetic Interference Safety Margins ► Sicherheitsabstände gegen beeinflussungsbedingte Störungen
 
Emisonix (Flammhemmendes Hybridmaterial [Gummi-Ferrit-Laminat] der Firma Brunel IMG GmbH zur Reduzierung der Schall- und Hochfrequenzemission mechanischer und/oder elektrischer/elektronischer Systeme. Die Absorption elektromagnetischer Felder wird durch Zugabe von hochdichtem ferritischem Pulver in ein Gummi-Granulat-Gemisch erreicht. Das in Form von Elastomerplatten [Standardabmessungen: 500 x 400 x 3 mm] verfügbare Material ist für den Frequenzbereich von 20 MHz bis 100 GHz ausgelegt und zur Auskleidung von Gehäusen, Karosserien und Räumen gedacht)
 
Emission ► Emission (Aussendung, hier einer leitungs- oder feldgebundenen elektromagnetischen Größe von eine entsprechenden Quelle)
 
Emission Level ► Emissions- bzw. Störaussendungspegel (charakterisiert die Intensität der von einer entsprechenden Quelle emittierten Größe bzw. Störgröße)
 
Emission limit ► Emissionsgrenze (höchster Wert des Emission Levels innerhalb eines Betrachtungsbereichs)
 
Emissionsmesstechnik ► Emission Measurement Technology (Emissionsmessungen identifizieren die von elektromagnetischen Störquellen an die Umwelt abgegebene elektromagnetische Energie und dienen dem Nachweis der Einhaltung in Vorschriften und Normen zum Schutz des elektromagnetischen Spektrums sowie zur Gewährleistung der Elektromagnetischen Verträglichkeit in Systemen festgelegter Grenzwerte. Abhängig von der Natur der Störgröße [Störspannungen oder -ströme, Störleistungen oder Störfeldstärken] erfolgt ihre Erfassung mittels Stromwandler, Absorberzangen oder Antennen. In allen Fällen liefern diese Messfühler an ihrem Ausgang eine Spannung, die von einem Funkstörmessempfänger, einem Spektrumanalysator oder einem Oszilloskop ausgewertet wird)
 
EMITP Electromagnetic Interference Test Procedures ► EMV-Mess- und Prüfverfahren (MIL-STD 461)
 
EMITR Electromagnetic Interference Test Report ► Prüfbericht, in dem EMV-Mess- und Prüfergebnisse dokumentiert sind (MIL-STD 461)
 
EMK Elektromotorische Kraft ► Elektromotive Force, EMF (auch Urspannung, ist die historische Bezeichnung für die Quellenspannung einer elektrischen Spannungsquelle, d.h. für die im stromlosen Zustand messbare Klemmenspannung. Der Begriff wurde und wird z.T. noch benutzt im Zusammenhang mit galvanischen Zellen oder für die Induktionsspannung bei elektrischen Maschinen)
 
e-Mobilität und EMV (siehe EMV und e-Mobilität)
 
EMP Electromagnetic Pulseelektromagnetischer Puls
 
EMP Bomb EMP-Bombe oder E-Bombe (Bombe auf nuclearer oder nichtnuklearer Basis, deren Detonation einen energiereichen elektromagnetischen Puls auslöst, der in einem weiten Umkreis Informations- und Kommunikationssysteme zerstören kann)
Google-Suche: Bilder zu EMP Bomb
 
EM-passive Geräte Elektromagnetisch passive Geräte ► Inherently Benign Equipment (Geräte, die für sich betrachtet, ohne besondere Vorkehrungen wie z.B. Filterung oder Abchirmung keine elektromagnetischen Störgrößen aussenden bzw. erzeugen und von elektromagnetischen Störgrößen in ihrer Funktion nicht beeinträchtigt werden. Beispiele sind: Kabel und Kabelsätze, Kabelzubehör; Geräte, die lediglich ohmsche Lasten ohne automatische Schaltvorrichtungen enthalten sowie Batterien und Akkumulatoren. Allerdings muss man sich darüber im Klaren sein, dass die Eigenschaften der Kabel und Kabelsätze und ihre Installation das EMV-Verhalten der Geräte und Systeme, in die sie integriert werden, sehr nachhaltig beeinflussen können)
 
EMP-hardening Härten (im Sinne von störfest gestalten einer Einrichtung gegenüber elektromagnetischen Pulsbeanspruchungen. Begriff aus dem militärischen Bereich)
 
EMPP Electromagnetic Pulse Protection Schutz gegen elektromagnetischen Puls (herrührend von einer Kernexplosion)
 
EMP-Schutz EMP Protection (Alle Maßnahmen und gerätemäßigen Mittel, die elektrische und elektronische Systeme vor elektromagnetischen Pulsbeanspruchungen, verursacht durch SEMP, LEMP, NEMP, HEMP u.a. schützen)
 
EMR Electromagnetic Radiation ► Elektromagnetische Strahlung (Oberbegriff für Ionisierende Strahlung und Nichtionisierende Strahlung)
 
EMR Electromagnetic Reliability Elektromagnetische Zuverlässigkeit (EMZ)
 
EMR Hazards Electromagnetic Radiation Hazards (Synonym für RADHAZ)
 
EMRE Electromagnetic Radiation Effects ► Elektromagnetische Strahlungseffekte (Wirkungen auf Organismen. Häufig diskutiert im Zusammenhang mit elektromagnetischen Waffensystemen)
 
EMS Electromagnetic Susceptibility ► Emp­find­lichkeit [eines Betrachtungsobjekts] gegenüber elektromagnetischen Störgrößen (genauer nach [IEV 161-01-21]: Unfähigkeit eines Geräts oder Systems unter dem Einfluss einer elektromagnetischen Störgröße fehlerfrei zu arbeiten. Anm.: Suszeptibilität ist ein Defizit an Störfestigkeit)
 
EMS Elektromagnetische Störfestigkeit
 
EMSCAN (Hersteller von elektromagnetischen Scannern zur Echtzeitanalyse im Nahfeld mit Sitz in Canada. Speziell für EMV-Belange, d.h zur Bewertung der elektroma­gnetischen Nahfeldemission von Leiterplatten ist das Modell `EMxpert´ interessant [siehe EMV-Analyseboard]
 
EMSEC Emanations Security / Emissions Security ► (Schutz gegen das unauthorisierte Abhören vertraulicher Informationen durch das unbefugte Abfangen und Analysieren von Leckstrahlung [Bloßstellende Abstrahlung], die von Telekommunikations- und Computerinstallationen ausgehen kann. Entsprechende Schutzmaßnahmen basieren u.a. auf EMV-Technologie. Siehe auch TEMPEST)
 
EM-terrorism Electromagnetic terrorism (terroristische Aktivitäten unter Nutzung elektromagnetischer Gerätetechnik wie z.B EMP-Radiatoren, um Alarm- und Überwachungseinrichtungen, Versorgungssysteme, Computersysteme, oder auch eine Kommunikationsinfrastruktur zu stören oder ausser Betrieb zu setzen)
 
EMV Elektromagnetische Verträglichkeit
 
EMV Electromagnetic Vulnerability ► Elektromagnetische Verwundbarkeit/Angreifbarkeit (von elektronischen Objekten gegenüber elektromagnetischen Einwirkungen [DoD, Dictionary of Military Terms])
 
EMV elektrischer Antriebssysteme ► EMC in Electric Drive Systems (Siehe Websites)
 
EMV im Maschinen- und Anlagenbau ► EMC in Mechanical and Plant Engineering (siehe Websites)
www.schneider-electric.com (Germany) > Suche: Control panel technical guide-EMC
 
EMV im Smart Grid ► EMV im Intelligenten Stromnetz (Der Begriff „Intelligentes Stromnetz“ [Smart Grid] steht für eine, zurzeit im Rahmen der Modernisierung im Ausbau befindliche Netzstruktur, in der alle Netzkomponenten wie Stromerzeuger aller Art, Elektroenergiespeicher bis hin zu Elektroautos, elektrische Verbraucher und Netzbetriebsmittel zwecks Überwachung und automatischer Steuerung im Sinne einer optimalen Prozessführung und Sicherstellung der Elektroenergieversorgung auf Basis eines effizienten und zuverlässigen Systembetriebs kommunikativ miteinander vernetzt sind. Dies erfordert einen drastisch erhöhten Einsatz von elektronischen Betriebsmitteln, die einerseits mit den anderen elektroenergetischen Netzkomponenten, teils in enger räumlicher Konfiguratiom, verlässlich zusammenwirken müssen und andererseits auch immun gegenüber absichtlich eingebrachten elektromagnetischen Störgrößen [IEMI] sein müssen. Hier liegen die Herausforderungen für die EMV)
 
EMV in der Elektroinstallation ► EMC in Electrical Installations
 
EMV in der Kraftfahrzeugtechnik ► EMC in Automotive Technology (Siehe folgende Websites)
 
EMV in Staat und Gesellschaft ► EMC in State and Human Society (Moderne Industriegesellschaften sind durch eine Dynamik geprägt, die, stark vereinfacht, im Wesentlichen darin besteht, die Lebensbedingungen bzw. die Lebensqualität, menschlichen Wertvorstellungen folgend, fortlaufend zu erhöhen und daraus resultierende Bedarfsanforderungen im Wettlauf konkurrierender Unternehmen mittels moderner Techniken und Technologien immer schneller, umfassender und effektiver zu realisieren. Dabei wird bekanntermaßen die Zivilisationsumwelt zu Lasten der natürlichen ständig weiter perfektioniert. Das heißt, dazu erforderliche Ressourcen werden der natürlichen Umwelt entnommen und letztere durch Abprodukte, Nebenwirkungen und den Entzug von Lebensraum belastet und vielfach zerstört.
Angesichts der Fülle und Vielfalt der in solchen komplexen technisch-ökologischen Gebilden vorhandenen Relationen der verschiedenen Techniken zueinander sowie der Gesamtheit dieser Techniken zur belebten und unbelebten Natur ist die Frage interessant: Welches Gewicht hat in einem solchen Gefüge heute und künftig der Verträglichkeitsaspekt EMV?
Diese Frage wird beantwortbar wenn man die Beziehungen der Produkteigenschaft EMV zu anderen wichtigen umwelt- und anwendungsrelevanten Parametern technischer Einrichtungen näher untersucht. Sehr schnell wird dabei klar, dass elektromagnetische Verträglichkeit nicht schlechthin ein gleichrangiges Produktattribut neben andern repräsentiert, sondern dass sie als eine wesentliche Voraussetzung für die Verlässlichkeit technischer Systeme anzusehen ist, d.h. für ihre uneingeschränkte Nutzungsbereitschaft und die zuverlässige langzeitstabile Erbringung einer vereinbarter Funktionen, für deren Sicherheit bezüglich der Vermeidung katastrophaler Folgen bei möglichem technischen Versagen sowie für deren Immunität gegenüber unerlaubten Eingriffen insbesondere in informationstechnische Systeme und Netze. Bezieht man darüber hinaus auch die mit den biologischen Wirkungen elektromagnetischer Felder verbundenen Aspekte des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in die Überlegungen mit ein, so zeigt sich, dass zur Lösung der hier anstehenden Probleme EMV-Schutzkomponenten und EMV-Technologien sehr wirkungsvoll einsetzbar sind.
Aus ganzheitlich gesellschaftlicher, technischer, ökonomischer und ökologischer Sicht etabliert sich damit die Verträglichkeitseigenschaft EMV als eine elementare Vorbedingung für die Gewährleistung des wirtschaftlichen Betriebes sowie eines vertretbaren Sicherheitsniveaus bei nahezu allen der zivilisatorischen Bedarfsbefriedigung dienenden Techniken und Technologien, von denen praktisch keine ohne Elektrik/Elektronik auskommt. Das bedeutet im Sinne einer abschließenden Feststellung: Projektintegrierte EMV-Arbeit und der gezielte Einsatz von EMV-Komponenten und EMV-Technologien sind unverzichtbare Prämissen für das verlässliche Funktionieren und den nachhaltigen Bestand moderner Industriegesellschaften)
 
EMV in Windenergieanlagen, WEA ► EMC in Wind Energy plants (Was interessiert Bei WEA aus Sicht der EMV? Moderne Megawatt-WEA haben Turmhöhen von 80 bis 100 Metern und die Rotorblattlängen können bis zu 50 Metern betragen. Je nach Standort sind Objekte dieser Größe jährlich einigen zehn Blitzeinschlägen ausgesetzt. Sie müssen daher mit einem Blitzschutzsystem ausgestattet sein, das sowohl die Anlagenstruktur als auch die elektrische und elektronische Ausstattung hinreichend schützt. In der Norm DIN IEC 61400-24 ist dazu die Blitzumgebung für WEA definiert und die Anwendung der Umgebung für die Risikobewertung beschrieben. Darüber hinaus werden Anforderungen an den Schutz der Rotorblätter, anderen Konstruktionselementen und elektrischen Betriebsmitteln sowie Betriebsführungssystemen sowohl gegen direkte als auch indirekte Auswirkungen von Blitzen festgelegt. Außerdem werden Prüfverfahren zum Nachweis der Einhaltung der Anforderungen empfohlen. Aus Sicht der EMV-Richtlinie bzw. des EMVG ist eine WEA eine ortsfeste Anlage, die den in der EMV-Richtline bzw. den im EMVG an eine solche Anlage gestellten Schutzanforderungen entsprechen muss)
 
EMV und Eigensicherheit ► EMC and Intrinsic Safety (Die Eigensicherheit von Betriebsmitteln wird im Zuge ihrer Auslegung durch Beschränkung der Energie in den eigensicheren Stromkreisen erreicht, d.h. durch Beschränkung der Strom- und Spanungswerte und durch Beschränkung der diesbezüglichen Speichermöglichkeiten, also der in den Stromkreisen wirksamen Induktivitäts- und Kapazitätswerte. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass auch bei Kurzschluss keine zündfähigen Funken entstehen. Da die Eigensicherheit durch elektromagnetische Beeinflussung, d.h. durch die unbeabsichtigte Einkopplung von elektrischer Störenergie beeinträchtigt werden kann, kommt der EMV-gerechten Gestaltung eigensicherer Stromkreise besondere Bedeutung zu. Dabei sind die Anforderungen an und normativen Festlegungen für eigensichere Stromkreise aus der Sicht des Explosionsschutzes einerseits und die der elektromagnetischen Verträglichkeit andererseits zu berücksichtigen)
 
EMV und Elektroenergiequalität, EEQ ► EMC and Power Quality (Bezüge der Elektroenergiequalität zur EMV sind dadurch gegeben, dass einerseits eine Reihe von EEQ-Parametern wie z.B. Spannungseinbrüche und Spannungsunterbrechungen oder transiente Überspannungen aus Sicht der EMV als Störgrößen wirken und andererseits EEQ-Parameter durch leitungsgebundene hochfrequente Störaussendungen von Geräten aber auch durch sogenannte Netzrückwirkungen von leistungselektronischen Einrichtungen, beeinträchtigt werden können)
 
EMV und e-Mobilität / EMV und Elektromobilität ► EMC in e-Mobility / EMC & Automotive (Innovative Fahrzeugantriebe [Hybrid-, Elektro- und Brennstoffzellenantriebe – eine Million Elektrofahrzeuge sollen bis 2020 auf Deutschlands Straßen rollen] mit Betriebsspannungen von mehreren hundert Volt, Strömen von einigen hundert Ampere und Elektromotoren mit Leistungen von 50 kW und darüber schaffen in Fahrzeugen ein neues verschärftes elektromagnetisches Betriebsklima, dem bei der EMV-gerechten Gestaltung aller Fahrzeugkomponenten einschließlich der elektroenergetischen Antriebskomponenten Rechnung zu tragen ist. Dabei ist insbesondere sicherzustellen, dass die von den Antriebskomponenten [Wechselrichter und Motoren] möglichen hohen Störpotentiale die anderen elektronischen Fahrzeugkomponten [EUBs] in ihrer Funktion nicht beeinträchtigen. Darüber hinaus ergeben sich auch neue erhöhte Anforderungen an die entsprechenden EMV-Testumgebungen, denen mit neuen leistungsmäßig angepassten Praxislösungen begegnet werden muss. Einzelheiten hierzu siehe folgende Websites sowie DIN EN 61851-21-1 und 2)
 
EMV und funktionale Sicherheit ► EMC and functional Safety (siehe Funktionale Sicherheit und EMV)
 
EMV und Industrie 4.0 (Industrie 4.0 erfordert das verstärkte einwandfreie Zusammenspiel vieler Komponenten und Systeme mittels IT-Technologien über System- und Herstellergrenzen hinweg. Dies kann nur gelingen, wenn allen EMV-Aspekten systemübergreifend zufriedenstellend entsprochen wird)
www.elektroniknet.de/messen-testen/sonstiges/artikel/113663
 
EMV von Baumaschinen mit internem elektrischen Bordnetz ► Electromagnetic compatibility of machines with internal power supply (siehe DIN EN 13309)
 
EMV von Elektro- und Hybridfahrzeugen ► EMC of Electric/Hybrid Vehicles (Siehe EMV und e-Mobilität)
 
EMV von Photovoltaikanlagen ► EMC of Photovoltaic Systems (Siehe folgende Websites)
 
EMV-Analyse ► EMC Analysis (Analysieren, herührend vom griechischen „αναλυειν“ [analysein]: auflösen, zerlegen, zergliedern bedeutet, ein bestimmtes Objekt oder einen bestimmten Sachverhalt hinsichtlich seiner inneren Struktur und seiner Beziehungen zu anderen Objekten/Sachverhalten seines Umfeldes bezüglich definierter Fragestellungen systematisch zu untersuchen, um darüber klare Vorstellungen zu gewinnen. In den verschiedenen Wissenschaftszweigen und technischen Disziplinen werden dazu bereichsspezifische Methoden und Werkzeuge benutzt. Im Rahmen systematischer Herangehensweisen sind solche Untersuchungen/Analysen der unweigerlich nötige erste Schritt, um Aufgabenstellungen oder Probleme zielgerichtet anzugehen und zu lösen, so auch im Bereich der EMV-Arbeit.
EMV-Analysen sind in der Konzeptionsphase angesiedelte Bestandteile aber auch Begleitaktivitäten übergeordneter Prozesse im Zuge des Entwurfs bzw. der Planung und Bewertung technischer Betriebsmittel [Komponenten, Geräte, Systeme, Anlagen] im Hinblick auf ihre EMV-gerechte Gestaltung und Ausführung. Darüber hinaus dienen sie aber auch der Aufklärung sich auftuender Unverträglichkeitsprobleme. Im wesentlichen geht es im Rahmen von EMV-Analysen stets darum, Beeinflussungsmöglichkeiten, d.h. unerwünschte bzw. unzulässige elektromagnetische Wechselwirkungen zwischen Komponenten, Geräten, Systemen oder Anlagenteilen zu erkunden, die dafür verantwortlichen Ursachen aufzuspüren sowie die damit im Zusammenhang interessierenden Gesetzes- und normungsbasierten EMV-Schutzanforderungen verfügbar zu halten. Bekannte methodische Hilfsmittel hierfür sind u.a. die Beeinflussungsmatrix, die Kopplungsmatrix sowie Modelle zur Simulation EMV-relevanter Sachverhalte [Störfestigkeit, Störemission] von Betrachtungsobjekten)
 
EMV-Analyseboard (Sequentiell angesteuertes Multi-Layer-Analyseboard zur Precompliance-Bewertung der Emissionen von Leiterplatten im Frequenzbereich 50 kHz bis 4 GHz. Modell `EMxpert™´ der Canadischen Firma EMSCAN)
 
EMV-Anforderungen ► EMC Requirements (die Sicherstellung der EMV in technischen Geräten und Systemen erfordert bei den dabei eingesetzten Komponenten einerseits die Begrenzung elektromagnetischer Störaussendungen, damit der Betrieb anderer Betriebsmittel nicht beeinträchtigt wird und andererseits die Gewährleistung einer angemessenen Störfestigkeit gegenüber Störgrößen, so dass die Geräte in der am Einsatzort existenten elektromagnetischen Umgebung bestimmungsgemäß betrieben werden können. Entsprechende EMV-Schutzanforderungen sind qualitativ, d.h. in verbaler Form in den verschiedenen EMV-Richtlinien und im EMVG, § 4 formuliert und für die praktische Umsetzung in quantitativer, d.h. mess- und prüftechnisch erfass- und nachweisbarer Form in den EMV-Fachgrundnormen bzw. den EMV- Produktnormen und EMV-Produktfamiliennormen hinterlegt. Wichtige EMV-Produkt- und –Produktfamiliennormen speziell für die Mess- und Automatisierungstechnik sind:
  • DIN EN 61131-2; VDE 0411-500 Speicherprogrammierbare Steuerungen – Teil 2: Betriebsmittelanforderungen und Prüfungen.
  • DIN EN 61326-1; VDE 0843-20-1 Elektrische Mess-, Steuer-, Regel- und Laborgeräte – EMV-Anforderungen – Teil 1: Allgemeine Anforderungen
  • DIN EN 61800-3; VDE 0160-103 Drehzahlveränderbare Antriebe - Teil 3: EMV-Anforderungen einschließlich spezieller Prüfverfahren.
  • DIN EN 55011; VDE 0875-11 Industrielle, wissenschaftliche und medizinische Geräte – Funkstörungen – Grenzwerte und Messverfahren.
  • DIN EN 61439-1; VDE 0660-600-1 Niederspannungsschaltgerätekombinationen – Teil 1: Allgemeine Festlegungen.
  • DIN EN 50370-1; VDE 0875-370-1 Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) - Produktfamiliennorm für Werkzeugmaschinen – Teil 1: Störaussendung) 
EMV-Antennen ► EMC Antennas (Antennen für EMV-spezifische Emissionsmessungen und Störfestigkeitsprüfungen im Bereich von 20 Hz bis 40 GHz)
 
EMV-Arbeit ► EMC Work (Sicherheit, Verlässlichkeit und effektive Nutzbarkeit moderner elektrischer und elektronischer Betriebsmittel und damit ausgestatteter Systeme werden entscheidend durch das vorhandene EMV-Qualitätsniveau mitbestimmt. Die wirtschaftliche Bewältigung dieses Problems setzt eine zielgerichtete, bereits im Planungsstadium beginnende EMV-Arbeit voraus. Das heisst, EMV-relevante Vorstellungen und Anforderungen müssen ebenso wie die anderen Komponenten des für ein bestimmtes Produkt anvisierten Entwicklungszieles zunächst im Pflichtenheft verankert und anschließend im Zuge des Entwurfs-, Gestaltungs- und Realisierungsgeschehens zielgerichtet verwirklicht und nachgewiesen werden. Die Verantwortung für das Erreichen der geforderten EMV-Qualitätszielstellungen liegt dabei in jedem Fall bei den produktionsvorbereitenden und produktionsdurchführenden Abteilungen in der Regie des jeweiligen Themenverantwortlichen. Da ein wesentlicher Teil der anfallenden EMV-Arbeiten sehr eng mit den anderen Arbeiten zur Schaffung eines Erzeugnisses verflochten ist, muss er vom Fachpersonal dieser Bereiche geleistet werden. Dieses muss demzufolge über entsprechende EMV-Grund- und Spezialkenntnisse verfügen.
In Bezug auf die Organisation und Überwachung der EMV-Arbeiten ist ist es erforderlich, dass zumindest in größeren Firmen ein auf die Fragen der EMV spezialisierter Mitarbeiter tätig ist, dem die Koordinierung, Durchsetzung und Kontrolle der gesamten betrieblichen EMV-Arbeit obliegt, die entsprechend den für die Entwicklungs- bzw. Projektierungsaufgaben zu erarbeitenden EMV-Programmen durchgeführt wird, der darüber hinaus die Funktion eines Fachberaters ausübt, EMV-Einsatzerfahrungen sammelt und auswertet, EMV-spezifische Entwicklungstrends beobachtet und der in Zusammenarbeit mit Kunden für die Formulierung technisch und wirtschaftlich begründeter EMV-Anforderungen verantwortlich ist)
 
EMV-Arbeit an Entwicklungsprojekten [Geräte] (Die Arbeiten zur Sicherung der EMV im Zuge einer Geräteentwicklung beginnen mit einer Analyse der elektromagnetischen Einsatzbedingungen, der möglichen Schäden und Kosten, die am Einsatzort durch unverträglichkeitsbedingtes Versagen des geplanten Produkts entstehen, sowie einer Sondierung, inwieweit technische Sicherheitsaspekte ggf. besondere EMV-Vorkehrungen erfordern. Davon ausgehend werden unter Berücksichtigung der einschlägigen Vorschriften und Normen die Forderungen an die EMV-Parameter des zu schaffenden Produkts erhoben, d.h., es werden für das Erzeugnis die konkret erforderlichen Werte der Störfestigkeit und die zulässigen Werte der Störaussendung nominiert. Anschließend wird ein EMV-Programmplan erstellt, in dem die konkreten technischen und organisatorischen Maßnahmen zur Realisierung der geforderten EMV-Eigenschaften sowie die bei bestimmten Entwicklungsstufen notwendigen EMV-Nachweise [Nachrechnung der Beeinflussungswerte an kritischen Stellen, Prüfen der Störfestigkeit, Messung der Störemissionswerte u.a.] niedergelegt sind. Abschließend erfolgen die Dokumentation der realisierten EMV-Maßnahmen und die CE-Kennzeichnung)
 
EMV-Arbeit an Planungsprojekten [ortsfeste Anlagen] (Im Zuge der Projektierung von Anlagen beginnt die EMV-Arbeit zweckmäßig mit einer Sondierung der zu erwartenden elektromagnetischen Umgebungsbedingungen [Recherchen, ggf. Vor-Ort-Untersuchungen] und der Einteilung der Anlage in verschiedene EMV-Zonen, die durch unterschiedliche Beanspruchungs- bzw. Verträglichkeitspegel gekennzeichnet sind. Sie setzt sich fort mit einer Analyse der konkret zu erwartenden Beeinflussungen z.B. unter Nutzung der Beeinflussungsmatrix, mit der darauf basierenden Festlegung der erforderlichen Störfestigkeits- und der zulässigen Störemissionswerte für die verschiedenen Systemkomponenten, der zu treffenden allgemeinen und speziellen EMV-Sicherungsmaßnahmen und der zu erbringenden EMV-Nachweise sowie mit der projektbegleitenden EMV-Kontrolle. Sie endet schließlich mit der Erstellung der EMV-Dokumentation, die alle realisierten EMV-Maßnahmen und EMV-Systemdaten als Grundlage für die Abnahme, die Wartung, die Änderung und Nachrüstung enthält. Die entsprechenden Arbeiten werden von den Projektierungs-, bau- und montageausführenden Abteilungen getragen und entweder von einem mit entsprechenden Weisungsbefugnissen ausgestatteten EMV-Sachverständigen oder von einer EMV-Arbeitsgruppe, der Vertreter des Auftraggebers und des Auftragnehmers angehören, konzipiert, betreut und kontrolliert. Ergänzend hierzu siehe EMV-gerechte Anlagengestaltung)
 
EMV-Arbeit in Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung (Brisanz, Umfang und Tragweite des Themas EMV werden deutlich, wenn man die drastischen Zuwachsraten im Bereich der relevanten Techniken [Energietechnik, Informationstechnik, Kommunikationstechnik] und die damit verbundene rasante Durchdringung aller Lebensbereiche moderner Industriegesellschaften betrachtet. Vor diesem Hintergrund motiviert sich für die EMV-Arbeit langfristig die Aufgabe, bei drastisch steigender Dichte und Vernetzung elektrischer und elektronischer Komponenten, Betriebsmittel, Systeme und Dienste die Verträglichkeit solcher Einrichtungen untereinander und auch mit der belebten und unbelebten Umgebung zukunftsfähig so zu gestalten, dass mögliche Gefahrenpotentiale auch in Ballungsgebieten unterhalb zulässiger Grenzrisiken bleiben. In gerader Folge daraus versteht sich von selbst, dass die Gesamtverantwortung für ein Vorhaben solcher Breite und Tiefe Ingenieuren und Technikern allein nicht aufgebürdet werden kann, sondern dass es einer vertieften, fachgebietsübergreifenden, partnerschaftlichen Zusammenarbeit vieler technischer, wissenschaftlicher, behördlicher und gesellschaftlicher Institutionen bis hinein in die Politikbereiche bedarf, um die anvisierte Rahmenzielstellung zu erreichen.
Die Managementbereiche in den Firmen sind gefordert, das Qualitätsziel „EMV“ in alle Unternehmensprozesse einzubeziehen und sicherzustellen, dass die Produkteigenschaft EMV in allen Phasen eines Erzeugnisses angemessen berücksichtigt wird. Entwickler, Hersteller und Betreiber elektrotechnischer Betriebsmittel müssen diese EMV-gerecht planen, konstruieren, produzieren, installieren und schließlich betreiben. Dabei haben Dienstleistungsunternehmen, wie EMV-Prüflabors und benannte Stellen, für kompetente Beratung, Messung und Prüfung als Grundlage für die CE-Qualifizierung von Produkten Sorge zu tragen.
Wichtige Beiträge zu leisten haben auch Normungsgremien, behördliche Institutionen und die Legislative zur Durchsetzung, Kontrolle, Pflege und Weiterentwicklung EMV-bezogener gesetzlicher Regelungen, Richtlinien und Normen. Politische und ministerielle Bereiche, denen das Setzen EMV-orientierter Rahmenbedingungen bzw. der Einsatz von Fördermitteln für EMV-Projekte obliegt, sind ebenso gefordert wie Forschungsinstitutionen, die sich mit der gezielten Erkundung EMV-relevanter Phänomene sowie mit der Schaffung und Weiterentwicklung erforderlicher Werkstoffe, Werkzeuge und Technologien befassen.
Unentbehrlich sind des weiteren die beruflichen und universitären Ausbildungsstätten, Fachhochschulen und Weiterbildungseinrichtungen, die sich für die Verbreitung gesicherten EMV-Fachwissens engagieren, sowie Gesellschaften und Vereine, die den EMV-orientierten Gedankenaustausch zwischen Herstellern und Anwendern von EMV-Produkten, Dienstleistern, Forschungsträgern, Ausbildungseinrichtungen, Normungsgremien, staatlichen Aufsichtsbehörden und Politikbereichen anregen und unterstützen.
Unverzichtbar sind nicht zuletzt Kongress- und Messe-Unternehmen realer und virtueller, über Internet erreichbarer Messen sowie die Verlage seriöser Medien, um die Kommunikation und den Informationsaustausch zwischen allen EMV-Bedarfs- und Verantwortungsträgern zu fördern, nützliche Denkanstöße zu geben, erfolgversprechende Lösungsansätze zu vermitteln und Zukunftsvisionen motivierend darzulegen.
Aus der Gesamtheit dieser Überlegungen wird klar, dass die nachhaltige Gewährleistung des Schutzzieles „EMV“ nur als Ergebnis einer aus vielen Quellen gespeisten, kontinuierlich zu leistenden kreativen Arbeit zu erreichen ist)
 
EMV-Aufbaurichtlinie (Anleitung zur EMV-gerechten Projektierung, Montage, Fehlersuche und -behebung von Antriebsanlagenkonfigurationen)
 
EMV-Beeinflussungsmatrix (Siehe Beeinflussungsmatrix)
 
EMVBeitrV (Verordnung über die Beiträge nach dem EMVG vom 12. August 2002)
 
EMV-Berechnungswerkzeuge (Siehe EMC-Tools)
 
EMV-Bewertung ► EMC Assessment (Wenn ein Geräte-Hersteller von den europäischen Normen abweicht oder sie nicht vollständig anwendet, ist er verpflichtet, eine EMV-Bewertung durchzuführen und anhand von Unterlagen detailliert nachzuweisen, dass das Gerät, das er auf den europäischen Markt bringen will, den Schutzanforderungen der EMV-Richtlinie entspricht. Die Durchführung einer EMV-Bewertung ist im Leitfaden zur Anwendung der neuen EMV-Richtlinie ausführlich erläutert. Siehe folgende Website. Verantwortlich für die EMV-Bewertung ist immer und allein der Gerätehersteller. Die Verantwortung liegt nie bei einem Dritten, beispiesweise einer benannten Stelle oder einem EMV-Prüflabor)
 
EMV-Check (Checklisten für die EMV-gerechte Produktentwicklung. Anhand dieser Listen, in denen die anzuwendenden harmonisierten Normen berücksichtigt sind, lässt sich für zu schaffende elektrische und elektronische Betriebsmittel die elektromagnetische Verträglichkeit schon in der Entwicklungsphase systematisch analysieren, prognostizieren und durch geeignete Maßnahmen umsetzen. Leistungsfähiges Hilfsmittel für die EMV-gerechte Produktentwicklung)
 
EMV-Container ► EMC Container (Container mit EMV-spezifischer Ausstattung. Mobiles EMV-Mess- und Prüflabor)
www.infratron.de > Suche: EMV-Container
 
EMV-Daten ► EMC Data (die EMV-Daten eines Betrachtungsobjekts [Komponente, Gerät, System] charakterisieren die Gesamtheit seiner aus Sicht der EMV relevanten Eigenschaften. Zum Beispiel Angaben zu Störaussendung und Störfestigkeit, Funktionsweise und Arbeitsfrequenzen bis hin zu den Zusammenschaltungs- und Installationsbedingungen. Die EMV-Daten sind die Voraussetzung einer jeglichen EMV-Analyse)
 
EMV-Dichtungen ► EMC Gaskets (zur Gewährleistung der einwandfreien Schirmwirkung von Gehäusen, Kabinen und geschirmten Räumen ist es unerlässlich, Durchbrüche, Spalte, Wandstoßstellen, Türfugen, Steckverbindungen u.a. HF-durchlässige Stellen elektromagnetisch abzudichten. Entsprechende Dichtungen müssen innerhalb der Schirmkonstruktion die Kontinuität des Stromflusses für die vom abzuschirmenden Feld induzierten Wirbelströme gewährleisten. Sie müssen deshalb elektrisch gut leitend und mechanisch gut formbar sein und eine ausreichende Beständigkeit gegenüber funktionellen und Umgebungsbeanspruchungen haben. Das heißt, der IP-Schutzgrad des Gehäuses sowie im Bedarfsfall hohe Temperaturbeständigkeit sowie die Einhaltung einer geforderten Brennbarkeitsklasse müssen gewährleistet sein. Entscheidend ist darüber hinaus ein möglichst niedriger Kontaktwiderstand zu den angrenzenden metallenen Konstruktionselementen. Dies erfordert eine entsprechende Oberflächenbeschaffenheit sowie die Beachtung der Metallpaarung entsprechend der elektrochemische Spannungsreihe. Zur Anwendung kommen folgende u.a. Dichtungsmaterialien:
  • Leitende Textildichtungen mit einem Kern aus TPE- oder Polyurethanschaum, umgeben von einem leitenden Textil [Ni/Cu, Sn/Cu, …] in unterschiedlichen Profilen, die eine Dämpfung bei 100 dB in einem Frequenzbereich zwischen 1 und 100 GHz garantieren;
  • mit Füllstoffen angereicherte leitende Elastomere auf Silikonkautschukbasis in Form von Plattenware,
   Rundschnüren, Schläuchen und vielen anderen Kundenspezifikationen. Als Füllstoffe werden verwendet: Kohlenstoff, Nickel- und Silberpartikel, silberplattiertes Kupfer, versilbertes Nickel oder Glas oder versilberte Aluminiumstäube;
  • Ganzmetallgestricke in Strumpf-, Rundschnur-, Rechteckschnur- und Doppelschnurausführung mit und ohne Elastomerkern, z.B. zur Abdichtung verschraubbarer Gehäusedeckel oder -wände;
  • Drahtgeflechte mit Elastomer imprägniert, z.B. für Steckerdichtungen;
  • Silikonkautschukplatten mit vertikal eingebetteten Drähten;
  • Berylliumkupfer-Kontaktfedersätze [Kontaktstreifen, Fingerstock] speziell für die Abdichtung von Türen;
  • Elektrisch leitfähige Gleitmittel und Kleber;
  • Elektrisch leitfähige Dispens-Pasten, die automatisch aufgetragen werden, bei Raumtemperatur aushärten und danach weich und geschmeidig bleiben)
 
EMV-Drehtisch ► EMC-Turntable (EMV-Mess- und Prüfzubehör. Automatisch gesteuerte Ablage für Prüfobjekte mit einer Tragfähigkeit bis zu 50 Tonnen, die im Zuge von Störfestigkeitsprüfungen die Rundumbestrahlung von Prüfobjekten bzw. bei Emissionsmessungen die Rundumerfassung davon ausgehender Störemissionen erlaubt. Siehe beispielsweise CISPR 61000-4-22)
 
EMV-Engineering ► EMC Engineering (EMV-relativierte Ingenieurarbeit im weitesten Sinne, d.h. die zielgerichtete Anwendung wissenschaftlicher, technischer und praktischer Erkenntnisse, Konzepte und Methoden beim Konzipieren, Entwerfen, Entwickeln, Konstruieren, Fertigen, Prüfen, Installieren, Ver- und Betreiben und Warten von Komponenten, Geräten, Maschinen, Systemen und Anlagen speziell unter dem Blickwinkel der EMV. Das heißt, konkreter Arbeitsinhalt des EMV-Engineerings ist die Erarbeitung und Aufrechterhaltung tragfähiger, EMV-gerechter technischer Lösungen. Zielgerichtet gesteuert wird das EMV-Engineering durch das EMV-Management)
www.eue24.net > more@klick: EE097555
 
EMV-Expertensysteme ► EMC Expert Systems (Expertensysteme sind wissensbasierte Systeme, die auf der Basis von gesammeltem Expertenwissen zur Lösung oder Bewertung artverwandter Problemstellungen beitragen. Im Bereich der EMV unterstützen sie den effektiven EMV-gerechten Entwurf sowie auf Basis von Simulationsmodellen die EMV-Bewertung von Systemen, ehe eine Hardwaremodell vorliegt)
 
EMV-Fachwissen Online (EMV-Grund-, Fach-, Hilfs- und Spezialwissen im Internet. Eine Liste frei zugänglicher Quellen)
 
EMV-Fenster ► Shielded Windows (Synonym für Abschirmfenster, Geschirmte Fenster und HF-dichte Fenster. Silberbeschichtete oder mit eingelegten Gittern aus extrem dünnen Kupfer- oder Stahldrähten versehene Glas- oder Kunststofffenster, die bei guter Lichtdurchlässigkeit und hoher Widerstandsfähigkeit gegen Temperatur- und Umwelteinflüsse hindurchtretende elektromagnetische Felder über weite Frequenzbereiche sehr gut dämpfen. Sie kommen bei geschirmten Räumen aber auch bei LED- und Fluoreszenz-Displays zum Einsatz)
www.infratron.de > Suche: EMV-Fenster
 
EMV-Ferrite ► EMC Ferrites (sind in der Regel Nickel-Zink-Ferrite, bei denen ab ca. 100 MHz aufwärts der reelle Anteil des Verlustwiderstands dominiert. Sie erlauben eine breitbandige Störunterdrückung mit nur einem Bauteil. Nutzsignale werden nur unwesentlich beeinflusst, Signal- und Datenleitungen werden durch Ferrit-Enstörbauteile nicht kapazitiv belastet. Sie stehen in verschiedenen Bauformen wie Klappferrite, Ferritringe, Ferrithülsen, Blockkerne, Ferritplatten, SMD-Ferrite, Ferritbrücken und Ferritperlen zur Verfügung)
 
EMV-Filter ► EMC Filters (Sammelbegriff für alle Filterarten, die für die EMV-gerechte Gestaltung elektrischer und elektronischer Komponenten, Geräte und Anlagen in unterschiedlichen Größen, Bauweisen und Leistungsklassen mit den verschiedensten Dämpfungseigenschaften zur Anwendung kommen. Siehe AHF, Aktive Filter, Aktive Netzfilter, APLC, Ausgangsfilter, Bandpassfilter, Bandsperre, Durchführungsfilter, Einbaufilter, Eingangsfilter, Entstörfilter, FPC, Funkentstörfilter, Hochpassfilter, IEC-Steckerfilter, Kerbfilter, Mantelstromfilter, MLFT-Filters, Netzfilter, Netzentstörfilter, Passive Filter, Passive Netzfilter, PCB-Filter, SAF, Sinusfilter, Störschutzfilter, Tiefpassfilter, Unterbau-Netzfilter)
Google-Suche „EMV-Filter“ Bilder
 
EMV-Filterlüfter ► EMC Fan-and-Filter Unit (Müssen Schaltschränke mit extrem hoher elektromagnetischer Störfeldbelastung mittels Lüfter klimatisiert werden, kommen EMV-Filterlüfter zum Einsatz, um befriedigende EMV-Eigenschaften zu gewährleisten. Moderne EMV-Filterlüfter erfüllen die Anforderungsstufe 2 nach E DIN EN 61587-3 im Frequenzbereich von 30 bis 1000 MHz. Luftdurchsatz: 20 bis 950 m3/h)
 
EMVG Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit von Geräten [alte Bezeichnung] / von Betriebsmitteln [neue Bezeichnung] ► EMC Act / German EMC Law (Das EMVG regelt auf Basis der jeweils aktuellen EMV-Richtlinie sowohl den Schutz der Funk- und Telekommunikationsdienste sowie den Betrieb elektrischer Geräte untereinander vor elektromagnetischen Störungen und auch den freien Wettbewerb elektrische Geräte auf dem europäischen Binnenmarkt. Zur Gewährleistung dieses Schutzes ist im Gesetz festgelegt, dass elektrische/elektronische Geräte einerseits keine unzulässig hohen Störemissionen verursachen dürfen und dass sie andererseits eine ausreichende Störfestigkeit gegenüber einwirkenden elektromagnetischen Störgrößen haben müssen.
Das frühere EMVG vom 18.09.98 siehe: Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 64 vom 24.09.98, Seite 2882 setzte die EMV-Richtlinie 89/336/EWG in deutsches Recht um und galt für Geräte, die elektromagnetische Störungen verursachen können oder deren Betrieb durch solche Störungen beeinträchtigt werden kann und legte entsprechende EMV-Schutzanforderungen fest. Als Geräte im Sinne dieses Gesetzes, d.h. in juristischem Sinn, wurden dabei entgegen der herkömmlichen Auffassung und im ingenieurmäßigen Sprachgebrauch manifestierten Sinn des Gerätebegriffs alle elektrischen und elektronischen Apparate, Systeme, Anlagen und Netze bezeichnet, die elektrische oder elektronische Bauteile beinhalten.
Nach der Neufassung der EMV-Richtlinie [2004/108/EG] trat am 01.03.2008 das danach novellierte EMVG in Kraft [Fundstelle: BGBl I Nr. 6 vom 29. Februar 2008, S. 220]. Ausführlicher Titel. „Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln“. „Betriebsmittel“ ist dabei in Anlehnung an die neue EMV-Richtlinie der juristische Oberbegriff für die vom EMVG erfassten Objekte. Das sind einerseits „Geräte“ und andererseits „ortsfeste Anlagen“.
Von der Betrachtung ausdrücklich ausgeschlossen sind Komponenten und Einrichtungen, welche als Waffen, Munition und Verteidigungsmaterial entwickelt werden. Darüber hinaus gelten auch für Kraftfahrzeuge und deren elektronische Unterbaugruppen, für Medizinprodukte, für Produkte in den Bereichen der Luft- und Raumfahrt sowie für Telekommunikationsendgeräte für die EMV andere Richtlinien, Gesetze und Normen.
Nach dem Erscheinen der wiederum erneuerten EMV-Richtlinie 2014/30/EU ist bis 2016 mit einer Neufassung des EMV-Gesetzes zu rechnen)
 
EMVGÄndG Gesetz zur Änderung des Gesetzes über die elektromagnetische Verträglichkeit von Geräten (Das 1. EMVGÄndG, erlassen am 30. Aug. 1995, diente der Umsetzung der Artikel 5 und 14 der Richtlinie 93/68/EWG des Rates vom 22. Juli 1993 zur Änderung der Richtlinie 89/336/EWG und des Artikels 8 Abs. 3 der Richtlinie 93/97EWG des Rates vom 29. Okt. 1993 zur Ergänzung der Richtlinie 91/263/EWG hinsichtlich Satellitenfunk­anlagen. Es trat am 25.09.98 mit dem Inkrafttreten der EMVG-Fassung vom 18.09.98 ausser Kraft)
 
EMV-gerechte Anlagengestaltung ► EMC-Compliant / EMC-Conform / EMC-Compatible Plant Design (Ähnlich wie bei der Entwicklung und Herstellung von Geräten ist auch im Zuge der Konzipierung, Projektierung und Ausführung von Anlagen die elektromagnetische Verträglichkeit zufriedenstellend zu implementieren. Das heißt durch die Realisierung projektbegleitender EMV-Maßnahmen ist vorbeugend zu gewährleisten, dass sich in der Inbetriebnahmephase kostenaufwendige Nachbesserungsarbeiten erübrigen und im späteren Betrieb unverträglichkeitsbedingte Funktionseinschränkungen, kostspielige Anlagenausfälle, Gefährdungen oder Schäden vermieden werden. Dies gelingt im Einzelnen
  • durch den Einsatz von Betriebsmitteln, deren EMV-Parameter [Störfestigkeits- und Störemissionswerte] den zu erwartenden EMV-Umgebungsbedingungen entsprechen;
  • durch die zweckdienliche Anordnung und Unterbringung der MSR-Gerätetechnik sowie der Leit-, kommunikations- und rechentechnischen Komponenten relativ zu den in der Anlage vorhandenen elektroenergetischen Einrichtungen [Schaltanlagen und Transformatoren, elektrotechnologische Anlagen, Hebezeuge, Aufzüge usw.];
  • durch die EMV-gerechte Planung und Ausführung der Gebäude [Lage der Bauwerke, Raumnutzung, Raum- und Gebäudeschiermung] und der Kabeltrassen
  • sowie durch die Umsetzung einer Reihe weiterer technischer und organisatorischer EMV-Maßnahmen. Die technischen Maßnahmen konzentrieren sich dabei im Wesentlichen auf die EMV-gerechte Ausführung des Stromversorgungssystems, der Verkabelung und der Erdungsanlage, den Schutz gegen Blitz- und Schaltüberspannungen, Störfelder und elektrostatische Entladungen sowie die Entstörung von Stromrichtern und elektromagnetisch betätigten Geräten. Im Übrigen siehe folgende Websites und EMV-Arbeit an Planungsprojekten [ortsfeste Anlagen])
 
EMV-gerechte Schaltschrankgestaltung ► EMC-Compatible Enclosure Solutions (Für Schaltschränke als Gehäuse elektrischer/elektronischer Steuerungen und Systeme sind eine Reihe EMV-gerechter Gestaltungsregeln zu beachten, um einerseits elektromagnetische Störaussendungen zu vermeiden und andererseits eine definierte Störfestigkeit der eingehausten Elektrik/Elektronik zu gewährleisten. Hierzu siehe folgende Websites)
 
EMV-gerechtes Entwerfen ► EMC Design (gezielte Berücksichtigung aller EMV-Aspekte durch die Umsetzung entsprechender EMV-Maßnahmen im Zuge des Entwurfs technischer Systeme)
 
EMV-Gesellschaften ► EMC Societies / EMC Organizations (siehe EMV-Organisationen/Institutionen)
 
EMV-Gesetz ► EMC Law (Siehe EMVG)
 
EMV-Grundnormen Prüf- und Messverfahren ► EMC Basic Standards Testing and Measurement Techniques (Sie enthalten sowohl allgemeine, grundlegende Bedingungen und Regeln sowie phänomenbezogene EMV-Messverfahren und Testtechniken, die für alle Produkte, Produktfamilien und Systeme anwendbar sind. Sie enthalten jedoch keine produktbezogenen EMV-Anforderungen bezüglich einzuhaltender Grenzwerte. Diese finden sich in den sog. Fachgrundnormen und den Produktnormen bzw. den Produktfamiliennormen. Wichtige Grundnormen siehe nachfolgende Auflistung)
  • DIN EN 61000-4-1  Übersicht über die Reihe IEC 61000-4
  • DIN EN 61000-4-2  Prüfung der Störfestigkeit gegen die Entladung statischer Elektrizität
  • DIN EN 61000-4-3  Prüfung der Störfestigkeit gegen hochfrequente elektromagnetsche Felder
  • DIN EN 61000-4-4  Prüfung der Störfestigkeit gegen schnelle transiente Sörgrößen/Burst
  • DIN EN 61000-4-5  Prüfung der Störfestigkeit gegen Stoßspannungen
  • DIN EN 61000-4-6 Prüfung der Störfestigkeit gegen hochfrequente Einströmung
  • DIN EN 61000-4-7  Allgem. Leitfaden für Verfahren und Geräte zur Messung von Oberschwingungen …
  • DIN EN 61000-4-8  Prüfung der Störfestigkeit gegen Magnetfelder mit energietechnischen Frequenzen
  • DIN EN 61000-4-9  Prüfung der Störfestigkeit gegen impulsförmige Magnetfelder
  • DIN EN 61000-4-10 Prüfung der Störfestigkeit gegen gedämpft schwingende Magnetfelder
  • DIN EN 61000-4-11 Prüfung der Störfestigkeit gegen Spannungseinbrüche, Kurzzeitunterbrechungen und …
  • DIN EN 61000-4-12 Prüfung der Störfestigkeit gegen gedämpfte Sinusschwingungen (Ring wave)
  • DIN EN 61000-4-13 Prüfung der Störfestigkeit am Wechselstrom-Netzanschluss gegen Oberschwingungen …
  • DIN EN 61000-4-14 Prüfung der Störfestigkeit gegen Spannungsschwankungen von Geräten bis 16 A Eingangsstrom
  • DIN EN 61000-4-15 Flickermeter – Funktionsbeschreibung und Auslegungsspezifikation
  • DIN EN 61000-4-16 Prüfung der Störfestigkeit gegen leitungsgeführte asymmetrische Störgrößen unter 150 kHz
  • DIN EN 61000-4-17 Prüfung der Störfestigkeit gegen Wechselanteile an Gleichstrom-Netzanschlüssen
  • DIN EN 61000-4-18 Prüfung der Störfestigkeit gegen gedämpft schwingenede Wellen
  • DIN EN 61000-4-19 Prüfung der Störfestigkeit an Wechselstrom-Netzanschlüssen gegen leitungsgeführte symmetrische        Störgrößen und Störgrößen aus der Signalübertragung im Frequenzbereich 2 bis 150 kHz
  • DIN EN 61000-4-20 Messung der Störaussendung und Störfestigkeit in TEM-Wellenleitern
  • DIN EN 61000-4-21 Verfahren für die Prüfung in der Modenverwirbelungskammer
  • DIN EN 61000-4-22 Störaussendungsmess- und Störfestigkeitsprüfverfahren in Vollabsorberräumen [FAR]
  • DIN EN 61000-4-23 Prüfverfahren für Geräte zum Schutz gegen HEMP u.a. gestrahlte Störgrößen
  • DIN EN 61000-4-24 Prüfverfahren für Einrichtungen zum Schutz gegen leitungsgeführte HEMP-Störgrößen
  • DIN EN 61000-4-25 Prüfung der Störfestigkeit von Einrichtungen und Systemen gegen HEMP-Störgrößen
  • DIN EN 61000-4-27 Prüfung der Störfestigkeit von Geräten mit einem Eingangsstrom, der 16 A je Leiter nicht überschreitet, gegen Unsymmetrie der Versorgungsspannung
  • DIN EN 61000-4-28 Prüfung der Störfestigkeit von Geräten mit einem Eingangsstrom, der 16 A je Leiter nicht überschreitet gegen Schwankungen der energietechnischen Frequenz
  • DIN EN 61000-4-29 Prüfung der Störfestigkeit gegen Spannungseinbrüche, Kurzzeitunterbrechungen und Spannungsschwankungen an Gleichstrom-Netzeingängen
  • DIN EN 61000-4-30 Verfahren zur Messung der Spannungsqualität
  • IEC 61000-4-31 AC Mains Ports Broadband Conducted Disturbance Immunity Test
  • IEC 61000-4-33 Measurement Methods for High-power Transient Parameters
  • IEC/TR 61000-4-35 HEMP Simulator Compendium
  • IEC 61000-4-36 IEMI Immunity Test Methods for Equipment and Systems
  • IEC 61000-4-39 Radiated Fields in Close Proximity – Immunity Test
 
EMV-Handbücher
www.flipedia.de/54 > Suche: EMV
 
EMV-Interessengemeinschaften ► Communities of Interest (siehe EMV-Organisationen/Institutionen)
 
EMV-Kabelverschraubungen / -Kabeleinführungen ► EMC Cable Glands (für die EMV-gerechte, montage-effiziente Einführung, Schirmanbindung und sichere Befestigung von geschirmten Kabeln und Leitungen in Industriegehäusen und Schaltschränken)
 
EMV-Kompetenz-Netzwerk ► EMC Competence Network (2003 gegründete Interessengemeinschaft. Die Mitglieder dieses Netzwerks setzen ihre jeweilige besondere Fachkompetenz zum Nutzen ihrer Kunden und Marktpartner ein. Durch regelmäßige Fachtagungen und Erfahrungsaustausch erfolgt eine ständige Aktualisierung des Wissens, auch mit ex­terner Unterstützung aus Forschung, Entwicklung und Praxis.  
 
EMV-Kongresse ► (siehe EMV-Veranstaltungen)
 
EMV-Konzept ► EMC Concept (Vorstellung, Plan, Programm, d.h. die durchdachte Gesamtheit aller Maßnahmen, auf welche Weise in konkreten Fällen die EMV sicherzustellen ist)
 
EMVKostV (Kostenverordnung für Amtshandlungen nach dem Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit von Geräten [EMVG]. BGBl I vom 23.06.1993)
 
EMV-Labor-Suchmaschinen (sie ermöglich weltweit, ausgehend von gewünschten Leistungen, die Auswahl eines passenden EMV-Labors. Sie steht auf der Website der Würth Elektronik eiSos GmbH zur Verfügung)
 
EMV-Lack (Siehe Abschirmlacke)
 
EMV-Leitfaden für Installateure (Wege zum ungestörten Kabelanschluss. Enthält wichtige anschaulich vermittelte praktische Hinweise zur Einhaltung der EMV-Vorschriften in Kabelverteilanlagen [Kabelnetze für Fernsehsignale, Tonsignale und interaktive Dienste]
 
EMV-Literatur (zu den technisch-technologischen und wissenschaftlichen Inhalten der EMV existiert ein reichhaltiges Angebot an Sachbüchern und Monografien. Siehe z.B. folgende Websites)
www.amazon.de > Suche: Elektromagnetische Verträglichkeit
 
EMV-Management ► EMC Management (Der Begriff Management impliziert verschiedene Bedeutungsinhalte. Aus struktureller Sicht steht er als Bezeichnungssynonym für alle denkbaren entscheidungsbefugten Leitungsgremien und aus funktionaler Sicht für jede in einer Organisation zur Erreichung eines bestimmten Teilzieles erforderliche gesamtzielkonforme Verhaltensbeeinflussung aller Beteiligten einschließlich der Lenkung der dazu erforderlichen Ressourcen im Sinne einer gesamtzielorientierten Optimierung. Darüber hinaus ist beim EMV-Management zwischen firmeninterner und globaler Aufgabenebene zu unterscheiden.
Firmeninternes EMV-Management repräsentiert sich funktional schlechthin als technisch und betriebswirtschaftlich ausgerichtete Verfahrensweise für die Durchsetzung von Methoden und Strategien zur normungs- bzw. gesetzeskonformen Sicherstellung der EMV bei Produkten, d.h. bei Bausteinen, Bauteilen, Geräten, Gerätesystemen und in ausgedehnten Anlagen. Konkret bedeutet dies beispielsweise im Rahmen der Entwicklung von Elektronikkomponenten die durchgängig kontrollierte Umsetzung aller EMV-relevanten Aspekte beginnend bei der Erstellung des Lastenheftes/Pflichtenheftes, im Zuge der Entwicklung des Layouts, bei der Erstellung des Testplans, während der Produktionsphase, bei der Durchführung und Protokollierung der erforderlichen Tests sowie schließlich bei der Erwirkung der EMV-Freigabe. Dabei wird das EMV-Management je nach Größe und Art des Unternehmens, OEM oder Zulieferer, durch firmeninterne Institutionen oder durch externe Dienstleister erbracht.
Globales EMV-Management hingegen ist darauf gerichtet, weltweit über Firmen- und Ländergrenzen hinweg die Durchsetzung des EMV-Schutzanliegens auf Basis international konsensbasierter Reglements zu verwirklichen. Dabei wird das globale EMV-Management strukturell durch eine Reihe von nationalen, regionalen und internationalen mit einander vernetzten EMV-Organisationen/Institutionen getragen)
www.demvt.de > Download > Globales EMV-Management
www.eue24.net > more@klick: EE097555
 
EMV-Maßnahmen ► EMC Measures (sind anerkannte Regeln der Technik, d.h. erforderliche Aktivitäten, die darauf gerichtet sind die EMV-gerechte Gestaltung von Geräten und Systemen im Zuge der Konzipierung, Entwicklung, Projektierung und der nachfolgenden technischen Realisierung gesetzesgerecht/normgerecht zu verwirklichen und in der anschließenden Betriebsphase die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen zu überwachen und ggfs. durch geeignete Wartungsmaßnamen zu konservieren. Das bedeutet im Einzelnen
  • Störgrößenpegel, falls beeinflussbar, grundsätzlich so niedrig wie möglich zu halten,
  • durch ein emissionsarmes konstruktives und schaltungsmäßiges Layout Störaussendungen weitestgehend zu vermeiden bzw. direkt am Entstehungsort zu begrenzen,
  • die Ausbreitung leitungs- und feldgebundener Störgrößen durch Filtern, Schirmen und Abdichten zu unterdrücken sowie
  • die Entstehung elektrostatischer Aufladungen zu vermeiden;
   desweiteren
  • den Störfestigkeitspegel aller beteiligten Komponenten so groß wie wirtschaftlich vertretbar auszuführen,
  • durch ein störfestes konstruktives und schaltungsmäßiges Layout und durch den Einsatz von Barrieren [Filter, Schirme, Abdichtungen, Überspannungsschutzbausteine] zur Abblockung von Störgrößen;
   und nicht zuletzt
  • die Überwachung und Aufrechterhaltung der Wirksamkeit aller getroffenen EMV-Maßnahmen während der gesamten Lebenszeit des Betrachtungsobjekts durch entsprechende Überwachungs- und Wartungsmaßnahmen.
Zu ergreifende Schutzmaßnahmen beim Errichten von Niederspannungsanlagen siehe CENELEC- Harmonisierungsdokument HD 60364-4-444 Schutzmaßnahmen – Schutz bei Störspannungen und elektromagnetischen Störgrößen vom Mai 2010)
 
EMV-Matrix (Synonym für Beeinflussungsmatrix)
 
EMV-Medien & Informationsplattformen
  • ABl Amtsblatt der Europäischen Union
  • Automotive EMC (the network for automotive electrical engineers and EMC professionals)
  • Bundesgesetzblatt
  • EMC Journal
  • EUR-Lex (Datenbank der Europäischen Kommission. Erlaubt den kostenloser Zugriff auf geltende EU-Rechtsvorschriften)
  • Europe EMC Guide
  • ITEM Interference Technology Engineers Master
  • SMT/EMV-ESD Fachzeitschrift
     www.smt-verlag.de                                                                 
 
EMV-Messen (siehe EMV-Veranstaltungen)
 
EMV-Messtechnik ► EMC Measurement Technology (Die EMV ist keine physikalische Größe, die der Messung unmittelbar zugänglich ist. Sie ist definiert als Produkteigenschaft, die durch die Angabe von elektromagnetischen Störaussendungswerten und die Angabe der Störfestigkeit, d.h. der Funktionsbeständigkeit gegenüber definierten Prüfstörgrößen charakterisierbar ist. Daneben interessieren die EMV-relevanten Parameter von Entstörmitteln. Die EMV-Messtechnik lässt sich daher grob in folgende Disziplinen untergliedern:
  • EMV-Emissionsmesstechnik [Messtechnische Erfassung der von Objekten ausgehenden Störspannungen, Störströme, Störleistungen und Störfelder]
  • EMV-Störfestigkeitsprüftechnik [Prüftechnische Ermittlung der Störfestigkeit, d.h. der Funktionsbeständigkeit von Objekten gegenüber Störspannungen, Störströmen und Störfeldern]
  • EMV-Messungen an Entstörmitteln [Schirmdämpfungswerte, Filterparameter, Schutzeigenschaften gegen
   Überspannungen u.ä.]
Für die Realisierung solcher Messungen steht ein großer Park an Mess- und Prüfmitteln einschließlich dazu erforderlicher Mess- und Testumgebungen wie spezielle Prüfplätze, TEM-Zellen, Messkabinen, Modenverwirbelungskammern, Absorberhallen, Freifeldtestgelände zur Verfügung)
 
EMV-Messverfahren ► EMC-Measuring Procedures / EMC-Measurement Techniques (Siehe folgende Websites)
 
EMV-Nanomaterialien ► EMC Nanomaterials (bestehen aus Kristalliten mit Durchmessern < 50 nm. Sie wandeln parasitäre Funkstörenergien zuverlässig in andere Energieformen um. Sie kommen z.B. in Form ultradünner ferritischer Absorber-Schichtsysteme im Frequenzbereich bis 18 GHz für EMV-Entstörzwecke zum Einsatz)
 
EMV-Normen ► EMC Standards (Wichtig für den EMV-Nachweis und die CE-Kennzeichnung von Produkten sind insbesondere die Grundnormen, die Fachgrundnormen, die Produktnormen und Produktfamiliennormen.
Zum aktuellen Normungsgeschehen siehe Aktuelle EMV-Normen. Geht man davon aus, dass die elektromagnetische Verträglichkeit eines Betriebsmittels dadurch gekennzeichnet ist, dass es einerseits bestimmten elektromagnetischen Beanspruchungen funktionsstabil standhält [Störfestigkeit] und andererseits definierte Emissionsgrenzwerte selbst nicht überschreitet und um dies zu erreichen, Entstörmittel und Entstörmaßnahmen nach erprobten EMV-Konzepten zur Anwendung kommen, lassen sich die EMV-Normen grob in folgende Gruppen einteilen.
  • Störfestigkeitsnormen [Immissions-Grenzwerte, d.h. Prüfschärfegrade und Störfestigkeits-Prüfgeräte und Prüfverfahren]
  • Emissionsnormen [Emission-Grenzwerte und Emissions-Messgeräte und -Messverfahren]
  • Entstörmittelnormen [Entstörmittel-Eigenschaften sowie Entstörmittel-Komponenten und -Prüfverfahren]
  • Empfehlungen für EMV-gerechte Konzepte
  • Organisatorische Maßahmen)
 
EMV-Normung ► EMC Standardisation (Den Anforderungen der WTO folgend, Handelsbarrieren weltweit abzubauen, konzentriert sich die EMV-Normungsarbeit auf folgende internationale Organisationen:
  • IEC: Sonderausschuss CISPR und Technische Kommittes TC 77 [allgemeine Aspekte und Querschnittsfragen], TC 77A [niederfrequente Phänomene bis 9 kHz], TC 77B [hochfrequente Phänomene > 9 kHz], TC 77C [Bedrohung ziviler Systeme durch hochenergetische transiente elektromagnetische Phänomene mit Feldamplituden > 500 V/m, wie sie durch elektromagnetische Waffen erzeugt werden können und als Begleiterscheinungen von Nuklearexplosionen auftreten]
  • ISO: EMV-Normen für „moving vehicles“ [Kraftfahrzeuge und deren elektronische Unterbaugruppen, Komponenten und Geräte der Luft- und Raumfahrt]
  • ITU: EMV-Normen für die leitungs- und feldgebundene Telekommunikation]
Die Koordinierung der EMV-Arbeiten innerhalb der IEC und mit den anderen Organisationen erfolgt durch den Ausschuss ACEC.
Die EMV-Normungsarbeit für den gesamten europäischen Wirtschaftsraum zur praktischen Umsetzung der EMV-Richtlinie leistet das Technische Komitee TC 210 im CENELEC. Dabei wird im Sinne der von der WTO angestrebten Zielstellung weitestgehend auf bestehende Normen der IEC und CISPR zurückgegriffen. Die so im CENELEC entstehenden Europanormen zur EMV werden von allen Mitgliedsländern als die einzig gültigen nationalen Normen übernommen. Wichtig für den EMV-Nachweis und die CE-Kennzeichnung von Produkten sind insbesondere die Grundnormen, die Fachgrundnormen sowie die Produktnormen und Produktfamiliennormen.
Im Einzelnen vollzieht sich die Entwicklung von EMV-Normen entsprechend der international üblichen Vorgehensweise, wie folgt:
  • New Work Item Proposal, NWIP [Vorschlag eines neuen Normenprojekts]
  • Committee Draft for comment, CD [Entwurf des bearbeitenden Komitees, der zur Begutachtung zirkuliert]
  • Committee Draft for Vote, CDV [Überarbeiteter Entwurf, der den nationalen Komitees zur Abstimmung vorgelegt wird]
  • Final Draft International Standard, FDIS [Er entsteht nach Abstimmung durch die nationalen Komitees über den CDV und ist die Letzte Stufe vor der endgültigen Fassung der künftigen Norm]
Zu allen technischen Fragen der EMV-Normung erteilt das Fachreferat 413 der Bundesnetzagentur Auskunft.
Für Produkte, die nicht unter die EMV-Richtlinie fallen [Waffen, Munition und Verteidigungsmaterial, Kraftfahrzeuge und deren elektronische Unterbaugruppen, Medizinprodukte, Produkte in den Bereichen der Luft- Raum- und Schifffahrt sowie Telekommunikationsendgeräte], gelten andere Spezifikationen, die von anderen Gremien und Interessengruppen er- und bearbeitet werden)
 
EMV-Normengremien ► EMC Standards bodies (siehe EMV-Normung und folgende Website)
 
EMV-Organisationen/Institutionen ► EMC Qrganizations (private und staatliche Organisationen, Gesellschaften, Interessengemeinschaften, Technologievereinigungen, Normungs- und Informationsplattformen mit Bezug zur EMV, die national und/oder global agieren)
  • ACES Applied Computational Electromagnetics Society ► Gesellschaft für angewandte numerische Feldberechnungen

    http://en.wikipedia.org/wiki/Computational_electromagnetics

    www.aces-society.org

  • Automotive EMC (The network for automotive electrical engineers and EMC professionals)

     www.autoemc.net

  • BNetzA Bundesnetzagentur

     www.bundesnetzagentur.de

  • Compliance Club (UK).

     www.compliance-club.com  

  • DEMVT Deutsche Gesellschaft für EMV-Technologie (D).

     www.demvt.de

  • Electromagnetic Compatibility Division im OET der FCC (USA)  

     http://transition.fcc.gov/bureaus/oet/organization/oet_org_chart.pdf

  • EMC Organizations (Technische, universitäre und behördliche EMV-Organisationen)

     www.cvel.clemson.edu/emc/info/organizations.html

  • EMC for ICs (Informationsplattform zu Fragen der EMV bei Integrierten Schaltkreisen)

     www.ic-emc.org

  • EMC Online (The resource for information regarding EMC requirements for Ford Motor company)

     www.fordemc.com

  • EMC Who´ Who

    www.compliance-club.com/default.aspx?id=18

  • EMCIA EMC Industry Association (Verband der EMV-Produkthersteller und Dienstleistungsanbieter, UK).

     www.emcia.org                                                                        

  • EMCS Electromagnetic Compatibility Society ► Gesellschaft für EMV (im IEEE) (USA)

     www.emcs.org                                                                        

  • EMCSA Electromagnetic Compatibility Society of Australia ► Gesellschaft für EMV Australiens (AU) .

     www.emcsa.org.au

  • EMCTLA EMC Test Labs Association ► Verband der EMV-Testlaboratorien (UK)

     www.emctla.co.uk

  • EMV-Förderverein [Verein zur Förderung der EMV-Technologie im Land NRW e.V.] (D)

      www.emv-foerderverein.de                                                                   

  • EMV-Kompetenz-Netzwerk

      www.demvt.de/publish/binarydata/emv-netz

  • EMZ EMV-Zentrum Berlin-Brandenburg e.V. (D)

      www.emv-zentrum.de

  • ESDA ESD Association

     www.esda.org      

  • GEMV Gesellschaft für EMV (D)

     www.gemv.de

  • German EMC Chapter ► Deutsche Sektion der EMCS    

      www.ewh.ieee.org/r8/germany/emc

  • IEEE Automotive EMC Online Community

     http://oc.ieee.org/auto_emc                                                                  

  • iNARTE International Association for Radio, Telecommunication and Electromagnetics

      www.narte.org

  • ISAD Interessenverband Short-range Anwender Deutschland e.V.

     www.isadev.eu

  • New Approach Normung im Binnenmarkt

      www.newapproach.org

  • R&TTE Compliance Association The Radio and Telecommunications Terminal Equipment Compliance Association

     www.rtteca.com

  • Schiedsstelle für Beeinflussungsfragen (D)

     www.sfb-emv.de

  • SEMCE(I) Society of EMC Engineers (India) ► Verband der EMV-Ingenieure (IN)

     http://ieeexplore.ieee.org/stamp/stamp.jsp?arnumber=05154384

  • VCCI Voluntary Control Council for Interference by Information Technology Equipment (Japan)

     www.vcci.jp/vcci_e/index.html

  • WIRELESS EMC Center Center for the Study of Wireless Electromagnetic Compatibility (USA)

     www.ou.edu/engineering/emc            

 

EMV-Plan ► EMC Plan (Siehe EMV-Programmplan)
 
EMV-Planung ► EMC Planning (Ingenieurmäßige Planungsmethode, in deren Rahmen die EMV-Aspekte eines Projekts [Maschine oder Anlage] im Planungsstadium systematisch betrachtet und untersucht werden, um Elektromagnetische Verträglichkeit zu erreichen. Alle zu treffenden technischen und organisatorischen EMV-Maßnahmen und die Reihenfolge ihrer Verwirklichung werden in einem EMV-Programmplan festgehalten)
 
EMV-Produkte - Lieferantenverzeichnisse
www.autoemc.net > Equipment
 
EMV-Prognose (EMV-Vorhersage)
 
EMV-Programmplan ► EMC Program Plan (Werkzeug zur systematischen Verwirklichung definierter EMV-Anforderungen im Zuge einer Produktentwicklung. Er enthält alle die zur Erreichung der für ein bestimmtes Produkt definierten EMV-Zielstellungen erforderlichen technischen und organisatorischen Maßnahmen sowie deren zeitliche Abfolge und Einordnung in den Produktentstehungsprozess. Normen hierzu: VG 95 374 Teil 2 und VG 95 374 Teil 4. Eine detaillierte Beschreibung findet man darüber hinaus in Loerzer: EMV-Check, WEKA Media Verlag)
 
EMV-Prüfplan ► EMC Test Plan (Der EMV-Prüfplan ist die Grundlage zur effectiven Durchführung von EMV-Prüfungen [insbesondere Emissionsmessungen und Störfestigkeitstestungen] und deren Dokumentation zur Sicherung der Nachvollziehbarkeit der gewonnenen Prüfergebnisse. Er sollte in angemessenem Detailgrad Angaben zu folgenden Punkten beinhalten.
  • Zielstellung der Prüfung
  • Beschreibung des Prüfobjekts
  • Konfiguration des Prüfobjekts für die Prüfung
  • Betriebsbedingungen des Prüfobjekts während der Prüfung [Betriebsarten, Umgebungsbedingungen]
  • Leistungsmerkmale und Bewertungskriterien [z.B. Pass/Fail-Kriterien bei Störfestigkeitsprüfungen]
  • Anzuwendende Normen
  • Prüfaufbau und Prüfablauf [Normenverweis]
 
EMV-Prüfungen ► EMC Tests (EMV-Prüfungen und -Messungen haben das Ziel, die elektromagnetische Verträglichkeit eines elektrischen/elektronischen Produkts unter Beweis zu stellen oder auch die Parametewr von Entstörmitteln bzw. die Wirksamkeit von EMV-Maßnahmen zu erkunden. Im Übrigen siehe folgende Website)
 
EMV-Prüfzeichen / EMC-Prüfzeichen ► EMC-Mark (Das internationale "EMV-Prüfzeichen", wurde entwickelt, um Herstellern eine kosten- und zeitsparende Option anzubieten, die eine Übereinstimmung mit der EMV-Richtlinie der EG, den US FCC- oder FDA-Anforderungen, der VCCI, Japan und der AUSTEL, Australien darstellt. Wird als Logo innerhalb des IECEE benutzt, um an einem Produkt kenntlich zu machen, dass es den EMV-Schutzanforderungen entspricht)
 
EMV-Publikationen ► EMC-Publications (Dem EMV-Ansatz der IEC folgend, Verträglichkeit in Systemen durch ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Störemissionen und Störfestigkeitswerten der Komponenten zu erreichen, werden zwei Publikationskategorien gepflegt, und zwar die sog. Basic EMC Publications, die allgemeine Aspekte wie EMV-Grundlagen, Definitionen, Beschreibung des elektromagnetischen Umfeldes, Mess- und Testmethoden u.a. behandeln und produktbezogene Publikationen. Dazu zählen die sog. EMC Generic Standards und die EMC Product Standards, die für Produkte, die in einem bestimmten Umfeld arbeiten bzw. für spezielle Produkte oder Produktgruppen Testlevels unter Bezug auf die Basic EMC Publications spezifizieren)
 
EMV-Richtlinie ► EMC Directive (Richtlinie der EU zur Angleichung der Rechtsvorschriften zu den Fragen der EMV im europäischen Wirtschaftsraum [EWR], um darin den freien Verkehr mit den darin erfassten Produkten zu ermöglichen. Die erste Fassung der EMV-Richtlinie 89/336/EWG wurde 1989 veröffentlicht und war seit dem 01.01.1996 bis 20.07.2007 verbindlicher Bestandteil der EU-Richtlinien, die bei der CE-Kennzeichnung von Produkten zu beachten sind. Sie bezog sich auf Geräte, die elektromagnetische Störungen verursachen können oder deren Betrieb durch solche Störungen beeinträchtigt werden kann und legte entsprechende EMV-Schutzanforderungen fest. Als Geräte wurden dabei alle elektrischen und elektronischen Apparate, Anlagen und Systeme bezeichnet, die elektrische oder elektronische Bauteile beinhalten.
Anwendungserfahrungen und damit im Zusammenhang erkannte Mängel führten im Zuge des sogenannten SLIM-Prozesses zu einer Neufassung, veröffentlicht im Amtsblatt der EU vom 31.12.2004 [ABl. EU Nr. L 390 S. 24].
Ihr vollständiger Titel lautet:
„Richtlinie 2004/108/EG des europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Dezember 2004 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die elektromagnetische Verträglichkeit und zur Aufhebung der Richtlinie 89/336/EWG“. Volltext und Anwendungsleitfaden siehe Websites am Ende des Artikels.
Die „alte“ EMV-Richtlinie 89/336/EWG wurde mit Wirkung vom 20. Juli 2007 aufgehoben. Ab diesem Zeitpunkt war die „neue“ EMV-Richtlinie anzuwenden. Produkte, die der alten Richtlinie 89/336/EWG entsprachen, durften bis einschliesslich dem 19. Juli 2009 in Verkehr gebracht werden.
In der neuen EMV-Richtlinie sind grundlegende Anforderungen an die elektromagnetische Verträglichkeit festgelegt, die ein Betriebsmittel erfüllen muss, damit es in Verkehr gebracht und in Betrieb genommen werden kann. „Betriebsmittel“ ist dabei der Oberbegriff für die von der Richtlinie erfassten Objekte, das sind einerseits „Geräte“ und andererseits „ortsfeste Anlagen“. Als Geräte im Sinne der Richtlinie sind auch Bauteile und Baugruppen zu verstehen, die vom Endnutzer in ein Gerät eingebaut werden, sowie mobile Anlagen, die als eine Kombination von Geräten und anderen Komponenten definiert sind und an unterschiedlichen Orten betrieben werden können. Einbezogen in ortsfeste Anlagen wurden in der neuen Richtlinie auch große Maschinen, Hochspannungsanlagen, Stromversorgungs- und Telekommunikationsnetze. Diese müssen entsprechend den anerkannten Regeln der Technik ausgeführt sein, bedürfen jedoch vor der Inbetriebnahme keiner Konformitätsbewertung. Sollte dennoch das Umfeld durch Störungen beeinträchtigt werden, verfügen die Behörden über rechtliche Mittel, um deren Abstellung zu veranlassen. Ausdrücklich nicht im Geltungsbereich der neuen EMV-Richtlinie liegen Funk- und Telekommunikationsendeinrichtungen, die von der R&TTE-Richtlinie erfasst sind, Luftfahrzeuge und zum Einbau in Luftfahrzeuge bestimmte Gerätschaften, Amateurfunkanlagen, sofern diese nicht kommerziell erhältlich sind, sowie Betriebsmittel, die aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften, wie z.B. elektronische Armbanduhren, keine beachtenswerten elektromagnetischen Störungen verursachen. Da sie viele Produktarten betrifft, zählt die EMV-Richtinie zu den sogenannten horizontalen Richtlinien.
Insgesamt ermöglichte die neue EMV-Richtlinie gegenüber der vorangegangenen folgende Verbesserungen [Pressemitteilung von der 2625 Tagung des Rates, 14726/1/04 REV 1 (Presse 326)]:
  • Klärung des Geltungsbereichs durch eindeutigere Definitionen,
  • Schaffung geeignetere Regelungen für ortsfeste Anlagen,
  • Festlegung detaillierterer grundlegender Anforderungen,
  • Klärung der Rolle der harmonisierten Normen,
  • Vereinfachung des Konformitätsbewertungsverfahrens, das nunmehr in der alleinigen Verantwortung des Herstellers liegt,
  • Ausweitung der Wahlmöglichkeiten des Herstellers,
  • Verbesserung der Marktaufsicht durch eine bessere Rückverfolgbarkeit in Bezug auf den Hersteller.
Im April 2014 trat wiederum eine Neufassung der EMV-Richtlinie in Kraft [Richtlinie 2014/30/EU, anzuwenden ab dem 20.04.2016]. Die zurzeit noch geltende Richtlinie 2004/108/EG wird mit Wirkung vom 20. April 2016 aufgehoben.
 
EMV-Risiken ► EMC risks (Verstanden werden darunter die durch elektromagnetische Unverträglichkeiten in Geräten und Systemen bedingten Risiken, in Bezug auf das Auftreten von Fehlfunktionen mit mehr oder weniger kritischen Folgen wie materielle Schäden oder Personengefährdung)
 
EMV-RL EMV-Richtlinie
 
EMV-Sachkundige ► EMC-Experts (sind Elektrofachkräfte mit besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in den Bereichen Blitz- und Überspannungsschutz sowie EMV-gerechte elektrische Anlagen. In der Normung, z.B. DIN EN 62305-4, oft auch als Blitzschutz-Fachkraft mit besonderen Kenntnissen in EMV bezeichnet. Sie haben ein entsprechendes Ausbildungsverfahren durchlaufen und sind durch den VdS anerkannt. Ihre Kompetenz wird vom VdS überwacht und fortlaufend durch Informations- und Fortbildungsveranstaltungen gefestigt und aktualisiert. Alle EMV-Sachkundigen sind in einem Verzeichnis [VdS 2832] gelistet)
 
EMV-Schaltschrankzubehör ► EMC Switching Cabinet Accessories (Bodenbleche mit Einschubrahmen, Kabeleinführungsrahmen, Flansch- und Modulplatten, Masse- und Flachbänder u.ä.)
 
EMV-Schirmklammern ► EMC Shield Clamps (ermöglichen die sichere und einfache, d.h. werkzeugfreie, großflächige Kontaktierung des Kabelschirms einzelner Leitungen an Massepotential [Hutschiene, 10x3-Sammelschiene, Montageplatte etc.]. Die Leitungen selbst werden mittels Kabelbinder gemäß VDE-Norm über den Kabelaußenmantel zugentlastet)
 
EMV-Schutzanforderungen ► EMC Protection Requirements (sind grundlegende Anforderungen an ein Produkt bezüglich der Begrenzung der davon ausgehenden elektromagnetischen Störemissionen und der Sicherstellung einer ausreichenden Störfestigkeit gegenüber elektromagnetischen Störgrößen.
Konkret mussten gemäß dem alten EMVG vom 18.09.98 Geräte so beschaffen sein, dass bei vorschriftsmäßiger Installation, angemessener Wartung und bestimmungsgemäßem Betrieb gemäß den Angaben des Herstellers in der Gebrauchsanweisung
  • die Erzeugung elektromagnetischer Störungen soweit begrenzt wird, dass ein bestimmungsgemäßer Betrieb von Funk- und Telekommunikationsgeräten sowie sonstigen Geräten möglich ist und
  • die Geräte eine angemessene Festigkeit gegen elektromagnetische Störungen aufweisen, so dass ein bestimmungsgemäßer Betrieb möglich ist.
Die Einhaltung dieser Schutzanforderungen wurde aus juristischer Sicht vermutet bzw. galt für den Techniker mit hoher Wahrscheinlichkeit als erfüllt für Geräte, die mit den auf das jeweilige Gerät anzuwendenden EMV-Normen übereinstimmten bzw. für Geräte, bei denen der Hersteller die genannten Normen nicht oder nur teilweise angewandt hat oder keine solchen Normen vorhanden waren, wenn ein technischer Bericht oder die Bescheinigung einer Zuständigen Stelle gemäß EMVG §4, Abs.2 vorlag.
Gemäß ANHANG 1 der neuen EMV-Richtlinie, die ab Juli 2007 rechtswirksam wurde, beziehen sich die EMV-Schutzanforderungen [in Abänderung des bislang verwendeten Vokabulars für die erfassten Objekte] auf Betriebsmittel. Diese müssen nach dem Stand der Technik so konstruiert und gefertigt sein, dass
  • die von ihnen verursachten elektromagnetischen Störungen keinen Pegel erreichen, bei dem ein bestimmungsgemäßer Betrieb von Funk- und Telekommunikationsgeräten oder anderen Betriebsmitteln nicht möglich ist und
  • sie gegen die bei bestimmungsgemäßem Betrieb zu erwartenden elektromagnetischen Störungen hinreichend unempfindlich sind, um ohne unzumutbare Beeinträchtigung bestimmungsgemäß arbeiten zu können.
Ortsfeste Anlagen sind darüber hinaus nach den anerkannten Regeln der Technik zu installieren und die EMV-relevanten Angaben zu den darin verwendeten Komponenten zu berücksichtigen. Diese in der Anlage realisierten EMV-Maßnahmen sind zu dokumentieren und für die zuständigen einzelstaatlichen Behörden zu Kontrollzwecken zur Einsichtnahme bereit zu halten, solange die Anlage in Betrieb ist.
In der Neufassung des EMVG vom 29. Februar 2008, findet sich im Wesentlichen der gleiche Wortlaut)
 
EMV-Schutzanzüge (Synonym für HF-Schutzkleidung)
 
EMV-Schutzzone, EMV SZ ► EMC Protection Zone (Dreidimensionaler Raum, in dem definierte elektromagnetische Umgebungsbedingungen herrschen. Eine elektromagnetische Sperre verhindert das Eindringen feld- oder leitungsgebundener elektromagnetischer Störgrößen. Entsprechend dem Blitz-Schutzzonen-Konzept werden folgende EMV-Schutzzonen unterschieden.
  • EMV SZ 0 [LPZ 0]: Bereich außerhalb von Gebäuden. Einwirkungen von direkten Blitzeinschlägen sind möglich.
  • EMV SZ 1 [LPZ 1]: Bereich innerhalb von Gebäuden. Einwirkungen von energiereichen Transienten durch Schalthandlungen und Blitzteilströme sind möglich.
  • EMV SZ 2 [LPZ 2]: Bereich innerhalb von Gebäuden. Einwirkungen von energiearmen Transienten durch Schalthandlungen und Entladungen elektrostatischer Elektrizität sind möglich.
  • EMV SZ 3 [LPZ 3]: Bereich innerhalb von Gebäuden, in dem keine Einwirkungen von von Störspannungen über die zulässigen Störgrenzen hinaus zu befürchten sind. Schirmung und separate Verlegung von Leitungen, die sich gegenseitig beeinflussen könnten)
www.phoenixcontact.de > Suche: EMV-Schutzzonen
 
EMV-Sicherheitsplanung ► EMC Safety Planing (EMV-Planung, in deren Rahmen auch Aspekte der Funktionalen Sicherheit betrachtet werden)
 
EMV-Simulation ► EMC Simulation (Bei der EMV-Simulation geht es um die computergestützte Nachbildung der EMV-Eigenschaften von Leiterplatten, Funktionsgruppen, Geräten, Systemen und Verkabelungen im Zuge des Entwurfs oder der Analyse mittels geeigneter EMV-Software. Grundsätzlich ist dabei das Ziel, die systemcharakterisierenden Parameter wie bei einer Messung an einem physikalischen Modell zu bestimmen. Man nimmt den Simulationsaufwand in Kauf, um Kosten und Zeit für den Bau von Prototypen zu sparen. Zusätzlich erhält man durch die Modellierung die Möglichkeit, Parameter eines Systems einfach zu optimieren. Es ist dadurch möglich, Komponenten zu entwickeln, die ohne die Simulation nur mit sehr großem Optimierungsaufwand im Messlabor möglich wären)
www.emv.biz > EMV-Software
 
EMV-Software ► EMC Software / EMC Simulation Software (Software zur Simulation bzw. Analyse der EMV-Eigenschaften von elektronischen Funktionsgruppen, Geräten und Systemen in der Entwicklungsphase, d.h. im Vorfeld der konkreten technischen Realisierung, beispielsweise Layout-Analysen von Leiterplatten oder Abstrahlverhalten von Antennengebilden. Zur EMV-Software zählt aber auch die Software zur Unterstützung bzw. Effektivierung der in der Regel sehr zeitaufwendigen Mess- und Prüfvorgange in EMV-Labors bei der Durchführung von Störfestigkeitsprüfungen und Störemissionsmessungen)
www.emv.biz > EMV-Software
 
EMV-Symposien (siehe EMV-Veranstaltungen))  
 
EMV-Tapeten (Synonym für Abschirmtapeten)
 
EMV-Technologie ► EMC Technology (Gesamtheit der wissenschaftlich-technischen und ingenieurmäßigen Methoden, Maßmahmen, Verfahren und technischen Prozesse, die bei der Neu- oder Umgestaltung von Systemen unter Nutzung EMV-spezifischer Materialien, Komponenten und Gestaltungsprinzipien der Erreichung EMV-bezogener Schutzzielstellungen dienen)
 
EMV-Technologievereinigungen (siehe EMV-Organisationen/Institutionen)  
 
EMV-Testlabors (siehe EMV-Labor-Suchmaschinen)
 
EMV-Testplan ► EMC Test Plan (siehe EMV-Prüfplan)
 
EMV-Testsysteme ► EMC Test Systems (Gerätetechnik und gerätetechnische Systeme für die Durchführung von Störemissionsmessungen und Störfestigkeitsprüfungen an elektrischen und elektronischen Produkten zum Nachweis der Erfüllung der EMV-Schutzanforderungen)
www.teseq.com > Produkte
 
EMV-Trafo EMC Transformer (Transformator, der konstruktiv so ausgeführt ist, dass von ihm ein möglichst geringes Niederfrequenz-Magnetfeld ausgeht)
 
EMVU Elektromagnetische Verträglichkeit zur Umwelt / Elektromagnetische UmweltverträglichkeitEnvironmental Electromagnetic Compatibility [EEMC] / Electromagnetic Environmental Compatibility [EMEC] (Nicht sonderlich glückliche, genauer gesagt, in Verbindung mit EMV irreführende Bezeichung für den Problemkreis der biologischen Wirkungen elektromagnetischer Felder. Irreführend deshalb, weil der darin enthaltene Passus Elektromagnetische Verträglichkeit eine Verbindung zu der im EMVG gesetzlich fixierten EMV-Definition suggeriert, die sachinhaltlich nicht existiert. EMVU steht vielmehr als Synonym für die Gesamtheit aller Fragen zu den biologischen Wirkungen elektromagnetischer Felder auf Organismen und biologische Systeme, einem ganz anderen Problemfeld als das der gerätebezogenen EMV mit anderen Betrachtungsobjekten [hier Mikro- und Makro-Organismen], anderen damit verbundenen Zielstellungen [Vorbeugen und Vermeiden schädigender, vorzugsweise gesundheitlicher Beeinträchtigungen] sowie dafür autorisierten Fachexperten [Mediziner, Biologen, Biophysiker, Arbeitswissenschaftler] und Gremien [WHO, ICNIRP, SSK u.a.] und völlig anderem Normungshintergrund und anderen gesetzlichen Regelungen. Ursache für viele Missverständnisse und Fehlinterpretationen insbesondere in der breiten Öffentlichkeit. Konkrete Informationen hierzu finden sich unter EMF-Fachwissen Online und auf den folgenden Webseiten)
 
EMVV Elektromagnetische Verträglichkeitsverordnung (österreichisches EMV-Gesetz)
 
EMV-Veranstaltungen ► EMC-Events [Conferences, Symposia, Workshops, Seminars, Exhibitions and Congresses] (Der Erfahrungsaustausch zu den aktuellen Kern- und Begleitproblemen der EMV vollzieht sich weltweit in einer Reihe turnusmäßig stattfindender internationaler und regionaler Veranstaltungen [Konferenzen, Symposien, Workshops, Seminare, Ausstellungen und Kongresse]. Siehe www.ieice.org/cs/emcj/Eng/international/index.html und folgende Websites)
  • APEMC Asia Pacific EMC Week. Erste Veranstaltung 2006 in Singapur; jährlich an wechselnden Orten. Nächste Veranstaltungen: 2014 in Tokio und 2015 in Taipei.
  • EMC UK – EMC Exhibition & Conference. England, seit 2004, jährlich.    
      www.emcuk.co.uk
  • EMC Europe – International Symposia and Workshops on EMC. Erstmals 1994 in Rom, jährlich an wechselnden Orten in Europa.
      www.emceurope.eu
  • EMC Compo – Workshops on Electromagnetic Compatibility of Integrated Circuits, seit 2002, ungeradzahlige Jahre, wechselnde Orte.
      www.emccompo.org                                                                               
  • EMCSA EMC Symposium der Australischen EMC Society. Seit 2002 zweijährlich.
  • EMC Conferences & Symposia USA, seit 1959 an wechselnden Orten.
      www.emcs.org/conferences/emc_conferences.html                      
  • INCEMIC International Conference on Electromagnetic Interference & Compatibility. Indien, alle zwei Jahre
  • International Zurich Symposium on Electromagnetic Compatibility. Vormals in der Schweiz, seit 1975 in zweijährigem Turnus durchgeführtes EMV-Symposium
  • International Symposium on Electromagnetic Compatibility. Japan, seit 1984.
  • Internationale Fachmesse und Kongress für EMV. Deutschland, seit 1988, geradzahlige Jahre.
      www.mesago.de
  • Internationale Messe mit Workshops für EMV. Deutschland, seit 1995, ungeradzahlige Jahre.
      www.mesago.de
  • International Symposium on Electromagnetic Compatibility. China, seit 1997, fünfjähriger Turnus.
  • PPEMC Pan-Pacific EMC Joint Meeting
 
EMV-Vorhersage / EMV-Prognose ► EMC Prediction (Vorausbewertung der EMV-Eigenschaften von Komponenten, Geräten und Systemen im Zuge des Entwurfs- und Gestaltungsprozesses im Ergebnis entsprechender Überlegungen, Abschätzungen und insbesondere modellbasierter Simulationen unter Berücksichtigung der an Vorgängerprojekten gewonnenen Erfahrungen. Voraussetzung dazu sind möglichst wirklichkeitsnahe Simulationsmodelle)
 
EMV-Wächter ► Noise Detector (Zusatzfunktion im Master des AS-Interface. Das analoge Signal auf der Busleitung wird kontinuierlich überprüft. Stör- und Überspannungen werden erfasst und in den Pausenzeiten des Signals gemeldet, sobald sie ein bestimmtes Maß überschreiten. Dadurch können mögliche Probleme bereits in einem frühen Stadium erkannt werden, das noch nicht zu Telegrammwiederholungen führt. Darüber hinaus sind kritische Situationen leichter zu analysieren, z.B. Störungen, die zyklisch mit dem Ablauf eines Prozesses verbunden sind, wie das Starten eines Motors)
 
EMV-Zelte (Synonym für geschirmte Zelte)
 
EM-Weapons Electromagnetic Weapons ► Elektromagnetische Kampfmittel / Elektromagnetische Waffen
 
EMWs Electromagnetic Waves Elektromagnetische Wellen
 
EMxpert™ (Analyseboard zur Precompliance-Bewertung der Emissionen von Leiterplatten der Canadischen Firma EMSCAN. Siehe EMV-Analyseboard)
 
EMZ Elektromagnetische ZuverlässigkeitElectromagnetic Reliability (EMR)
 
EN European NormEuropäische Norm
 
Enclosure Port ► Schnittstelle Gehäusehülle (physikalische Begrenzung eines Betriebsmittels [Gefäß, Gehäuse], durch die elektromagnetische Felder abgestrahlt werden oder eindringen können)
 
Endo-NEMP Endo-Atmospherical Nuclear Elec­tromagnetic Pulse ► inneratmosphärischer nuklearer elektromagnetischer Puls
 
Endprodukt ► End-Product / Final Product (Erzeugnis, das für einen Benutzer /Anwender / Endnutzer bestimmt ist und als einzelne Einheit oder als Teil eines Systems oder einer Anlage vermarktet wird)
 
Energie ► Energy (Aus Sicht von Naturwissenschaft und Technik ist Energie eine physikalische Größe und Maß für die Fähigkeit eines Systems Arbeit zu verrichten. Ihre SI-Einheit ist das Joule [1 Joule = 1 Newton-Meter = 1 Volt-Ampere-Sekunde = 1 Watt-Sekunde]. Energie kann weder erzeugt noch verbraucht werden. Nur ihre Umwandlung, Transport und Speicherung ist möglich. Alle Geräte, Machinen und Anlagen, die landläufig als `Energieerzeuger´ oder `Energieverbraucher´ bezeichnet werden, sind korrekt betrachtet, Einrichtungen, die Energie aus einer Energieform in eine andere umwandeln, wie z.B. ein Elektromotor, der elektrische Energie zum größten Teil in mechanische Energie aber auch zum Teil in Verlustenergie umsetzt. In der Summe bleibt dabei die Energiemenge gleich.
Wichtige Energieformen sind die elektrische, magnetische, mechanische, thermische und chemische Energie.
 
ENI Equivalent Noise Input ► äquivalentes Ein­gangsrauschen
 
EnOcean Funktechnologie ► EnOcean Wireless Technology (Batterielos arbeitende Funksensorik, die Signale erfasst, aufbereitet und in Form kurzer Funksignale an eine spezielle Empfangseinheit sendet. EnOcean arbeitet auf einer Frequenz von 868 MHz und kann Funksignale über Entfernungen bis zu 300 m übertragen. Die dazu erforderliche elektrische Energie wird mittels Energy Harvesting aus der vor Ort verfügbaren Umgebungsenergie gewonnen)
 
ENR Equivalent Noise Resistance ► äquivalenter Rauschwiderstand
 
ENR Excess Noise Ratio ► Überschussrauschverhältnis
 
Entkopplungsnetzwerk ► Decoupling Network (Elektrische Schaltung, die z.B. in Prüfanordnungen verhindert, dass Prüfspannungen, mit denen das Prüfobjekt beaufschlagt wird, andere Geräte, Hilfseinrichtungen und Systeme, die nicht geprüft werden sollen, beeinflussen)
 
Entladungsstrecken ► Discharge Path (realisieren Überspannungs-Grobschutzfunktionen. Konstruktiv werden sie als Gasentladungsableiter, als Luftfunkenstrecken und als Gleitentladungsableiter ausgeführt)
 
Entlastungserdungsleiter (Synonym für Parallelerdungsleiter)
 
Entstörbauelement Suppression Component (Nach IEV 161-03-24: speziell zur Funkentstörung ausgelegtes Bauelement)
 
Entstördrosseln Interference suppression chokes/Coils (Induktive Bauelemente in den unterschiedlichsten Bauformen [Stabkern, Ringkern, Ferritkörper mit mehreren Lochungen für die stromführende Leitung] zur Unterdrückung leitungsgebundener elektromagnetischer Störgrößen in elektronischen Schaltungen)
 
Entstörfilter für MSR- und Datenleitungen ► EMI Suppression Filters for Control and Data Lines (solche              sind gegenüber Netzentstörfiltern dadurch gekennzeichnet, dass sie für niedrige Betriebsströme und Spannungen ausgelegt sind, sie meistens in angepassten Systemen [Quellimpedanz = Senkenimpedanz] arbeiten und die Nutzgrößen [Signale] oft ein breites Frequenzspektrum haben. Liegt der Frequenzbereich der Störspannung genügend weit über dem Frequenzspektrum des Nutzsignals, genügen einfache RC-Tiefpassfilter. Bei höherfrequenten Nutzsignalen kommen praktisch nur mehrgliedrige LC-Filter zur Anwendung, deren Dämpfungskurve ab einer bestimmten Eckfrequenz eine sehr hohe Steilheit hat)
 
Entstörkomponenten (Siehe: Entstörmittel)
 
Entstörkondensatoren ► EMI Suppression Capacitors (Kondensatoren, die leitungsgebundene hochfrequente Störgrößen gegen Masse ableiten oder kurzschließen und damit im Sinne eine Entstörwirkung ihre Ausbreitung verhindern. Sie stehen als X-Kondensatoren und Y-Kondensatoren als Einzel- und Kombinationsbauelemente zur Verfügung)
 
Entstörmittel ► EMI Suppression Components (im Sinne der EMV sind Bausteine, Bauteile, Komponenten und Materialien, die dazu dienen, die Entstehung und Ausbreitung bzw. das Eindringen und Wirksamwerden elektromagnetischer Störgrößen in Störsenken zu verhindern bzw. auf ein zulässiges Maß zu beschränken. Beispiele hierfür sind Netzentstörfilter, Entstörfilter für MSR- und Datenleitungen, Entstörmodule zur Begrenzung induktiver Abschaltüberspannungen an Wicklungen und Spulen, Überspannungsableiter, Optokoppler sowie magnetische oder elektromagnetische Abschirmungen aus jeweils adäquaten Abschirmmaterialien)
 
Entstörmodule ► EMC Suppression Modules / Transient Suppression Devices (für elektromagnetische Geräte. Über den Erregerwicklungen elektromagnetisch betätigter Komponenten, wie Relais, Luftschütze, Elektromagnete, Schwingmagnete, Hydrauliksteuermagnete, Bremslüftmagnete, elektromagnetische Kupplungen, Federdruckbremsen, Motoren u.ä. Einrichtungen, und damit gleichzeitig auf den zu diesen Betriebsmitteln führenden Ansteuerleitungen können besonders beim Abschalten Überspannungen entstehen, die mit hohen Spannungsanstiegsgeschwindigkeiten [0,1 bis 20 V/ns] ein Vielfaches der Nennbetätigungsspannung erreichen. Für den Fall, dass solche Geräte in enger räumlicher Konfiguration und funktioneller Verknüpfung mit elektronischen Betriebsmitteln arbeiten, ist es aus Gründen der elektromagnetischen Verträglichkeit erforderlich, die zu erwartenden Abschaltüberspannungen mit geeigneten Störschutzbeschaltungen möglichst unmittelbar am Entstehungsort, d.h. direkt an den Erregerwicklungen zu bedämpfen. Wesentliche Elemente solcher Schaltungen sind Dioden, Metalloxidvaristoren [MOV], TAZ-Dioden sowie Widerstände und Kondensatoren. Praktisch kommen sie in Form von kleinen kompakten Entstörbausteinen direkt an den Klemmen der zu entstörenden Betriebsmittel zur Anwendung. Wünschenswerte Eigenschaften solcher Entstörmittel sind:
  • Raumsparender Aufbau, Anbringung unmittelbar an der Erregerspule,
  • Keine Beeinflussung der Reaktionszeiten des beschalteten Geräts,
  • Wirksame Dämpfung der Abschaltüberspannungsspitze und der Spannungsanstiegsgeschwindigkeit,
  • Möglichst keine stationären Energieverluste,
  • Kurzschlussausfallverhalten [Sicherung spricht an]
  • Möglichst geringe Beeinträchtigung der Zuverlässigkeit der Gesamtanlage
  • Zustandsanzeige [LED, nützlich bei Inbetriebnahme und Wartungsarbeiten]
  • Preiswert)
 
Entstörung ► Disturbance Suppression / Interference Suppression (Maßnahme, die elektromagnetische Störgrößen begrenzt, vermindert oder eliminiert [IEV 161-03-22])
 
ENV Europäische Vornorm ► European Preliminary Standard (Vornormen werden als Vorläufer zu künftigen Normen erstellt, auch um Erfahrungen bei ihrer Anwendung zu sammeln. Nationale Normen können neben ihnen beibehalten und angewandt werden. Nach drei Jahren müssen ENV in europäische Normen [EN] überführt oder zurückgezogen werden)
 
EOQ European Organization for Quality ► Europäische Organisation für Qualität
 
EOS Electrical Overstress ► elektrische Überbeanspruchung (Spannungs- oder Strombeanspruchung einer Einrichtung, die oberhalb der Bemessungswerte liegt)
 
EP Eintrittspunkt; DurchdringungspunktEnclosure Port (physikalischer Ort auf einer elektromagnetischen Begrenzungsfläche, wo elektromagnetische Energie in einen topologischen Raum eindringen oder aus ihm austreten kann, sofern keine geeignete Schutzeinrichtung am Durchdringungspunkt vorhanden ist. Durchdringungspunkte werden entsprechend der Art des Durchtritts als Apertur-Durchdringungspunkte oder leitende Durchdringungspunkte klassifiziert und auch hinsichtlich ihrer Funktion als architektonische, mechanische, strukturelle oder elektrische Durchdringungpunkte unterschieden. Leitende Durchdringungspunkte sind z.B. die Stellen, an denen Leiter, Drähte, Kabel oder andere elektrisch leitende Gegenstände eine elektromagnetische Begrenzungsfläche durchdringen)
 
EPA Electrostatic Protected Area ► elektrostatisch geschützter Bereich (ESD-Schutzzone. Durch spezielle Vorkehrungen [siehe Website] geschützter Bereich, wo elektrostatisch empfindliche Bauelemente und Bauteile gehandhabt werden können, ohne dass diese durch Entladungen statischer Elektrizität geschädigt werden)
 
EPAC Electrically Power Assisted Cycle ► Elektromotorisch unterstütztes Fahrrad, Elektrofahrrad, E-Bike, Elektro-Mofa, Pedelec (Zweiradfahrzeug mit Pedalen und einem elektrischen Hilfsmotor, der der Antriebsunterstützung, nicht aber der alleinigen Vorwärtsbewegung dient. Die EMV-Anforderungen an solche Fahrzeuge sind in der DIN EN 15194 hinterlegt)
 
EPC Equivalent Parallel Capitance ► äquivalente Parallelkapazität (charakterisiert z.B. die parasitäre Kapazität von Widerständen oder Drosselspulen im HF-Ersatzschaltbild)
 
EPDM Ethylen, Propylen, Dien, Methylen (Kombiniert mit dem Füllmaterial Nickel-Graphit ist es ein idealer Werkstoff für kombinierte EMV- und Umweltdichtungen speziell für den Außenbereich, da es auch über eine hervorragende Widerstandsfähigkeit gegen Witterungseinflüsse, UV-Licht und Ozon verfügt. Erzielbare Dämpfungswerte > 85 dB im Bereich von 100 MHz bis 10 GHz)
 
Epidemiologie ► Epidemiology (die Epidemiologie als Wissenschaft befasst sich mit der Untersuchung der Verbreitung von Krankheiten und der Risikofaktoren [hier elektromagnetische Felder] für Krankheiten in entsprechend exponierten Populationen sowie der Anwendung der gefundenen Ergebnisse zur Kontrolle daraus resultierender Probleme)
 
Epidemiologische Studie/Untersuchung ► Epidemiological Study/Investigation (Hauptgegenstand epidemiologischer Untersuchungen [epidemiologische Studien] ist der Vergleich zwischen kranken und gesunden oder zwischen exponierten und nicht exponierten Individuengruppen. Schwierigkeiten bei epidemiologischen Untersuchungen sind oft die Begrenztheit der Anzahl der Teilnehmer, Probleme, vergleichbare Bedingungen für alle Beteiligten zu finden, sowie die Möglichkeit des Einwirkens unbekannter Faktoren, die das Untersuchungsergebnis mit beeinflussen. Epidemiologische Studien können somit für sich allein keine Kausalzusammenhänge beweisen oder widerlegen, sondern nur einen Beitrag zur Stützung wissenschaftlicher Erkenntnisse liefern. Dies gilt auch für alle bezüglich der biologischen Wirkungen elektromagnetischer Felder bisher durchgeführten zahlreich vorliegenden epidemiologischen Studien)
 
EPM Electromagnetic Processing of Materials ► Materialbearbeitung oder -umformung mittels elektromagnetischer Energie oder Kräfte
 
EPR Earth Potential Rise Erdpotenzialanhebung
 
Equipment ► Ausstattung / Ausrüstung / Teil eines Systems (im EMV-Fachsprachgebrauch [vgl. z.B. IEC 61000-1-2] häufig benutzt als Synonym für Module, Komponenten, gerätetechnische Einrichtungen, Ausrüstungen und Subsysteme der verschiedensten Art)
 
Erdausbreitungswiderstand (siehe Ausbreitungswiderstand)
 
Erdblitz ► Earth Lightning (Funken- oder kurzzeitige Lichtbogenentladung zwischen Wolken und Erde)
 
Erdblitzdichte ► Earth Lightning Density (Anzahl von Blitzeinschlägen je km2. Sie beschreibt die Blitzgefährdung zu schützender Objekte in einem bestimmten Gebiet)
 
Erde ► Earth, Ground, Soil (Im Zusammenhang mit elektrotechnischen Sachverhalten ist darunter das mehr oder weniger elektrisch gut leitende Erdreich zu verstehen, das ausserhalb des Einflussbereichs von Erdern oder anderen elektrischen Phänomenen keine Potenzialunterschiede aufweist)
 
Erden ► to earth, to ground [US] (Nach IEV 826-13-03: Vorgang des Herstellens einer elektrischen Verbindung zwischen einem oder mehreren gegebenen Punkten in einem Netz, in einer Anlage oder in einem Betriebsmittel und der örtlichen Erde)
 
Erder ► Earth Electrode / Ground Electrode [US] (Nach IEV 826-13-05: Leitfähiges Teil, das in das Erdreich oder in ein anderes bestimmtes leitfähiges Medium, z.B. Beton, das in Kontakt mit Erde steht, eingebettet ist. Das heißt, ein Erder ist eine Erdungselektrode [Banderder, Fundamenterder, Ringerder, Staberder u.a.] in Form eines Leiters bzw. leitfähiger Teile, die in gutem Kontakt mit Erde sind und mit ihr in elektrisch gut leitender Verbindung stehen. Wichtig ist die Verbindung zwischen dem Erdungsleiter und der Erdungselektrode. Letztere muß elektrisch gut leitend und gegen mechanische sowie korrosive Einflüsse gut geschützt sein. Desweiteren muss sie zwecks Messung des Ausbreitungswiderstands des Erders mittels Werkzeug lösbar sein)
 
Erder, unabhängiger ► Independent Earth Electrode / Independent Ground Electrode (Nach IEV 195-02-02: Erder, der sich in einem solchen Abstand von anderen Erdern befindet, dass sein elektrisches Potential nicht nennenswert von Strömen zwischen Erde und anderen Erdern beeinflusst wird)
 
Erdernetz ► Earth-electrode Network / Ground-electrode Network [US] (Teil einer Erdungsanlage, der nur die Erder und die Erdungsleiter umfasst [IEV 195-02-21])
 
Erderwerkstoffe ► Earth Electrode Materials (Siehe folgende Website)
 
Erdgekoppelte Störung ► Earth-coupled Interference / Ground-coupled Interference [US] (Nach IEV 161-03-20: elektromagnetische Störung, die von einer elektromagnetischen Störgröße herrührt, welche von einem Stromkreis zu einem anderen über eine gemeinsame Erdrückleitung übertragen wird)
 
Erdinduktivität ► Earthing Inductor / Grounding Inductor [US] (Mit dem Erdungsleiter einer Einrichtung in Reihe geschaltete Induktivität [IEV 161-03-21])
 
Erdleiterdrosseln (Synonym für Schutzleiterdrosseln)
               
Erdmagnetfeld ► Earth´s Magnetic Field (magnetostatisches Feld, das durch elektrische Strömungen im flüssigen elektrisch leitenden äusseren Erdkern entsteht. Es hat die Stärke von etwa 30 bis 60 Mikrotesla [µT] und schwankt unter dem Einfluss des Sonnenwindes tageszeitlich um +/- 0,02 µT. Langzeitlich gesehen wird es, geophysikalischen Untersuchungen zufolge, zur Zeit immer schwächer und man vermutet, dass in ein- bis zweitausend Jahren zu einer Feldrichtungsumkehr [Polsprung] kommt, die im Mittel aller 250.000 Jahre stattfindet. Im Zusammenhang mit EMV-Problemen interessiert das Erdmagnetfeld als Störfaktor dann, wenn extrem schwache Ströme und Felder zu messen sind)
 
Erdpotenzialanhebung ► Earth Potential Rise / Ground Potential Rise (Vorübergehender Potenzialanstieg am Erdungspunkt einer Anlage gegenüber einem fernen Bezugspunkt, wenn ein großer Blitz- oder Fehlerstrom in das Erdreich eintritt. Infolge des endlichen Erdwiderstands können dadurch in der Umgebung für Mensch und Gerät gefährliche Potenzialdifferenzen auftreten)
 
Erdrückleiter ► Earth-return Path / Ground-return Path [US] (Nach IEV 826-13-14: Elektrisch leitfähiger Pfad, der zwischen Erdungsanlagen durch die Erde, Leiter oder leitfähige Teile gebildet wird)
 
Erdrückleitung (Siehe Erdrückleiter)
 
Erdschleife ► Ground Loop (Erdschleifen verursachen Störsignale und sind deshalb bei der Verlegung von Leitungen unbedingt zu vermeiden. Hierzu siehe folgende Websites)
http://tu-dresden.de/Members/andreas.binner/dateien/emv_vortrag.pdf
www.pci-card.com/phoenix-emv-leitfaden.pdf
http://de.wikipedia.org/wiki/Erdschleife
 
Erdschluss ► Earth Fault / Ground Fault [US] (Gemäß IEV 195-04-14 oder IEV 826-14-13 unbeabsichtigtes Auftreten eines Strompfads zwischen einem aktiven Leiter und Erde bzw. betriebsmäßig geerdeten Teilen einer Anlage. Ursachen sind fehlerhafte Isolation oder Brückenbildung zwischen Leiter und Erde aus Unachtsamkeit oder durch Vegetation. Im Bereich der Elektroenergietechnik stellt ein Erdschluss eine Störung mit hohem Gefährdungspotential dar. Im Bereich informationstechnischer Anlagen sind Erdschlüsse infolge der niedrigeren Spannungen zwar weniger gefährlich für den Menschen allerdings ist mit erheblichen Fehlfunktionen oder Systemausfällen zu rechnen)
 
Erdung ► Earthing / Grounding [US] (Als Erdung bezeichnet man im Fachsprachgebrauch jeden Anschluss eines Punktes eines Betriebsstromkreises oder eines Körpers an ein Bezugspotenzial, das in der Regel über Erder mit dem leitfähigen Erdreich in Verbindung steht. Grundsätzlich ist zwischen Schutzerdung und Funktionserdung zu unterscheiden. Während die Schutzerdung im Zusammenhang mit den Fragen der elektrischen Sicherheit, d.h. des Schutzes von Personen, Nutztieren und Sachwerten eine Rolle spielt [Schutz gegen zu hohe Berührungsspannungen, Blitzschutz], ist die Funktionserdung [Betriebserdung] ausschlaggebend für den störungsfreien Betrieb einer Anlage. Dabei ist allerdings, speziell im Hinblick auf die Bewältigung von EMV-Problemen folgendes zu beachten: Für das störungsfreie Funktionieren elektronischer Betriebsmittel ist eine Verbindung zu Erde im obigen Sinne, d.h. zum Erdreich, keine notwendige Voraussetzung, wie z.B. die elektrischen und elektronischen Bordsysteme in Flugzeugen, Raketen und Satelliten einleuchtend beweisen. Ganz im Gegenteil können parasitäre oder unbedacht vorgesehene Erdverbindungen in bodengebundenen elektronischen Einrichtungen zu Störungen Anlass geben. Meistens wird dabei übersehen, dass sich unverträglichkeitsbedingte Störspannungen oder Störströme nicht schlechthin wie etwa Abwasser in eine Sickergrube nach Erde ableiten lassen, sondern dass entsprechende Gegenmaßnahmen immer davon ausgehen müssen, dass sich Beeinflussungen stets zwischen Stromkreisen abspielen. Dabei kann das Erdreich natürlich Teil eines solchen Stromkreises sein. Sicherheitszielstellungen und EMV-Zielstellungen sind im Zusammenhang mit Erdungsfragen oftmals widersprüchlich. In der praktischen Realisierung haben die Schutzmaßnahmen Vorrang vor den EMV-Maßnahmen; jedoch werden aus den möglichen Maßnahmen zum Personenschutz diejenigen ausgewählt, die nicht im Widerspruch zu den EMV-Maßnahmen stehen. Das betrifft beispielsweise die Dimensionierung von Schutzleitern und Erdverbindungen)
 
Erdung, offene ► Open Earthing / Open Grounding [US] (Erdung über eine Trennfunkenstrecke)
 
Erdung von Kabelschirmen ► Earthing of Cable-shields (hier sind zwei Aspekte von Interesse. Erstens, ist der Kabelschirm einseitig oder beidseitig an Erde aufzulegen und zweitens, wie muss die Erd- bzw. Masseanbindung beschaffen sein. Zu Eins gibt es mehrere richtige, scheinbar widersprüchliche Antworten. Das hängt damit zusammen, dass die zweckmäßige Erdung im Einzelfall von einer Reihe von Randbedingungen abhängt, insbesondere von der Natur der zu erwartenden Störbeeinflussung. Soll der Schirm vor elektrischen Feldern schützen, ist er einseitig zu erden. Soll er dagegen die mögliche Störwirkung von magnetischen Wechselfeldern unterdrücken, ist er beidseitig auf Erdpotenzial zu legen. Dabei ist allerdings zu beachten, dass bei einer beidseitigen Schirmauflage Ströme entlang des Erdpotenzials das Nutzsignal verfälschen können. Handelt es sich dabei um Gleichströme oder niederfrequente Ströme, kann ein Kondensator zur Unterbrechung des Stromflusses durch den Kabelschirm eingesetzt werden. Besseren Schutz bieten Triaxkabel, bei denen der innere Schirm einseitig und der äußere Schirm beidseitig aufgelegt wird. Die Schirme sind stets rundum gut kontaktiert mit der jeweiligen Gerätemasse zu verbinden. Bezüglich weiterer Details siehe folgende Websites)
 
Erdungsanlage ► Earthing Arrangement / Earthing Network / Earthing Installation / Grounding Arrangement [US] (Nach IEV 826-13-04 Gesamtheit der zum Erden eines Netzes, einer Anlage oder eines Betriebsmittels verwendeten elektrischen Verbindungen und Einrichtungen. Das heißt, Gesamtheit der über Erdungsleiter leitend miteinander verbundenen Erder oder in gleicher Weise wirkender Metallteile wie Bewehrungen, Kabelmetallmäntel, metallische Rohrleitungen u.ä. Erdungsaspekte spielen insbesondere im Zusammenhang mit Blitzschutzfragen und der Vermeidung unzulässig hoher Berührungsspannungen eine Rolle)
 
Erdungsarten ► Types of Grounding (Je nach Zielstellung und Ausführung einer Erdung werden folgende aber auch noch andere Erdungsarten unterschieden: Außenerdung, Betriebserdung, Blitzschutzerdung, Einpunkterdung, Flächenerdung, Fundamenterdung, Funktionserdung, Kabelschirmerdung, Schutzerdung, Sternpunkterdung)
 
Erdungsbänder ► Earthing Straps / Earthing Tapes / Flexible Braids (Siehe Massebänder)
 
Erdungselektrode ► Earthing Electrode / Earth Electrode (Erdungselektroden, kurz Erder, wie z.B. Staberder, Banderder und Ringerder stellen als Bestandteil von Erdungsanlagen die unmittelbare Verbindung zum Erdreich her. Ihre Beschaffenheit [Länge, Kontaktfläche zur Erde sowie die Leitfähigkeit des sie umgebenden Erdreichs sind bestimmend für die Größe des Erdungswiderstands)
 
Erdungsempfehlungen ► Earthing Recommendations / Grounding Recommendations (siehe folgende Website)
 
Erdungsleiter ► Earthing Conductor / Grounding Conductor [US] (In der Erdungstechnik ein Leiter, der ein zu erdendes Betriebsmittel, beispielsweise eine Potenzialausgleichsschiene oder den Körper eines Betriebsmittels mit einer Erdungselektrode oder mehrere Erdungselektroden untereinander verbindet, sofern er dabei isoliert in der Erde oder ausserhalb derselben angeordnet ist. Erdungsleiter müssen zugänglich verlegt und so kurz wie möglich gehalten sein. Die Verbindungsstelle zur Erdungselektrode muß elektrisch gut leitend und gegen mechanische sowie korrosive Einflüsse gut geschützt sein. Darüber hinaus muss sie sich zwecks Messung des Ausbreitungswiderstands des Erders mittels Werkzeug lösen lassen. Grundsätzlich ist zwischen Funktionserdungsleitern und Schutzerdungsleitern zu unterscheiden. Erstere unterstützen den störungsfreien Betrieb einer Anlage während die Letzteren als Bestandteile des Schutzerdungssystems der Gewährleistung der elektrischen Sicherheit zum Schutz von Personen, Nutztieren und Sachwerten dienen. Darüber hinaus gibt es auch kombinierte Schutzerdungs- und Funktionserdungsleiter [Common Protective Earthing and Functional Earthing Conductors], die sowohl der elektrischen Sicherheit als auch der Gewährleistung des störungsfreien Betriebs dienen)
 
Erdungsplan ► Earthing Plan (Widerspiegelt das Erdungskonzept einer Anlage, d.h. er enthält die Darstellung der Erder mit den Erdungsleitern in den Plänen für Gebäude und Freianlagen mit Angabe der Verbindungen zu den Teilen der Stahlkonstruktion sowie zu den Maschinen, Apparaten und elektrischen Betriebsmitteln)
 
Erdungswiderstand ► Earthing Resistance / Resistance to Earth / Grounding Resistance [US] (Elektrischer Widerstand zwischen den Anschlussklemmen eines Erders und dem Erdreich. Er muss hinreichend klein sein, um gewünschte Schutzwirkungen zu erzielen. Zum Beispiel damit der in einem Fehlerfall [Isolationsfehler, starke Verschmutzung] über den Erder abfließende Strom ausreicht, Schutzeinrichtungen wie Leitungsschutzschalter oder Fehlerstromschutzschalter zum Ansprechen zu bringen. Im Einzelnen setzt er sich aus folgenden Anteilen zusammen.
  • Aus dem Widerstand des Erdungsleiters,
  • dem Widerstand der Verbindungselemente zwischen Erdungsleiter und Erdungselektrode,
  • dem Widerstand der Erdungselektrode,
  • dem Übergangswiderstand der Erdungselektrode zum umgebenden Erdreich
  • und schließlich dem elektrischen Widerstand des umgebenden Erdreichs selbst.
Bestimmend für die Größe des Erdungswiderstands RE ist insbesondere der letzte Anteil, der stark von der Beschaffenheit des Erdreichs [Humus, Lehm, Ton, Sand, Kies, felsiger Untergrund] abhängig ist. Rechnerisch lässt er sich beispielsweise für einen Tiefenerder nach der Beziehung RE = ρE /lT überschläglich bestimmen, wobei lT die Länge des Tiefenerders und ρE = 5 bis 30000 Ωm [je nach Bodenbeschaffenheit] den spezifischen Erdwiderstand repräsentieren. Richtwerte für verschiedene Erdertypen zeigt die Tabelle im Artikel Erdwiderstand.
Erdungswiderstandsmessungen werden nach DIN VDE 0413 durchgeführt. Dazu wird über den zu vermessenden Erder ein Strom eingeleitet und der Spannungsabfall zwischen Erder und einem neutralen Bezugspunkt gemessen. Dieser neutrale Punkt liegt mindestens 20 m vom stromdurchflossenen Erder entfernt. Aus Strom und Spannungsabfall wird dann nach dem Ohmschen Gesetz der Erdungswiderstand bestimmt.
Als Erdungswiderstände werden abweichend hiervon aber auch Widerstandsgeräte bezeichnet, die in Mittelspannungsnetzen mit niederohmiger Sternpunkterdung [NOSPE] einen auftretenden Erdschlussstrom auf einen maximal zulässigen Wert begrenzen, bis die Schutzrelais den fehlerbehafteten Stromkreis abgeschaltet haben)
 
Erdwiderstand, spezifischer ► Earth Resistivity / Soil Resistivity [US] (Der spezifische Erdwiderstand ρE ist der Widerstand eines Kubikmeters Erdreich von 1m Kantenlänge zwischen zwei gegenüberliegenden ein Quadratmeter großen Begrenzungsflächen. Er ist ein Maß für die elektrische Leitfähigkeit des Erdreichs und interessiert bei der Planung von Erdungssystemen für die Abschätzung des Erdungswiderstands RE. Er ist stark von der Bodenbeschaffenheit abhängig und witterungsbedingten Schwankungen [Kälte, Wärme, Trockenheit, Feuchtigkeit, Grundwasserspiegel] unterworfen. Die nachfolgende Tabelle gibt hierzu eine Übersicht)
 
 
 
Tabelle: Mittlere spezifische Erdwiderstände ρE und Richtwerte für den Erdungswiderstand RE für Staberder und Banderder nach H.-D. Schüssele
 
ERM EMC & Radio Matters / Electromagnetic Compatibility and Radio Spectrum Matters ► Elektromagnetische Verträglichkeit und Funkspektrumangelegenheiten
 
ERMES Enhanced Radio Message System ► Erweitertes Funknachrichtensystem (DIN ETS 300133-7)
 
ERO European Radiocommunication Office ► Europäische Behörde für Funkangelegenheiten (Kopenhagen, Dänemark. Ständiges Büro der CEPT. 2009 wurden die die Aufgaben von ERO vom European Communication Office [ECO] übernommen)
 
ERP Earth Reference Plane ► Erdpotenzialbezugsfläche (leitfähiges geerdetes Flächengebilde, das z.B. in Prüfeinrichtungen als allge­meiner Erdpotenzialbezugspunkt für das Prüfobjekt und die Prüf- und Messmittel dient)
 
ERP Earth Reference Point ► Erdungsbezugspunkt (in Verbindung mit Blitzschutz: Der einzige Anschlusspunkt zwischen dem gemeinsamen Erdungssystem und dem Potenzialausgleichsnetzwerk des Systems)
 
ERP Effective Radiated Power ► äquivalente Strah­lungsleistung (ist die einer Antenne zugeführte Sendeleistung multipliziert mit dem Antennengewinn in Hauptstrahlrichtung, bezogen auf einen Halbwellendipol)
 
ERS Emission Reference source ► Emisions-Referenzquelle (Vergleichsstrahlungsquelle)
 
ERS Equipment Requirements Specification Equipment-Anforderungsspezifikation (Speziell für die Gewährleistung der Funktionalen Sicherheit unter EMV-Aspekten siehe IEC TS 61000-1-2 Ed. 2)
 
ES European Specification ► Europäische Spezifikation
 
ESA Electrical/Electronic Sub-Assembly ► Elektrische/Elektronische Unterbaugruppe [EUB] (elektrische und/oder elektronische Einrichtung oder eine Gruppe solcher Einrichtungen, die Bestandteil eines Fahrzeugs werden soll mit allen damit verbundenen elektrischen Anschlüssen und Kabeln, die eine oder mehrere besondere Funktionen ausführt. Begriff aus der Automotive Directive [Kfz-EMV-Richtlinie]
 
ESB Ersatzschaltbild ► Equivalent Circuit Diagram (Darstellung einer realen Anordnung mit idealen Bauelementen, die sich elektrisch genauso verhält wie das abgebildete reale physikalische Gebilde)
 
ESC Electrostatic Chargeelektrostatische Aufladung
 
ESD Electrostatic DischargeElektrostatische Entladung (korrekt: Entladung statischer Elektrizität)
 
ESD Electrostatic Sensitive Devices ► elektrostatisch gefährdete Bauteile (EGB)
 
ESD Protection Devices ► Bauelemente zum Schutz elektronischer Schaltungen gegen elektrostatisch bedingte [energiearme] Überspannungen [nicht gegen Blitz- oder Abschaltüberspannungen mit energiereichem Hintergrund] (Entsprechende Bauelemente sind: SMD-Keramikkondensatoren, Z-Dioden, Schottky-Dioden, TVS-Dioden und MHS-Varistoren. Ihre Funktion besteht darin, sehr schnelle, bis zu meheren Tausend Volt auf Signal- oder Versorgungsleitungen unbeabsichtigt einlaufende elektrostatische Überspannungen auf ungefährliche Werte zu begrenzen)
 
ESD Wrist Strap ► Antistatik Gelenkband / Handgelenk-Erdungsriemen / Handgelenkband mit Erdungskabel (ESD Wrist Straps oder Handgelenkbänder sind Hilfsmittel zur sicheren Erdung von Personen, die mit elektronischen Bauelementen umgehen oder an elektronischen Komponenten arbeiten, um Schäden durch elektrostatische Körperentladungen an diesen Objekten zu vermeiden)
 
ESDA ESD AssociationESD-Fachgesellschaft (Gemeinnützige Organisation zur Förderung des Verständnisses des Phänomens der Entladung statischer Elektrizität. Sie unterstützt Ausbildungsprogramme, entwickelt ESD-Normen und veranstaltet jährlich ein technisches Symposium. Gegründet 1982)
 
ESDCP ESD Control Program ► (Maßnahmeplan zur Beherrschung der mit Entladungen statischer Elektrizität verbundenen Beanspruchungen elektronischer Bauelemente und Baugruppen in betrieblichen Umgebungen)
 
ESD-Generator ESD Generator / ESD Simulator / ESD Gun (Störgrößengenerator zur Simulation elektrostatischer Beanspruchungen für Prüfzwecke [Prüfung der Störfestigkeit gegen die Entladung statischer Elektrizität])
 
ESD-Handbuch
 
ESDS Electrostatic Discharge Sensitivity / Electrostatic Discharge Susceptibility ESD-Empfindlichkeit (Empfindlichkeit elektronischer Komponenten gegenüber elektrostatischen Spannungen. Spannungshöhe, die einen elektrostatisch bedingten Komponentenausfall verursacht)
 
ESD-Schutzverpackungen ► ESD Protection packing Materials (Man unterscheidet Antistatische Verpackungen, sie verhindern durch ihren hohen Oberflächenwiderstand von 1010 bis 1011 Ohm eine elektrostatische Aufladung des Versandgutes am Verpackungsmaterial und elektrisch leitfähiges Verpackungsmaterial, das durch seinen geringen Oberflächenwiderstand von 104 bis 105 Ohm elektrostatische Aufladungen direkt ableitet und so die Entstehung von elektrostatische Potentialunterschieden verhindert. Statische Felder werden durch eine Abschirmschicht vom Packgut ferngehalten)
 
ESD-Simulationsmodelle ESD Simulation Models (Ersatzschaltungen für die Nachbildung der Entladung statischer Elektrizität zu Prüfzwecken. Zu unterscheiden sind Modelle für die Entladung elektrostatisch aufgeladener Personen [HBM, HMM], Geräte [MM] oder Bauelemente [CDM, SDM, TLP)
 
ESD-Simulatoren ESD Simulators / ESD Guns (Prüfstörgrößengeneratoren zur Simulation elektrostatischer Entladungen, beispielsweise elektrostatischer Körperentladungen entsprechend der Norm DIN EN 61000-4-2. Siehe ESD-Generator)
 
ESDSP ESD-Sensitive PartsESD-empfindliche Bauelemente/Bauteile
 
ESD-Störfestigkeitsprüfungen ► ESD Immunity Tests (werden an Prüfobjekten durchgeführt, die auf Grund von Umgebungs- oder Installationsbedingungen Entladungen statischer Elektrizität ausgesetzt sind. Die Prüfstörgröße ist bei der Simulation elektrostatischer Körperentladungen [Nutzung des HBM-Modells] bekanntermaßen ein schneller steilflankiger Entladungsstromimpuls mit einer Flankensteilheit von 0,7 bis 1 ns. Grundlage für die Prüfungsdurchführung ist die Grundnorm DIN EN 61000-4-2. Bei der Prüfung wird das Prüfokjekt mit einer bestimmten Zahl solcher Impulse beaufschlagt. Unausgesprochen wird dabei davon ausgegangen, dass die prüftechnisch damit ermittelbare ESD-Störfestigkeit des Prüfobjekts innerhalb der Prüfzeitspanne eine zeitinvariante Größe darstellt. Diese Annahme trifft für rechnerbasierte Gerätetechnik allerdings nicht zu, da hier das Störfestigkeitsverhalten in starkem Maße von den internen hardware- und softwarebedingten Funktionsabläufen abhängt. Das heißt, im Zuge der während des Prüfprozesses funktionsrealisierenden Befehlsabarbeitung werden viele innere Schaltungszustände eingenommen, die sehr unterschiedlich auf äußere Störeinwirkungen reagieren. Insbesondere bei der Beaufschlagung mit ESD-Impulsen hängt es daher vom Zufall ab, ob beim Einwirken eines Testimpulses dieser gerade auf einen relativ unempfindlichen oder einen sehr störempfindlichen Schaltzustand trifft. Jedes Prüfergebnis, das notwendigerweise mit einer endlichen Testpulsmenge ermittelt wird, ist deshalb mit einer daraus resultierenden Unsicherheit behaftet. Tendenz: Je kleiner die angewandte Testpulszahl, desto größer die Unsicherheit. Diese Unsicherheit lässt sich mit den Mitteln der Statistik erfassen, zwar nicht beseitigen, jedoch quantifizieren und das Störverhalten des Prüfobjekts mittels einer sogenannten Störverhaltensfunktion eindeutig beschreiben. Diese Problematik, die in der Normung bislang keinen Eingang fand, wird von R. Vick ausführlich in Gonschorek: EMV für Geräteentwickler und Systemintegratoren, Kapitel 11 beschrieben.
Neben dem Human Body Modell [HBM-Modell] gibt es für Prüfzwecke noch weitere ESD-Simulationsmodelle)
 
ESHG Elektrische Systemtechnik für Heim und Gebäude ► Home and Building Electronic Systems, HBES (DIN EN 50090-1 / VDE 0829-1)
 
ESL Equivalent Series Induktance ► Äquivalente Serieninduktivität (charakterisiert z.B. den induktiven Anteil im HF-Serien-Ersatzschaltbild eines Kondensators. Er steigt mit zunehmender Frequenz und dominiert oberhalb der Resonanzfrequenz)
 
ESOs European Standardization Organisations ► Europäische Normungsorganisationen (CEN, CENELEC, ETSI)
 
ESR Equivalent Series Resistance ► äquivalenter Serienwiderstand (charakterisiert z.B. den ohmschen Anteil im HF-Serien-Ersatzschaltbild eines Kondensators)
 
ETG Energietechnische Gesellschaft (im VDE)
 
ETIM ElektroTechnisches InformationsModell (ein einfaches Klassifikationsmodell für den elektronischen
Austausch strukturierter Marketingdaten elektrotechnischer Produkte. Die Grundidee der Klassifizierung besteht darin, gleichartige oder ähnliche Produkte in Klassen zusammenzufassen und die Artikel einer Klasse über ihre relevanten, objektiven Merkmale zu beschreiben. Das vom Verein ETIM Deutschland e.V. initierte und getragene Modell baut auf dem in den Niederlanden bereits eingeführten ETIM-Modell des niederländischen Branchenverbandes UNETO auf)
 
ETS European Telecommunication Standard ► europäische Telekommunikationsnorm
 
ETSI European Telecommunications Standards Institute ► Europäisches Institut für Telekommunikationsnormen
(Gemeinnütziges Institut mit der Zielstellung, europaweit einheitliche Normen im Bereich der Telekommunikation zu schaffen. 1988 auf Initiative der Europäischen Kommission gegründet. Das Institut hat über 600 Mitglieder aus über 50 Ländern, darunter Netzbetreiber, Diensteanbieter, Verwaltungen und Hersteller. Sitz: Sophia Antipolis, Frankreich)
 
EU European UnionEuropäische Union
 
EUB Elektrische/Elektronische Unterbaugruppen ► Electrical/Electronic Sub-Assemblies, ESA (Begriff aus der Kfz-EMV-Richtlinie. Er bezeichnet eine elektrische und/oder elektronische Einrichtung oder eine Gruppe solcher Einrichtungen, die Bestandteil eines Fahrzeugs werden soll mit allen damit verbundenen elektrischen Anschlüssen und Kabeln, die eine oder mehrere besondere Funktionen ausführt)    
 
EUC Equipment Under Control ► Teil- oder vollautomatisch durch eine Steuerung oder ein Prozessleitsystem geführte bzw. überwachte Einrichtung (Gerät, Maschine, Anlagenteil oder Anlage zur Gewinnung, Speicherung, Übertragung, Umwandlung und/oder Nutzung von Stoffen, Energien und/oder Informationen in allen technischen und nichttechnischen Bereichen. Falls eine Störung oder eine vernünftigerweise vorhersehbare Fehlaktivität einer solchen Einrichtung zu einer unvertretbar hohen Gefährdung der Einrichtung selbst oder ihres Umfeldes führen kann, sind Sicherheitsfunktionen erforderlich [Prinzip: Funktionale Sicherheit], um für das EUC im Fehlerfall einen sicheren Zustand zu erreichen bzw. zu erhalten. Diese Sicherheitsfunktionen werden entweder durch ein oder mehrere sicherheitsbezogene Systeme realisiert oder sie sind in das Steuerungs- oder Leitsystem des EUC integriert. Werden die erforderlichen Sicherheitsfunktionen durch E/E/PE-Systeme ausgeführt, ist deren EMV-Störfestigkeit von besonderer Bedeutung. Siehe IEC 61000-1-2 und IEC 61326-3-3)
 
EUCLID European Cooperation for Lightning Detection ► zentraleuropäischer Kooperationsverbund zur Blitzdatenerfassung (Einbezogen sind zur Zeit Deutschland, Österreich, Ungarn, Tschechien, Slowenien, Holland, Belgien, Luxemburg, Italien, Polen, Slowakei, Norwegen, Finland, Dänemark, Frankreich und Schweden mit den vorhandenen nationalen und regionalen Gewitterdatenerfassungssystemen wie z.B. ALDIS, BLDN, BLIDS, CELDN u.a.)
 
EU-Konformitätserklärung ► EU Declaration of Conformity (Feststellung eines Anbieters, der unter alleiniger Verantwortung erklärt, dass ein Er­zeugnis, Verfahren oder eine Dienstleistung mit allen produktrelevanten europäischen Normen übereinstimmt. Im Zu­sammenhang mit dem EMVG muss sie enthalten: einen Verweis auf die EMV-Richtlinie, die Beschreibung des betreffenden Geräts bzw. der Geräte für die sie abgegeben wird; Namen und Anschrift des Herstellers bzw. seines in der EU ansässigen Bevollmächtigten; die Fundstellen der Spezifikationen, in Bezug auf die Übereinstimmung erklärt wird; Datum der Erklärung; Namen und Unterschrift der für den Hersteller oder seines Bevollmächtigten zeichnungberechtigten Person. Sie muss in einer der Amtssprachen des EWR abgefasst sein, ist 10 Jahre aufzubewahren und auf Verlangen der zuständigen Behörde vor­zuzeigen)
 
EuK-Vorrichtung Erdungs- und Kurzschließvorrichtung ► Earthing and Short-circuiting Device
 
EURELECTRIC Union of the Electricity Industry ► Interessenvertretung der Europäischen Elektroindustrie und ihrer globalen Mitglieder und Partner (1999 hervorgegangen aus der UNIPEDE und der 1989 gegründeten EURELECTRIC)
 
EU-Richtlinien ► EU Directives (früher als EG-Richtlinien bezeichnet sind Rechtsakte der Europäischen Union. Sie sind gemäß EGV für jeden EU-Mitgliedstaat hinsichtlich der darin formulierten Zielstellungen verbindlich. Sie gelten in den Mitgliedstaaten nicht unmittelbar als nationales Recht, jedoch müssen die Mitgliedstaaten erlassene Richtlinien innerhalb einer gesetzen Frist in nationales Recht umsetzen. Die nach der New Approach verfassten Richtlinien sollen insbesondere den freien Verkehr von Produkten gewährleisten, die dem in den anzuwendenden Richtlinien festgelegten hohen Schutzniveau entsprechen. Wichtig für den EMV-Bereich sind in erster Linie die EMV-Richtlinie, die Kfz-EMV-Richtlinie sowie die Funkgeräte-Richtlinie aber auch noch andere wie z.B. die Niederspannungsrichtlinie und die Maschinenrichtlinie)
 
EUROCAE European Organization for Civil Aviation Equipment ► Europäische Organisation für Zivilluftfahrtausrüstung (Gemeinnützige Organisation, die sich u.a. mit der Normung elektronischer Ausrüstungen für die Luftfahrt befasst. Dazu zählen auch die Mindestanforderungen zum Schutz von Luftfahrtelektronik gegenüber Umelteinflüssen wie z.B. Blitzschlag, ESD u.a. luftfahrtspezifische Fragen der EMV nach der Richtlinie EUROCAR ED-14E. Letztere ist abgestimmt identisch mit der US-amerikanischen Norm RTCA DO-160E)
 
Euro-ISDN European Integrated Services Digital Network ► Europäisches Digitales Telekommunikationsnetz mit integrierten Dienstleistungen (Auch bekannt unter der Bezeichnung E-DSS1 = European Digital Subscriber Signalling System No.1)
 
Europäische NormEuropean Standard (von europäischen Normenorganisationen, z.B. CEN, CENELEC, ETSI, ratifizierte Spezifikation, die von allen Mitgliedstaaten der EU anerkannt und angewandt wird. Etwa 85% der europäischen Normen basieren auf Arbeiten der IEC oder sind mit diesen inhaltlich identisch)
 
Europäische Union ► European Union (Sie wurde 1992 mit dem Vertrag von Maastricht gegründet. Sie ist keine weitere selbständige Europäische Gemeinschaft sondern ein Staatenverbund zur Verwirklichung einer immer engeren Vereinigung der nationalstaatlich organisierten Völker Europas)
 
Europäischer Binnenmarkt (siehe Binnenmarkt)
 
Europäischer Wirtschaftsraum European Economic Area, EEA (im EWR waren bis April 2004 die Mitgliedstaaten der Europäischen Union Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland , Großbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweden und Spanien sowie die der EFTA angehörenden Staaten Island, Liechtenstein und Norwegen zusammengeschlossen. 2004 kamen die neuen EU-Beitrittsländer Zypern, die Tschechische Republik, Estland, Lettland, Litauen, Ungarn, Malta, Polen, Slowenien und die Slowakische Republik und 2007 die Länder Bulgarien und Rumänien hinzu. Damit umfasst er insgesamt 30 Mitgliedstaaten mit rund 500 Mio Einwohnern. Somit ist der EWR der größte Binnenmarkt der Welt. Innerhalb des EWR besteht Freizügigkeit für Waren, Dienstleistungen, Kapital und Personen)
 
EUT Equipment Under Test ► Testobjekt, Prüfobjekt, Prüfling (Allgemeine Bezeichnung für ein Gerät oder Betriebsmittel, das in Bezug auf die Einhaltung bestimmter Anforderungen, z.B. der Störfestigkeit geprüft wird)
 
EVCC Electric Vehicle Communication Controller (Modul, der die Versorgung eines Elektrofahrzeugs während des Ladevorgangs an einer Versorgungseinrichtung [EVSE] steuert)
 
EVG Elektronisches Vorschaltgerät ► Electronic Ballast (für Leuchtstoffröhren. EVGs betreiben die Leuchtstoffröhren mit höheren Frequenzen. Bei nicht sachgerechter Installation [zu lange Innenkabel zum Leuchtmittel, gemeinsam verlegte Netzzuleitungen und Innenleiter] können EMV-Probleme entstehen)
 
EVSE Electric Vehicle Supply Equipment ► Stromtankstelle / Elektrofahrzeug-Ladestation (Sicherheits- und EMV-Anforderungen siehe folgende Websites)
file:///C:/Dokumente%20und%20Einstellungen/Ernst/Eigene%20Dateien/Downloads/EVSE_Elektro_Hybridfahrzeuge%20(4).pdf
 
EVT Electronic Voltage Transformer ► Elektronischer Spannungswandler
 
EWAR Electronic Warfare ► Elektronische Kriegsführung (dazu zählen alle Aktivitäten, die darauf gerichtet sind, gegnerische Informationen, Informationssysteme und informationsbasierende Prozesse zu stören und die eigenen Informationsbestände, Informationssysteme und informationsbasierenden Prozesse wirksam zu schützen. Berührungspunkte zur EMV sind durch die hierfür benutzten Waffensysteme "HERF guns", "EMP-Bombs" und die zur Anwendung kommenden EMV-Schutztechniken gegeben)
 
EWR Europäischer Wirtschaftsraum ► European Economic Area, EEA
 
Exo-NEMP Exo-Atmospherical Nuclear Elec­tro­magnetic Pulse ► ausseratmosphärischer nuklearer elektromagnetischer Puls
 
Explosionsschutz ► Explosion Protection (in technologischen Anlagen und Bereichen [Räume oder Freigelände] vorzugsweise der chemischen und petrochemischen Industrie, in denen Gase, Dämpfe, Nebel oder Stäube mit Luft explosionsfähige Gemische bilden können, sind zur Gewährleistung des Explosionsschutzes besondere Vorkehrungen zu treffen. Das geschieht u.a. durch den Einsatz explosionsgeschützter [ex-geschützter] elektrotechnischer Betriebsmittel. Hierzu sind in entsprechenden Richtlinien verschiedene Zündschutzarten, wie z.B. die Überdruckkapselung, Vergusskapselung oder Eigensicherheit definiert. Sollen Betriebsmittel in ex-geschützten Bereichen eingesetzt werden, bedarf es einer Zulassung durch eine hierfür vorgesehene Stelle, z.B. die PTB. Speziell aus Sicht der EMV ist dafür Sorge zu tragen, dass durch leitungsgebundene oder feldgebundene Beeinflussungen oder durch elektrostatische Aufladungen keine zündfähigen Energiemengen in explosionsgefährdete Bereiche gelangen können bzw. darin entstehen.)
 
Exposition Exposure to Environmental Hazards (Ausmaß, dem ein Betrachtungsobjekt [Pflanze, Tier, Mensch] der Einwirkung von Umweltfaktoren, z.B. elektromagnetischen Feldern an einem bestimmten Ort [Arbeitsplatz, Wohnort, öffentliche Plätze usw.] ausgesetzt ist. Damit keine gesundheitlichen Schäden entstehen, dürfen definierte Expositionsgrenzwerte nicht überschritten werden. Bei der Einwirkung elektromagnetischer Felder auf den Menschen ist zwischen Ganzkörper- und Teilkörperexposition zu unterscheiden. Bei Ganzkörperexposition ist der gesamte Körper der Feldbelastung ausgesetzt während bei der Teilkörperexposition die Feldeinstrahlung nur auf einzelne Körperteile, Organe oder Gewebeteile trifft)
 
Expositionsgrenzwerte Exposure Limit values / Exposure Limits (Um gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden, darf die Exposition von Personen und anderen Lebewesen gegenüber schädlichen Umwelteinwirkungen wissenschaftlich begründete Grenzwerte nicht überschreiten. Bezüglich der zulässigen Belastungen durch nichtionisierende elektromagnetische Felder siehe BImschV, BGV B11, und folgende Website. Bezüglich der Bewertung von elektrischen und elektronischen Einrichtungen in Bezug auf Begrenzungen der Exposition von Personen in elektromagnetischen Feldern siehe DIN EN 62311 bzw. VDE 0848-211:2008-09)
 
Externe SystembeeinflussungInter-system Interference (Beeinflussung eines Systems durch Störgrößen, die von einer systemfremden, d.h. ausserhalb des Systems angesiedelten Störquelle herrühren. Daher spricht man auch von systemfremder Beeinflussung [IEV 161-01-15])

F

FAC Fully Anechoic Chamber ► (synonyme Bezeichnung für FAR)
 
Fachgrundnormen Generic Standards (Sie gelten für Produkte oder Systeme, die unter bestimmten Umgebungsbedingungen [Wohn-, Geschäfts- und Gewerbebereiche oder Industriebereiche] betrieben werden und sie kommen zur Anwendung, wenn es für diese Produkte/Systeme keine Produkt- oder Produktfamiliennormen gibt. Sie schreiben minimale Störfestigkeitsgrenzwerte und maximal zulässige Störaussendungsgrenzwerte vor, gehen aber nicht auf die Spezifika von Produkten ein. Dabei sind die Grenzwerte für die zulässigen Störaussendungen in Industriebereichen höher als diejenigen für Wohn- und Gewerbebereiche und die Grenzwerte für die erforderliche Störfestigkeit in Wohn- und Gewerbebereichen niedriger als die für Industriebereiche angesetzten Werte. Siehe DIN EN 61000-6-1 bis 4. Fachgrundnormen enthalten keine Verfahren zum Nachweis der Einhaltung vorgeschriebener Grenzwerte. Diese sind in den Grundnormen, teilweise auch in den Produktnormen beschrieben)
 
FAG Fernmeldeanlagengesetz (älteste deutsche Rechtsgrundlage zur vorbeugenden Vermeidung von Störungen des Funkempfangs vom 14. Jan. 1928. Es reglementierte das Errichten und Betreiben von Fernmeldeanlagen wozu auch die Be­grenzung von unbeabsichtigt entstehender Störenergie und bei Funkempfängern Festlegungen für einen möglichst ungestörten Funkempfang gehörten. Es trat am 31.12.1997 ausser Kraft und wurde durch das Telekommunikationsgesetz abgelöst)
 
Failure Ausfall
 
Failure Criteria ► Ausfallkriterien / Versagenskriterien (für die Beurteilung der Störfestigkeitseigenschaften von Betriebsmitteln/Geräten im Zuge einer Störfestigkeitsprüfung. Siehe Performance Criteria)
 
Fangeinrichtungen ► Air Termination Rods / Air Termination Equipment (haben in Blitzschutzanlagen die Aufgabe, Blitze einzufangen und den Blitzstrom in ungefährlicher Form nach Erde abzuleiten. Zur Anwendung kommen Stangen, Drähte oder Seile, Maschennetze oder vorhandene metallische Konstruktionen aus Kupfer, Aluminium, nichtrostendem oder feuerverzinktem Stahl)
 
FAQs zur EMV (Häufig gestellte Fragen und Antworten zur EMV)
 
FAR Fully Anechoic Room, Fully Absorber lined RoomVollabsorberraum (DIN EN 61000-4-22)
 
Far Field Fernfeld
 
Faradayscher Käfig ► Faraday Cage (allseitig geschlossene Maschendraht- oder Metallbox [Kabine, Raum, Autos und Flugzeuge mit Metallkarosserie oder durch ein Blitzschutzsystem geschütztes Gebäude], die zur Abschirmung des Inneren gegenüber von außen einwirkenden elektrischen Feldern dient [benannt nach dem englischen Naturforscher Michael Faraday, 1791-1867]. Bringt man einen beliebig geformten elektrisch leitenden Hohlkörper in ein elektrostatisches Feld, so findet eine Ladungsumverteilung statt, in deren Ergebnis sich das Feld der verschobenen Ladungen und das äussere Feld im Inneren des Hohlkörpers an jeder Stelle exakt zu Null ergänzen, wodurch die Schirmwirkung zustande kommt. Gegenüber elektrostatischen Feldern ist sie praktisch unendlich groß. Sie wird jedoch endlich, wenn sich die elektrischen Felder mit großer Geschwindigkeit ändern)
 
Fast Transient ► Schneller Übergangsvorgang (In Verbindung mit elektromagnetischen Störgrößen bezeichnet er in der Regel einen Spannungspuls auf Signal- oder Versorgungsleitungen mit einer Anstiegszeit unter 100 ns. Ein Bündel solcher Transienten wird als Burst bezeichnet. Er wird durch das Prellen von Kontakten ausgelöst und auch als Fast Transient Burst, FTB oder Electrical Fast Transient, EFT bezeichnet)
 
Fault Fehler
 
FCC Federal Communication Commission ► Regierungsbehörde der USA für Telekommunikationsangelegenheiten (Um den ungestörten Betrieb von Radio-, TV- und Telekommunikationsverbindungen zu gewährleisten, stellt und überwacht die FCC Anforderungen an die Störaussendung aller elektronischen Geräte, bevor sie in den USA auf den Markt gebracht werden dürfen)
 
FDD-Mode Frequency Division Duplex Mode (Betriebsart im UMTS-Standard. Die Signale für Up- und Downlink werden auf unterschiedlichen Trägerfrequenzen gesendet, die einen festen Abstand von190 MHz besitzen)
 
FDIS Final Draft International Standard ► Internationaler Norm-Entwurf im Schlussstadium (letzte Vorstufe vor der entgültigen Fassung der zukünftigen Norm. Am FDIS sind keine inhaltlichen Änderungen mehr möglich. Er kann von den nationalen Gremien nur angenommen, abgelehnt oder mit Stimmenthaltung bewertet werden)
 
FDL Ferrit Diode Limiter ► Ferritdiodenbegrenzer
 
FDM Finite Difference Method ► Finite-Differenzen-Methode (älteste, generell einsetzbare numerische Methode, z.B. zur Analyse von Strahlungsproblemen. Nachteil wegen erforderlicher Diskretisierung durch regelmäßige Gitter)
 
FDMA Frequency Division Multiple Access ► Mehrfachzugriff [auf ein Übertragungsmedium] im Frequenzmultiplex (Multiplexverfahren, bei dem einzelnen Kommunikationskanälen innerhalb einer verfügbaren Bandbreite jeweils ein Teilbereich dieser Bandbreite zugeordnet ist. Dadurch, dass mehrere schmale Frequenzbänder gleichzeitig übertragen werden, wird mit diesem Verfahren eine bessere Ausnutzung vorhandener Übertragungskapazitäten erreicht)
 
FDTD Finite Difference Time Domain ► Finite-Differenzen-Methode im Zeitbereich (Mathematisches, zeitbereichsbasiertes Verfahren zur Berechnung der Lösungen der Maxwellschen Gleichungen. Synonym für FDTM)
 
FDTM /Finite-Difference Time-Domain Method ► Methode der Finiten Differenzen im Zeitbereich (siehe FDTD)
 
FE Fundamenterdung ► Foundation Earthing / Foundation Grounding
 
FE Funktionserdungsleiter
 
FEB The Swedish Association for ElectroHyperSensitive ► Schwedische Gesellschaft für Elektrosensibilität
 
FEBS Functional Equipotential Bonding System ► Funktionspotenzialausgleichsanlage (dient der Herstellung des Potenzialausgleichs zwischen elektrisch leitfähigen Teilen zur Vermeidung von Funktionsstörungen insbesondere in elektronischen Systemen)
 
Fehlanpassung ► Mismatching (Fehlanpassung liegt vor, wenn in einem HF-Signalstromkreis der Innenwiderstand der Signalspannungsquelle, der Leitungswellenwiderstand des Übertragungskanals und der Abschlusswiderstand der Leitung nicht übereinstimmen. In diesem Fall kommt es zu störenden Signalreflexionen. Extremwerte der Fehlanpassung sind: die am Ende kurzgeschlossene Leitung [Abschlusswiderstand = 0] und die am Ende offene Leitung [Abschlusswiderstand = ∞]. Als Maß für die Fehlanpassung werden der Reflexionsfaktor und das Stehwellenverhältnis benutzt)
 
Fehler Fault (Zum Beispiel nach DIN EN 61508: nicht normale Bedingung, die eine Verminderung oder den Verlust der Fähigkeit einer Funktionseinheit verursachen kann, eine geforderte Funktion auszuführen. Bezüglich der Fehlerursache sind dabei zwei typische Fehlerkategorien, und zwar zufällige Fehler und     zu unterscheiden. Hinsichtlich ihres Erscheinungsbildes ist weiterhin zwischen intermittierenden Fehlern [Transient Faults] und permanenten Fehlern [Solid Faults] zu unterscheiden. Im Übrigen siehe folgende Website)
 
Fehlerkategorien ► Fault Categories / Error Categories (bezüglich der möglichen Funktionsbeeinträchtigung technischer Systeme unterscheidet man grundsätzlich zufällige Fehler und systematische Fehler)
 
Fehlerstrom ► Residual Current (unerwünschter, überwiegend ohmscher Strom, der in elektrischen Geräten und Anlagen durch Isolationsfehler zwischen spannungsführenden Teilen und Erde, verursacht beispielweise durch Verschmutzung oder Feuchtigkeit zustande kommt oder auch wenn eine Person spannungsführende Teile direkt berührt)
 
Fehlfunktion ► Malfunction (Funktion, die unter vereinbarten Bedingungen nicht der beabsichtigten Funktion eines Betrachtungsobjekts entspricht. Sie kann durch objektinterne zufällige Fehler [Bauelementeversagen] oder systematische Fehler [Spezifikationsfehler, Hardwarefehler, Softwarefehler oder mangelnde Umgebungsbeständigkeit zustande kommen. Elektromagnetisch bedingte Fehlfunktionen beispielsweise treten auf, wenn auf die Funktionseinheit einwirkende elektromagnetische Störgrößen, die Störfestigkeit der Funktionseinheit gegenüber diesen Störgrößen übersteigen. Sobald die Störgrößeneinwirkung aufhört, arbeitet die Funktinseinheit wieder normal)
 
FEKO Feldberechnungen bei Körpern mit beliebiger Oberfläche (Programmpaket zur Analyse elektromagnetischer Feldprobleme u.a. im Bereich der EMV. Entwickelt am Institut für Hochfrequenztechnik der Universität Stuttgart. Es ermöglicht Anordnungen vor der technischen Umsetzung zu untersuchen und verschiedene Realisierungsmöglichkeiten miteinander zu vergleichen)
 
Feld ► Field (Aus physikalischer Sicht ein besonderer räumlich orientierte Energiezustand des leeren oder stoffgefüllten Raums, in dem in jedem Punkt, je nach der sie verursachenden Quelle eine bestimmte Art von Kraft beobachtet und auch gemessen werden kann. Je nach Art der Kraft spricht man beispielsweise von einem Gravitationsfeld oder Schwerefeld, wenn das Feld von Massen verursacht und durch Wirkungen auf Massen erkennbar ist, von einem elektrischen Feld, wenn das Feld durch elektrische Ladungen erzeugt wird, von einem magnetischen Feld, wenn Elementarmagnete oder bewegte elektrische Ladungen im Spiele sind und von einem elektromagnetischen Feld wenn zwischen den beiden Feldern eine feste wertmäßige Zuordnung besteht. Über Felder können Energien transportiert werden. In Verbindung mit EMV-Problemen interessieren insbesondere Störfelder, d.h. Felder, die unerwünscht Störenergien aus einem System in ein anderes übertragen)
 
Feldanimationen ► Field Animations (elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder in den verschiedensten Zusammenhängen siehe folgende Websites)
www.temf.de > Forschung > Feldanimationen
 
Feldkonstante ► Field Constant (siehe Elektrische Feldkonstante bzw. Magnetische Feldkonstante)
 
Feldlinien ► Field Lines (sind virtuelle bzw. gedachte Linien, die dazu dienen, die Richtung der in einem Feld ausgeübten Kraft zu veranschaulichen. Sie ist in beliebigen Raumpunkten identisch mit der Richtung der in den betreffenden Raumpunkten an die Feldlinie angelegten Tangenten. Beispielsweise sind die Feldlinien eines Gravitationsfeldes jene Linien in die die Schwerkraft wirkt, im Feld eines Permanentmagneten die Linien, die vom Nord- zum Südpol verlaufen und im elektrischen Feld zeigen die Feldlinien den Kräfteverauf zwischen unterschiedlichen Ladungen, u. zwar verlaufen sie von der positiven zur negativen Ladung)
 
Feldquellen ► Field Sources (Technische Quellen für Felder. Feldtypen, Frequenzbereiche, Leistung u.a. feldtypische Parameter)
 
Feldstärke ► Field Strength (Maß für die Feldintensität. Sie wird in V/m bzw. A/m angegeben, je nachdem sie sich unter Fernfeldbedingungen auf die elektrische oder magnetische Komponente des elektromagnetischen Feldes bezieht bzw. unter Nahfeldbedingungen je nachdem sie die Stärke des elektrischen oder des magnetischen Feldes charakterisiert)
 
Feldvariable Kammer (Synonym für Modenverwirbelungskammer)
 
Feldwellenwiderstand ► Field Wave Impedance / Free-space Impedance / Characteristic wave Impedance (der Feldwellenwiderstand Zgilt für die freie Wellenausbreitung und wird nur durch die elektrischen und magnetischen Eigenschaften des felddurchsetzten Mediums bestimmt. Allgemein gilt Z = √0µr0εr) und für den leeren Raum unter Fernfeldbedingungen Z0 = √00) ≈ 377 Ohm. In Kabeln und Leitungen mit µr = 1 und εr > 1 gilt Z = Z0/εr < 377 Ohm)
 
FELV Functional Extra Low Voltage ► Schutzkleinspannung ohne sichere Trennung [von der höheren Spannung aus der sie gewonnen wird] (ELV ohne zusätzliche Bedingungen. Praktisch alles in diesem Spannungsbereich, das nicht den Ausführungsbedingungen von SELV oder PELV entspricht. Gegen direktes und indirektes Berühren müssen hier dieselben Schutzmaßnahmen angewandt werden, wie sie für die Stromkreise der höheren Spannung anzuwenden sind)
 
FEM Finite Element Method ► Methode der finiten Elemente (numerisches Verfahren z.B. für Feldberechnungen; flexible Segmentierung, Behandlung von nichtlinearen, anisotropen Materialien möglich, unbegrenzte Gebiete in Verbindung mit Strahlungsproblemen erfordern spezielle Erweiterungen)
 
FEMIT Fast Emission Measurement in Time Domain ► schnelle Emissionsmessung im Zeitbereich
 
FEMU Forschungszentrum für Elektro-Magnetische Umweltverträglichkeit (Einrichtung am Universitätsklinikum der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. Forschungsschwerpunkte:
  • Erfassung und Auswertung relevanter wissenschaftlicher Publikationen im EMF-Portal.
  • Elektromagnetische Wechselwirkungen zwischen Organismus, Implantaten und technischen Körperhilfen.
  • Wirkungsschwellen beim Menschen in Abhängigkeit von Art und Einwirkdauer der Felder.
  • Diagnostische und therapeutische Verfahren mittels elektromagnetischer Felder)
 
Fenstereffekt ► Window Effect (Wirkung, die nur in einem begegrenzten Amplituden- oder Frequenzbereich der verursachenden elektromagnetischen Größe auftritt)
 
Ferneinschlag ► Remote Strike / Distant Strike (Blitzeinschlag in weiterer Entfernung zum zu schützenden Objekt, beispielsweise in das Mittelspannungsfreileitungsnetz oder Blitzentladungen von Wolke zu Wolke, die zu Überspannungswellen auf Freileitungen führen. Ferneinschläge werden nach DEHN durch Komponenten und Geräte beherrscht, die entsprechend der 8/20 µs- Stoßstromwelle dimensioniert sind)
 
Fernfeld ► Far Field (Fernfeldverhältnisse liegen vor, wenn für die Leistungsflussdichte S eines von einer Antenne abgestrahlten Feldes eine reziprok-quadratische Entfernungsabhängigkeit zur Antenne besteht. Für Dipolantennen ist dies bei Distanzen größer λ/2π der Fall, wobei λ der Wellenlänge der elektromagnetischen Strahlung entspricht. Im Fernfeld sind elektrisches Feld E und magnetisches Feld H eng miteinander gekoppelt. Beide Komponenten stehen räumlich senkrecht aufeinander, sind transversal zur Ausbreitungsrichtung orientiert und ihre Intensität nimmt reziprok zur Entfernung von der Sendeantenne ab. Sie schwingen gleichphasig und ihr Verhältnis ist zeitlich und räumlich konstant. Bei Kenntnis der einen Feldkomponente kann im Bedarfsfall die jeweils andere berechnet werden. Unter Bezug auf Fernfeldverhältnisse spricht man daher stets vom elektromagnetischen Feld. Zwischen Leistungsflussdichte S und elektrischer Feldstärke E besteht der Zusammenhang S = E 2/Z0. Darin bezeichnet Z0 = √(µ00) ≈ 377 Ohm den Feldwellenwiderstand des freien Raums)
 
Fern-Nebensprechen (siehe Nebensprechen)
 
Ferritbeschichtete Leitungen ► Ferrite Coated Cables (bewirken durch Absorptionwirkung in der Ferritschicht eine Erhöhung der Störfestigkeit gegenüber elektromagnetischen Störeinflüssen als auch eine Reduzierung vom Kabel ausgehender elektromagnetischer Störemissionen. Die Ferritschicht ist entweder auf jeder einzelnen Kabelader aufgebracht [Netzanschlussleitungen, Motoranschlusskabel, analoge Signalleitungen] oder auch bei mehradrigen Kabeln als Ummantelung über der Kabelabschirmung [geeignet für digitale Signalleitungen])
 
Ferrite ► Ferrites (Ferrite sind keramische oder einkristalline Werkstoffe. Sie bestehen hauptsächlich aus Eisenoxid [Fe2O3] und Beimengungen von Zink-, Nickel- oder Mangan-Oxid und werden durch Sintern vorgeformter Teile erzeugt. Im Vergleich zu ferromagnetischen Materialien haben Ferrite einen um 6 bis 10 Zehnerpotenzen höheren spezifischen Widerstand [10-1 bis 107 Ωm], sodass selbst bei sehr hohen Frequenzen nur kleine Wirbelstromverluste entstehen. Ihre Dielektrizitätszahl gr liegt im Bereich von 5 bis 20. Ferritbauelemente werden u.a. in vielen Ausführungsformen bewickelt als Induktivitäten und Filter und unbewickelt als Hülsen- und Klappferrite bei Kabeln und Leitungen zur Störunterdrückung eingesetzt. Eine besondere Rolle spielen dabei ihre magnetischen Eigenschaften, d.h. der hohe Wert der Permeabilitätszahl µr [bis 20 000] und der besondere Frequenzgang von µr)
www.ferrite.de > Produkte
 
Ferrite Tiled Fully Anechoic Chamber ► Ferrit Vollabsorberkammer (Mit Ferritabsorbern ausgestatteter EMV-Vollabsorber-Messraum, FAR)
 
Ferritabsorber ►Ferrite Absorbers (Ferrit-Fliesen [Ferrite Tile Absorbers] zur Auskleidung von EMV-Messräumen [FAC, FAR, SAC], um darin reflexionsfreie Messungen zu ermöglichen. Das ferrimagnetische Material der Fliesen absorbiert einfallende elektromagnetische Energie, wodurch Feldreflexionen vermieden werden. Sie sind platzsparend und leicht montierbar. Ferritfliesen sind zurzeit für einen Frequenzbereich von 10 MHz bis 2 GHz verfügbar. Als Ferritabsorber werden aber auch Klappferrite [Snap Ferrites] bezeichnet, die dazu benutzt werden, um hochfrequente Störungen in Daten- und Stromversorgungsleitungen zu unterdrücken)
 
Ferritkerndrosseln ► Ferite Core Chokes (sind Spulen, die einen Kern aus Ferritmaterial haben. Wie bei ferromagnetischen Materialien ist infolge der hohen Permeabilität eine Erhöhung der Induktivität bei gleicher Windungszahl gegeben. Infolge des um mehrere Zehnerpotenzen höheren spezifischen Widerstands gegenüber ferromagnetischen Materialien entstehen jedoch selbst bei sehr hohen Frequenzen keine nennenswerten Wirbelstromverluste, so dass sich Ferritkerndrosseln für den Einsatz bei Hochfrequenz eignen. Als Ferritkerndrosseln bzw. Ferritkern-Mantelstromfilter werden auch Klappferrite bezeichnet, die dazu dienen, unerwünschte hochfrequente Gleichtakt-Störsignale auf Signal- und Datenleitungen zu unterdrücken)
 
Ferromagnetische Stoffe ► Ferromagnetic Materials (Eisen, Nickel und Kobalt sowie Legierungen daraus sind ferromagnetische Stoffe. Sie haben eine sehr hohe magnetische Leitfähigkeit. Diese Eigenschaft macht man sich zunutze in den Magnetkreisen elektromagnetischer Betriebsmittel sowie bei der Abschirmung magnetischer Felder)
 
FEXT Far End Cross Talk Fern-Nebensprechen / Fernübersprechen (Begriff aus der Telefonie. Bezeichnete ursprünglich den Effekt, durch den man beim Telefonieren ein anderes Gespräch leise mithören konnte. Im Übrigen siehe Nebensprechen)
 
FFT Fast Fourier-Transform ► Schnelle Fourier-Transfomation (Algorithmus zur schnellen Berechnung der Werte einer diskreten Fourier-Transformation)
 
FGEU Forschungsgesellschaft für Energie und Umwelttechnologie mbH (Forschungs-, Planungs-, Beratungs- und Dienstleistungsgesellschaft für Energie- und Umwelttechnologie, insbesondere zu Fragen der Umweltbelastung durch elektromagnetische Felder)
 
FGF Forschungsgemeinschaft Funk
 
FHSS Frequency-Hopping Spread Spectrum Frequenz-Sprungverfahren
 
FICBM Field-Induced Charged Board Model (Modell, das im Zusammenhang mit der ESD-Empfindlichkeitstestung von Unterbaugruppen die Entladung einer feldinduziert elektrostatisch aufgeladenen Leiterplatte nachbildet, wenn diese abrupt ein anderes metallisches Objekt berührt)
 
FICDM Field-Induced Charged Device Model (Modell, das im Zusammenhang mit der ESD-Empfindlichkeitstestung von Schaltkreisen die Entladung eines feldinduziert elektrostatisch aufgeladenen Bauelements über einen oder mehrere Anschlüsse gegen Masse nachbildet [IEC/PAS 62162])
 
Filter ► Filter (ein Filter [Bezeichnung vom lateinischen `Filtrum´ = Filz, Durchseihgerät herrührend] ist ein Trennelement, das dazu dient, definierte Komponenten aus einem Gemisch materieller Substanzen oder immaterieller Medien herauszulösen. Bekannte Beispiele aus dem Alltag sind Luftfilter, Wasserfilter, Ölfilter, Farbfilter, Virenfilter u.v.a. In der Kommunikationstechnik werden Filter dazu benutzt, um Informationsinhalte im Sinne von Zensurmaßnahmen zu überprüfen und ggfs. zu unterdrücken [z.B. Spam-Filter], in der digitalen Informationstechnik werden Filter zur Selektion von Bitmustern eingesetzt und in der Statistik oder dem Data Mining beispielsweise dienen Filter dem Extrahieren von Objekten nach einem Merkmal oder mehreren kombinierten Eigenschaften aus einer Vielzahl gelisteter Objekte. Speziell in der elektronischen Signalverarbeitung kennt man Tiefpassfilter, Hochpassfilter, Bandpassfilter, Bandsperren u.a., mit denen bestimmte gewünschte oder unerwünschte Frequenzen aus einem Frequenzspektrum herausgesiebt werden. Filter im Sinne der Entstörtechnik sind Bausteine zur Dämpfung leitungsgeführter Störgrößen. Ihre sinnvolle Anwendung setzt voraus, dass sich die spektralen Anteile der Nutz- und Störgrößen hinreichend voneinander unterscheiden. Dies ermöglicht bei geeigneter Auslegung der Filterparameter eine selektive Dämpfung von Störgrößen ohne merkliche Beeinträchtigung der Nutzgrößen. Der eigentliche Dämpfungseffekt wird dabei im Wesentlichen durch Spannungsteilung erreicht und die dadurch erzielbare Filterwirkung durch die sogenannte Einfügungsdämpfung beschrieben. Filter können sowohl an einer Störquelle zur Verhinderung der Aussendung leitungsgeführter Störgrößen [Ausgangsfilter] als auch an einer Störsenke zur Erhöhung der Störfestigkeit gegenüber leitungsgeführten Störgrößen eingesetzt werden [Eingangsfilter]. Siehe z.B. Netzentstörfilter. Wichtig ist, dass Entstörfilter so nahe wie möglich an der zu entstörenden Einrichtung untergebracht sind. Lange Leitungen dazwischen wirken wie Sende- oder Empfangsantennen, die Störungen, die aus einer Einrichtung herauskommen an die Umgebung abstrahlen, ehe sie zum Filter gelangen und die umgekehrt Störungen aus der Umgebung des zu entstörenden Geräts einfangen können, die dann ungefiltert in das Gerät eindringen. Keinesfalls dürfen Eingangs- und Ausgangsleitungen eines Filters nahe beieinander oder gar parallel verlegt werden. Die direkte Kopplung zwischen den Leitungen hebt in diesem Fall die Filterwirkung nahezu vollständig auf.
Neben diesen nur aus passiven Bauelementen konfigurierten Filtern [passive Filter] gibt es auch aktive Filter, in denen aktive Bauelemente eingesetzt werden, die einer Stromversorgung bedürfen. Aktive Filter sind als Signalfilter weit verbreitet. In Stromversorgungsanlagen werden aktive Netzfilter zur Neutralisierung von Oberschwingungsströmen eingesetzt.
Bezüglich der Gesamtheit der in Verbindung mit EMV-Problemen zur Anwendung kommenden Filtertypen siehe EMV-Filter)
 
Filterentwurf ► Filter Design
file:///C:/Dokumente%20und%20Einstellungen/Ernst/Eigene%20Dateien/Downloads/schinkel_marcus%20(5).pdf
 
Filtertopologien ► Filter Topologies
 
FIM Field-Induced Model ► (ESD-Entladungsmodell [nicht genormt]. Ladungstrennung in einem Bauteil erfolgt durch ein äußeres elektrisches Feld. Bei Kontakt mit einem geerdeten Teil (Maschine) erfolgt ein sehr schneller partieller Ladungsausgleich, bei dem das Bauteil Schaden nehmen kann)
 
Finger Stock ► Fingerstreifen (Kontaktfederstreifen)
 
FIP-Dichtungen Form-in-Place-Dichtungen
 
FIPGs Form-in-Place Gaskets Form-in-Place-Dichtungen
 
FireWire (von Apple Computer, Inc. 1987 entwickelter serieller Low-Cost Hochgeschwindigkeitsbus. Seit 1995 unter IEEE 1394 als offener Standard genormt. Speziell geeignet für digitale Video- und Multimedia-Anwendungen sowie für industrielle Bildverarbeitungssysteme, High-Speed-Steuerungssysteme und Motion-Control-Applikationen) Vorteile:
  • Datentransferraten bis zu 400 Mbit/s [1,2 Gbit/s in Vorbereitung]
  • Gemischter Betrieb unterschiedlich schneller Geräte am Bus ist möglich
  • Übertragungsmedium: dünnes preiswertes sechsadriges Kabel [zwei jeweils getrennt für sich geschirmte Datenleitungspaare sowie zwei Versorgungsleitungen für entfernte Geräte]
  • Einfache Konfiguration, da keine Abschlusswiderstände, Geräte-Ids oder Einstellverfahren notwendig
  • Geräte lassen sich im Hot Swap-Verfahren anschliessen und entfernen
  • Spannungsversorgung der Geräte erfolgt über das Datenkabel [8 bis 40 Volt bei maximal 1,5 Ampere]
  • Als Peer-to-Peer-Netzwerk benötigt der IEEE 1394 Bus keinen speziellen Host)
 
Fitzgeraldscher Dipol (magnetischer Elementarstrahler, praktisch annäherbar durch eine elektrisch kleine kreisförmige Leiterschleife [Rahmenantenne])
 
Flächenerdung ► Surface Grounding (Siehe MESH-BN)
 
Flash ► Gesamte elektrische Entladung atmosphärischen Ursprungs, entweder zwischen Wolke-Erde oder Erde-Wolke, bestehend aus mehreren Teilblitzen [Strokes]
 
FlexSorb-Absorber ► Flexible Absorber (sind gegenüber herkömmlichen, biegesteifen Absorbern elastisch verformbar und können daher durch Einwirkungen von außen, z.B. durch Personen oder einen Gerätewagen, nicht so ohne weiteres beschädigt werden. Der neue FlexSorb-Absorber von ETS-Lindgren löst dieses Problem bei vergleichbarer Leistung durch die Fähigkeit sich zu biegen und dann wieder seine ursprüngliche Form anzunehmen, ohne zu brechen)
 
Flicker ► Flicker (subjektiver Eindruck von Leuchtdichteschwankungen infolge von Versorgungsspannungsschwankungen, die durch Ein- und Ausschaltvorgänge größerer Lasten, Lichtbogenöfen, Schweissmaschinen, Schwingungspaketsteuerungen in Haushaltgeräten u.v.a. Einrichtungen mit nichtstationärer Betriebscharakteristik verursacht werden [IEV 161-08-13])                                                                                                                                                                                                             
www.condensator-dominit.de > Suche: Flickerkompensation
powerstandards.com/tutorials/Flicker.htm                                                                                
                                      
FM Frequency Modulation ► Frequenzmodulation (Modulationsmethode, bei der die zu übermittelnde Information der Frequenz des Signalträgers aufgeprägt wird)
 
FMEA Failure Mode Effects Analysis ► Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse oder Ausfallanalyse (Methode zur vorausschauenden Qualitätsbewertung von Produkten. Wichtiges, weitgehend formalisiertes Instrumentarium, um Fehler und Mängel von Produkten und Prozessen präventiv zu vermeiden. Mit der Durchführung befassen sich Arbeitsgruppen, in denen Fachleute aus den Bereichen Entwicklung, Fertigungsplanung, Qualitätswesen und Kundendienst mitwirken. Im einzelnen werden alle möglichen Fehler eines Produkts aufgelistet und auf ihre Folgen für den Kunden beurteilt, die möglichen Fehlerursachen bestimmt und die vorgesehenen Produktspezifikationen bzw. Prozeßüberwachungen in Hinblick auf die Erkennung und Vermeidung dieser Fehler bewertet sowie entsprechende konstruktive bzw. fertigungs- und prüftechnische Maßnahmen festgelegt und die Verantwortlichkeiten für deren Durchführung bestimmt)
 
FMECA Failure Mode Effects and Criticality Analysis ► Fehlermodus, Effekte und Kritikalitätsanalyse (Ausfallart- und Fehlereffektanalyse verbunden mit einer Bewertung der Ausfallfolgen. Qualitative Analysemethode [Formblattanalyse] zur Bewertung der Zuverlässigkeit, Sicherheit und auch der Qualität von Produkten. Sie dient im Rahmen der Entwicklung vor allem zur Erkennung und Abschätzung notwendiger Systemkorrekturen. Im Einzelnen werden dabei die unerwünschten Folgeerscheinungen am System ausgehend vom Verhalten seiner Komponenten ermittelt und hinsichtlich ihrer Auswirkungen bewertet. Vorgehensweise siehe MIL-STD-1629A)
 
FMEDA Failure Modes, Effects and Diagnostic Analysis (Erweiterung der klassischen Fehlereffektanalyse FMEA für sicherheitsgerichtete Systeme)
 
FMK Forum Mobilkommunikation (Gemeinnütziger Österreichischer Verein, der sich mit folgenden Themenkreisen befasst:
  • Mobilkommunikation und Wirtschaftsstandort Österreich,
  • Mobilkommunikation und Elektromagnetische Verträglichkeit zur Umwelt [EMVU] – Informationsarbeit,
  • Empfehlungen zum rücksichtvollen und verantwortungsbewusten Umgang mit Mobiltelefonen,
  • Aufbereitung und allgemein verständliche Information über die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien
  • Mobilkommunikation und Sicherheit, Mobilkommunikation und Nutzen)
 
FO Fiber Optics Lichtwellenleiter
 
Foko Folienkondensator ► Foil Capacitor (Fokos sind elektrische Kondensatoren mit isolierenden Kunststofffolien als Dielektrikum)
 
Folgestrom ► Follow Current (Bei Überspannungsschutzeinrichtungen vom Typ 1, die auf Funkenstrecken-Technologie basieren, wird, wenn eine Überspannung das Überspannungsschutzgerät [SPD] erreicht, ein elektrischer Lichtbogen zwischen den Elektroden gezündet. Dieser Lichtbogen erzeugt einen Kurzschluss zwischen Phase und Erde und ermöglicht so den Abbau der Uberspannung. Nachdem dies geschehen ist, fließt ein Strom, der sogenannte Folgestrom [auch Netzfolgestrom], von der Einspeisung über den Lichtbogen des SPD’s gegen Erde. Wenn dieser Strom nicht durch die Überspannungsschutzeinrichtung selbst unterbrochen wird, löst der Folgestrom die dem SPD vorgeschaltete Sicherung aus)
 
FOR-EMC 2 (International Network of EMC Laboratories)
 
Formelsammlung HF-Technik (von Prof. Detlefsen, TU München)
 
Form-In-Place-Dichtungen Form-in-Place Gaskets (EMV-Dichtungen, die aus einem leitfähigen Elastomer oder einem nicht leitfähigen weichen Silikonkern bestehen, der mit einer leitenden Außenhaut ummantelt ist. Sie werden ausgehend von entsprechenden Dispensierpasten materialsparend mit einem computergesteuerten Dosiersystem automatisch auf die abzudichtenden Stoßflächen von Gehäuseteilen aufgetragen. Sie härten bei Raumtemperatur zu einer elektrisch leitfähigen Dichtung aus und bleiben danach weich und elastisch)
 
Forschungsgemeinschaft Funk ► Research Association for Radio Applications (FGF, 1992 gegründeter gemeinnütziger Verein zur Klärung offener Fragen hinsichtlich der biologischen Wirkung insbesondere hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf Mensch und Umwelt sowie zur Förderung einschlägiger Studien und zur Information der Öffentlichkeit zu diesem Sachverhalt. Mitglieder waren Behörden, Rundfunkanstalten, Netzbetreiber, Firmen, Vereine und wissenschaftliche Institutionen. Ende 2009 erfolgte auf Mitgliederbeschluss die Schließung des Vereins)
 
FPC Ferrite Polymer Composite ► Flexible ferritgefüllte Polymerfolie (zur Abschirmung von elektromagnetischen Feldern)
 
FPC Filter Pin Connector ► Steckerstiftfil­ter (nichtlineare Überspannungsschutz­ein­rich­tung für Mehr­leiterinformations­leitungen, die in den Steckerstiften von Mehrleiter­kupp­lungen unter­gebracht ist)
 
FPE-Leiter Funktions-PE-Leiter (Funktionserdungsleiter)
 
Freifeldtestgelände ► Open Area Test Site (Freifeldmessplatz zur Messung der von Prüfobjekten ausgehenden HF-Störstrahlung. Aus technischer Sicht handelt es sich um einen hindernisfreien ebenen Platz mit elliptischem metallisch leitfähigem Untergrund [Groundplane]. Prüfling und Messantenne stehen dabei in den Brennpunkten der Ellipse. Gemäß CISPR muss die Hauptachse dieser Ellipse dem doppelten Messabstand und die Nebenachse dem √3-fachen des Messabstandes betragen. Je nach Qualität des Freifeldes erfolgt gemäß CISPR 16-1-5 die Einstufung des Freifeldtestgeländes als COMTS, CALTS oder REFTS. Da im Freien die Aussendungen von Rundfunkstationen und anderen Sendeeinrichtungen den Messvorgang störend beeinflussen können, werden in dicht besiedelten Gebieten Störemissionsmessungen in der Regel in Absorberräumen mit metallischer Grundfläche [Semi-Anechoic Room - SAR] durchgeführt)
 
Freilaufdiode ► Flyback Diode / Catch-Diode / Schutz-Diode / Snubber Diode / Suppressor Diode (Freilaufdioden dienen der Unterdrückung von Abschaltüberspannungen an den Erregerwicklungen von gleichstrombetätigten elektromagnetischen Geräten wie Relais, Schütze, Magnete, elektromagnetische Kupplungen und Bremsen u.ä. Einrichtungen und den damit einhergehenden Effekten wie die Störbeeinflussungen benachbarter elektronischer Schaltungen sowie spannungsmäßige Überbeanspruchungen der Wicklungsisolation und der beteiligten Schaltstrecken. Die Freilaufdiode wird parallel so zur Wicklung geschaltet, dass sie durch die Erregerspannung in Sperrrichtung beansprucht wird. Nach dem Abschalten fließt der Spulenstrom in gleicher Richtung über die Freilaufdiode weiter bis die in der Erregerspule im Zeitpunkt des Abschaltens gespeicherte magnetische Energie im Wirkwiderstand der Spule in Wärme umgesetzt ist. Der Spannungsabfall über der Erregerspule bleibt dabei auf die Durchlassspannung der Diode [bei Siliziumdioden etwa 0,6 Volt] begrenzt. Dadurch, dass dieser Vorgang etwa den dreifachen Wert der Spulenzeitkonstante beansprucht, vergrößern sich die Abfall- bzw. Rückgangszeiten der beschalteten Geräte)
 
Freiraumdämpfung ► Free Space Attenuation / Free Space Loss (charakterisiert den Übertragungsverlust bei einer Funkübertragung über einen idealen Kanal ohne Hindernisse und Störeinflüsse im freien Raum, z.B. Weltraum. Das heisst den Intensitätsverlust einer elektromagnetischen Welle, der allein durch Strahldivergenz zustande kommt. Sie ist abhängig von der Frequenz sowie von der Distanz zwischen Sender und Empfänger und bestimmt u.a. die Reichweite beim funktechnischen und optischen Richtfunk. Zur Berechnung der Freiraumdämpfung siehe folgende Websites und FSL-Calculator)
 
FreqNP Frequenznutzungsplan
 
Frequenz ► Frequency (Anzahl definierter Ereignisse je Zeiteinheit, z.B. Anzahl von Schwingungen [Perioden] je Sekunde. Einheit der Frequenz ist das Hertz [1 Hz = 1/s bzw. 1/Sekunde]. Für die Frequenz bei elektromagnetischen Wellen gilt: f = c/λ. Darin bezeichnet λ die Wellenlänge, während c die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Wellen in einem bestimmten Ausbreitungsmedium repräsentiert. Im leeren Raum entspricht c der Vakuumlichtgeschwindigkeit c0 = 299 792 458 ≈ 300000000 m/s. Für ein beliebiges anderes Medium mit der Dielektrizitätszahl εr und der Permeabilitätszahl µr gilt: c = c0 /rεr). Im Zusammenhang mit EMV-Problemen interessieren Frequenzen von 0 bis 300 GHz. Hierzu siehe auch Frequenzbereiche)
 
Frequenzband ► Frequency Band (Zusammenhängender Frequenzbereich, der durch eine untere und eine obere Frequenz abgesteckt ist. Es handelt sich dabei um Teilbereiche des elektromagnetischen Spektrums, die zur technischen Kommunikation genutzt werden. )
 
Frequenzbereiche ► Frequency Bands (Das gesamte elektromagnetische Spektrum ist aus verwaltungstechnischen Gründen in einzelne Frequenzbereiche [Frequenzbänder] mit festgelegten Frequenzgrenzen unterteilt. Die einzelnen Bereiche sind in aufsteigender Reihenfolge, wie folgt gekennzeichnet: ELF, SLF, ULF, VLF, LF, MF, HF, VHF, UHF, SHF, EHF. Darüber hinaus werden in EMV-Publikationen, z.B. in IEC-Unterlagen, Frequenzen unterhalb bis einschließlich 9 kHz als niederfrequent und Frequenzen oberhalb 9 kHz als hochfrequent bezeichnet. Auch wird bei der Behandlung von Schirmungsproblemen die Grenze zwischen Niederfrequenz und Hochfrequenz oftmals bei 100 kHz und in anderen Zusammenhängen manchmal auch erst bei 30 MHz angesetzt)
 
Frequenzdurchlauf ► Frequency Sweep / Frequency Run (Kontinuierliches oder schrittweises Verändern der Frequenz einer physikalischen Größe in einem definierten Frequenzbereich)
 
Frequenzgang ► Frequency Response (Charakteristikum für das frequenzabhängige Übertragungsverhalten von aktiven oder passiven Vierpolen in der Analogtechnik [Verstärker, Kabel, Filter etc.]. Dabei wird die Ausgangsgröße zur Eingangsgröße ins Verhältnis gesetzt und dieses Verhältnis in Bezug auf Amplitude [Amplitudenfrequenzgang] und Phase [Phasenfrequenzgang] in Abhängigkeit von der Frequenz dargestellt.
 
Frequenznutzungsplan ► Frequency Allocation Plan (Frequenzzuweisungsplan für alle möglichen Funkanwendungen siehe folgende Website)
www.bundesnetzagentur.de > Suche: Frequenznutzungsplan
 
Frequenzordnung ► Frequency Regulation (Dient der Sicherstellung einer effizienten und störungsfreien Nutzung von Frequenzen und unter Berücksichtigung der in § 2 Abs. 2 des TKG genannten weiteren Ziele durch die Bundesnetzagentur. Dazu existiert ein Frequenzbereichszuweisungsplan sowie ein Frequenznutzungsplan. Darin werden Frequenzen zugeteilt und die Frequenznutzungen werden überwacht)
 
Frequenzspektrum ► Frequency Spectrum (Gesamtheit der Frequenzen, die von einem schwingungsfähigen System erzeugt werden können bzw. die in einem Signal enthalten sind oder die in Bezug auf einen bestimmten Sachverhalt interessieren, vgl, z.B. Elektromagnetisches Spektrum)
 
Frequenz-Sprungverfahren ► Frequency-Hopping Spread Spectrum (Übertragungstechnik, die den gleichzeitigen Betrieb mehrerer Systeme im selben Frequenzbereich [2,4 bis 2,5 GHz] erlaubt. Dabei werden die zu übertragenden Datensignale mit einer schmalbandigen Trägerfrequenz moduliert, die innerhalb eines weiten Frequenzbandes in Abhängigkeit der Zeit zufällig von Frequenz zu Frequenz springt. Genutzt z.B. in Bluetooth- und WLAN-Anwendungen, um Signale in störverseuchter Umgebung sicher zu übertragen)
 
Frequenzumrichter ► Frequency Inverter / Frequency Converter / Frequency Changer (sind Betriebsmittel auf Basis leistungselektronischer Halbleiterbauelemente, die im Schaltbetrieb, d.h. nur im Durchlasszustand oder im Sperrzustand arbeiten. Sie haben speziell in drehzahlstellbaren Drehstromantriebssystemen die Aufgabe, aus einer ein- oder dreiphasigen Netz-Wechselspannung konstanter Frequenz und Amplitude eine in der Regel dreiphasige Spannung veränderlicher Frequenz und Spannungsamplitude zur Speisung eines Drehstrommotors [Synchron- oder Asynchronmotor] zu erzeugen. Der Zeitverlauf der vom Umrichter gelieferten Spannungen und Ströme muß dabei weitestgehend sinusförmig sein, da Strom-Oberschwingungen zu stärkerer Erwärmung des Motors und erhöhter Geräuschbildung führen und Spannungs-Oberschwingungen andere parallel arbeitende Verbraucher störend belasten.
Frequenzumrichter werden heute in einem Leistungsbereich von wenigen Watt bis zu 100 MW im Mittelspannungsbereich gebaut. Umrichter kleinerer Leistung [KW-Bereich] sind oftmals direkt auf den Motor montiert. Sehr kompakte Umrichter-Bauformen erlaubt die Flüssigkeitskühlung. Ihre Grundstruktur ist aber in allen Fällen sehr ähnlich. Das heißt, sie bestehen in den meisten Fällen aus einem Netzgleichrichter, der die Ein- oder Dreiphasenspannung des Netzes in eine meist konstante Gleichspannung umwandelt, einem Gleichspannungs-Zwischenkreis mit einem größeren Kondensator, um die Spannung zu glätten und einem Wechselrichter, der die Gleichspannung des Zwischenkreises in eine frequenzveränderliche dreiphasige Ausgangsspannung umsetzt. Technologisch bedingt können dabei das Versorgungsnetz und andere parallel arbeitende Verbraucher mit leitungsgebundenen und auch feldgebundenen Störgrößen belastet werden. Wesentliche Gegenmaßnahmen sind der Einsatz von Netzentstörfiltern gegen Stromoberwellen, von Funkentstörfiltern gegen leitungsgebundene HF-Störgrößen im Frequenzbereich bis 30 MHz, die Unterbringung des Umrichters in einem metallischen Schaltschrank sowie geschirmte Motorleitungen mit HF-gerecht beidseitig aufgelegtem Kabelschirm zum Schutz der Umgebung vor Störabstrahlungen)  
 
Frequenzverordnung (Verordnung vom 27.08.2013 die die Zuweisung von Frequenzbereichen an einzelne Funkdienste und an andere Anwendungen elektromagnetischer Wellen für die Bundesrepublik Deutschland regelt. Sie ersetzt die bislang geltende Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung)
 
Front-Door Coupling ► `Vordertür´-Kopplung (Direkte Einkopplung der von einem System abgestrahlten elektromagnetischen Wellen in ein anderes elektronischen Systems über dessen Empfangsantennen. Beispiele sind die Störenergieeinkopplung von PEDs in die Funksysteme eines Flugzeugs über dessen Empfangsantennen oder die Einkopplung der von einem elektromagnetischen Waffensystem ausgesandten elektromagnetischen Wellen [Hochleistungs- Mikrowellen] in ein Zielobjekt über seine Empfangsantennen, um es zu stören bzw. zu zerstören)
 
Frühausfälle ► early failures (Frühausfälle entstehen am Einsatzbeginn von Bauelementen in der sogenannten Frühausfallphase, in der die Ausfallrate fallende Tendenz aufweist. Davon betroffen sind schwach konstituierte Elemente, deren Lebensfähigkeit von vornherein durch Materialfehler und Fertigungsmängel beeinträchtigt ist. Sie sind bis zu einem gewissen Grad durch Voraltern [burn in] eliminierbar)
 
FS Fachverband für Strahlenschutz (Mitgliedsgesellschaft der IRPA für die Bundesrepublik Deutschland und die Schweiz. Ein spezieller Arbeitskreis befasst sich mit den biologischen Wirkungen nichtionisierender Strahlung)
 
FS Feinschutz ► Fine Protection (z.B. realisiert durch Überspannungsschutzdioden)
 
FS Field Strength ► Feldstärke (Zu unterscheiden sind die Elektrische Feldstärke und die Magnetische Feldstärke)
 
FSAF Free Space Antenna Factor ► Freiraum Antennenfaktor (Antennenparameter)
 
FSK Frequency Shift Keying ► Frequenzumtastverfahren (Modulationstechnik, die hohe Störunempfindlichkeit gewährleistet. Die Werte "0" und "1" von Binärsignalen werden auf zwei unterschiedlichen Trägerfrequenzen abgebildet)
 
FSL-Calculator Free Space Loss Calculator ► Rechner zur Berechnung der Freiraumdämpfung
 
FSL Free Space Loss Freiraumdämpfung
 
FSME Funkstörmessempfänger
 
FSPL Free Space Path Loss Freiraumdämpfung
 
FTB Fast Transient Burst ► Schnelle transiente Störgröße (siehe Burst)
 
FTEG Gesetz über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen (Das FTEG vom 07.02.2001dient der Umsetzung der Richtlinie 1999/5/EG des europäischen Parlaments und des Rates vom 9. März 1999 über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen und die gegenseitige Anerkennung ihrer Konformität. Es ermächtigt darüber hinaus die Bundesregierung, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates Regelungen zur Gewährleistung des Schutzes von Personen in den durch Betrieb von Funkanlagen einschließlich Radaranlagen entstehenden elektromagnetischen Feldern zu treffen. Auf dieser gesetzlichen Grundlage wurde die BEMFV [Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder] erlassen.)
 
FTP Foil Twisted Pair ► Folien-geschirmtes, paarverseiltes Datenkabel (Alte Bezeichnung. Neue Bezeichnungsweise siehe Twisted Pair)
 
Full-Compliance-Test ► Vollständige Nachweisprüfung (Umfassender prüftechnischer Nachweis der Konformität eines Endprodukts mit dafür geltenden Normen und Vorschriften, z.B. als Grundlage für die CE-Kennzeichnung. Full-Compliance-Tests werden im Gegensatz zu Pre-Compliance-Tests stets am fertigen Erzeugnis ausgeführt. Speziell für EMV-Tests sind die dafür geltenden Produktnormen bzw. Fachgrundnormen zugrunde zu legen, in denen die einzuhaltenden Störfestigkeits- und Emissionsgrenzwerte festgelegt sind. Full-Compliance-Tests erfordern präzise arbeitende teure Gerätetechnik und Ausrüstungen. Dies ist entscheidend dafür, ob es aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll ist, solche Tests im eigenen Hause auszuführen oder sie einem Dienstleister zu übertragen)
 
Functional Earth Port Funktionserdeanschluss
 
Fundamenterder ► Foundation Earther / Foundation Earth Electrode / Foundation Ground Electrode [US] (Nach IEV 826-13-08: Leitfähiges Teil, das unter einem Gebäudefundament in das Erdreich oder bevorzugt im Beton eines Gebäudefundamentes, im Allgemeinen als geschlossener Ring, eingebettet ist. Nach DIN 18014: 30 x 3,5 mm Flachleiter oder 10 mm Rundleiter aus verzinktem oder unverzinktem Stahl, der in das Betonfundament einer baulichen Anlage eingebettet ist. Er steht mit Erde dauerhaft und großflächig in Verbindung und seine Anschlussteile sind aus dauerhaft korrosionsgeschütztem Material ausgeführt. Fundamenterder können in Verbindung mit dem Hauptpotenzialausgleich für alle in einem Gebäude anfallenden Erdungsaufgaben herangezogen werden, z.B. als Erder für installierte Kommunikations- und Datenverarbeitungsanlagen und auch als Erder für eine eventuell vorhandene Blitzschutzanlage, sofern sie mit blitzstromtragfähigen Verbindungsklemmen oder durch Schweißverbindungen mit der Bewehrung verbunden sind und für die Anschlußfahnen rostfreier Stahl zur Anwendung kommt. Fundamenterder erreichen bei gleichem Materialeinsatz kleinere Erdungswiderstände, sind bei richtiger Verlegung gut gegen Korrosion geschützt und haben gleiche Lebensdauer wie das Gebäude. Sie sind aus dieser Sicht anderen Erdern vorzuziehen)
 
Fundamenterdung ► Foundation Earthing / Foundation Grounding [US] (Siehe Fundamenterder)
 
Fundstelle (Stelle, Ort, Gebiet, Region, wo man etwas Bestimmtes findet oder gefunden hat, beispielsweise Edelsteine, Bodenschätze, Meteoriten, Fossilien, spezielle Tierarten oder auch eine Leiche. Sinngemäß wird aber auch, insbesondere im juristischen Sprachgebrauch, mit Fundstelle ein Schrifttumsverweis [Quellenangabe] bezeichnet, aus dem eindeutig hervorgeht, wo man ein bestimmtes Dokument zu einem speziellen Sachverhalt [Gesetzestext, Verordnung, Verfügung, gerichtliche Entscheidung, Norm] findet bzw. einen konkreten Hinweis darauf, wo die entsprechenden Volltexte abrufbar sind. Fundstellen in diesem Sinn werden durch den Namen des Publikationsorgans, seines Erscheinungsdatums und die Seitenzahl, wo man das Gewünschte findet, charakterisiert. Beispielsweise ist die Angabe „Amtsblatt der EU Nr. C271 vom 12.11.2003, Seite 39“ die Fundstelle für die Norm „EN 60947-2:2003 Niederspannungsschaltgeräte-Teil 2: Leistungsschalter“. Dabei ist zu beachten, dass abweichend hiervon im EMV-Schrifttum oftmals Bezug und Titel der Norm, also hier der Passus „EN 60947-2:2003 Niederspannungsschaltgeräte-Teil 2: Leistungsschalter“, als Fundstelle bezeichnet wird)
 
Funkanlage ► Radio Equipment (Nach FTEG ein Erzeugnis oder ein wesentliches Bauteil davon, das in dem für terrestrische/satellitengestützte Funkkommunikation zugewiesenen Spektrum durch Ausstrahlung und/oder Empfang von Funkwellen kommunizieren kann)
 
Funkentstörung ► Radio Interference Suppression / Disturbance Suppression (Gesamtheit aller Maßnahmen zur Vermeidung oder Verminderung von Funkstörungen, d.h. zur Unterdrückung bzw. Abschwächung entsprechender elekromagnetischer Störgrößen auf ein verträgliches Maß durch geeignete Veränderungen an den Störquellen oder an der Störsenken und den Einsatz entsprechender Entstörbauelemente wie Funkentstörfilter und Funkentstördrosseln. Siehe auch Normenreihe DIN EN 55011 bis 55022)
 
Funkenstrecke ► Spark Gap (Funkenstrecken bestehen aus zwei Elektroden zwischen denen sich ein Gas, beispielsweise Luft befindet. Erreicht die Spannung zwischen den Elektroden die Überschlagspannung [Breakdown or Sparkover Voltage], wird das zwischen den Elektroden befindliche Gas ionisiert. Es wird leitfähig und die Strecke zwischen den Elektroden in Bruchteilen von µs durch Funkenbildung kurzgeschlossen. Das heißt, die Spannung bricht nach sehr kurzer Zeit auf die sogenannte Bogenbrennspannung zusammen. Funkenstrecken zählen zu den sog. TVS Crowbar Devices. Sie kommen als Überspanungsschutzeinrichtungen in Hochspanungs- und Telekommunikationsanlagen zum Einsatz)
 
Funkentstördrosseln ►Radio Frequency Interference suppression Chokes (sind einfache oder stromkompensierte Stabkern- oder Ringkern-Drosseln, die einzeln oder als Filterbestandteile in den verschiedensten industriellen Anwendungen der Bedämpfung hochfrequenter leitungsgeführter Störgrößen dienen. Beispiele hierfür sind: die Entstörung thyristorgesteuerter Geräte und Maschinen oder der Schutz empfindlicher elektronischer Schaltungen gegen hochfrequente Störungen aus dem Netz u.ä.)
 
Funkentstörfilter ► Radio Interference Suppression Filters (sind Bauteile, die aus mehreren zweckentsprechend verschalteten passiven Bauelementen wie Widerständen, Drosseln und Kondensatoren bestehen, die in einem Gehäuse einbaufertig untergebracht sind. Sie dienen in ein- und dreiphasiger Ausführung der Unterdrückung hochfrequenter leitungsgeführter Störgrößen auf Signal- und Netzleitungen, beispielsweise für die netzseitige Entstörung von Stromversorgungen und die Störfestigkeitserhöhung daran angeschlossener Verbraucher. Weitere Details siehe Filter)
 
Funkentstörkondensatoren ► Interference Suppression Capacitors / Noise Suppression Capacitors / Anti-interference Capacitors / Suppression Capacitors / Interference Capacitors (sind Entstörkondensatoren zur Vermeidung von Störungen des Funkempfangs. Sie schließen hochfrequente Störgrößen, die beim Betreiben elektrischer oder elektronischer Betriebsmittel entstehen, kurz oder leiten sie gegen Masse ab. Elektrisch müssen sie so bemessen sein, dass die verbleibenden Störgrößen die in den EMV-Normen DIN EN 61000-6-3 [Wohngebiete] und DIN EN 61000-6-4 [Industriegebiete] vorgeschriebenen Grenzwerte nicht überschreiten. Darüber hinaus müssen sie das entstörte Betriebsmittel auch vor netzseitigen transienten Überspannungen schützen)
 
Funkfrequenzumgebung ► Radio Environment (Nach IEV 161-01-11: Gesamzheit der elektromagnetischen Felder, die durch den Betrieb von Sendefunkstellen an einem bestimmten Ort auftreten)
 
Funkgeräte-Richtlinie ► Radio Equipment Directive, RED (Die neue Funkgeräterichtlinie 2014/53/EU wurde von der Europäischen Kommission am 22. Mai 2014 veröffentlicht. Sie ersetzt die bisherige R&TTE-Richtlinie, wobei letztere nach Ablauf der Übergangsfrist 2016 außer Kraft tritt)
 
Funkrundsteuertechnik ► Radio Ripple Control (Die Rundsteuerung ist eine ausgereifte und kostengünstige Technik zur Tarif- und Laststeuerung. Für viele Energieversorgungsunternehmen ist sie ein wichtiger Bestandteil der Betriebsführung. Mit ihr werden z.B. Mehrtarifzähler geschaltet, Lastführungsaufgaben zur Optimierung der Beschaffungs- und Erzeugungskosten durchgeführt und Straßenbeleuchtungen gesteuert. Die traditionelle Technologie ist die leitungsgebundene Tonfrequenz-Rundsteuertechnik. Im Gegensatz dazu basiert die Funkrundsteuertechnik auf der Übertragung der Steuersignale per Langwellenfunk oder auch UKW-Funk. Neben den wirtschaftlichen Vorteilen [geringe Investitions- und Betriebskosten] spricht für die Funkrundsteuertechnik auch die Vereinfachung des Netzbetriebes [Problematik zu schwacher Tonfrequenz-Rundsteuer-Pegel bei ungünstigen Netzzuständen], die Erhöhung der Spannungsqualität [Entfall der Oberschwingungsproblematik] sowie die Unabhängigkeit des Empfangsgebietes vom Energieversorgungsnetz)
 
Funkstörfestigkeit ► Radio Interference Immunity / Radio Frequency Immunity (Fähigkeit eines Funksystems, gegenüber Funkbeeinflussungen durch andere Funksysteme und Änderungen von Umgebungsbedingungen robust zu sein. Begriff, der im Zusammenhang mit Betrachtungen zur Koexistenz von Funksystemen in der Automatisierungstechnik geprägt wurde. Genau genommen handelt es sich hier um einen Teilaspekt der elektromagnetischen Störfestigkeit, bei der nur andere Funksysteme als Störquellen berücksichtigt werden)
 
Funkstörgrad ► Radio Interference Degree / Radio Interference Suppression Class (Er kennzeichnet nach DIN VDE 0875-3 das Funkstörpotenzial, d.h. die Möglichkeit der Beeinträchtigung des Ton- und Fernsehempfangs sowie anderer Funkdienste durch besondere elektrische Betriebsmittel, die nicht durch entsprechende europäische Regelungen erfasst sind, wie sie in den Teilen 1 und 2 der Normenreihe übernommen wurden [z.B. spezielle Betriebsmittel der Leistungselektronik, Stromerzeugungsaggregate, Aufzüge, Hebezeuge u.ä.]. Folgende Funkstörgrade werden unterschieden.
  • Funkstörgrad 0: funkstörfrei. Betrifft elektrische Geräte, die ihrer Natur nach keine Funkstörungen
  • Funkstörgrad K: Kleinststörgrad. Betrifft hoch entstörte Geräte mit kleinem Störemissionspegel.
  • Funkstörgrad N: Normalstörgrad. Betrifft normal entstörte Geräte für die Verwendung in Wohngebieten.
  • Funkstörgrad G: Grobstörgrad. Betrifft grob entstörte Geräte mit vergleichsweise hohen Störemissionen)
 
Funkstörgröße ► Radio Frequency Disturbance (Nach IEV 161-01-13: Elektromagnetische Störgröße mit Frequenzanteilen im Funkfrequenzbereich,)
 
Funkstörmessempfänger ► EMI Receiver (speziell auf die Belange der Störmesstechnik zugeschnittenes Gerät für Messungen von Funkstörspannungen, Funkstörfeldstärken, Störströmen, und anderen abgeleiteten Größen mit der Möglichkeit der Bewertung der Ausgangsspannung nach Spitzenwert, Quasi-Spitzenwert oder Mittelwert)
 
Funkstörspannung ► Radio Noise Voltage / RFI Voltage (Leitungsgebundene hochfrequente Störgröße insbesondere verursacht durch das Schaltverhalten leistungselektronischer Beriebsmittel. Funkstörspannungen können Funkstörungen bzw. bei anderen elektronischen Betriebsmitteln Funktionsstörungen zur Folge haben. Sie dürfen daher frequenzabhängig definierte Grenzwerte nicht überschreiten. Hierzu siehe z.B. DIN EN 55011. Zu unterscheiden sind
  • symmetrische Funkstörspannungen als hochfrequente Störspannungen zwischen zwei erdfreien Leitern eines Stromkreises [Gegentakt-Funkstörspannungen],
  • unsymmetrische Funkstörspannungen als hochfrequente Störspannungen zwischen den einzelnen Leitern eines Stromkreises und einem definierten Bezugspotenzial und
  • asymmtrische Funkstörspannungen, die als hochfrequente Störspannungen zwischen der Mitte einer Doppelleitung und dem Bezugspotenzial in Erscheinung treten [Gleichtakt-Funkstörspannungen])
 
 
Funkstörstrahlung ► EMI Radiation (Hochfrequente elektromagnetische Felder oberhalb 30 MHz, die Funkstörungen bzw. in anderen elektronischen Betriebsmitteln Funktionsstörungen verursachen können. Sie dürfen daher bestimmte frequenzabhängig definierte Grenzwerte nicht überschreiten. Hierzu siehe Normenreihe DIN EN 55011 bis 55022)
 
Funkstörungen ► Radio Noise Disturbances (Funkstörungen sind mehr oder weniger starke, empfangsqualitätsmindernde bis hin zu sicherheitskritischen Ausfällen führende Beeinträchtigungen des Funkverkehrs. Sie können durch atmosphärische Entladungen, kosmische Störungen, benachbarte Sender, nicht oder ungenügend entstörte elektrische Geräte, Maschinen und Anlagen aber auch durch die eigene Empfangsanlage verursacht werden. Im Bedarfsfall kann unter der bundeseinheitlichen Rufnummer 04821 89 55 55 bei der Funkstörungsannahme der Bundesnetzagentur um Hilfe nachgesucht werden. Die Suche nach der Störquelle ist in vielen Fällen mit hohem Aufwand verbunden, aber für denjenigen, der von der Störung betroffen ist, dennoch kostenfrei. Bevor jedoch zum Hörer gegriffen wird, sollte sicher sein, dass die eigene Anlage in Ordnung ist. Kosten entstehen demjenigen, der Störungen dadurch verursacht, dass geltende Bestimmungen nicht eingehalten werden. In diesen Fällen ist die Bundesnetzagentur berechtigt, den entstandenen Aufwand dem Störungsverursacher in Rechnung zu stellen)
www.bundesnetzagentur.de > Suche: Funkstörungen
 
Funkstörungsannahme (hierfür existiert die bundeseinheitliche Rufnummer: 04821 89 55 55, über die die Außenstellen der Bundesnetzagentur erreicht und Funkstörungen zwecks Ermittlung der Störungsursachen angezeigt werden können)
 
Funkstörwege bei Frequenzumrichtern (Siehe folgende Website)
 
Funktechnische Störung ► Harmful Interference (gemäß FTEG ein Störeffekt, der für das Funktionieren eines Navigationsfunkdienstes oder anderer sicherheitsbezogener Dienste eine Gefahr darstellt oder anderweitige schwerwiegende Beeinträchtigungen, Behinderungen oder wiederholte Unterbrechungen eines Funkdienstes bewirkt, der im Einklang mit den geltenden gemeinschaftlichen oder einzelstaatlichen Regelungen betrieben wird)
 
Funktechnologien ► Wireless Technologies (Für die drahtlose Übertragung von Sprache und Daten gibt es, zugeschnitten auf die verschiedenen Applikationsfelder, eine Reihe von Übertragungstechnologien. Diese sind: Bluetooth, DECT, EDGE, EnOcean, GPRS, GSM, IWLAN, LTE, nanoNet, Trusted Wireless, UMTS, UWB-Technology, Wireless Ethernet, WirelessHART, WiMAX, WUSB, WLAN, WPAN, WWAN, WLL, Zigbee, Z-Wave u.a.. In der industriellen Praxis sind Funktechnologien gegenüber drahtgebundenen Installationen dann von Vorteil, wenn mobile Teilnehmer in ein Netz einzubinden sind bzw. eine Kabelverbindung problematisch, nicht möglich oder nicht wirtschaftlich ist. Konkrete Anwendungsfelder sind Wireless M2M, die Fernwartung, die Funkkommunikation zwischen Anlagen- und Maschinenteilen sowie die drahtlose Sensoranbindung. Aus Sicht automationsspezifischer Anforderungen wie Übertragungszeit, Echtzeitfähigkeit, Zuverlässigkeit, Störfestigkeit, Reife und Stabilität des Normenhintergrunds aber auch Einfachheit in der Handhabung, erweisen sich derzeit speziell Bluetooth, WLAN und Trusted Wireless, als besonders geeignet. Die VDI/VDE-Richtlinie 2185 „Funkgestützte Kommunikation in der Automatisierungstechnik“ befasst sich speziell mit der Anwendung der drahtlosen, funkgestützten Datenübertragung in der industriellen Automation.
Aus Sicht der EMV ist grundsätzlich zu beachten, dass alle Funktechnologien für andere elektronische Betriebsmittel ein Störpotential darstellen können. Das betrifft auch die mögliche gegenseitige Beeinträchtigung beim Parallelbetrieb von Funksystemen)
www.AuD24.net > more@click: AD6A0201, ADK605203, ADK605010, ADK605019, ADK605070
 
Funktionale Sicherheit ► Functional Safety (ist allgemein gesehen die Sicherheit vor einer Gefährdung, die aus der fehlerhaften Funktion einer Einrichtung resultiert. Bezogen auf sicherheitstechnisch mittels sicherheitsbezogener Systeme überwachte Objekte versteht man nach IEC 61508 unter funktionaler Sicherheit den Teil der Gesamtsicherheit, bezogen auf das Steuerungsobjekt [EUC] und dessen Leit- bzw. Steuerungssystem, der von der korrekten Funktion des E/E/PE-sicherheitsbezogenen Systems, Sicherheitssystemen anderer Technologie und externer Einrichtungen zur Risikominderung abhängt. Sie wird im Zuge der Planung, Projektierung, des Betriebs und der Wartung von Systemen erreicht durch das Vermeiden bzw. Beherrschen von möglichen Fehlern sowie durch das Vermeiden gefährlicher Systemausfälle. Funktionale Sicherheit besteht definitionsgemäß dann, wenn die Sicherheitsfunktion durch das angewendete sicherheitsbezogene System anforderungsgerecht realisiert realisiert wird. Genauer gesagt, wenn ihre Ausfallwahrscheinlichkeit einem anforderungsgerechten SIL-Wert bzw. PL-Wert entspricht. Wird die erforderliche Sicherheitsfunktion durch ein E/E/PE-System realisiert, ist dessen EMV-Störfestigkeit von besonderer Bedeutung. Siehe funktionale Sicherheit und EMV und IEC 61000-1-2, IEC 61326-3-3)
 
Funktionale Sicherheit und EMV ► Functional Safety and EMC (Der Begriff Funktionale Sicherheit bezieht sich auf sogenannte Sicherheitsfunktionen, die dafür vorgesehen sind, gefährdete Objekte zu überwachen und beim Erkennen definierter Gefahrensituationen entweder das Anlagenpersonal zu warnen oder die Anlage abzuschalten oder auch in einen sicheren Zustand zu führen und dort zu halten. Funktionale Sicherheit besteht definitionsgemäß dann, wenn die Ausfallwahrscheinlichkeit der Sicherheitsfunktion, d.h. der Sicherheits-Integritätslevel bzw. der Performance Level den Anwendungsbedingungen entsprechend innerhalb eines bestimmten Toleranzbereiches liegt. Die Sicherheitsfunktionen selbst werden durch sicherheitsbezogene Systeme [SIS] realisiert.
Ist das sicherheitsbezogene System ein Elektrisches/Elektronisches/Programmierbares Elektronisches System [E/E/PES-System], ist die Sicherheitsfunktion den folgenden, vom E/E/PES-System ausgehenden Bedrohungen ausgesetzt, und zwar zufälligen Fehlern, z.B. durch Bauelementeausfälle und systematischen Fehlern wie Spezifikationsfehler, Hardwarefehler, Softwarefehler und mangelnde funktionale Beständigkeit gegenüber den vor-Ort wirkenden Umgebungsbedingungen. Dazu zählt auch die mangelnde elektromagnetische Verträglichkeit. Die EMV-gerechte Gestaltung sicherheitsbezogener Systeme hat daher besonderes Gewicht. Sie wird unter Bezug auf die IEC/TS 61000-1-2 durch projektbegleitendes, EMV-orientiertes Design sichergestellt und durch verschärfte Störfestigkeitsprüfungen nach IEC 61326-3-3 nachgewiesen. Besonderheiten gegenüber normalen EMV-Störfestigkeitstestungen dabei sind:
  • Vor Ort tatsächlich auftretende EM-Phänomene und EM-Beanspruchungen sind zu beachten. Diese können von denen in der Serie IEC 61000-4-XX abweichen.
  • Sicherheitsbezogene Systeme erfordern eine genauere Beobachtung und Bewertung des EUT während der Prüfung. Dazu erforderliche Hilfsmittel dürfen das Verhalten des Testobjekts nicht beeinflussen und selbst nicht beeinflusst werden!
  • Die Prüfinstruktionen müssen detaillierter und eindeutig abgefasst sein bezüglich der zu prüfenden Ein- und Ausgänge, der Sicherheitsfunktionen, der zu applizierenden Testlevel und wie das EUT zu beobachten ist und seine Reaktionen während der Prüfung zu beurteilen sind.
  • Bei der Beobachtung des EUT während der Prüfung gilt neben den üblichen Kriterien A, B, C, D [siehe Störfestigkeitsprüfung] ein spezielles Bewertungskriterium FS [Functional Safety]. Zum Beispiel: Das Prüfobjekt reagiert im Fehlerfall in einer Form, die detektierbar ist oder es erreicht in einer bestimmten Zeit einen definierten Zustand.
  • Es können höhere Testpegel als in IEC 61000-4-XX angewandt werden, um die Vertrauenwürdigkeit der erzielten Testergebnisse zu erhöhen. Zum Beispiel
    Dreifache Pulszahl als nach IEC 61000-4-2 bei höchstem Testlevel [ESD]
   † Fünffache Testdauer als nach IEC 61000-4-4 bei höchstem Testlevel [Burst]
   † Dreifache Pulszahl als nach IEC 61000-4-5 bei höchstem Testpegel [Puls]
 
Darüber hinaus wird das Thema „EMV und funktionale Sicherheit“ auf IEC-Ebene im TC 77 MT 15 im Projekt IEC 61000-6-7 „EMC – Generic standards – Immunity requirements for safety-related systems and for equipment intended to perform safety-related functions (functional safety) in industrial environments“ behandelt)
 
Funktionserdeanschluss ► Functional Earth Port / Functional Earthing Connection (Anschluss eines Geräts/Betriebsmittels, der mit Erde/Masse zu anderen Zwecken als der elektrischen Sicherheit verbunden ist)
 
Funktionserdung ► Functional Earthing / Functional Grounding [US] (Gemäß DIN VDE 0100-200 bzw. IEV 195-01-13 Erdung eines Punktes oder mehrerer Punkte eines Netzes, einer Anlage oder eines Betriebsmittels zu anderen Zwecken als der elektrischen Sicherheit. Das heißt, die Funktionserdung ist eine Erdungsmaßnahme, die nicht den Personen- oder Sachschutz zum Ziel hat, sondern dazu dient, den störungsfreien Betrieb elektrischer/elektronischer Betriebsmittel und Anlagen zu gewährleisten. Das Funktionserdungssystem und das Schutzerdungssystem sind voneinander getrennt und werden in einer Anlage nur an einer einzigen Stelle, am zentralen Erdungspunkt der Anlage miteinander verbunden)
 
Funktionserdungsleiter Functional Earthing Conductor / Functional Grounding Conductor [US] (Funktionstechnischer PE-Leiter, FPE. Erdungsleiter, die ausschließlich der Funktionserdung [nicht der elektrischen Sicherheit] dienen. Der Grundgedanke des separaten Funktionserdungsleiters [Funktions-PE] besteht darin, dass betriebsbedingte Ableitströme nicht über den Schutzleiter, sondern auf einem getrennten Funktionserdungsleiter zum Sternpunkt zurückfließen sollen, um Störbeeinflussungen zu reduzieren)
 
Funktionsfehler ► Functional Fault (bei Automatisierungsmitteln zum Beispiel, deren Funktionalität durch die Eingangsgrößen e, die Zustandsgrößen q und die Ausgangsgrößen a gekennzeichnet ist, sind, je nachdem, ob in Abweichung von der beabsichtigten Funktion a = a(q, e) eine nichtbeabsichtigte Ausgabe erfolgt oder eine beabsichtigte Ausgabe unterbleibt, aktive bzw. passive Funktionsfehler möglich. Je nach der Auswirkung dieser Fehler ist dabei zwischen gefährlichen und ungefährlichen Funktionsfehlern zu unterscheiden. Inwieweit die eine oder die andere Fehlerart vorliegt, hängt dabei von den jeweiligen konkreten Gegebenheiten ab. Beispielsweise ist in einer Antriebssteuerung im Allgemeinen ein aktiver Funktionsfehler gefährlich, weil er das unmotivierte Einschalten des Antriebs auslösen kann. Bei Positionierantrieben hingegen kann ein passiver Fehler gefährlich sein, da er gegebenenfalls das Abschalten verhindert. In Überwachungseinrichtungen können sowohl passive wie auch aktive Funktionsfehler gefährliche bzw. unerwünschte Folgen haben, z.B., wenn aufgrund eines passiven Fehlers eine Alarmmeldung blockiert oder infolge eines aktiven Fehlers ein Antihavarieprogramm unbegründet gestartet wird.
Als gefährliche Funktionsfehler sind dabei solche Fehler anzusehen, in deren Folge Zerstörungen, Material- und Maschinenschäden, kostenintensive Maschinen- oder Anlagenstillstandszeiten, Umgebungsbelastungen oder Personengefährdungen in einem solchen Umfang zu erwarten sind, dass ein damit im Zusammenhang vertretbares Grenzrisiko überschritten wird. Ungefährliche Fehler dagegen sind solche, bei denen das durch sie mögliche Schadensausmaß in vertretbaren Grenzen bleibt)
 
Funktionsminderung ► degradation [of Performance] (zeitweilige oder dauernde unerwünschte Abweichung des Betriebsverhaltens einer Einrichtung oder eines Systems vom vereinbarten Verhalten im Sinne einer Verschlechterung, die aber als noch zulässig akzeptiert wird [IEV 161-01-19])
 
Funktionspotenzialausgleich ► Functional-Equipotential-Bonding (Nach IEV 195-01-16 und IEV 826-13-21: Potenzialausgleich aus betrieblichen [funktionellen] Gründen, nicht zum Zweck der Sicherheit, d.h. nicht zum Schutz gegen elektrischen Schlag)
 
Funktionspotenzialausgleichsleiter ► Functional Equipotential Bonding Conductor (Leiter zur Herstellung des Funktionspotentialausgleichs, d.h. zur Herstellung des Potenzialausgleichs aus betrieblichen [funktionalen] Gründen, nicht zum Zweck der Gewährleistung der elektrischen Sicherheit)
 
Funktionsstörung, elektromagnetische ► Malfunction caused by electromagnetic disturbances (Fehlfunktion eines Gerätes, Übertragungskanals oder Systems infolge einer Beeinträchtigung des Betriebsverhaltens durch eine elektromagnetische Störgröße. Bezüglich der Beurteilung der Funktionsfähigkeit eines Betriebsmittels bei und nach der Einwirkung einer Störgröße siehe Performance Criteria)
 
Funkverträglichkeit ► Radio Compatibility (Begriff, der die technische Verträglichkeit zwischen verschiedenen Funkanwendungen im Frequenzspektrum zum Gegenstand hat. Das Herbeiführen der grundsätzlichen technischen Verträglichkeit zwischen verschiedenen Funkgeräten und -diensten bzw. -anwendungen vor deren Einführung ist eine Aufgabe der Bundesnetzagentur. Bezüglich des verträglichen Parallelbetriebs von Funklösungen in industrieller Umgebung siehe Koexistenz von Funksystemen in der Automatisierungstechnik)
www.bundesnetzagentur.de > Suche: Funkverträglichkeit
 
Funkwellen ► Radio Waves (gemäß FTEG §2: Elektromagnetische Wellen im Frequenzbereich von 9 kHz bis 3000 GHz, die sich ohne künstliche Führung im Raum ausbreiten)
 
FUV Field Uniformity Verification Nachweis der Feldhomogenität (in Absorberhallen, DIN EN 61000-4-3)
 
FVK feldvariable Kammer (Synonym für MVK bzw. MSC)

G

Galaktisches Rauschen ► Galactic Noise / Cosmic Noise / extraterestrial Noise (aus dem Weltraum kommendes, durch natürliche Phänomene, insbesondere durch die elektromagnetischen Aktivitäten der Sonne und anderer Gestirne verursachtes Rauschen. Es äussert sich messbar in regellosen Feldstärkeschwankungen. Das Spektrum galaktischen Rauschens fällt schnell mit steigender Frequenz und ist oberhalb 1 GHz vernachlässigbar. Als Störgröße interessant für Funkverbindungen)
 
Galileo (Name des zurzeit im Aufbau befindlichen europäischen Satellitennavigationssystems)
 
Galvanische Beeinflussungen ► Galvanic Interference (Einwirkungen elektrischer Größen auf Stromkreise, die durch die Galvanische Kopplung von Stromkreisen über gemeinsame Impedanzen zustande kommt)
 
Galvanische Kopplung ► Galvanic Coupling / Conductive Coupling / Resistive Coupling / Common-Impedance Coupling (eine galvanische Kopplung zwischen zwei oder mehreren Stromkreisen liegt vor, wenn sie gemeinsame Leiterzüge [Versorgungsleitungen, Bezugspotenzialleitungen, PEN-Leiter, Masse, Erde] und dadurch bedingt gemeinsame Impedanzen haben. Fließt in einem Stromkreis ein Strom [Gleich- oder Wechselstrom], erzeugt er über der Kopplungsimpedanz einen Spannungsabfall, der in den anderen Stromkreisen als Störspannung in Erscheinung tritt. Die Störspannung ist damit proportional zu diesem Strom und der Koppelimpedanz. Als Leitungsstück wirkt die Kopplungsimpedanz elektrisch wie die Reihenschaltung einer Induktivität mit einem ohmschen Widerstand. Bei niedrigen Frequenzen ist nur der ohmsche Anteil wirksam, während bei höheren Frequenzen der induktive Anteil überwiegt. Mit steigender Frequenz erhöht sich dadurch die eingekoppelte Störspannung. Durch entsprechende Dimensionierung oder durch Verzicht auf gemeinsame Leiterzüge sowie durch Potenzialtrennung lässt sich die galvanische Kopplung minimieren)
 
Galvanische Trennung ► Galvanic Disconnection (Zwei oder mehrere elektrisch leitfähige Gebilde oder Stromkreise sind galvanisch voneinander getrennt oder entkoppelt, wenn zwischen ihnen keine elektrisch leitfähige Verbindung besteht. Die galvanische Trennung wird technisch aus Gründen des Berührungsschutzes in Versorgungsstromkreisen durch Isoliermaterial oder mittels Trenntransformatoren, in Signalstromkreisen zur Unterdrückung von Störgrößen mittels Übertrager, Optokoppler, Lichtleitkabel, Relais oder Trennkondensatoren und in Blitzschutz-Potenzialausgleichsanlagen zwischen Metallkonstruktionen, die aus korrosionstechnischer Sicht nicht dauerhaft elektrisch miteinander verbunden sein dürfen durch Trennfunkenstrecken realisiert)
 
GAMM Gesellschaft für angewandte Mathematik und Mechanik
 
Gasableiter ► Gas Discharge Tube (Siehe Gasentladungsableiter)
 
Gasentladungsableiter ► Gas Discharge Tubes / Gas discharge Tube Surge Arresters / (sind Überspannungs-Grobschutzelemente. Sie bestehen aus zwei Elektroden, die in definiertem Abstand voneinander in einem edelgasgefüllten Keramik- oder Glaszylinder hermetisch gekapselt angeordnet sind. Ihre Rückwirkung auf das zu schützende System ist sehr gering, d.h. der Isolationswiderstand zwischen den Elektroden beträgt mehr als 1010 Ohm und die Kapazität weniger als 10 pF. Beim Überschreiten der Zündspannung zündet die Gasentladungsstrecke, wodurch der Widerstand zwischen den Elektroden um etwa 10 Zehnerpotenzen sinkt. Die Spannung bricht dabei auf die Glimmspannung (60 bis 120 Volt) oder, wenn die Impedanzverhältnisse im Stromkreis dies zulassen, auf die Lichtbogenbrennspannung (10 bis 30 Volt) zusammen. Die Zündspannung selbst hängt stark von der Steilheit des anliegenden Überspannungsimpulses ab.Gasentladungsableiter können Impulsströme (8/20 µs-Impulse) bis zu einigen 10 kA sicher ableiten, jedoch nur Ströme bis maximal 1 A selbständig löschen. Beim Einsatz in Versorgungsstromkreisen muss deshalb eine Sicherung vorgeschaltet werden, um nach dem Ansprechen mögliche Netzfolgeströme zu unterbrechen.
 
GBN Ground Bounce Noise (Siehe SSN)
 
GCA Gate Control Arrestor
 
GCE Grid Connected Equipment ► Netzgekoppelte Einrichtungen/Betriebsmittel (wie z.B. Umrichtersysteme für die Netzkopplung von Photovoltaikanlagen)
 
GCPC Grid Connected Power Conditioner ► Netzgekoppelter Leistungsumrichter (für Energieerzeugungssysteme, die ihre Energie direkt in das öffentliche Niederspannungsnetz einspeisen, wie z.B. Photovoltaikanlagen)
 
GCSE Grid connected Smart Equioment ► Netzgekoppelte intelligente Einrichtungen/Betriebsmittel (wie z.B. Smart Metering Systeme)
 
GDP Gas Discharge ProtectorGasentladungsableiter (Überspannungs-Grobschutzelement)
 
GDT Gas Discharge Tube ► Gasentladungsventil (Überspannungsschutzelement)
 
Gebäudeschirmung ► Shielding of Buildings (Eine wesentliche Schutzmaßnahme für die innerhalb von Gebäuden befindlichen elektrischen und elektronischen Einrichtungen bzw. gegen davon ausgehende kompromittierende oder Störemissionen ist eine hochwertige Gebäudeschirmung. Sie wird erreicht durch den Einsatz entsprechender Baumaterialien, eine durchgehende möglichst engmaschige metallische Bewehrung um das gesamte Gebäude oder durch eine geschlossene Metallfassade. Theoretische Grundlagen und praktische Details siehe folgende Website)
 
Gedämpfte Harmonische Schwingung ► Damped Oscillatory Wave (Im Bereich der EMV bezeichnet dieser Term gewöhnlich Schwingungen mit einer Frequenz zwischen 100 kHz und einigen MHz und deren Dämpfungszeitkonstante fünf oder mehr Perioden beträgt [IEV 161-02-29]. Die Gedämpfte Harmonische Schwingung zählt zu den genormten Prüfstörgrößen)
 
Gefahr ► Hazard / Danger (Bedrohliche mit Unsicherheiten behaftete Sachlage, wo in Abhängigkeit von den jeweils gegebenen Umständen mit mehr oder weniger großer Wahrscheinlichkeit die Möglichkeit einer Schadenentstehung mehr oder weniger hohen Ausmaßes besteht [gesundheitliche Beeinträchtigungen, reversible oder irreversible Verletzungen, Todesfälle, materielle, finanzielle oder Imageverluste]. Speziell in technischen Bereichen eine Situation, in der das Risiko größer als das Grenzrisiko ist und in Bereichen der Arbeitssicherheit eine Situation, in der ein Mensch räumlich und zeitlich in Kontakt mit verletzungsbewirkenden Faktoren kommen kann)
 
Gefahrbringender Ausfall ► Dangerous Failure (Ausfall, der das Potential hat, ein sicherheitsbezogenes System oder ein sicherheitsbezogenes Teil einer Steuerung [SRP/CS] in einen gefährlichen Zustand zu bringen oder in einen funktionsunfähigen Zustand zu versetzen, so dass die von ihm zu leistendende Sicherheitsfunktion im Bedarfsfall nicht korrekt erbracht wird oder dass ein überwachtes EUC ausser Betrieb genommen wird, ohne dass die Notwendigkeit dazu besteht. IEC 61508-4 und IEC 61000-6-7) 
 
Gefährdung ► Hazard / Endangerment (ist eine Bedrohung und bedeutet einer Gefahr ausgesetzt zu sein, die von einer potentiellen Schadensquelle ausgeht. In vielen Normen, u.a. auch in der DIN EN 61508-4 wird die potentielle Schadensquelle selbst als Gefährdung bezeichnet. Eine Liste möglicher Gefährdungen im industriellen Umfeld siehe folgende Website)
 
Gefährlicher Funktionsfehler ► Dangerous Fault (siehe Funktionsfehler)  
 
Geflechtkopplung ► Porpoising Effect (Bei Kabelgeflechtschirmen befinden sich die Litzen der einzelnen Geflechtgruppen abwechseln auf der Außenseite und der Innenseite des Schirms. Die von dieser geometrischen Besonderheit herrührende Störeinkopplung auf die Kabelinnenleiter wird als Geflechtkopplung bezeichnet)
 
Gegeninduktion ► Mutual Induction (Auch gegenseitige Induktion [siehe IEV 121-11-32]. Vorgang bei dem in induktiv gekoppelten Stromkreisen, beispielsweise in Übertragern und Transformatoren oder bei parasitären induktiven Kopplungen ein sich ändernder Strom in einem Stromkreis eine Spannung in den anderen Stromkreisen erzeugt)
 
Gegeninduktivität ► Mutual Inductance (Proportionalitätsfaktor M12 zwischen dem eine Leiterschleife 2 [Spule 2] durchsetzenden Fluss N2, der von einem Strom i1, der eine benachbarte Leiterschleife 1 [Spule 1] durchfließt, erzeugt wird. Das heißt M12 = N2 /i1)
 
Gegeninduktivitätsbelag ► Mutual Inductance per Unit Length (Längenbezogene Gegeninduktivität zwischen parallel laufenden Leiterschleifen, beispielsweise den Schleifen Starkstromleitung/Erde und Telekommunikationsleitung/Erde)
 
Gegenkapazität ► Mutual Cpacitance (Parasitäre Kapazität zwischen zwei Adernpaaren eines Twisted Pair Kabels. Durch kapazitive Beeinflussungen kann es zum Übersprechen zwischen den Adernpaaren und damit zu Störungen in der Signalübertragung kommen)
 
Gegentaktspannung ► Differential Mode Voltage / Symmetrical Voltage (Symmetrische Spannung zwischen jeweils zwei aktiven Leitern 1 und 2 aus einer festgelegten Gruppe [IEV 161-04-08], z.B. zwischen den Adern [Hin- und Rückleiter] einer Doppelleitung. Mit der unsymmetrischen Spannung uus1 zwischen Leiter 1 und einem festgelegten Bezugspotential sowie der unsymmetrischen Spannung uus2 zwischen Leiter 2 und dem Bezugspotential gilt für die symmetrische Spannung us = uus1 - uus2)
 
Gegentaktstörspannungen ► Differtial Mode Disturbance Voltages (auch als symmetrische Störspannungen bezeichnet, treten zwischen den Leitern eines definierten Adernpaares in Erscheinung, d.h. in Signalstromkreisen sind sie der Signalspannung und in Versorgungsstromkreisen der Versorgungsspannung direkt überlagert. Sie beanspruchen die Isolation zwischen den Leitern des Adernpaares, können an den Signaleingängen von Geräten Nutzsignale vortäuschen oder auslöschen und damit Funktionsstörungen auslösen. Gegentaktstörspannungen entstehen durch leitungs- oder feldgebundene Beeinflussungen oder durch Umwandlung aus Gleichtaktstörspannungen in erdunsymmetrischen Systemen)
 
Gegentaktstörung ► Normal-mode Interference / Symmetrical Interference (durch Gegentaktstörspannungen [in einer Ein­rich­tung] verursachte Störung [Funktionsminderung]. Aber auch als Synonym gebrauchte Bezeichnung für Gegentaktstörspannungen)
 
Gegentaktstrom ► Differential Mode Current (Gegentaktströme sind dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Hin- und Rückleiter eines Leiterpaares betragsgleiche aber entgegegesetzt gerichtete Ströme fließen. Liegen beide Leiter dicht beieinander, findet keine Abstrahlung von Energie an die Umgebung statt. Siehe auch IEV 161-04-38)
 
Gehäuseabstrahlung ► Cabinet Radiation (Elektromagnetische Abstrahlung von den Gefäßwänden eines Elektronikgehäuses. Antennen sowie zu- und abführende Kabel sind dabei von der Betrachtung ausgeschlossen. Modifiziert nach IEV 161-03-05)
 
Gemeinsamer Markt ► Common Market (Synonym für Binnenmarkt)
 
GEMV Gesellschaft für Elektromagnetische Verträglichkeit (eingetragener Verein, der das Ziel hat, die EMV in Staat, Öffentlichkeit, Wissenschaft und Wirtschaft zu fördern sowie Herstellern und Anwendern eine Plattform zur Diskussion von EMV-Fragen sowie zum Austausch von EMV-Erfahrungen zu bieten. Die GEMVT tritt für die Erarbeitung und Verbreitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse ein und fördert die Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet der EMV und verwandter Bereiche)
 
Generic Standards Fachgrundnormen / Generische Normen /Querschnittsnormen
 
Generische Normen ► Generic Standards (Synonym für Fachgrundnormen)
 
Gepulste Felder ►Pulsed Fields (Hochfrequenzfelder, die in einem bestimmten Modus ein und ausgeschaltet werden. Gepulste Felder sind ein typisches Merkmal moderner Telekommunikationsverfahren. Ihnen wird eine besondere sowohl technische wie eventuell auch biologische Wirkung zugeschrieben)
 
Gerät ► Apparatus (Der Begriff „Gerät“ steht umgangssprachlich als Synonym für Apparat, Instrument, Ausrüstungs- bzw. Gebrauchsgegenstand, Vorrichtung, Werkzeug oder Utensil. Dabei handelt es sich in erster Linie um fest installierte oder mobile Einrichtungen relativ kleiner Abmessungen, deren spezifische Funktion oder spezieller Einsatzbereich in der Regel durch einen entsprechenden Wortvorsatz gekennzeichnet ist wie z.B. in den Wortverbindungen Sportgerät, Gartengerät, Küchengerät, Hörgerät, Funksprechgerät, Faxgerät, Diktiergerät, Kopiergerät, Messgerät, Steuergerät, Automatisierungsgerät, Peripheriegerät u.v.a. Darüber hinaus gibt es festes und mobiles Großgerät, beispielsweise militärisches [Panzer, Flugzeuge, Schiffe], medizinisches wie Computertomographen, geologisches wie Erdbohrer, Großraumbagger und Förderbrücken und solches für die Forschung wie z.B. Teilchenbeschleuniger. Technisch gesehen [DIN 40150] sind Geräte aus Bauelementen, Bauteilen und Baugruppen zusammengesetzt.
Als Geräte im Sinne des „alten“ EMVG vom September 1998, d.h. in juristischem Sinn, galten hiervon abweichend alle elektrischen und elektronischen Apparate, Systeme, Anlagen und Netze, die elektrische oder elektronische Bauteile enthalten. Diese Gerätedefinition stand im Widerspruch zur gewachsenen und auch im DIN-Vorschriftenwerk [siehe oben] manifestierten Vorstellungswelt des Ingenieurs zum Gerätebegriff und war demzufolge Ursache vieler Missverständnisse bei der Anwendung des EMVG.
Nach der neuen EMV-Richtlinie und dem danach novellierten „neuen“ EMVG vom 26.Februar 2008 versteht man unter „Gerät“ einen fertigen Apparat oder eine als Funktionseinheit in den Handel gebrachte Kombination solcher Apparate, der bzw. die für Endnutzer bestimmt ist und elektromagnetische Störungen verursachen kann oder dessen bzw. deren Betrieb durch elektromagnetische Störungen beeinträchtigt werden kann. Als Geräte in diesem Sinne gelten auch Bauteile und Baugruppen, die dazu bestimmt sind, vom Endnutzer in ein Gerät eingebaut zu werden, und die elektromagnetische Störungen verursachen können oder deren Betrieb durch elektromagnetische Störungen beeinträchtigt werden kann. Auch fallen darunter mobile Anlagen, d.h. eine Kombination von Geräten mit gegebenenfalls weiteren Einrichtungen, die für den Betrieb an verschiedenen Orten bestimmt sind wie z.B. Ambulanzfahrzeuge oder Übertragungswagen von Rundfunk- und Fernsehanstalten)
 
Geräteabschirmungen ► Enclosure Shielding (herkömmliche Metallgefäße für elektronische Betriebsmittel wie Schaltschränke und Wandgehäuse bieten zwar einen gewissen Schutz gegen das Eindringen bzw. Austreten elektromagnetischer Störfelder, jedoch ist in der Regel die Schirmwirkung durch vorhandene Schlitze, Fugen, Kabeldurchbrüche, Fenster- und Lüftungsöffnungen stark eingeschränkt. Entsprechende HF-dichte Konstruktionen gewährleisten eine lückenlose galvanische Verbindung aller Gehäusewände, z.B. durch den Einsatz dafür geeigneter EMV-Dichtungen. Schränke haben eine metallisch blanke korrosionsgeschützt ausgeführte Kontaktfläche für die an der Tür lückenlos umlaufende Berylliumkupfer-Kontaktfederdichtung, und durch ein Mehrpunkt-Türverriegelungssystem wird rundherum ein gleichmäßiger Anpressdruck gewährleistet. Alle Stahlteile sind verzinkt und zur Erzielung einer leitenden Oberfläche chromatiert. Die Wärmeabfuhr erfolgt durch Lochblenden, gekiemte Wandungsteile oder metallische Luftfiltermatten. Die Verbindung zur Außenwelt erfolgt ausschließlich über eine Steckerfeldwanne. Sichtkontakt ins Schrankinnere wird über geschirmte Fenster ermöglicht. Eine wirksame Schirmung elektronischer Geräte in Kunststoffgehäusen [Handheld-Equipment, Sprechfunkgeräte, Computer, Tastaturen, Bildschirmterminals u.ä.] wird durch die Verwendung von intrinsisch leitfähigen Kunststoffen, von Kunststoff-Metallfaser-Verbundmaterialien oder durch Metallisieren der Gehäuseoberfläche erreicht. Siehe auch Schirmung und Schirmwerkstoffe)
 
Geräteklassen ► Device Classes / Equipment Classes (Bei Hochfrequenzgeräten, die unbeabsichtigt Hochfrequenzfelder emittieren [Unintentional Radiators] werden nach EN 55022 zwei Klassen unterschieden.
  • Geräte der Klasse A ► Class A Equipment: für den Einsatz in industrieller Umgebung und
  • Klasse B ► Class B Equipment: für den Einsatz in oder in unmittelbarer Nähe von Wohn-, Geschäfts- und Gewerbebereichen.
Geräte der Klasse A müssen die Funkstörgrenzwerte der Klasse A und Geräte der Klasse B die der Klasse B einhalten. Die Grenzwerte der Klasse B sind schärfer als die der Klasse A)
 
Geschirmte Fenster ► Shielded Windows (Synonym für Abschirmfenster, EMV-Fenster, HF-dichte Fenster, bestehen in der Regel aus mikrofeinem Drahtgewebe [Drahtdurchmesser ca. 0,05 mm], das zwischen zwei Scheiben Glas, Polykarbonat oder Acryl eingelegt und verklebt oder in Acryl eingegossen ist. Das Gewebe ragt seitlich aus den Scheiben heraus, damit eine gute Kontaktierung mit der übrigen Gehäuse- oder Raumabschirmung möglich ist. Auch transparent metallbeschichtete Polyesterfolien kommen zur Anwendung. Hohe Abschirmwirkung bei gleichzeitig hoher optischer Transparenz sind bestimmend für die Qualität geschirmter Fenster)
 
Geschirmte Kabelkanäle ► Shielded Cable Channels (Zum Schutz in der Nähe befindlicher elektronischer Geräte und Personen müssen ungeschirmte Kabel ohne Filterdurchführungen in größeren Anlagen außerhalb der Schrankgehäuse in geschirmten Kabelkanälen verlegt werden. Auswahl, Dimensionierung und Installation solcher Kanäle siehe folgende Website)
 
Geschirmte Räume ► Shielded Rooms (siehe Raumabschirmungen)
 
Geschirmte Türen ► Screened Doors / Shielded Doors (die Sicherung der elektromagnetischen Verträglichkeit, die Schaffung störungsfreier Mess- und Prüfbedingungen, jedoch auch Aspekte der Datensicherheit und des Abhörschutzes sowie der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes erfordern in vielen Fällen elektromagnetische Raumabschirmungen. Dies erfordert in den Zugangsbereichen speziell beschaffene Türen, die im geschlossenen Zustand die Kontinuität der Raumabschirmung nicht unterbrechen. Entsprechende Türen haben auf ihrem Rahmen eine lückenlos umlaufende Beryllium-Kupfer-Kontaktfederdichtung, die nach dem Schließen der Tür über eine metallisch blanke, korrosionsgeschützt ausgeführte Kontaktfläche die elektrische Verbindung zwischen dem beweglichen Türblatt und der festen Türzarge herstellt. Dabei wird in der Regel durch ein Mehrpunkt-Türverriegelungssystem ein gleichmäßiger Anpressdruck erreicht)
 
Geschirmte Zelte ► Shielded Tents / Faraday Tents (dienen der schnellen größenmäßig leicht konfigurierbaren Schaffung von EMV-Mess- und Prüfumgebungen insbesondere in größeren Innenräumen. Es gibt sie in verschiedenen Varianten in pyramiden- und quaderförmiger Realisierung. Gebräuchliche Ausführungen bestehen aus einem an der Hallendecke abgehängten Alu-Trägerrahmen, einer Decke aus licht- und luftdurchlässigem V2A-Mesh, Seitenwänden aus flexiblem Abschirmmaterial und einem Boden aus Kupferblech mit rutschfestem Belag. Die erzielbaren Abschirmdämpfungen geschirmter Zelte reichen in der Regel nicht ganz an die von fest installierten Räumen heran, sind aber für die meisten Anwendungen völlig ausreichend.
Eine neuartige gestängelose Konstruktion von Infratron hat einen aufblasbaren Gummirahmen, was den Auf- und Abbau solcher Zelte sehr erleichtert. Ihr Einsatzgebiet ist überall dort, wo ein begrenzter Raum schnell, flexibel und kostengünstig abgeschirmt werden muss. Ein solches Zelt mit den üblichen Abmessungen von z.B. 3x3x2,5 m kann z.B. problemlos Platz im Kofferraum eines Mittelklasse-Kfz und ist daher für den mobilen Einsatz sehr gut geeignet)
www.infratron.de > suche: EMV-Zelte
 
Gewitter ► Thunderstorm / Lightning Storm (lokal begrenzte, mit Blitzentladungen zwischen Wolken oder zwischen Wolken und Erde mit Donner einhergehende Wettererscheinung, die sich nicht oder nur in ganz speziellen Fällen beeinflussen lässt. Das heisst, die Entstehung von Blitzentladungen kann nicht verhindert, sondern nur durch sie mögliche Blitzschäden durch entsprechende Blitzschutzmaßnahmen eingegrenzt werden. Gewitter entstehen durch rasches Aufsteigen feuchtwarmer Luft und ihrer raschen Abkühlung. Die Gewitterhäufigkeit ist regional unterschiedlich und bekanntermaßen jahreszeitlichen Schwankungen unterworfen)
 
Gewitterhäufigkeit ► Thunderstorm Frequency (Ungefähr 2000 Gewitter sind weltweit ständig in Gang, und etwa 100 Blitze erreichen je Sekunde die Erde. Die von dieser globalen Gewittertätigkeit ausgehenden atmosphärischen Störungen beeinträchtigen den Funkverkehr und sind ein EMV-Problem der Nachrichtentechnik. Bedeutsam für informationstechnische Installationen z.B. der Rechen- und Automatisierungstechnik ist dagegen die lokale Gewittertätigkeit. Diesbezüglich können im mitteleuropäischen Raum mit etwa 15 bis 35 Gewittertagen im Jahr und mit 5 bis 7 Blitzeinschlägen je Quadratkilometer und Jahr gerechnet werden, wobei die niedrigeren Werte für die nördlichen und die höheren Werte für die südlicheren Regionen gelten. Ein Gewittertag ist dabei aus Sicht der Meteorologie definiert als ein Tag, an dem auf einer meteorologischen Station mindestens ein Gewitter festgestellt wurde. Dabei ist ohne Belang, ob es sich um ein schweres Gewitter mit mehreren hundert Blitzentladungen oder nur um ein leichtes Gewitter mit nur einem einzigen Blitz gehandelt hat)
 
GFB Gleichförmiger Feldbereich / Zone gleichförmigen Feldes ► Uniform Field Plane / Uniform Field Area – UFA (in EMV-Testeinrichtungen zur Störfestigkeitsprüfung von EUTs gegenüber elektromagnetischen Feldern der Bereich, wo das von der Sendeantenne zu Prüfzwecken auf das Prüfobjekt eingestrahlte Feld gleichförmig ist, d.h. nur innerhalb zulässiger Grenzen schwankt. Siehe z.B. DIN EN 61000-4-3)
 
GFSK Gaussian Frequency Shift Keying ► Gaußsche Frequenzumtastung (Modulationsverfahren bei der durch einen Gaußschen Filter der Oberwellenanteil reduziert wird, der bei der Funkübertragung Störungen in Nachbarkanälen verursachen kann. Angewandt bei Bluetooth, DECT, GSM, WLAN, Z-Wave u.a.
 
GIC Geomagnetically Induced Currents ► Geomagnetisch induzierte Ströme (d.h. vom Erdmagnetfeld in leitfähige Strukturen an der Erdoberfläche [elektrische Systeme, Pipelines] induzierte Ströme)
 
GIS Gas-Insulated Switchgear ► gasisolierte Schaltanlage
 
Glättungsdrosseln ► Ripple Filter Chokes / Smoothing Chokes (dienen in Gleichrichterschaltungen in Reihe mit der Last der Verminderung der Restwelligkeit der Gleichspannung. Sie haben einen Luftspalt im Blechpaket und behalten dadurch bei verschiedenen Belastungen eine nahezu gleichbleibende Induktivität)
 
GLC Ground-Loop Coupling ► (Störspannungs-)Einkopplung über Erdschleifen
 
Gleichfelder ► Static Fields (sind in ihrer Intensität zeitlich konstante Felder. Zu unterscheiden sind elektrische Gleichfelder und magnetische Gleichfelder)
 
Gleichkanalstörung ► Common Channel Interference / Co-chanel Interference, CCI (In der Funktechnik eine Störung räumlich benachbarter Sender, die auf der gleichen Frequenz arbeiten. Siehe auch Funkstörfestigkeit)
 
Gleichtaktimpedanz ► Common Mode Impedance (Verhältnis der Gleichtaktspannung zum Gleichtaktstrom an einem bestimmten Port)
 
Gleichtaktspannung ► Common Mode Voltage (Spannung zwischen der elektrischen Mitte zweier Leiter 1 und 2 [z.B. Hin- und Rückleiter eines Stromkreises] und einem definierten Bezugspotential. Mit der unsymmetrischen Spannung uus1 zwischen Leiter 1 und dem Bezugspotential sowie der unsymmetrischen Spannung uus2 zwischen Leiter 2 und dem Bezugspotential gilt für die asymmetrische Spannung uas = [uus1 + uus2]/2. Für uus1 = uus2 = uus folgt daraus uas = uus)
 
Gleichtaktstörspannungen ► Common Mode Disturbance Voltages (auch als unsymmetrische Störspannungen bezeichnet, treten zwischen den Leitern in einem Kabel und einem festgelegten Bezugspunkt [Bezugsmasse, Bezugserde] auf. Sie beanspruchen die Leiterisolation gegenüber diesen Bezugspunkt. Gleichtaktstörspannungen werden hauptsächlich durch Potenzialdifferenzen im Erdungsnetz einer Anlage infolge von Erdausgleichströmen [Fehlerströme, Blitzströme] verursacht. Sie können jedoch auch durch magnetische Störfelder eingekoppelt werden. Bei erdunsymmetrischem Aufbau von Übertragungswegen wird immer ein Teil der Gleichtaktstörspannung in eine Gegentaktstörspannung umgewandelt)
www.rooijen.de/studium/emv/emv.htm                                     
 
Gleichtaktstörung ► Common mode Interference, CMI (durch Gleichtaktstörspannungen [in einer Einrichtung] verursachte Störung [Funktionsminderung])
 
Gleichtaktstrom ► Common Mode Current (Gleichtaktströme sind Ströme, die, angetrieben durch eine Gleichtaktspannungsquelle, in Leiterpaaren gleichsinnig fließen)
 
Gleichtaktunterdrückung ► Common Mode Rejection Ratio (Maß, wie sich bei einem elektrischen Differenzverstärker die Ausgangsspannung ändert, wenn sich die beiden Eingangsspannungen um den gleichen Betrag, also im Gleichtakt ändern)
 
Gleitentladungsableiter ► Gliding Spark Gaps (sind Überspannungs-Grobschutzelemente, u. zwar handelt es sich dabei um Entladungsstrecken, zwischen deren Elektroden ein Isolierstoff angeordnet ist. Ihre Zündkennlinie verläuft deutlich flacher als bei den Gasentladungsableitern. Überspannungsimpulse werden daher nahezu unabhängig von ihrer Steilheit auf Werte zwischen 2 bis 3 kV begrenzt. Gleitentadungsableiter sind in der Lage, Netzfolgeströme selbständig zu löschen. Sie sind daher als Grobschutzelemente für den Einsatz in Versorgungssystemen geeignet)  
                                                 
Glitch ► Störimpuls sehr kurzer Dauer (umgangssprachlich)
 
GLONASS Globalnaja Navigatsionnaja Sputnikovaja Sistema ► Globales Navigations-Satelliten-System (Satellitennavigationssystem, das vom russischen Verteidigungsministerium betrieben wird)
 
Glossare zur EMV & EMF (Online-Lexika und Glossare zu EMV- und EMF-spezifischen Sachverhalten, Abkürzungen, Begriffen, artverwandten Gebieten und damit im Zusammenhang stehenden Wissensfeldern)
  • ATIS Telecom Glossary
  • Atomwaffen Glossar
  • CENELEC – List of Acronyms
  • Das Erdmagnetfeld – Glossar und Wörterbuch
  • EMF-Glossar
  • EMF-Portal Glossar (in deutscher und englischer Version)
  • EM Modeling Software Acronyms and Definitions
  • Formelsammlung Höhere Mathematik
  • Glossar zur Erdungstechnik
  • Glossary for Electrostatic Discharge Terminology
  • Glossary of Shielding Terms
  • IEC-Akronyme und -Kodes
  • IEC-Glossar (Begriffe aus den Kapiteln „Terms and Definitions“ der IEC-Publikationen)
  • Internationales Elektrotechnisches Vokabular
  • IT Wissen - Das große Online-Lexikon für Informationstechnologie
  • Lexikon Datenschutzpraxis
  • Lexikon Mathematische Begriffe
  • Lexikon Nachhaltigkeit
     www.nachhaltigkeit.info       
  • Netzikon – ein Netzwerklexikon (Netzwerktechnik, Nachrichtentechnik, IT und Telekommunikation)
     http://netzikon.net  
  • NEMA Glossary
  • Technische Quellen für Felder
  • Wireless Technology Terms
 
GMRM Geometric Matrix Recycling Method ► Geometische Matrix Recycling Methode (Verfahren, das in bestimmten Fällen durch die Nutzung von Teilergebnissen vorangegangener Berechnungen [Daten-Recycling], bei Feldberechnungen eine beträchtliche Reduktion des Rechenaufwandes ermöglicht)
 
GND Ground Masse, Bezugsleiter, Bezugspotenzialfläche (In der Elektrik / Elektronik ein leitender Körper, dem im Regelfall das Potential 0 Volt zugeordnet ist auf das alle Signal- und Betriebsspannungen bezogen werden)
 
GO Geometrical Optics ► Geometrische Optik / Strahlenoptik
 
GPIB General-Purpose Interface Bus
 
GPR Ground Potential RiseErdpotenzialanheung
 
GPRS General Packet Radio Services (Technologie, die dem Nutzer von GSM-basierten Mobilfunknetzen eine effiziente und leistungsfähige Datenübertragung ermöglich [theoretisch bis zu 115 kbit/s, praktisch 13,4 kbit/s für das Versenden und ca. 54 kbit/s für das Empfangen von Daten]. Anders als beim jetzigen GSM-Standard wird nicht ein Kanal für die Dauer des Verbindung zwischen Mobiltelefon und Basisstation belegt, vielmehr werden die Daten in Pakete verpackt, wobei jedes dieser Pakete mit zusätzlichen Informationen versehen wird. Diese übermitteln dem Netzwerk, wie die einzelnen Pakete zusammenhängen und wer die Nachricht empfangen soll. Danach gelangen sie über das Netz auf verschiedenen Wegen vom Sende- zum Bestimmungsort. Ermöglicht wird dies durch die IP-Technologie [Internet Protocol Technologie], die auch im Internet zum Einsatz kommt und eine Datenübertragung ohne eine direkte leitungsvermittelnde Verbindung zum Empfänger möglich macht. Am Bestimmungsort werden die Datenpakete wieder zusammengesetzt. Der Netzbetreiber wird dadurch technisch in die Lage versetzt, nur nach wirklich übertragener Datenmenge (und nicht nach Verbindungszeit) abzurechnen. GPRS verhilft dem Mobile Internet zum Durchbruch, denn es macht Datenverbindungen schneller, bequemer und effizienter)
 
GPS Global Positioning System ► Globales Positionsbestimmungssystem
 
GPSG Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (Gesetz über technische Arbeitsmittel und Verbraucherprodukte. Es
regelte die Sicherheit von technischen Arbeitmitteln und Verbrauchsprodukten neu und trat am 01. Mai 2004 in Kraft. Es löste die bisher für diesen Sachverhalt relevanten Gesetze, das Gerätesicherheitsgesetz [GSG] und das frühere Produktsicherheitsgesetz [ProdSG] ab. Beide Gesetze traten zum gleichen Zeitpunkt ausser Kraft. Das GPSG trat zum 01.12.2011 außer Kraft und wurde ab diesem Zeitpunkt durch das neue Produktsicherheitsgesetz [ProdSG] ersetzt)
 
Grenzfrequenz ► Cut-off Frequency (Frequenz, bei der die Amplitude einer frequenzabhängigen Größe einen bestimmten Wert unterschreitet. Bei elektronischen Schaltungen wie Filter oder Verstärker beispielsweise ist die Grenzfrequenz diejenige Frequenz, bei der die Ausgangsgröße auf einen Wert von 3 dB unterhalb des Normalwerts gesunken ist)
 
Grenzrisiko ► Tolerable Risk (nach IEC 61508: Risiko, das basierend auf den aktuellen gesellschaftlichen Wertvorstellungen in einem gegebenen Zusammenhang akzeptabel erscheint. Oder auch: größtes, im Zusammenhang mit einer bestimmten Gefahrensituation vertretbares, d.h. gerade noch vertretbares Risiko. In konkreten Fällen wird es durch einen Kompromiss zwischen verschiedenen Interessensgruppen vereinbart. Siehe auch Sicherheit)
 
Grenzstörpegel [für Emissionen]► EMC Emission Limits (Um Funktionsstörungen, d.h. die Beeinträchtigung von Funkdiensten, möglichst auszuschließen, dürfen die Emisionen potentieller Störquellen [betrifft nahezu alle elektrischen und elektronischen Geräte] bestimmte, in Normen in Abhängigkeit von der Frequenz vorgegebene Grenzwerte [Grenzstörpegel] nicht überschreiten. Dabei werden Grenzstörpegel für Funkstörspannungen, Funkstörleistungen und Funkstörfeldstärken unterschieden. Erstere bilden die zulässige Obergrenze für unsymmetrische Funkstörspannungen im Bereich bis 30 MHz. Bei höheren Frequenzen wird infolge der zunehmenden Abstrahlung von den Geräteleitungen mittels Absorptions-Messwandlerzangen die Funkstörleistung gemessen. Infolgedessen sind hier Grenzwerte für die Funkstörleistung vorgeschrieben. Schließlich dürfen die von Geräten ausgesandten Funkstörfeldstärken in definierten Abständen bestimmte zulässige Werte nicht überschreiten. Hier gelten dann die Grenzstörpegel für die Funkstörfeldstärken)
 
Grenzwert ► Limit Value (der Begriff „Grenzwert“ impliziert unterschiedliche Bedeutungen. In der Mathematik repräsentiert er auf streng definitorischer Basis als „Limes“ z.B. einen Zahlenwert g, dem eine konvergente Zahlenfolge a1, a2, a3, ..., an zustrebt [g = Limes von an für n gegen Unendlich] oder den Grenzwert einer Funktion f(x) wenn x gegen x0 geht [g = Limes f(x) für x gegen x0]. Im Zusammenhang mit der Bewertung der Zulässigkeit von Belastungen physikalischer oder chemischer Art charakterisiert ein Grenzwert den in der Regel rechtsverbindlich zulässigen Höchstwert für eine spezielle Belastung, dessen Einhaltung sicherstellt, dass Mensch, Natur oder die materielle Umwelt durch die betreffende Beanspruchung im allgemeinen keinen Schaden nehmen. Entsprechende Grenzwerte werden durch staatliche Institutionen oder Interessenverbände festgelegt und beruhen auf dem aktuellen allgemein anerkannten Wissensstand.
Speziell im Zusammenhang mit der EMV interessieren für Geräte, Apparate und Betriebsmittel Störfestigkeits- und Störemissionsgrenzwerte wie sie in den Fachgrundnormen, den Produktnormen und den Produktfamiliennormen festgelegt sind. Bei ihrer Einhaltung wird aus juristischer Sicht vermutet, dass die betrachteten Betriebsmittel den Schutzanforderungen des EMVG entsprechen.
Für den Schutz von Gesundheit und Umwelt sind zahlreiche Grenzwerte festgelegt. Sie betreffen Lärm, Luft- und Wasserverunreinigungen u.v.a. im Übermaß schädlich wirkende Beanspruchungen, darunter auch die Belastung von Menschen und Tieren durch elektromagnetische Felder, herrührend insbesondere von Mobilfunk- und Elektroenergieversorgungsanlagen. Entsprechende zulässige Expositionsgrenzwerte waren in der Richtlinie 2004/40/EG der EG über Mindestvorschriften zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer vor der Gefährdung durch physikalische Einwirkungen [elektromagnetische Felder], in der 26. Bundes-Immissionsschutz-Verordnung [BImschV] und in der Unfallverhütungsvorschrift Elektromagnetische Felder BGV B11 der BG ETEM enthalten. Sie orientieren sich an den Richtlinien der ICNIRP, die auf der Begrenzung von thermischen Effekten, dem einzig allgemein akzeptierten Wirkungsmechanismus von hochfrequenter Strahlung beruhen. Die Einhaltung der Vorgaben in der 26. BImschV und BGV B11 ist gesetzlich verbindlich.
Um diese Grenzwerte bzw. um die Modellvorstellungen, die zu ihrer Festlegung führten, tobt in der Öffentlichkeit unter dem Schlagwort Elektrosmog eine rigide, oft unsachliche und mit unzureichendem fachlichem Wissen geführte Diskussion. Allerdings ist dazu zu bemerken, dass zu manchen Aspekten auch unter den Experten Meinungsverschiedenheiten bestehen und dass zur Frage der zulässigen Belastung von Personen durch elektromagnetische Felder bis vor Kurzem keine gesetzlich bindende EG-Richtlinie sondern nur eine EU-Ratsempfehlung in Form der oben genannten Richtlinie 2004/40/EG existierte. Die verbindliche Einführung dieser Richtlinie wurde in Erwartung neuer Erkenntnisse von der Europäischen Kommission wiederholt verschoben. Schließlich wurde sie im Juni 2013 durch die Richtlinie 2013/35/EU ersetzt. Die rechtsverbindliche Festlegung entsprechender Grenzwerte war damit bis dahin den EU-Mitgliedstaaten überlassen und zum Teil durch starke Unterschiede geprägt, was natürlich die Öffentlichkeit verunsicherte und noch verunsichert.
Im Übrigen unterscheidet man bezüglich der zulässigen Belastung von Organismen durch elektromagnetische Felder sogenannte Basisgrenzwerte und abgeleitete Grenzwerte und in Bezug auf letztere sogenannte Auslösewerte. Darüber hinaus gibt es dem Vorsorgeprinzip folgend von den verschiedensten Institutionen empfohlene, sogenannte Vorsorgewerte)
 
Grenzwert der Störung ► Limit of Interference (Nach IEV 161-03-09: größte zulässige Beeinträchtigung der Funktion eines Geräts, einer Ausrüstung oder eines Systems, die durch eine elektromagnetische Störgröße verursacht wird)
 
Grenzwert einer Störgröße ► Limit of Disturbance (Nach IEV 161-03-08: größter zulässiger, unter festgelegten Bedingungen gemessener elektromagnetischer Störpegel)
 
Grenzwertklassen ► Limit Value Classes (Sie beziehen sich auf die Grenzstörpegel. Man unterscheidet Geräte der Klasse A [Class A Equipment], die in Industriebereichen eingesetzt werden und Geräte der Klasse B [Class B Equipment] die für Wohn-, Geschäfts- und Gewerbebereiche bestimmt sind. Geräte der Klasse A arbeiten in robusteren elektromagnetischen Umgebungen und dürfen deshalb höhere Emissionen abgeben als Geräte der Klasse B)  
 
Grid ► Wörtlich. Gitter, Matrix (In der Elektroenergietechnik ist damit das Stromversorgungsnetz gemeint)
 
Ground Bounce (Synonym für Simultaneous Switching Noise, SSN)
 
Grounding Erdung
 
GRP Ground Reference PlaneBezugsmasseplatte, geerdete Massereferenzplatte
 
Grundnormen Basic Standards (EMV-Grundnormen enthalten sowohl allgemeine, grundlegende Bedingungen und Regeln als auch phänomenbezogene EMV-Messverfahren und Testtechniken, die für alle Produkte, Produktfamilien und Systeme anwendbar sind. Sie enthalten jedoch keine produktbezogenen EMV-Anforderungen bezüglich einzuhaltender Grenzwerte. Diese finden sich in den sog. Fachgrundnormen und den Produktnormen bzw. den Produktfamiliennormen)
 
Grundschwingung ► Fundamental (Component) / First Harmonic (Harmonische 1. Ordnung der Fourier-Reihe einer zeitlich periodisch verlaufenden Größe [IEV 161-02-17])
 
Grundschwingungsanteil ► Fundamental Factor (Nach IEV 161-02-22: Verhältnis des Effektivwerts der Grundschwingung zum Gesamteffektivwert einer Wechselgröße)
 
GS Grobschutz ► Coarse Protection (Überspannungsschutz)  
 
GSG Gerätesicherheitsgesetz (galt für das Inverkehrbringen und Ausstellen technischer Arbeitsmittel, das gewerbsmäßig oder selbständig im Rahmen einer wirtschaftlichen Unternehmung erfolgt sowie für die Errichtung und den Betrieb überwachungsbedürftiger Anlagen, die gewerblichen oder wirtschaftlichen Zwecken dienen oder durch die Beschäftigte gefährdet werden können. Es wurde zusammen mit dem ProdSG am 01.05.2004 durch das neue Geräte- und Produktsicherheitgesetz [GPSG] abgelöst)
 
GSM Global System for Mobile Communications ► Globales System für Mobile Kommunikation (offenes, weltweit genutztes, zellulares, digitales Mobilfunksystem der zweiten Generation zur Übertragung von Sprache und Daten. GSM arbeitet im 900 MHz- und 1,8 GHz-Band in Europa [z.B. D-Netz bzw. E-Netz] und im 1,9 GHz-Band in den USA. höchste ERP: Feststationen: 2,5 bis 320 W, mobile Einheiten: 0,8 W bis 20 W. Zugriffsverfahren: TDMA. Es erlaubt Datenübertragungsgeschwindigkeiten bis 9,6 kbit/s und ermöglicht Basis-Datendienste wie z.B. den Short Message Service SMS. Das Signal ist mit 217 Hz gepulst. Seit der ersten Fassung des Standards wurden verschiedene Erweiterungen [CSD, HSCSD, GPRS u.a. vereinbart, die vorallem einer Erhöhung der Datentranferrate dienen)
 
GTD Geometrical Theory of Diffraction ► geometrische Beugungstheorie
 
GTEM Cell Gigahertz Transverse Electroma­gnetic Mode Cell ► Gigahertz-TEM-Zelle (Gerät für die EMV-Störfe­stig­keitsprüf- und -Emissionsmesstechnik nach IEC 61000-4-20. Sie ist ein pyramidenförmig [trichterförmig] aufgeweiteter 50-Ohm-Wellenleiter mit rechteckigem Querschnitt und einem flachen dezentral angeordneten Innenleiter [Septum]. An der aufgeweiteten Seite ist er durch eine Kombination eines Widerstands mit Pyramidenabsorbern [Pyramid Absorbers] reflexionsfrei abgeschlossen und auf der spitzen Seite geht er in ein Koaxialkabel über. GTEM-Zellen haben ein Prüfvolumen bis zu etwa 1 m3 und sind im Frequenzbereich von Null bis 18 GHz einsetzbar. Im Bereich von 80 MHz bis 1 GHz sind zur Erzeugung eines Feldes von 10 V/m nur etwa 7 Watt erforderlich, während dies in einer Absorberhalle rund 100 Watt erfordert)
 
GTEM-Zelle (siehe GTEM Cell)
 
GTO-Kondensatoren ► GTO Capacitors (Beschaltungskondensatoren zur Bedämpfung von Spannungsspitzen an Gate-Turn-Off-Thyristoren. Kompakte Bauform, hohes Stromführungsvermögen, extrem niedrige Eigeninduktivität, hervorragende Selbstheileigenschaften. Kapazitätswerte: 0,1 bis 20 µF; Nennspannung: 1200 bis 6000 Volt)
 
GUM Guide to the Expression of Uncertainty in Measurement ► Leitfaden zur Angabe der Unsicherheit beim Messen (Ziel des Leitfadens ist eine einheitliche Vorgehensweise beim Ermitteln und Angeben von Messunsicherheiten. Er enthält international vereinbarte und anerkannte grundlegende Zusammenhänge zur Messunsicherheitsermittlung. Deutsche Fassung siehe DIN EN 13005)
 
GUS Gesellschaft für Umweltsimulation

H

HAEMP High Altidude EMP (Synonym für HA-NEMP)
 
HAN Home Area Network ► Heimnetz / Netzwerk im Haus / Standortinternes Netz (Kabellose Lösungen für das Energiemanagement für elektronische Anwendungen in Heim-, Geschäfts- und Verbraucherbereichen)
 
Händler ► Distributor (Im Sinne der EU-Richtlinien des neuen Konzepts gilt als Händler jede natürlich oder juristische Person, die sich in der Absatzkette mit Geschäftstätigkeiten nach dem Inverkehrbringen eines Produkts im Gebiet der Europäischen Gemeinschaft befasst. Händler müssen die nötige Sorgfalt walten lassen, damit kein eindeutig nichtkonformes Produkt auf dem Gemeinschaftsmarkt gelangt)
 
HandnachbildungArtificial Hand (dient bei Funkstörspannungsmessungen an handgeführten Betriebsmitteln, beispielsweise bei Elektrowerkzeugen, zur Simulation des Einflusses der menschlichen Hand [IEV 161-04-27]. Sie besteht bei Prüflingen mit Kunststoffgehäuse aus einer elektrisch leitenden Folie, die dort um das Gehäuse des Prüflings gewickelt wird, wo dieser mit der Hand angefasst wird. Die Folie wird über ein RC-Glied [511 Ohm in Reihe mit 220 pF] mit dem geerdeten Gehäuse der zur Messung benutzten Netznachbildung verbunden.)
 
HA-NEMP High Altitude Nuclear Electro­ma­gne­tic Pulse ► in großer Höhe, außerhalb der Erdatmosphere erzeugter nuklear-elektromagnetischer Puls (exo-atmosphärischer NEMP mit kontinentaler Wirkung [Sprengpunkthöhe > 30 km über dem Erdboden]. Bezüglich der elektromagnetischen HEMP-Umgebungen siehe IEC 61000-2-9 bis 11)
 
HardeningHärten (Im Bereich der EMV: Vermindern der Empfindlichkeit einer Komponente, eines Gerätes oder Systems gegenüber elektromagnetischen Störgrößen im Zuge des Entwurfs oder der Nachbesserung, d.h. Schützen vor oder Entkoppeln von einer bedrohlichen elektromagnetischen Umgebung durch entsprechende EMV-Maßnahmen. Im Bereich der Computertechnik: alle Hardware- und Softwaremaßnahmen, die dazu dienen, ein System möglichst unangreifbar zu machen)
 
Hardness Maintenance ► Instandhaltung /Wartung /Aufrechterhaltung und Pflege der Widerstandsfähigkeit /Störfestigkeit eines bedrohten Objekts [Komponente, Gerät, System, Anlage] gegenüber beabsichtigten oder unbeabsichtigten Einwirkungen elektromagnetischer Störgrößen während seiner gesamten Lebenszeit (Akronym aus dem US-amerikanischen militärischen Bereich)  
 
Hardness Surveillance ► Härteüberwachung (Störfestigkeitsüberwachung eines Systems durch periodische Tests und Inspektionen, um Degradationen der Störfetigkeiteigenschaften durch Alterung, Umwelteinflüsse, unsachgemäßer Wartung oder Reperaturfehler rechtzeitig zu erkennen. Begriff aus dem US-amerikanischen militärischen Bereich)
 
Harm ► Schaden (gesundheitlicher Schaden, Sachschaden oder Umweltschaden)
 
Harmonics ► Harmonische (Oberschwingungen)
 
Harmonische ► Harmonics (Oberschwingungen)
 
Harmonisierte Norm ► Harmonized Standard (europaweit gültige technische Spezifikation, die von einem anerkannten europäischen Normungsgremium [beispielsweise CEN, CENELEC, ETSI u.a.] aufgrund eines von der Europäischen Kommission erteilten Auftrags gemäß den in der Richtlinie 98/34/EG festgelegten Verfahren ausgearbeitet wurde. Harmonisierte EMV-Normen spiegeln den allgemein anerkannten Stand der Technik in Bezug auf Fragen der EMV in der EU wieder. Eine Norm ist definitiv dann harmonisiert, wenn sie im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wurde. Die Einhaltung von harmonisierten Normen stellt für einen Hersteller juristisch die Vermutung der Einhaltung der Anforderungen der EU-Richtlinien dar. Aktuelles Verzeichnis der harmonisierten Normen siehe folgende Website)
 
Harmonisierungsdokument ► Harmonization Document (Im europäischen technischen Regelwerk gibt es neben den Europäischen Normen [EN], die gemäß den Regeln des CENELEC inhaltlich unverändert in die jeweiligen nationalen Normenwerke zu übernehmen sind, auch noch sogenannte Harmonisierungsdokumente [HD], bei deren Übernahme nationale Ergänzungen zulässig sind. Die auf demselben Harmonisierungsdokument basierenden Normen der europäischen Länder müssen daher inhaltlich nicht zwangsläufig identisch sein)
 
Härten Hardening (Im Bereich der EMV: Umsetzung von Maßnahmen zur Erhöhung der Störfestigkeit von Komponenten, Geräten oder Systemen gegenüber äusseren natürlichen und künstlichen z.B. durch elektromagnetische Kampfmittel verursachten elektromagnetischen Beanspruchungen)
 
Haupterdungsschiene, HES ► Main Earthing Busbar / Main Earthing Terminal / Main Grounding Terminal (Auch Haupterdungs-Anschlusspunkt. Früher Potenzialausgleichsschiene, an der in einer Anlage zwecks Vermeidung gefährlicher Potenzialunterschiede zwischen den Körpern elektrischer Betriebsmittel und fremder elektrisch leitfähiger Teile folgende Anlagenteile über Potenzialausgleichsleiter zusammengeführt sind:
  • Fundamenterder Blitzschutzerder
  • Blitzschutz- und Überspannungsschutzeinrichtungen
  • Leitfähige Rohr- und Leitungssysteme [Heizung, Gas, Wasserzufluss und -abfluss]
  • Leitende Teile der Gebäudekonstruktion [Stahlarmierung, Aufzugsschienen, Lüfter- und Klimakanäle]
  • Erdungsleitung für Antennen
  • Erdungsleitung für Fernmeldeanlagen
  • Funktionserdungsleiter von IT-Anlagen
  • Schutzleiter der Elektroanlage [PEN-Leiter bei TN-System PE-Leiter bei TT-System]
 
Hauptpotenzialausgleich ► Main Equipotential bonding (zukünftig Schutzpotenzialausgleich. Nach DIN VDE 0100: Elektrische Verbindung, die die Körper elektrischer Betriebsmittel und fremde leitfähige Teile auf gleiches oder annähernd gleiches Potential bringt)
 
Hauptpotenzialausgleichsschiene (Synonym für Haupterdungsschiene)
 
Hazard ► Gefahr, Gefährdung, potentielle Schadensquelle
 
HBD Human Body Discharge ► elektrostatische Körperentladung
 
HBES Home and Building Electronic Systems ► elektrische Systemtechnik für Heim und Gebäude (ESHG)
 
HBM Human Body Model ► (Modell, das in Verbindung mit der Bestimmung der ESD-Empfindlichkeit von Halbleiter­bauelementen die Entladung einer elektrostatisch aufgeladenen Person in ein Bauteil nachbildet. Ältestes Modell, weit verbreitet, MIL-STD 883C, Methode 3015.7)
 
HBM ESD Tester Human Body Model Electrostatic Discharge Tester ► Testgerät zur Störfestigkeitsprüfung elektrischer bzw. elektronischer Komponenten gegenüber Entladungen statischer Elektrizität, das elektrostatische Körperentladungen nachbildet
 
HCP Horizontal Coupling Plane Horizontale Koppelplatte
 
HCS hard clad silicon (HCS-Faserkabel sind Lichtwellenleiter, bei dem der Kern aus Quarzglas und der Mantel aus Kunststoff besteht. Vorteile dieser Technologie sind preisgünstige LWL-Umsetzer sowie eine einfache Vor-Ort-Konfektionierung)
 
HD Harmonization Document ► Harmonisierungsdokument
 
HDI High Density Interconnects ► hochdichte Verbindungsstrukturen (Leiterplatten / Packages)
 
HDSL High Data Rate DSL ► (Übertragungsverfahren [DSL-Variante], das über spezielle Modems an Kupferdoppeladerleitungen Übertragungsraten von 1,544 Mbps bzw. 2,084 Mbps in beiden Richtungen ermöglicht. Überbrückbare Entfernung: 3 bis 5,5 km. HDSL ist in Deutschland nicht verfügbar)
 
Helmholtz-Spulenpaar ► Helmholtz Coils (Spulenanordnung bestehend aus aus zwei gleichen planaren Ringspulen, die im Abstand des Spulenradius achsgleich parallel zueinander angeordnet sind. Sie ist zur Erzeugung exakt definierter magnetischer Gleich- und Wechselfelder bis in den Megahertz-Bereich geeignet. Zwischen der generierten Feldstärke und dem Spulenstrom besteht ein streng linearer Zusammenhang. Die erzeugte Feldstärke kann genau aus Spulenstromstärke, Spulenwindungszahl und Spulengeometrie berechnet werden. Daher kann der Spulenstrom als Maß für die erzeugte Feldstärke dienen. Helmholtz-Spulenpaare eignen sich daher sehr gut für die Kalibrierung von Magnetfeldsonden. Sie werden aber auch in der Kraftfahrzeugtechnik und nach MIL STD 461 in der Militärtechnik für Störfestigkeitsprüfzwecke eingesetzt)
www.schwarzbeck.de > Helmholtz Spulen
 
HEMP High-altitude [Nuclear]Electromagnetic Pulse (Synonym für HA-NEMP. Siehe auch: IEC 61000-5-8 HEMP Protection Methods for the Distributed Civil Infrastructutre und IEC 61000-5-9 System-level Susceptibility Assessments for HEMP and HPEM)
 
HERF High Energy Radio Frequency ► hochenergetische HF-Strahlung
 
HERF Gun HERF-Kanone (Elektromagnetische Waffe in Form einer Sendeeinrichtung, mit deren Hilfe stark gebündelte energiereiche HF-Strahlung [Megawatt-Impulse] ausgesandt und damit elektronische Einrichtungen gestört oder ausser Bertrieb gesetzt werden können)
 
HERP Hazards of Electomagnetic Radiation to Personnel ► Personengefährdung durch elektromagnetische Strahlung
 
Hersteller ► Manufacturer (im Sinne des EMVG § 3 Nr. 8 ist „diejenige natürliche oder juristische Person oder rechtsfähige Personengesellschaft, die für den Entwurf oder die Fertigung eines Geräts verantwortlich ist oder die sich durch die Ausstellung einer Konformitätserklärung im eigenen Namen oder das Anbringen ihres Namens, ihrer Marke oder eines anderen unterscheidungskräftigen Kennzeichens als Hersteller ausgibt. Hersteller ist auch, wer aus bereits gefertigten Endprodukten ein neues Gerät herstellt oder wer ein Gerät verändert, umbaut oder anpasst“)
 
Hertzscher Dipol ► Hertzian Dipole (Elektrischer Elementarstrahler, praktisch annäherbar durch einen Stabantennendipol, dessen Länge klein gegenüber der Wellenlänge ist)
 
HES Haupterdungsschiene
 
HES Home Electronic System ► Heim-Elektronik-System (Managemet-System für den privaten Haushalt, das unterschiedliche elektrische und elektronische Geräte miteinander verbindet. Es reguliert beispielsweise automatisch die Funktionen der Rollläden, der Klimaanlage, der Heizung und des Lichts. Norm: ISO/IEC 14543-5-22)
 
HEV Hybrid Electric Vehicles ► Hybrid-Elektrofahrzeuge (werden mit einer Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor nebst zugehöriger Batterie angetrieben. Der Verbrennungsmotor leistet dabei die Hauptantriebsarbeit, während der Elektromotor in erster Linie der Unterstützung des Verbrenungsmotors in dessen ineffizienten Phasen [Teillastbetrieb] mit rückgewonnener, in der Batterie gespeicherter Bremsenergie dient. Weitere Antriebskonzepte von Elektrofahrzeugen siehe folgende Websites.
Elektromagnetische Verträglichkeit hat in Hybrid- und reinen E-Fahrzeugen eine besondere Bedeutung, da hier hohe Ströme und hohe Spannungen auf engsten Raum zusammentreffen und sehr breitbandige Störquellen vorhanden sind)
 
HF High FrequencyHochfrequenz
 
HF-dichte Fenster ► Optical /Shielding Windows (Synonym für Abschirmfenster, EMV-Fenster, Geschirmte Fenster. Sie sind durchsichtig und bieten Abschirmung gegen elektromagnetische Felder. Sie bestehen aus zwei oder mehr Lagen Glas, Polykarbonat oder Acryl zwischen denen leitfähige Zwischenschichten, z.B. feine Drahtgewebe eingebettet sind, die seitlich herausragen, damit eine gute Kontaktierung mit der Gehäuseschirmwand möglich ist. Einsatzgebiete: Display- und Raumabschirmungen)
 
HF-dichte Türen (siehe Geschirmte Türen)
 
HF-Dichtungen (siehe EMV-Dichtungen)
 
HF-Drosseln Hochfrequenzdrosseln ► High frequency Chokes (passive Entstörbauelemente zur Unterdrückung hochfrequenter leitungsgebundener Störgrößen in elektronischen Schaltungen, Elektroniknetzteilen aber auch in Leistungsstromkreisen wie z.B. in Invertern der Bahntechnik. Je nach Einsatzbereich kommen Stabkern-, Ringkern- oder Rechteckkern-Bauformen in einfacher oder auch stromkompensierter Ausführung zur Anwendung)
 
HF-Ersatzschaltbild ► HF Equivalent Circuit Diagram (Ein Ersatzschaltbild ist das grafische Abbild einer realen Schaltung mit genormten Schaltzeichen. Im Bereich höherer Frequenzen machen sich verstärkt parasitäre, d.h. nicht gewollte Eigenschaften bemerkbar, diese werden im sog. HF-Ersatzschaltbild durch zusätzliche Widerstände, Kapazitäten und Induktivitäten berücksichtigt)
 
HF-Kopplungswiderstand (Synonym für Transferimpedanz)
 
HF-Schutzkleidung ► RF-Protective Clothing (Arbeitsbekleidung zum Schutz gegen hochfrequente elektromagnetische Felder. Bei Montage-, Inbetriebnahme- und Reparaturarbeiten an Sendeanlagen für Rundfunk, Fernsehen, Telekommunikation und industrielle Funkdienste aber auch im Zusammenhang mit der Durchführung von EMV-Mess- und -Prüfarbeiten kann es unerlässlich sein, dass sich Montage- und Servicepersonal bei laufendem Betrieb zeitweilig in unmittelbarer Nähe von Sendeantennen aufhalten muss. Es kann dabei elektromagnetischen Feldern ausgesetzt sein, deren Intensität die für diese Felder zulässigen Expositionsgrenzwerte überschreitet. Die betreffenden Personen müssen deshalb HF-Schutzbekleidung als persönliche Schutzausrüstung tragen. Die dafür geltenden Anforderungen sind in der DIN 32780-100 festgeschrieben)
 
HGÜ Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung ► HVDC High Voltage Direct current transmission (Ein HGÜ-System verbindet zwei Energienetze in der Art, dass von einem Drehstromsystem Leistung entnommen und gleichgerichtet wird. Sie wird dann als Gleichstrom bzw. Gleichspannung übertragen und am anderen Ende der Leitung über Frequenzumrichter in ein anderes Drehstromnetz eingespeist. Durch die Arbeitsweise der beteiligten leistungselektronischen Gleich- und Wechselrichter entstehen hochfrequente Störungen im Bereich mehrerer 10 bis 100 kHz, die sich über die angeschlossenen Leitungen ausbreiten und zur Abstrahlung von HF-Störfeldern von den betreffenden Leitungsstrukturen führen. Diesbezüglich zulässige Grenzwerte orientieren sich oft an den Störaussendungen, die durch eine Hochspannungsleitung aufgrund von Koronaentladungen bereits hervorgerufen werden. In der Nähe von Umrichterstationen wird oft der Grenzwert von 100 µV/m entlang einer Linie in 1500 Fuß Abstand von unter Spannung stehenden Teilen aus dem HVDC-Handbuch des Electric Power Research Institute)
 
High-speed Communication Lines ► Hochgeschwindigkeits-Kommunikationsleitungen (Geräteeingangs-/ausgangsleitungen, die Übertragungsfrequenzen über 100 kHz führen
 
HIPERLAN ► HiperLan High Performance Radio Local Area Network (Europäischer Standard für WLANs im 5 GHz-Band. Mit diesem Standard sollen künftig Übertragungsraten bis 54 Mbit/s möglich sein)
 
HIRF High Intensity Radiated Fields ► Strahlungsfelder hoher Intensität (im Frequenzbereich bis 40 GHz mit Feldstärken bis 3500 V/m. Allgemeine Bezeichung für leistungsstarke kontinuierliche elektromagnetische Felder in der Umgebung leistungsstarker Sendeanlagen und auch transienten elektromagnetischen Feldern leistungsstarker Radaranlagen sowie EMP, HEMP und NEMP)
 
HLM Hochleistungs-Mikrowellen (treten z.B. in der Nähe von starken Radaranlagen auf. Darüber hinaus siehe HLM-Waffen)
 
HLM-Waffen Hochleistungsmikrowellenwaffen (Sie arbeiten typischerweise im Frequenzbereich zwischen 100 MHz und fünf GHz und wirken je nach Intensität störend oder zerstörend gegen militärische und zivile Elektronikkomponenten und Systeme. Dazu werden schmalbandige und breitbandige Mikrowellenquellen benutzt)
 
HM Hardness Maintenance
 
HMM Human Metal Model /Hand Metal Model (Modell, das im Zusammenhang mit der ESD-Störfestigkeitstestung von Komponenten die Entladung eines elektrostatisch aufgeladenen menschlichen Körpers über ein metallisches Objekt [z.B. Werkzeug, das eine Person in der Hand hält] in ein Bauteil nachbildet)
 
HMM ESD Tester ► Testgerät zur Empfindlichkeitstestung elektronischer Komponenten gegenüber Entladungen statischer Elektrizität, das die Entladung eines elektrostatisch aufgeladenen menschlichen Körpers über ein metallisches Objekt [z.B. Schraubendreher, den eine Person in der Hand hält] in ein Bauteil nachbildet)
 
Hochfrequente Einströmung (Siehe BCIT, Bulk Current Injection, EM Clamp)
 
Hochfrequente Felder / Hochfrequenzfelder ► High Frequency Fields (Im Allgemeinen Felder mit Frequenzen über 100 kHz)
 
hochfrequentes Rauschenradio frequency noise (elektromagnetisches Rauschen dessen Frequenzkomponenten im Hochfrequenzbereich liegen)
 
HochfrequenzHigh Frequency (Frequenzen im Frequenzband von 3...30 MHz, Wellenlänge: 100 bis 10m, Kurzwellen [KW, Dekameterwellen, Decametric Waves]. Anwendung: Kurzwellenrundfunk. Darüber hinaus werden speziell in den IEC-EMV-Publikationen Frequenzen oberhalb 9 kHz generell als hochfrequent bezeichnet)
 
Hochfrequenzgeräte ► Radio-frequency Devices (Geräte bzw. Einrichtungen, die während des Betriebs beabsichtigt, unbeabsichtigt oder als Nebenwirkung hochfrequente Energie durch Leitung, Abstrahlung oder auf anderem Wege abgeben, wie z.B. ISM-Geräte, Funkgeräte u.ä.)
 
Hochfrequenz-Testkammer ► High-frequency Test Bed / Wireless Test Chamber
 
Hochpassfilter ► Highpass Filter (sind Filter, die nur Frequenzen oberhalb einer definierten Grenzfrequenz [Cut-off Frequency] ungehindert passieren lassen. Signale mit Frequenzen unterhalb der Grenzfrequenz werden zunehmend gedämpft, Gleichspannungsanteile vollkommen unterdrückt)
 
Hohlleiter ► Waveguides (sind Wellenleiter mit runden oder rechteckigem Querschnitt für elektromagnetische Wellen zur Übertragung hoher Leistungen im Frequenzbereich über 1 GHz)
 
Hohlraumresonatoren ► Cavity Resonators (werden in der Hochfrequenztechnik als Schwingkreise eingesetzt. Sie verfügen in diesen Frequenzbereichen über die nötige Güte, um schmalbandige Filter realisieren zu können. Die Resonanzfrequenz hängt von der Größe der geometrischen Abmessungen und von der Formgebung ab)
 
Horizontale Koppelplatte ► Horizontal Coupling Plane, HCP (ESD-Testplatz-Zubehör für die indirekte ESD-Störfestigkeitsprüfung nach IEC 61000-4-2. Die HCP wird in Verbindung mit einem ESD-Generator benutzt, um elektrostatische Körperentladungen auf in der Nähe eines Prüfobjekts befindliche metallische Objekte zu simulieren)
 
Horizontale Normen ► Horizontal Standards (sind breitenwirksame Normen von allgemein gültigem Charakter, in denen keine speziellen Anforderungen an konkrete Produkte oder Verfahren genannt werden. Normungsgegenstand sind Grundprinzipe, Grundkonzepte, Terminologien u.ä., die für eine Reihe unterschiedlicher Produkte bzw. Produktgruppen gelten. Normen in diesem Sinne sind beispielsweise die EMV-Grundnormen.
Horizontale Normen sind von Ausschlag gebender Bedeutung für die Sicherung der inneren Stimmigkeit des gesamten Normungsvolumens sowie für die Vermeidung von Doppelentwicklungen und widersprüchlichen Festlegungen)
 
Horizontale Richtlinien ► Horizontal Directives (regeln allgemeine gemeinsame Schutzanforderungen an Produkte. Dabei ist es möglich, dass die verschiedenen Anforderungen an ein Produkt in den Regelungsbereich mehrerer Richtlinien fallen. Beispiele für diesen Richtlinientyp sind die EMV-Richtlinie, die Niederspannungsrichtlinie und die Maschinenrichtlinie)
 
Hot Spot ► Heisser Punkt, kritischer Bereich (In Verbindung mit den biologischen Wirkungen elektromagnetischer Felder: Räumlich eng begrenzter Volumenbereich in Organismen, z.B. Augenlinsen, mit besonders hoher Absorption elektromagnetischer Feldenergie)
 
HPA Hauptpotenzialausgleich ► Main Equipotential bonding (zukünftig Schutzpotenzialausgleich)
 
HPAS Hauptpotenzialausgleichsschiene ► Main Equipotential Bonding Bar (Haupterdungsschiene)
 
HPA-Schiene Hauptpotenzialausgleichsschiene ► Main Equipotential Bonding Bar (Haupterdungsschiene)
 
HPE High Power Electromagnetics ► Hochleistungselektromagnetik
 
HPEM High Power Electromagnetics ► Hochleistungselektromagnetik (Technologiebereich zur Erzeugung von IEMEs, d.h. von energieintensiven elektromagnetischen Strahlungsfeldern, die auf Leitungen in elektronischen Zielsystemen Ströme und Spannungen von zerstörerischer Wirkung verursachen. Die Pegel der erzeugten Störgrößen überschreiten wesentlich die Pegel, der unter normalen Bedingungen vorliegen, z.B. Feldintensitäten > 500 Volt/m oder Störspannungen in Elektronikstromkreisen von > 100 Volt. Konkret handelt es sich hier um elektromagnetische Waffen. Angesichts der bestehenden terroristischen Bedrohungslage ist es leider notwendig, nicht nur militärische sondern auch bestimmte zivile Anlagen und Installationen, insbesondere kritische Infrastrukturen bezüglich IEMEs zu schützen. Bezüglich HPEM-Simulatoren für Testzwecke siehe IEC 61000-4-35)
 
HPEM Conducted Environment HPEM-leitungsgebundene-Umgebungen (In Kabeln und Leitungen eingekoppelte Spannungen überschreiten in der Regel 1 kV. Siehe IEC 61000-2-13)
 
HPEM Radiated Environment HPEM-Strahlungs-Umgebungen (Umgebungen mit elektromagnetischen Feldern hoher Leistungsflussdichte mit Spitzenwerten > 600 W/m2. Siehe IEC 61000-2-9, -10, -11, -13)
 
HPF High-Pass Filter ► Hochpass-Filter (Filter, der Frequenzen unterhalb einer auslegungsbedingt fixierten Grenzfrequenz stark dämpft und Frequenzen oberhalb dieser Grenzfrequenz praktisch ungedämpft passieren lässt)
 
HPI High Power Impulse ► Hochleistungsimpuls
 
HPI High-Power Inductor ► High-Power-Induktivität (ermöglicht auf kleinstem Raum hohe Induktivitätswerte bei gleichzeitig hoher Stromtragfähigkeit. Anwendungsgebiete: DC/DC-Wandler einschließlich POL-Wandler)
 
HPM High Power Microwa­­­ves ► Hochlei­stungs­mikro­wellen (schmalbandig im Bereich von 0,5 bis 5 GHz, Spitzenleistungen bis zu mehreren 100 MW, Leistungsflussdichte > 600 W/m2, Feldstärkewerte bis 500 V/m [elektromagnetische Waffen])
 
HPPM-generator High Power Pulsed Microwa­ve Generator ► Generator zur Erzeugung von Impulsen mit 100 bis 1000 MW Spit­zenlei­stung bei Impuls­dauern im Submikrose­kun­den­bereich
 
HRC Fuse High Rupturing Capacity Fuse ► Hochleistungssicherung
 
HRO High-Resolution-Oscilloscope ► Hochauflösendes Oszilloskop (Oszilloskop mit 12-Bit-Auflösung. Bietet im Vergleich zu 8-Bit-Geräten in vielen Anwendungsbereichen Vorteile. Das deutlich reduzierte Rauschen und die höhere Auflösung der 12-Bit-A/D-Wandler-Architektur ermöglicht detaillierte Signaldarstellung, höhere Messgenauigkeit und bessere Signalreinheit.)
 
HS Hardness Surveillance
 
HSFS Hochstromfunkenstrecke (blitzstromtragfähige Trennfunkenstrecke)  
 
HV High Voltage ► Hochspannung (Übertragungsspannung in Elektroenergiesystemen im Bereich zwischen 45 kV und < 300 kV)
 
HVDC High Voltage Direct Current Transmission Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (Siehe HGÜ)
 
HVI-Leitung High Voltage Insulating-Leitung High Voltage Insulating-Line (Leitung, bestehend aus einem 19 mm2-Kupferdraht mit einer dickwandigen hochspannungsfesten Isolierung und einem witterungsbeständigen, mit Zuschlagstoffen dotierten äußeren Spezialmantel zur gezielten Absteuerung blitzbedingter hoher Impulsspannungen. Gesamtdurchmesser 20 mm. Produkt der Firma DEHN. Wird zur isolierten Ableitung von Blitzströmen im Bereich des Äußeren Blitzschutzes verwendet. Sie ist Bestandteil der Verbindung zwischen Fangstange und Erdungsanlage und hilft die Verschleppung von Blitzströmen über metallne Dachaufbauten in das Innere von Gebäuden zu vermeiden)
 
Hybrid Absorber ► Hybrid Absorber (aus flachen Ferrite Absorbers und Pyramid Absorbers zusammengesetzte Absorberkegel zur Auskleidung vorzugsweise von kleineren EMV-Messräumen mit 3-m-Messstrecke, um reflexionsfreies Messen zu ermöglichen. Sie stehen für Messfrequenzen im Bereich von 10 MHz bis 40 GHz zur Verfügung, beanspruchen weniger Raum als Pyramid Absorbers, sind allerdings die teuerste Lösung)
 
Hybridgenerator Combination Wave Generator (Hybridgeneratoren sind kombinierte Stoßspannungs-/Stoßstromgeneratoren, die bei leerlaufendem Ausgang eine definierte Spannungsform, z.B. einen 1.2/50µs- oder 10/700µs-Stoßspannungsimpuls und bei kurzgeschlossenem Ausgang einen definierten Stoßstrom, beispielsweise einen 8/20µs- bzw. 5/320µs-Stoßstromimpuls erzeugen. Bei der Verwendung solcher Generatoren beispielsweise zur Prüfung von Überspannungsschutzelementen werden letztere bis zum Erreichen der Ansprechspannung praxisnah mit einer definierten Stoßspannung und danach mit einem definierten Stoßstrom belastet)
 
Hybridkabel ► Hybrid Cable / Composite Cable (sind Kabel, bei denen in einer Umhüllung mit oder ohne Geflechtabschirmung verschiedene Leitungselemente untergebracht sind. Das können im infachsten Beispiel etwa nur unterschiedliche Arten von Kupferadern, beispielsweise zur Energieversorgung und einige Steueradern sein. Es wird aber auch von einem Hybridkabel gesprochen, wenn Kupferadern, Druckluft- und Pneumatikschläuche in einem Kabel vereint sind oder elektrische Leiter und optische Lichtwellenleiter in einem gemeinsamen Kabel integriert sind. Hybridkabel vereinfachen die Montage und senken beträchtlich den Bauraumbedarf)

I

I Interference ► Störung, Beeinträchtigung, Funktionsminderung (eines Betriebsmittels infolge elektromagnetischer Störbeeinflussungen)
 
IAM Input Attenuator Module ► Eingangsdämpfungsmodul
 
IAP Intrasystem Analysis Program ► Ana­ly­se­programm für systeminterne Beein­flus­sungen
 
IARU International Amateur Radio Union ► Internationaler Amateurfunkverband
 
IBIS Input/Output Buffer Information Specification (Von Intel eingeführtes genormtes Format für die Darstellung des Verhaltens digitaler Treiberein- und -ausgänge)
 
IBN Isolated Bonding Network / Isolated Ground Plane ► Isolierte Potenzialausgleichsanlage (Ist isoliert gegenüber allen in einem Gebäude befindlichen geerdeten Metallteilen angeordnet und nur an einer definierten Stelle mit Erdpotential verbunden)
 
ICAE International Commission on Atmospheric Electricity ► Internationale Kommission für atmosphärische Elektrizität
 
ICC Inductive Coupling ClampInduktive Koppelzange
 
ICEM Integrated Circuit Electromagnetic Compatibility Model ► EMV-Modell integrierter Schaltkreise
 
IC-EMC (Nicht-kommerzielles Software-Tool zur Behandlung elektromagnetischer Verträglichkeitsprobleme [parasitäre Emissionen und Störfestigkeit gegenüber hochfrequenten Störgrößen] bei integrierten Schaltkreisen)
www.ic-emc.org > Download Software
 
ICEM-CE Integrated Circuit Emission Model – Conducted Emission (Nach DIN EN 62433-2: Modell, für die Modellierung leitungsgeführter elektromagnetischer Aussendungen bei analogen und digitalen integrierten Schaltkreisen [ICs] oder Funktionsblöcken auf einer Leiterplatte)
 
ICES Interference Causing Equipment Standards ► (Normen, die in Kanada mit Ausnahme von Funkanlagen für die herstellerseitige Zertifizierung von elektrischen Betriebsmitteln herangezogen werden, die elektromagnetische Störaussendungen verursachen können)
 
ICIM-CI Integrated Circuit Immunity Model – Conducted Immunity (Nach IEC 62433-4: Modell für die Modellierung der Störfestigkeit Integrierter Schaltkreise [ICs] gegenüber leitungsgebundenen elektromagetischen Störgrößen)
file:///C:/DokumenteundEinstellungen/Ernst/EigeneDateien/Downloads/47A_878_NP(6).pdf
 
ICL Inrush Current Limiter ► Einschaltstrombegrenzer (NTC-Thermistoren)
 
ICLP International Conference on Lightning Protection ► Internationale Blitzschutzkonferenz (zweijähriger Turnus. Veranstaltungsort wechselnd)
 
ICM Ignition Control Module ► Zündsteuermodul (in Kraftfahrzeugen)
 
ICNIRP International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection ► Internationale Strahlenschutzkommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung. 1992 hervorgegangen aus INIRC und IRPA (unabhängiges, wissenschaftlich tätiges Expertengremium, das international anerkannte Grenzwertempfehlungen für den Bereich der elektromagnetischen Felder erarbeitet, um gesundheitliche Risiken durch nichtionisierende Strahlung zu vermeiden)
 
ICOLSE International Conference on Lightning and Static Electricity ► Internationale Konferenz über Blitz und Statische Elektrizität
 
ICSMS Information and communication system for pan-european market surveillance ► Internetgestütztes Informations- und Kommunikationssystem zur europaweiten Marktüberwachung von technischen Produkten
 
IC-Streifenleitung ► IC-Stripline (Neue Testanordnung zur Bewertung der EMV-Eigenschaften von ICs im Frequenzbereich von 150 kHz bis 3 GHz. Sie basiert auf der bekannten Streifenleiteranordnung zum Testen von Kfz-Komponenten nach ISO 11452-5, jedoch sind ihre geometrischen Abmessungen an die zu testenden ICs angepasst. Quelle: Körber u.a. EMV 2008. Darüber hinaus siehe IEC 62132-8: IC Stripline method)
 
IC-Stripline IC-Streifenleitung
 
ICT Information and Communications Technology ► Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT oder auch IuK-Technik für die Sprach- und Datenkommunikation)
 
IDC Technique Indulation Displacement Connections Technique ► Schneidklemmtechnik (LSA-Technik)
 
IEC International Electrotechnical Com­mission ► Internationale Elektrotechni­sche Kommis­sion (weltweite Normungsorganisation, die alle Nationalen Elektrotechnischen Komitees umfasst. Sie verfolgt insbesondere das Ziel, die internationale Zusammenarbeit zu allen Fragen der Normung in den Bereichen der Elektrotechnik und Elektronik zu fördern und zu unterstützen. Sie erarbeitet und verabschiedet auf weltweiter Ebene elektrotechnische Normen, die in über hundert Ländern angewendet werden; Sitz: Genf. Deutscher Vertreter in der IEC ist die DKE.
EMV-Angelegenheiten obliegen in der IEC insbesondere dem Technischen Komitee für Elektromagnetische Verträglichkeit [TC 77] und dem Sonderausschuss für Funkstörungen [CISPR]. Beide Institutionen kooperieren diesbezüglich mit internationalen, regionalen, und professionellen Organisationen wie ISO, ITU, OIML, CENELEC, CIGRE, EURELECTRIC u.v.a. Dabei wird die Gesamtheit aller EMV-Aktivitäten innerhalb der IEC und mit den anderen Organisationen vom ACEC koordiniert. Dem EMV-Ansatz der IEC folgend, Verträglichkeit in Systemen durch ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Störemissionen und Störfestigkeitswerten der Komponenten zu erreichen, werden zwei Publikationskategorien gepflegt, und zwar die sog. Basic EMC Publications, die allgemeine Aspekte wie EMV-Grundlagen, Definitionen, Beschreibung des elektromagnetischen Umfeldes, Mess- und Testmethoden u.a. behandeln und produktbezogene Publikationen. Das sind die sog. Generic EMC Standards und die EMC Product Standards, die für Produkte, die in einem bestimmten Umfeld arbeiten bzw. für spezielle Produkte oder Produktgruppen Testlevels unter Bezug auf die Basic EMC Publications spezifizieren. Näheres siehe folgende Website)
 
IEC DMT IEC Directives Maintenance Team IEC-Richtlinien-Betreuungsteam
 
IEC Glossary International Electrotechnical Commission Glossary IEC-Glossar (Zusammenstellung und Erläuterung elektrotechnischer Begriffe, abgehoben aus den Kapiteln Terms and Definitions der IEC-Publikationen. Wird laufend aktualisiert)
 
IEC-Akronyme und -Kodes ► IEC Abbreviations, Acronyms and Codes (Liste der zurzeit in der IEC üblichen Abkürzungen und Kodes. List of the current Abbreviations and Codes used at IEC)
 
IECEE IEC System for Conformity Testing and Certification of Electrical EquipmentIEC-System für die [weltweite] Konformitätsprüfung und Zertifizierung elektrotechnischer Erzeugnisse
 
IECQ IEC Quality Assessment System for Electronic ComponentsIEC-Qualitätsbewertungssystem für
Elektronische Komponenten
 
IEC-Steckerfilter ► IEC Inlet Filters / IEC Connector Filters (Kompaktes Bauteil bestehend aus einem IEC-Kaltgerätestecker und einem Hochleistungsnetzfilter aus stromkompensierter Drossel sowie X-Kondensatoren und Y-Kondensatoren, oftmals kombiniert mit Sicherungen und einem Schalter. Vorzugsweise angewandt als Eingangsnetzfilter bei Computern, peripheren Geräten, Büro- und medizinischen Geräten. Er steht in vielen Varianten hinsichtlich Bauformen, Nennströmen, Dämpfungseigenschaften und Anschlussarten zur Verfügung)
 
IEEE The Institute of Electrical and Elec­tro­nics Engineers ► (Ursprünglich: [amerikanischer] Berufsverband der Elektro- und Elektronikingenieure. Non-profit Organisation, 1884 gegründet, zurzeit über 430.000 Mitglieder aus über 160 Ländern. Heute erstreckt sich das Interessenfeld der Organisation weit darüber hinaus in viele benachbarte Bereiche. Dies kommt in der umgedeuteten Bezeichnung I-E-E-E [ausgesprochen: Ei-tripl-I] zum Ausdruck)
 
IEEE EMC Society ► Gesellschaft für EMV innerhalb des IEEE
 
IEM International EMC-Mark ► Internationales EMV-Prüfzeichen
 
IEMCAP Intrasystem Electromagnetic Compati­bility Analysis Program ► Pro­gramm zur Ana­lyse der systeminternen Verträglichkeit (rech­nergestütztes Werk­zeug, das die ökono­mische Implementie­rung der EMV in allen Stufen des Le­bens­zyklus eines Systems er­laubt)
 
IEME Intentional Electromagnetic Environments ► absichtlich, vorsätzlich erzeugte elektromagnetische Umgebungen (mittels elektromagnetischer Waffensysteme generierte elektromagnetische Phänomene hohen Energieinhalts zur Störung bzw. Zerstörung gegnerischer elektronischer Systeme)
 
IEMI Intentional Electromagnetic Interference ► absichtlich, vorsätzlich (z.B. durch elektromagnetische Waffen) verursachte Störungen oder Zerstörungen in informations- und kommunikationstechnischen Einrichtungen. Siehe IEC 61000-4-35: Intentional Electromagnetic Interference [IEMI] Simulator Compendium)
 
IEMI Immunity Test Methods ► IEMI-Störfestigkeits-Testmethoden (für Geräte und Systeme siehe IEC 61000-4-36)
 
IEMP Internal EMP ► (Comptonaufladung durch das Auftreffen energiereicher Gammaquanten auf Kabel im Gefolge einer Nuklearexplosion)
 
IEV International Electrotechnical Vocabulary ► Internationales Elektrotechnisches Vokabular (herausgegeben von der IEC. Für die EMV ist besonders das Kapitel 161 von Interesse. Es enthält EMV-relevante Definitionen und Begriffe in mehreren europäischen Sprachen [IEC-Publikation: IEC 60050-161])
 
IFF Impulsfolgefrequenz / Pulswiederholrate ► Pulse Repetition Frequency, PRF / Pulse Repetition Rate (Gemäß IEV 702-03-07: Zahl der Impulse in einem Impulszug geteilt durch zeitliche Dauer des Impulszuges)
 
IFRB International Frequency Registra­tion Board ► Internationales Frequenzbüro (Internationales Gremium, das sich früher mit der Klärung technischer Fragen der Funkübertragung befasste. Nach der Reform der ITU 1992 werden diese Aufgaben von der ITU-R wahrgenommen. Seither heißt das IFRB Radio Regulations Board, RRB)
 
IFU Internationale Fernmeldeunion ► International Telecommunication Union (ITU)
 
IGCT Integrated Gate-Controlled Thyristor ► (Vereinigt einen vielseitigen Leistungs-Halbleiterschalter, den GCT, und den Ansteuerkreis in einem. Bietet extrem schnelle Schalteigenschaften bei niedriger Verlustleistung bei vollem Nennstrom. Betrieb bis zu 1000 Hz möglich)
 
IGEF Internationale Gesellschaft für Elektrosmog-Forschung ► International Society for Electrosmog Research (internationaler wirtschaftlich, politsch und religiös unabhängiger Verband von Wissenschaftlern, Medizinern und Sachverständigen, die sich mit der Erforschung der Ursachen und Auswirkungen des Elektrosmogs auf Menschen, Tiere, die Natur und die Umwelt befassen, um Schutz vor Elektrosmog zu ermöglichen. Sitz: Birmingham, GB) 
 
IKT Informations- und Kommunikationstechnologie ► Information and Communication Technology (ICT)
 
IL Immunity Level Störfestigkeitspegel / Störfestigkeitsgrad
 
ILAC International Laboratory Accreditation Cooperation (Internationales Forum für die Harmonisierung der Verfahren der Labor-Akkreditierung als Mittel zur Verringerung der technischen Handelshemmnisse)
 
ILIL Input Longitudinal Interference Loss ► Ein­gangslängsstördämpfung (Fernsprech­technik)
 
Immersion Method ► Immersionsmethode (Prüfmethode bei der Prüfung von EUTs gegen impulsförmige magnetische Felder nach IEC 61000-4-9 bei der das Prüfobjekt im Zentrum einer Induktionsspule untergebracht ist, die das Magnetfeld erzeugt)
 
Immission ► Immission (Einwirken der von entsprechenden Quellen emittierten Schadstoffe u.a. Belastungen wie Staub, Rauch, Gase, Dämpfe, Geruchsstoffe, Lärm, Erschütterungen, elektromagnetische Wellen, etc. auf die belebte und unbelebte Umwelt [Menschen, Tiere, Pflanzen und Sachgüter]. Im Sinne der Gefahrenabwehr dürfen nach dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand bzw. aus der Erfahrung heraus festgelegte Immissionsgrenzwerte nicht überschritten werden)
 
Immissionsgrenzwert ► Immission Limit Value (Gesetzlich zugelassener Höchstwert für Schadstoff- u.a. Belastungen wie z.B. durch elektromagnetische Felder im Sinne des Umwelt- und Gesundheitsschutzes. Hierzu siehe BImschV. Von Bedeutung für die Umweltbelastung durch nichtionisierende elektromagnetische Felder sind insbesondere die 26. BImschV und die BGV B11)
 
Immunity (to a disturbance) ► Störfestigkeit (gegenüber einer Störgröße, d.h. Fähigkeit einer Einrichtung , eines Gerätes oder Systems, in Gegenwart einer elektromagnetischen Störgröße ohne Funktionsminderung zu arbeiten [IEV 161-01-20])
 
Immunity Level Störfestigkeitspegel
 
Immunity Limit ► Störfestigkeitsgrenzwert (niedrigster Wert des Immunity Levels innerhalb eines Betrachtungsbereichs [IEV 161-03-15])
 
Immunity Test Level Störfestigkeits-Prüfpegel
 
Impedanz ► Impedance (Rechengröße der komplexen Wechselstromrechnung, die dem Verhältnis Z = U /I der komplexen Spannung U und des komplexen Stroms I entspricht. Ihre Einheit ist das Ohm [Ω]. Bei der Formulierung in kartesischen Koordinaten gilt Z = R + jX. Darin repräsentieren R den Realteil, d.h. den Wirkwiderstand [ohmschen Widerstand] in dem die übertragene Wirkleistung umgesetzt wird und X den Imaginärteil, d.h den Blindwiderstand, in dem keine Wirkleistung umgesetzt, sondern fortlaufend Energie gespeichert und wieder zurückgespeist wird. Je nachdem der Stromkreis eine Induktivität oder einen Kondensator enthält, ist zwischen induktivem Blindwiderstand XL = ωL bzw. kapazitivem Blindwiderstand XC = 1/ωC zu unterscheiden, wobei ω der Netzkreisfrequenz sowie L und C dem Induktivitätswert bzw. dem Kapazitätswert des Blindwiderstandsanteils entsprechen.
Der Betrag der Impedanz | Z | ist der sogenannte Scheinwiderstand Z = √(R2 + X2). Er ist frequenzabhängig)
 
Impedanzanpassung ► Impedance Matching (auch Leistungsanpassung genannt, liegt vor, wenn auf einer Übertragungsstrecke die Impedanzen des Senders, Empfängers und der Übertragungsleitung gleich sind. Ist dies nicht der Fall [Fehlanpassung] können Signalreflektionen auftreten, die die zu übertragenden Signale verfälschen)
 
Impedanzkonzept [von Schelkunoff] ► Impedance Concept / Schelkunoff Shielding Effect Theory (bereits in den 1930er Jahren von Schelkunoff entwickeltes einfaches Schirmungsmodell für die schnelle praktische Abschätzung der Schirmdämpfung homogener ebener Schirmwände. Es beruht auf der Analogie zur Wanderwellenausbreitung auf langen elektrischen Zweidrahtleitungen. Ähnlich wie Wanderwellen an Leitungsdiskontinuitäten teils reflektiert und teils durchgelassen, bzw. entlang verlustbehafteter Leitungen gedämpft werden, erfahren auch elektromagnetische Wellen an Diskontinuitäten in ihrem Ausbreitungsweg Reflexionen und beim Durchtritt durch Materie eine Abschwächung. Eine Schirmwand quer zur Ausbreitungsrichtung einer ebenen Welle hat danach eine Schirmdämpfung SE, die sich aus folgenden Anteilen zusammensetzt. SE = R + A + K. Darin repräsentieren
   R die Reflexionsdämpfung an der Ein- und Austrittsfläche der Schirmwand,
   A die Absorptionsdämpfung, d.h. die Feldschwächung im Inneren der Schirmwand und
   K einen Korrekturterm, der die Mehrfachreflexionen innerhalb des Schirms berücksichtigt. Kann bei A > 8 dB                           vernachlässigt werden.
Von A. J. Schwab u.a. wurde in den Neunzigern des vorigen Jahrhunderts ein erweitertes Impedanzkonzept entwickelt. Darin wird das Schelkunoffsche Schirmberechnungsverfahren mit Hilfe der Wellenmatrixmethode derart erweitert, daß es auch auf geschlossene Schirmgehäuse wie den idealen Rechteckschirm und mit Hilfe geeigneter asymptotischer Näherungen auch auf den idealen Zylinder- und Kugelschirm und außerdem uneingeschränkt über den gesamten Frequenzbereich anwendbar ist)
 
Importeur ► Importer (Im Sinne der EU-Richtlinien des neuen Konzepts ist ein Importeur eine in der Europäischen Gemeinschaft niedergelassene natürliche oder juristische Person, die ein Produkt aus einem Drittland auf dem Gemeinschaftsmarkt in den Verkehr bringt. Verfügt der Hersteller über keine Niederlassung in der Gemeinschaft und ist auch kein Bevollmächtigter beauftragt in seinem Namen zu handeln, muss der Importeur sicherstellen, dass er die Marktaufsichtsbehörden mit allen notwendigen Informationen über das Produkt versorgen kann)
 
Impuls ► Pulse/Surge (Abrupte, kurze zeitliche Änderung einer physikalischen Größe [Spannung, Strom, Energie u.a.], bei der dem Übergang von einem Wert zu einem anderen sofort oder nach einem kurzen Zeitintervall die Rückkehr zum Ausgangswert erfolgt. Siehe auch IEV 101-14-26, IEV 161-02-02, 702-03-01)
 
Impulsanstiegszeit ► Pulse Rise Time (Zeitabschnitt zwischen 10% und 90% der Impulsamplitude, sofern nicht anders definiert [IEV 161-02-05])
 
Impulsbreite ► Pulse Width (Zeitabschnitt zwischen den Punkten der Anstiegsflanke und des abklingenden Teils eines Impulses, bei denen der Augenblickswert jeweils 50% der Impulsamplitude beträgt, sofern nicht anders definiert)
 
Impulsfolge ► Pulse Train (Nach IEV 702-03-11 bzw. IEV 101-14-27: Impulszug mit einer regelmäßigen Folge einer endlichen Zahl gleichartiger Impulse. Nach IEV 891-01-35: Folge ähnlicher aber nicht notwendigerweise identischer Impulse)
 
Impulspaket/Impulsbündel Burst (of Pulses or Oscillations)
 
Impulsstörung ► Impulsive Disturbance (Elektromagnetische Störgröße, die als eine Folge von Einzelimpulsen in Erscheinung tritt [IEV 161-02-09]. Beispiel. Burst)
 
IMRR Isolation Mode Rejection Rate ► Gleich­taktstörunterdrückungsverhältnis von Trenn­ver­stärkern mit optoelektroni­scher Entkopp­lung
 
IMT-2000 International Mobile Telecommunications-2000 (Mobilfunkstandard der 3. Generation, definiert durch einen Satz voneinander abhängiger ITU-Empfehlungen. IMT-2000 bietet die Vorausetzungen für den weltweiten drahtlosen Zugriff auf die verschiedenen erd- und/oder satellitengebundenen stationären und mobilen Kommunikationssysteme. Sendefrequenzen: im TDD-Mode: 1,9 bis 1,92 GHz, im FDD-Mode: 1,92 bis 2,17 GHz. ERP: Feststationen maximal 20 Watt, mobile Einheiten 0,25 Watt. Zugriffsarten: CDMA/TDMA/TDD bzw. CDMA/FDMA/FDD)
 
iNARTE International Association for Radio, Telecommunications and Electromagnetics ► Internationale gemeinnützige Organisation, die u.a. die berufliche Qualifikation von Technikern und Ingenieuren für die Arbeitsfelder Telekommunikation, EMV, ESD und funktechnische Systeme zertifiziert)
 
Inbetriebnahme ► Put into Service (Vorgang der erstmaligen Benutzung eines Produkts durch den Endbenutzer im Gebiet der Europäischen Gemeinschaft. Produkte müssen bei der Inbetriebnahme die anwendbaren, nach der neuen Konzeption [New Approach] verfassten Richtlinien und andere Rechtsvorschriften der Gemeinschaft erfüllen)
 
Indirekte Entladung ► Indirect Discharge (Entladungsform der Entladung statischer Elektrizität im Zuge einer ESD-Störfestigkeitsprüfung, bei der die Entladung vom Prüfstörgrößengenerator auf das Prüfobjekt indirekt über eine horizontale oder vertikale Koppelplatte erfolgt, die in der Nähe des Prüfobjekts angeordnet ist. Beanspruchung des Prüfobjekts erfolgt über Felder, die von der Koppelplatte ausgehen)
 
Induktion ► Induction (1. Vorgang, siehe Elektromagnetische Induktion. 2. Synonym für magnetische Flussdichte)
 
Induktionsgesetz ► Faraday´s Induction Law / Faraday´s Law (Das von Faraday formulierte Gesetz bringt zum Ausdruck, unter welchen Bedingungen eine elektrische Spannung entlang einer Leiterschleife entsteht. In seiner Integralform ist es Bestandteil der Maxwell´schen Gleichungen. Qualitative und quantitative Zusammenhänge dazu siehe folgende Websites)
 
Induktionsspule ► Induction Coil
 
Induktive Beeinflussungen ► Inductive Interference (im Sinne von Störbeeinflussungen sind Einwirkungen magnetischer Felder auf Stromkreise unter Nahfeldbedingungen. Ihr Zustandekommen wird durch Induktive Kopplung zwischen Stromkreisen über parasitäre Gegeninduktivitäten theoretisch erklärt. Parallel dazu sind unter Nahfeldbedingungen auch Kapazitive Beeinflussungen möglich)
 
Induktive Koppelzange ► Inductive Coupling Clamp / Current Clamp (Stromeinspeisezange zur Einprägung von Strömen in Kabeln zu Prüfzwecken [BCI-Probe] oder Strommesszange zur Erfassung von HF-Störströmen in Kabel und Leitungen, die den Nutzströmen überlagert sind, ohne dass dies eine Auftrennung der Verbindung erfordert)
 
Induktive Kopplung ► Inductive Coupling (Interaktion zwischen Stromkreisen auf Basis bestehender Flussverkettungen [IEV 131-12-33]. Ursache für [unerwünschte] induktive Kopplungen sind parasitäre Flussverkettungen zwischen Betriebsstromkreisen bzw. Magnetfelder, die von elektrostatischen oder Blitzentladungen herrühren.Findet beispielsweise in einem Stromkreis infolge eines Schaltvorgangs eine schnelle zeitliche Stromänderung statt, kann in einem anderen Stromkreis, der von der mit der Stromänderung verbundenen Flussänderung durchsetzt wird, eine Störspannung induziert werden. Ihre Größe ist proportional zur Gegeninduktivität zwischen beiden Stromkreisen und zur Stromänderungsgeschwindigkeit im Primärkreis. Die Gegeninduktivität hängt von der Geometrie der Leiteranordnung ab. Wesentliche Einflussgrößen sind der Abstand zwischen den Stromkreisen und die Schleifenfläche des beeinflussten Stromkreises. Gegenmaßnahmen setzen hier an. Darüber hinaus leisten verdrillte Leitungen sowie die Schirmung von Kabeln, Leitungen, Baugruppen und Geräten durch ferromagnetische Schirme [Rohre, Metallschläuche, Stahlblechgehäuse] Abhilfe)
 
Induktiver Widerstand ► Inductive Reactance (In Wechselstromkreisen ergibt sich der durch eine Induktivität L bedingte Widerstandsanteil bei der Frequenz f zu XL = 2πf∙L. Er ist ein Blindwiderstand, der eine Phasennacheilung des Stroms gegenüber der Spannung bewirkt)
 
Induktivität ► Inductance / Inductivity (Induktionskoeffizient, Proportionalitätsfaktor zwischen der Flussverkettung einer Spule, die vom Strom in derselben Spule oder vom Strom, der in einer anderen Spule fließt, hervorgerufen wird. Danach ist zwischen Selbstinduktivität und Gegeninduktivität zu unterscheiden. Unabhängig davon wird der Begriff Induktivität [Inductor, Induction Coil, Inductive Device, Induktive Component] auch als Bezeichnung für Bauteile mit induktiven Eigenschaften benutzt)
 
Induktivitätsbelag ► Inductance per Unit Length (Leitungsparameter. Längsinduktivität Ls eines Leitungsabschnitts der Länge s bezogen auf diese Länge. L´ = Ls /s. Einheit: Henry pro Meter, H/m)
 
InduraNet p Industrial Radio Network ► Funksystem für Industrieanwendungen (Funksystem [der Firma Pilz] für industrielle Umgebungen auf Basis der weltweit zulassungsfrei nutzbaren ISM-Frequenzbänder. Gekennzeichnet durch eine besonders robuste Übertragungstechnik, d.h. eine konstant gute Funkverbindung durch ein neuartiges Antennensystem [mit Antennen-Diversität] sowie eine problemlose Koexistenzfähigkeit mit anderen Funkdiensten, beispielsweise WLAN, durch ein dahingehend abgestimmtes Frequenzmanagement. Die maximale Sendeleistung beträgt 100 mW)
 
Industrial Locations Industriestandorte
 
Industriebereiche ► Industrial Locations / Industrial Environments (Aus Sicht der EMV: Betriebsorte mit relativ hohen Anforderungen an die Störfestigkeit und vergleichsweise niedrigen Anforderungen an die zulässigen Störemissionen der eingesetzten Gerätetechnik. Den Fachgrundnormen sowie dem IEC-Report IEC/TR 61000-2-5 entsprechend zählen dazu Orte,
  • in denen sich innerhalb und außerhalb von Gebäuden Betriebsmittel befinden, die an ein Stromversorgungsnetz angeschlossen sind, das über einen eigenen Hoch- oder Mittelspannungsverteiltransformator gespeist wird;
  • in denen zahlreiche industrielle, wissenschaftliche und/oder medizinische Geräte gleichzeitig betrieben werden;
  • große induktive oder kapazitive Lasten häufig geschaltet werden,
  • sehr hohe Stromstärken und damit verbundene hohe magnetische Felder auftreten
  • in denen Betriebsmittel installiert sind, die besonders scharfe elektromagnetische Umgebungsbeanspruchungen erzeugen.
Typische Beispiele hierfür finden sich in den Produktionsbereichen der metallbe- und verarbeitenden Industrie, in der Papier- und Zellstoffindustrie, in chemischen Anlagen, in der PkW-Produktion sowie in Kraftwerken und Umspannstationen)
 
Industriestandorte ► Industrial Locations (Synonym für Industriebereiche)
 
Influenz ► Elektric Induction / Electrostatic Induction (ist ein Phänomen der Elektrostatik und bezeichnet den Vorgang der Trennung von Ladungen eines leitenden Körpers unter dem Einfluss der von äusseren Ladungen ausgeübten elektrischen Kraft, d.h. es findet eine Polarisation der Ladungen statt. Fließen davon z.B. die negativen Ladungen über eine leitende Verbindung [Kontakt oder Funkenüberschlag] ab, bleiben die positiven Ladungsträger übrig. Der Körper ist damit positiv aufgeladen und umgekehrt)
 
Informationssicherheit (Siehe IT-Sicherheit)
 
INFOSEC Information SecurityInformationssicherheit
 
INL Internal Noise Level ► interner Geräuschpegel
 
Innenwiderstand ► Internal Resistance (auch Ausgangswiderstand oder Quellwiderstand ist der im Inneren
eines elektrischen/elektronischen Bauteils zwischen den Ausgangsklemmen wirksame Widerstand. Bei
Spannungsquellen begrenzt er im Kurzschlussfall den Kurzschlussstrom. In Versorgungssystemen wird er daher
als Kurzschlusswiderstand bzw. Kurzschlussimpedanz bezeichnet)
 
Innenbandstörer (Bei Funkübertragungssystemen Störquellen wie z.B. konkurrierende Funkübertragungssysteme, die im gleichen Frequenzband arbeiten)
 
Innere EMV (Siehe Intrasystem-EMC)
 
Innere Störfestigkeit ► internal immunity (siehe Störfestigkeit, innere)
 
Innerer Blitzschutz ► Internal Ligthning Protection (Alle Maßnahmen, die darauf gerichtet sind, die in den Innenräumen eines geschützten Gebäudes, trotz eines vorhandenen äusseren Blitzschutzes noch verbleibenden Beanspruchungen durch blitzbegleitende elektrische und magnetische Felder auf ein für die Elektrik und Elektronik verträgliches Maß zu reduzieren. Dazu gehören der Blitzschutz-Potenzialausgleich, der Überspannungsschutz, sowie die Einhaltung von Mindestabständen zwischen den Komponenten der Blitzschutzanlage und den anderen elektrischen Betriebsmitteln und Installationen)
 
INP Impulsive Noise Protection ► Schutz gegen Impulsrauschen
 
Insertion Loss Einfügungddämpfung
 
in-situ ► vor Ort / An Ort und Stelle / am Einsatzort
 
in-situ-testing ► Prüfen vor Ort, am Einsatzort eines Geräts (Prüfen und Testen in Anlagen und großen Systemen. Besonderheiten gegenüber dem Labortest: In-situ-Prüfverfahren können nicht nach genormten Verfahren unter kontrollierten Bedingungen durchgeführt werden. Insbesondere letztere hängen von den speziellen lokalen Gegebenheiten ab. Das heisst, nur die Test- und Prüfgeräte können genormt werden, nicht jedoch die Testprozeduren)
 
Installation ► Anlage (Ortsgebundene Kombination von Komponenten, Apparaten und Systemen zur Erfüllung einer bestimmten Aufgabe wie z.B. Fertigungsanlage, Kraftwerksanlage, Telkommunikationsanlage u.ä. Näheres siehe Ortsfeste Anlage. Nicht dafür vorgesehen, als eine einzelne funktionale Einheit auf dem Markt gebracht zu werden)
 
Intelligenter Überspannungsschutz ► Intelligent Overvoltage Protection (Überspannungsschutzgeräte mit Vor- Ort-Zustandsanzeige „Schutzgerät O.K.“, „Leistungsgrenze erreicht, Austausch empfohlen“, „Überlastet, Austausch erforderlich“ und Fernmeldung)
 
Intentional Radiators ► Geräte, Einrichtungen, Betriebsmittel, die in funktional beabsichtigter Weise hochfrequente Energie erzeugen und aussenden (Funkgeräte, Schnurlostelefone, drahtlose Mikrofone Garagentoröffner, kfz-gebundene Radarsystem, elektromagnetische Waffen u.v.a.)
 
Interface ► Schnittstelle (Verbindungsstelle zweier Geräte/Systeme. Die beiderseits einer Schnittstelle liegenden Geräte/Systeme sind über Schnittstellenleitungen miteinander verbunden, über die Daten, Adressen und Steuersignalen ausgetauscht werden. Der Begriff Schnittstelle/Interface umfasst dabei die Gesamtheit der funktionellen, elektrischen und konstruktiven Bedingungen [Kodierung, Signalpegel, Steckerbelegung], welche die Verbindungstelle zwischen den Geräten bzw. Systemen charakterisieren. Je nach Art der Datenübertragung ist zwischen parallelen [z.B. Centronics, IEEE 488] und seriellen Schnittstellen [z.B. V.24, TTY, RS-422, RS-423, RS-485] zu unterscheiden, die für unterschiedliche Übertragungsgeschwindigkeiten und Übertragungsentfernungen ausgelegt sind.
Speziell in der Telekommunikationstechnik bezeichnet „Schnittstelle“ einen Netzanschlusspunkt, d.h. den physischen Anschlusspunkt, über den ein Nutzer Zugang zum öffentlichen Telekommunikationsnetz erhält und/oder eine Luftschnittstelle für den Funkweg zwischen Funkanlagen)
 
Interference Suppression ► Störungsunterdrückung / Beeinflussungsunterdrückung
 
Interharmonics ► Zwischenharmonische
 
Inter-harness Coupling ► Elektromagnetische Kopplung zwischen Kabelbäumen
 
Interne Systembeeinflussung ► Intra System Interference (Beeinflussung innerhalb eines Systems verursacht durch Störgrößen, die von systemeigenen Störquellen herrühren [IEV 161-01-16])
 
Intersystem-Beeinflussungen ► Intersystem Interference (elektromagnetische Beeinflussungen zwischen zwei oder mehreren Systemen [Geräte, Anlagen, abgeschlossene Struktureinheiten])
 
Intersystem-EMC Äussere EMV (Traditioneller Begriff zur Kennzeichnung des Verträglichkeitszustandes zwischen einem System und der äusseren elektromagnetischen Umgebung, in der es eingebettet ist bzw. zwischen zwei oder mehreren Systemen bei wechselseitig möglichen elektromagnetischen Beeinflussungen [Intersystem-Beeinflussungen])
Anmerkung: Der Begriff EMV dient hier zur Charakterisierung eines Verträglichkeitszustandes, nicht zur Kennzeichnung einer Produkteigenschaft im Sinne der in der EMV-Richtlinie bzw. im EMVG dafür gegebenen Definition)
 
Intra-harness Coupling ► Elektromagnetische Kopplung von Systemen, deren Leitungen wie z.B. in Kraftfahrzeugen, in einem gemeinsamen Kabelbaum eingebunden sind (Siehe auch Alien XT)
 
Intrasystem-Beeinflussungen ► Intra System Interference (elektromagnetische Beeinflussungen zwischen den Komponenten, Struktureinheiten in Systemen)
 
Intrasystem-EMC Systeminterne bzw. Innere EMV (Traditioneller Begriff, der den inneren Verträglichkeitszustand eines Systems charakterisiert. Man sagt, die systeminterne EMV ist gegeben, wenn alle Komponenten, Geräte und sonstigen Bestandteile eines betrachteten Systems unbeschadet vorhandener elektromagnetischer Wechselwirkungen [Intrasystem-Beeinflussungen] zwischen den systeminternen Komponenten einwandfrei arbeiten. Von außen auf das System einwirkende Störgrößen bleiben dabei unberücksichtigt.
Anmerkung: der Begriff EMV wird hier als Bewertungsmaßstab zur Charakterisierung eines Zustandes im elektromagnetischen Beziehungsgefüge zwischen den Systemkomponenten benutzt, nicht zur Kennzeichnung der Produkteigenschaft im Sinne der EMV-Richtlinie bzw. der im EMVG dafür gegebenen Definition)
 
Inverkehrbringen ► To Place on the Market (im Sinne des EMVG ist „das erstmalige Bereitstellen eines Gerätes im Markt der Mitgliedstaaten der EU und der anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum zum Zwecke seines Vertriebs oder seines Betriebs auf dem Gebiet eines dieser Staaten. Das Inverkehrbringen bezieht sich dabei auf jedes einzelne Gerät, unabhängig vom Fertigungszeitpunkt und -ort und davon, ob es in Einzel- oder Serienfertigung hergestellt wurde. Nicht unter diesen Begriff fällt das Aufstellen und Vorführen eines Gerätes auf Ausstellungen und Messen“)
 
Inverter (In der elektrischen Energietechnik ein Wechselrichter zur Umwandlung von Gleichspannung bzw. Gleichstrom in Wechselspannung bzw. Wechselstrom)
 
In-vitro-Untersuchungen In Vitro Studies (Laborexperimente mit aus Lebewesen entnommenen Zellen, Zellkulturen oder Zellzüchtungen. Im Zusammenhang mit der Untersuchung biologischer Wirkungen elektromagnetischer Felder werden sie dazu genutzt, um mögliche Wirkungsmechanismen auf diesem untersten biologischen Niveau zu erkennen. Für die Beurteilung möglicher gesundheitlicher Wirkungen sind sie allerdings nur sehr bedingt geeignet, da zelluläre Veränderungen im Gesamtorganismus durch die ihm innewohnenden komplexen Regulierungsmechanismen bis zu einem gewissen Grade ausgeglichen werden können)
 
In-vivo-Untersuchungen In Vivo Studies (Laborexperimente an lebenden Objekten [Tiere, Menschen]. Im Zusammenhang mit der Untersuchung biologischer Wirkungen elektromagnetischer Felder wurden und werden In-vivo-Untersuchungen an Menschen insbesondere zum Nachweis von Kurzzeitreaktionen durchgeführt [z.B. bezüglich des psychophysischen Verhaltens unter Feldeinfluss], während für Langzeitversuche und Versuche unter extrem hohen Feldbelastungen Tiere herhalten müssen. Dabei besteht allerdings die Schwierigkeit, dass die Ergebnisse von Tierversuchen infolge der Unterschiede in der Körpergröße und der dadurch bedingten unterschiedlichen Auswirkung des Skineffekts nicht vorbehaltlos auf den Menschen übertragbar sind)
www.elektrosmoginfo.de > Suche: In-Vivo
 
IO-Link EMC Tester (Zusatzgerät in Handheld-Ausführung der Mesco Systems GmbH, das für die EMV-Prüfungen von IO-Link-Komponenten eingesetzt wird. Das Gerät ist mit einer speziellen Testsoftware ausgerüstet. Es zählt während der EMV-Tests fehlerhafte bzw. fehlende Telegramme und zeigt die entsprechenden Werte auf einem LCD-Display an)
 
Ionisierende Strahlung ► Ionizing Radiation (Zur ionisierenden Strahlung rechnet man alle Strahlungen, deren kinetische Enerie ausreicht, um Elektronen aus einem Atom oder Molekül herauszulösen. Im Einzelnen zählen dazu elektromagnetische Strahlen wie die Röntgen- und Gammastrahlen sowie Teilchenstrahlungen in Form der Alpha-, Beta- und Gammastrahlung. Im elektromagnetischen Spektrum entspricht dies Strahlen mit Wellenlängen kleiner als 200 nm)
http://de.wikipedia.org/wiki/Ionisierende_Strahlung                  
                                    
IPC In-Plant Point of Coupling ► anlagen­inter­ner (Versorgungs-)Anschlusspunkt in einem Indu­strie­netz
 
IPMC Industrial Process Measurement and Control ► Industrielle Prozessmess- und Regelungstechnik
                   
IP-Schutzarten ► IP-Codes (Sie charakterisieren nach IEC 529, EN 60529, bzw. DIN EN 60529 den Schutz elektrischer Betriebsmittel durch Gehäuse, Abdeckung oder Kapselung, und zwar den Schutz von Personen gegen den Zugang zu gefährlichen Teilen innerhalb der Abdeckung sowie den Schutz gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Wasser. Die Schutzart-Kennzeichnung erfolgt durch einen vierstelligen Code [IP-Code]. Er besteht aus den Buchstaben IP und zwei Ziffern. Das Kürzel IP steht dabei für „International Protection“ und von den Ziffern kennzeichnet die erste in der Graduierung 0 bis 6 den Schutz gegen das Eindringen fester Körper [Foreign Bodies Protection] und die zweite in den Stufen 0 bis 8 den Schutz gegen das Eindringen von Wasser [Water Protection]. Die einzelnen Schutzgrade überdecken dabei die Bereiche vom einfachen Berührungsschutz bis hin zu völliger Abdichtung gegen Staubeintritt sowie vom Schutz vor senkrecht tropfendem Wasser bis hin zur Absicherung gegen vollständiges Untertauchen. Im industriellen Umfeld haben sich Schutzarten ab IP 65 als Standard durchgesetzt; für in Schaltschränken untergebrachte Betriebsmittel die Schutzart IP 20)
 
IPT® Inductive Power Transfer ► Induktive Energieübertragung (kontaktloses und damit weitgehend verschleiß- und wartungsfreies Energiezuführungssystem der Firma Wampfler zur Versorgung ortsveränderlicher Verbraucher [Aufzugfahrkörbe, Flurförderzeuge, Bodentransportsysteme u.ä. mit Elektroenergie. Der Primärteil des Systems besteht aus einer Einspeiseelektronik, die den Netzstrom in einen höherfrequenten Strom zwischen 10 und 25 kHz umwandelt und damit eine entlang des Verfahrweges angeordnete Spurleiterschleife speist. Im Sekundärteil wird über einem gegenüber der Spurleiterschleife beweglichen induktiven Abnehmer in einer daran angeschlossenen Elektronik die gewünschte Versorgungsspannung für den beweglichen Verbraucher bereitgestellt)
www.conductix.de > Produkte
 
IRA Impulse radiating Antenna (Antenne für die scharf gebündelte Abstrahlung sehr steilflankiger kurzer Feldpulse. Komponente in Radar- und IEMI-Systemen)
 
IRCC International Radio Consultative Com­mit­tee ► Internationaler Beratender Aus­schuss für Funkwe­sen (ITU-R)
 
IRD Incidental Radiation Devices ► Ein­richtun­gen, die unbeabsichtigt als Nebeneffekt elek­troma­gne­tische Störstrahlung aussenden (Dis­plays, Compu­ter, Schaltnetzteile u.v.a.)
 
IRED Infrared Emitting Diodes ► Infrarot emittierende Leuchtdioden
 
IrDA Infrared Data Association ► (1993 gegründete Non-Profit-Organisation, die sich mit der Normung der Datenübertragung auf Infrarotbasis befasst. Sitz: Walnut Creek, California)
 
IRPA International Radiation Protection Association ► Internationaler Strahlenschutzverband (Internationaler Dachverband für Fachleute, die wissenschaftlich oder regulativ auf dem Gebiet des Strahlenschutzes arbeiten und die ihrerseits in nationalen oder regionalen Verbänden organisiert sind. Für Deutschland und die Schweiz ist dies der Fachverband für Strahlenschutz e.V. FS. Seit 1992 werden die Aktivitäten im Bereich der nichtionisierenden Strahlung von der ICNIRP wahrgenommen)
 
ISAD Interessenverband Short-range Anwender Deutschland e.V. (Verein zur Wahrung der Interessen der [Short Range Device]-Funkanwender. Er unterstützt alle Anwender und Hersteller sogenannter Short Range Devices [SRDs], bei der Nutzung gültiger Frequenzspektren- und Normen und vertritt ihre Belange in und gegenüber zuständigen nationalen und internationalen Gremien und Verwaltungen) 
 
ISBN International Standard Book Number ► internationale Standardbuchnummer (bisher: zehnstellige Kennzahl bestehend aus vier durch Bindestrich getrennte Zahlengruppen [Landes- bzw. Gruppennummer, Verlags-, Titelnummer und Prüfziffer], die jedes neu erscheinende Buch erhielt und individuell kennzeichnete. Beispiel: ISBN 3-7723-6709-7. Darin sind:
3       die Landes- bzw. Gruppennummer. Sie kennzeichnet eine nationale bzw. geografische Verlagsgruppe,
7723 die Verlagsnummer, die einen speziellen Verlag innerhalb der Verlagsgruppe identifiziert,
6709 die Titelnummer, die einen speziellen Buchtitel oder eine bestimmte Ausgabe eines Titels des Verlags
kennzeichnet,
7       die Prüfziffer, welche die ISBN verifiziert. Die Prüfziffer umfasst die Wichtungsfaktoren 1 bis 10. Anstelle
       der 10 wird die römische Ziffer X benutzt. Daher enden manche ISBN-Nummern mit X.
Das ISBN-System wurde 1968 als Standard für die weltweite Identifizierung von Büchern und Publikationen eingeführt. Seit Anfang 2007 ist die Angabe einer dreizehnstelligen ISBN-Nummer Pflicht. Dabei wird der bisherigen ISBN-Ziffernfolge ein Präfix in Form einer dreistelligen Zahl vorangestellt, die innerhalb des Internationalen Artikelkatalogs für Verlagsprodukte vorgesehen ist. Die Prüfziffer wird durch einen festgelegten arithmetischen Prozess aus allen vorangehenden Nummern gebildet und ist hier stets eine arabische Ziffer)
 
ISDN Integrated Services Digital Network ► diensteintegrierendes digitales Fernsprech- und Fernübertragungs-
netz (Flächendeckendes Digitalnetz für den Transfer von Daten, Text, Sprache und Bildern über eine Telefonleitung. Ein digitaler Teilnehmeranschluss besteht aus einem Steuerkanal mit 16 Kbit/s [D-Kanal] und zwei Basiskanälen mit jeweils 64 Kbit/s [B-Kanäle]. Mit einem solchen Basisanschluss können zwei Dienste gleichzeitig bedient werden, z.B. Telefon- und Faxbetrieb. Für das ISDN-Protokoll existieren eine Vielzahl von nationalen, nicht zueinander kompatiblen Varianten. Seit 1993 läuft in Europa die Umstellung auf ein einheitliches ISDN-Protokoll, das Euro-ISDN auch bekannt unter der Bezeichnung E-DSS1)
 
ISG Isolating Spark GapTrennfunkenstrecke
 
ISM Industrial, Scientific and Medical (radio-frequency equip­ment) ► (Geräte und Einrichtungen, die dazu dienen, örtlich Hochfrequenzen­ergie für industrielle, wissenschaftliche, medizinische, haushalts- und ähnliche Zwecke zu erzeugen. Siehe auch ISM-Frequenzband)
 
ISM-Frequenzband ► ISM Frequency Band (Frequenzband, in dem ISM-Geräte kostenfrei betrieben werden können, sofern ihre Sendeleistung 100 mW nicht überschreitet. Freigegeben auch für Funkanwendungen. Weltweit sind über zehn einzelne ISM-Bänder im Bereich von 6 MHz bis 246 GHz ausgewiesen, die von den verschiedensten feldgestützten technologischen und Funkapplikationen in Anspruch genommen werden. Durch die gemeinsame Nutzung kann es in den besonders häufig genutzten Bändern wie etwa in dem 433-MHz-Band oder dem 2,4-GHz-Band zu Störbeeinflussungen zwischen verschiedenen Geräten kommen)
 
ISN Impedance Stabilisation Network ► Impedanzstabilisierungsnetzwerk (dient der Messung der asymmetrischen Störspannung auf symmetrischen Telekommunikations- und Datenleitungen. Auch unter der Bezeichnung T-Netznachbildung bekannt)
www.teseq.de > Suche: ISN
 
ISO International Organization for Standardization ► Internationale Organisation für Normung (weltweite Föderation nationaler Normungsinstitutionen von 163 Ländern auf Basis einer Mitgliedschaft je Land. Die Koordinierung erfolgt durch ein Zentralsekretariat mit mehr als 150 Full-Time-Mitarbeitern in Genf. Die Bezeichnung ISO ist kein Akronym des Namens der Organisation, sondern entspricht den ersten drei Buchstaben des griechischen Wortes isos, was soviel wie "gleich" im Sinne von Gleichheit bedeutet. Die ISO ist u.a. zuständig für die EMV-Normen für “moving vehicles“, d.h. für elektrische Rollstühle, Personenflurförderzeuge, Rolltreppen und Aufzüge, Industrieroboter, Erdbearbeitungs-, Land- und Forstmaschinen, für Kraftfahrzeuge und deren Unterbaugruppen sowie für Produkte in den Bereichen der Luft- und Raumfahrt)
 
Isotrop ► Isotropic (Bringt in der Physik zum Ausdruck, dass in allen Raumrichtungen gleiche physikalische Eigenschaften vorliegen. Vergleiche isotroper Kugelstrahler)
 
Isotroper Kugelstrahler ► Isotropic Radiator (hypothetische verlustfreie Antenne mit den geometrischen Abmessungen eines Punktes, die in alle Raumrichtungen gleichmäßig stark strahlt. Das heisst, mit einer Antenneneingangsleistung P erzeugt sie im Abstand r die Leistungsflussdichte S = P /r2. Der Isotrope Kugelstrahler dient als theoretisches Vergleichsnormal, beispielsweise bei der Bestimmung des Antennengewinns einer realen Antenne)
 
Isotropic RadiatorIsotroper Kugelstrahler
 
ISSN International Standard Serial number ► Internationale Standardseriennummer (achtstellige Nummer, die ähnlich der internationalen Standardbuchnummer ISBN jede periodisch erscheinende Publikation [drucktechnische oder elektronische Version] eindeutig international kennzeichnet)
 
ISWR Current Standing-Wave Ratio ► Strom-Stehwellenverhältnis (Verhältnis der maximalen zur minimalen Amplitude der stehenden Stromwelle, die sich auf einer Übertragungsleitung bei Fehlanpassung durch Überlagerung des hin- und rücklaufenden Stromes ausbildet)
 
IT Information Technology ► Informationstechnologie
 
ITE Information Technology Equipment ► infor­mationstechnische Einrichtung / Informatiostechnisches Endgerät (siehe auch IEV 161-05-04)
 
ITEM Interference Technology Engineers Master (The International Journal of Electromagnetic Compatibility)
 
ITG Informationstechnische Gesellschaft (im VDE)
 
ITP Industrial Twisted Pair Twisted Pair Kabel für Anwendungen im industriellen Umfeld (Geschirmtes Kabel mit geschirmten Adernpaaren)
 
ITSEC Information Technology Security Evaluation CriteriaBewertungskriterien der Informationssicherheit informationstechnischer Geräte
 
IT-Sicherheit Informationstechnische Sicherheit ► IT-Security (Die modernen komplexen Systeme in Industrie, Wirtschaft, Verkehr, Gesundheitswesen und vielen anderen Bereichen funktionieren nur durch intensiven systeminternen und systemübergreifenden Informationsaustausch. Damit wird der Schutz sensibler Informationen, Daten und Programme gegen irrtümliche Veränderung, bewusste Verfälschung, Vernichtung und missbräuchlichem Zugriff zu einem zentralen Problem. Davon ausgehend erklärt sich der Begriff „IT-Sicherheit“ als ein Zustand, der für ein klar abgegrenztes, bedrohtes IT-System dann besteht, wenn für dieses System das Risiko durch Manipulationen an den informationsverarbeitenden Systemkomponenten im oben erklärten Sinn Schaden zu nehmen, während seiner gesamten Existenzphase ein tolerierbares Grenzrisiko nicht überschreitet.
IT-Sicherheit wird an Hand der folgenden Kriterien bewertet.
  • Authentizität Authentication: besagt, dass eine Information tatsächlich von dem Absender stammt, der sich dafür ausgibt.
  • Vertraulichkeit Confidentiality: besagt, dass eine Information nur von dem gelesen werden kann, für den sie bestimmt ist.
  • Integrität Integrity: besagt, dass eine Information auf ihrem Transportweg nicht unauthorisiert verändert werden kann.
  • Verbindlichkeit Trustability: besagt, dass eine Information als vertrauenswürdig anzusehen ist.
  • Verfügbarkeit Availability: im Sinne der IT-Sicherheit besagt, dass Informationen zu den Zeiten an den Orten verfügbar sind, d.h. auf sie zugegriffen werden kann, wann und wo sie gebraucht werden, d.h. entsprechende Dienste unbefugt nicht blockiert bzw. eingeschränkt werden können.
Unternehmensintern wird IT-Sicherheit über eine breite Palette von technischen und organisatorischen Maßnahmen wie wirkungsvoller Zugriffsschutz, Virenschutz, sachgerechtes Daten- und Datenträgerhandling, Datenverschlüsselung bis hin zu entsprechenden Mitarbeiterschulungen durchgesetzt. Personenbezogene Schutzmechanismen sind dabei die Autorisierung und Authentifizierung durch Passwörter oder persönliche Identifikationsnummer, biometrische Daten oder Signaturen. Speziell mit den Aspekten der IT-Sicherheit in der Automation befasst sich der GMA-Fachausschuss 5.22 „Security“, dessen Arbeitsergebnisse in der Richtlinienreihe VDI/VDE 2182 „Informationssicherheit in der industriellen Automatisierung“ einfließen)
 
IT-System InformationsTechnisches System (technisches System zur Erfassung, Übertragung, Verarbeitung, Speicherung und/oder Nutzung von Information)
 
IT-Netz Isolée-Terre-Netz [frz.] / IT Network [engl.] ► (Drehstromversorgungsnetz [Dreileiternetz mit L1, L2, L3 oder Vierleiternetz mit L1, L2, L3, N]. Alle Netzpunkte sind von Erde isoliert [I] und alle Körper der Betriebsmittel geerdet [T]. Aus Sicht der EMV ungünstig. Kein Einsatz von Filtern für asymmetrische Störströme möglich)
 
ITU International Telecommunication Union ► Internationale Fern­meldeunion (zwischenstaatliche Organisation, die sich mit technischen und administrativen Fragen der Telekommunikation befasst. Unter anderem ist sie für Fragen der EMV-Normung für die leitungs- und feldgebundene Telekommunikation zuständig. Sie legt Normen fest und sorgt für die weltweite Zuweisung und Koordination von Funkfrequenzen.)
 
ITU-D International Telecommunication Union - Telecommunication Development Sector ► Internationale Fern­meldeunion – Sektor Entwicklung (Förderung der Entwicklung im Telekommunikationsbereich und der Zusammenarbeit von staatlicher Verwaltung und privatwirtschaftlichen Organisationen)
 
ITU-R International Telecommunication Union - Radiocommunication Sector ► Internationale Fern­meldeunion – Sektor Funkkommunikation (Internationale Koordination der Funkfrequenzen)
 
ITU-T International Telecommunication Union - Telecommunication Standardization Sector ► Internationale Fern­meldeunion – Sektor Normung Erarbeiten und Veröffentlichen von Normen und Empfehlungen auf dem Kommunikationssektor)
 
IWLAN Industrial Wireless LAN LAN auf Funkbasis (geeignet für den Einsatz in industrieller Umgebung)
 
IZMF Informationszentrum Mobilfunk (Das IZMF versteht sich als Ansprechpartner zu allen grundsätzlichen Fragen der mobilen Kommunikation, verstärkt auch zu sensiblen Themen wie Netzausbau, Gesundheit, Ortsbild- und Landschaftsschutz. Es wurde 2001 von den deutschen Mobilfunknetzbetreibern in Berlin gegründet)

J

JISC Japanese Industrial Standards Committee ► Japanischer Ausschuss für Industrienormen
 
Jitter ► Jitter